Neph 03|2019

Herausgeber: Österreichische Gesellschaft für Nephrologie, Univ.-Prof. Dr. Rainer Oberbauer, Klinische Abteilung für Nephrologie und Dialyse, Universitätsklinik für Innere Medizin III, Medizinische Universität Wien

Editorial

  • Editorial 03/19
    Sehr geehrte Damen und Herren!Geschätzte Kolleginnen und Kollegen!
    Es ist mir eine besondere Freude, Ihnen in diesem Heft die ERA-Kongressbeiträge aus Österreich näherbringen zu ­dürfen.
    Das Spektrum der Titel umfasst die gesamte Nephrologie, von angeborenen systemischen Erkrankungen mit Nierenbeteiligung, wie ...Weiterlesen ...

Focus: ERA-Highlights aus Österreich

  • Alanylglutamin-Zusatzzur Verbesserung von PD-Lösungen

    Vortrag anlässlich der Verleihung des Stanley Shaldon Young Investigator Awards 2019 der ERA-EDTA für Forschung zur Peritonealdialyse

    Auch durch „bio-kompatible“ Peritonealdialyse-Lösungen bisher keine ­signifikante Verbesserung klinischer Endpunkte (Peritonitisrate, Therapieversagen) – ­viel­versprechende Forschungsdaten zu Alanylglutamin-Zusatz.

    In präklinischen Studien: AlaGln in PD-Lösungen führt zu verbessertem Zellüberleben und verminderter peritonealer Fibrose.

    In klinischen Studien: AlaGln in PD-Lösungen verbessert die peritoneale Immunkompetenz und vermindert oxidativen Stress und den lokalen und systemischen proinflammatorischen Status.

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  • Kontext und Kernpunkte: Neue ERBP-Leitlinie zum Gefäßzugangfür chronische Hämodialyse

    Gefäßzugang als Achillesferse der Hämodialyse: Arteriovenöse Fisteln und ­Prothesenshunts sind häufig problematische Gefäße mit hohem Komplikationsrisiko.

    Die neue ERBP-Leitlinie zum Gefäßzugang für die chronische Hämodialyse ­adressiert wichtige, zum Teil aber bislang selten behandelte Fragestellungen, mit einer europäischen Perspektive.

    Die zwei stärksten Empfehlungen (1B) betreffen den Zeitpunkt der ersten Punktion eines Shunts: bei arteriovenösen Fisteln Punktion innerhalb der ersten 2 Wochen nicht empfohlen, bei Prothesenshunts hingegen auch innerhalb der ersten 2 Wochen möglich.

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  • Hyperphosphatämie bei CKD-MBD: FGF-23-Signalling in der Niere

    FGF-23 ist ein im Knochen produziertes Hormon.

    Essenzielles Protektions-System gegen Hyperphosphatämie: FGF-23 erhöht in der Niere im proximalen Tubulus die renale Phosphatexkretion direkt und hemmt indirekt durch die Suppression der Vitamin-D-Hormon-Synthese die intestinale Phosphatabsorption.

    Als Kalzium- und Natrium-konservierendes Hormon im distalen Tubulus könnte FGF-23 bei CKD-Patienten zu Volumenüberladung und Gefäßkalzifizierung beitragen.

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  • Malignome auf der Warteliste

    Die vorgeschlagenen Wartezeiten auf TX bei vorbestehender Tumorerkrankung – auch im Licht neuer Tumor-Klassifizierungen und sich ständig verbessernder ­Anti-Tumortherapien – sind kritisch in Richtung einer Verkürzung zu hinterfragen.

    Die Entscheidung zur Transplantations-Freigabe sollte gemeinsam mit einem Onkologen individualisiert erfolgen (Tumortyp, Genprofil etc.) und konkurrierende Risiken wie das ­ jährliche 5%ige Gesamt-Mortalitätsrisiko bei Dialysepatienten mit berücksichtigen.

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  • Histokompatibilitäts-Barrieren in der Transplantation solider Organe

    Trotz potenter Erhaltungsimmunsuppressiva gibt es einen klaren Zusammenhang zwischen der Histokompatibilität und dem Langzeitüberleben des Nieren­transplantates.

    Selbst bei noch präziserer Auswahl und exakterem HLA-Matching zwischen Spender und Empfänger bleiben noch Tausende Non-HLA-Mismatches und Autoimmunität als ­ Abstoßungsursachen.

    Toleranzinduktion mittels gemischtem Chimärismus als neuer Ansatz, um die Transplanthalbwertszeit wirklich substanziell zu verlängern.

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  • Neues zu Morbus Fabry

    Bei der lysosomalen Speicherkrankheit Morbus Fabry führt der Mangel an Alpha-Galaktosidase A (AGAL) zu einer Ansammlung von Glykosphingolipiden in allen Zellen – mit entzündlichen und fibrosierenden Reaktionen und ­Durchblutungsstörungen durch Gefäßbeteiligungen.

    Eine Chaperon-Therapie mit Migalastat kommt für Patienten mit bestimmten Varianten im GLA-Gen in Frage (etwa 30–50 % der Patienten) und kann eine Stabilisierung der Nierenfunktion und deutliche Verbesserungen der linksventrikulären Masse sowie von gastrointestinalen ­Beschwerden bewirken.

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