EHA 2026: Erstlinientherapie: Iberdomid statt Lenalidomid – wirksam in der Quadruplette?

Die IDEAL-Phase-I/II-Studie lieferte Daten zur Wirksamkeit und Sicherheit einer Iberdomid-basierten Quadruplette bei 47 Patient:innen mit neu diagnostiziertem multiplem Myelom (NDMM). Hier ersetzt Iberdomid – ein wirksamerer Cereblon-E3-Ligase-Modulator (CELMoD) – Lenalidomid in der Kombination mit Daratumumab, Bortezomib und Dexamethason über 12 Induktionszyklen, gefolgt von einer Erhaltungsphase. Das primäre Ziel der Studie war die Rate an ≥ kompletten Remissionen (CR). Die Tiefe der Remission wurde mittels sensitiver Massenspektrometrie gemessen. Die empfohlene Phase-2-Dosis (RP2D) für Iberdomid wurde auf 0,75 mg/Tag festgelegt. Die Ergebnisse zeigten eine Gesamtansprechrate (ORR) von 100 %. Die ≥ CR-Rate betrug 36,4 % während der Induktionsphase und 52,3 % unter Einbeziehung der Erhaltungsphase. Die MRD-Negativitätsraten im Knochenmark lagen bei 29,5 % während der Induktionsphase und bei 47,7 % insgesamt. Bei einer medianen Nachbeobachtungszeit von 18,3 Monaten betrugen die progressionsfreien Überlebensraten nach 12 und 18 Monaten 91 % bzw. 88 %, die Gesamtüberlebensraten lagen zu denselben Zeitpunkten bei 97 % und 94 %.

Klinische Relevanz: Eine Iberdomid-basierte Quadruplette stellt eine effektive Behandlung für das NDMM dar, wie die hohen Ansprechraten und die Verbesserung der Ansprechintensität zeigen – fast die Hälfte der Patient:innen erreichte eine MRD-Negativität.