Neph 02|2019

Herausgeber: Österreichische Gesellschaft für Nephrologie, Univ.-Prof. Dr. Rainer Oberbauer, Klinische Abteilung für Nephrologie und Dialyse, Universitätsklinik für Innere Medizin III, Medizinische Universität Wien

Editorial

  • Editorial 02/19
    Sehr geehrte Damen und Herren!
    Geschätzte Kolleginnen und Kollegen!
    Das Wintermeeting der Österreichischen Gesellschaft für Nephrologie hat inzwischen eine lange Tradition. Umso erfreulicher ist es zu sehen, wie sich die Veranstaltung in den letzten Jahren entwickelt hat. 2019 war die ...Weiterlesen ...

Focus: Wintermeeting 2019 der ÖGN

  • Studien aus 2018 bis 2019: Neues zur Glomerulonephritis

    Achtung bei Anti-GBM-Glomerulonephritis: Kreuzreaktivität von Anti-Peroxidasin-Autoantikörpern mit MPO-Antikörpern.DNAJB9 als neuer Biomarker für die Diagnose der fibrillären Glomerulonephritis.Über die Altersnorm hinausreichende globale Glomerulosklerose ist von Bedeutung für die CKD-Progression.Erster Hinweis für den Nutzen von Sparsentan bei FSGS; die Steroidtherapiedauer bei MCD kann durchaus auch kürzer sein.

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  • Neue Entwicklungen: Diabetische Nierenerkrankung

    Die Charakteristik der diabetischen Nierenerkrankung wandelt sich vermehrt in Richtung nichtalbuminurische Form.

    End-stage Renal Disease (ESRD) ist eigentlich ein vergleichsweise seltenes ­Ereignis – das Risiko, als Diabetikerin/Diabetiker zu versterben, ist 100-fach höher.

    Die Auswahl der antidiabetischen Therapie hat einen Einfluss auf renale (und kardiovaskuläre) Ereignisse, weshalb nach Metformin im nächsten Schritt SGLT-2-Hemmer und/oder GLP-1-Rezeptor-Agonisten zum Einsatz kommen sollen.

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  • Ein Update anhand 2018 und rezent publizierter Arbeiten: Neues zum CKD-MBD-Syndrom

    Neue Daten lassen vermuten, dass erhöhte FGF-23-Spiegel eher als Folge denn als Ursache einer kardiovaskulären Schädigung bei CKD zu interpretieren sind.Die Verknüpfung des Hyperparathyreoidismus mit dem Energiestoffwechsel via AMP-Kinase (zentrales Enzym des Energiestoffwechsels) lässt auf eine fundamentale Rolle des ­Energiehaushaltes für das CKD-MBD-Syndrom schließen. Protonenpumpen-Inhibitoren (PPI) stellen auch einen signifikanten Risikofaktor für ­Hüftfrakturen bei Dialysepatienten dar.Oxalat ist ein unterschätztes Nephrotoxin, das Ausmaß der Oxalat-Ausscheidung korreliert mit der CKD-Progression.

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  • Highlights aus 2018 und 2019: Nierenbeteiligung bei Systemerkrankungen

    Mit Rituximab-basierenden Strategien konnte eine hohe Effizienz bei ­Steroid-sparenden Effekten erzielt werden.Ergebnisse der PEXIVAS-Studie zeigten gleiche Wirksamkeit eines niedrig dosierten­ Glukokortikoid-Schemas verglichen mit Standarddosierung, bei weniger Infektionen. Bei Patienten mit generalisierter Vaskulitis (GFR < 50 ml/min, Lungenblutungen) konnte betreffend Mortalität oder ESRD kein Benefit mit Plasmaseparation zusätzlich zur Standardtherapie nachgewiesen werden.

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  • Hot Topic: Nierensteine aus nephrologischer Sicht

    Risikofaktoren: Hyperkalzurie, Hyperoxalurie, Hypozitraturie, Harnvolumen, ­familiäre Prädisposition.Assoziiert mit chronischer Nierenerkrankung und kardiovaskulären Erkrankungen.Rezidivprophylaxe: viel trinken, Diät, HCTZ-Diuretika, Zitrat.

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  • Eine Auswahl rezent publizierter Studien: Hämodialyse und Peritonealdialyse

    Intravenöse Eisentherapie reduziert ESA-Verbrauch, ist sicher und könnte ­Outcomes verbessern.

    DASH und Mittelmeerdiät ohne Nutzen bei Dialysepatienten.

    Neue Replacer-HD erlaubt die Entfernung proteingebundener Urämietoxine.

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  • Wie weit ist der Anteil der Peritonealdialyse an den NET-Verfahren in Österreich steigerbar?: Patientenauswahl für die Peritonealdialyse

    Gegen die Durchführung der Peritonealdialyse (PD) findet sich nur bei sehr ­wenigen Patienten eine tatsächliche Kontraindikation.

    Viel häufiger sind Hindernisse, die die Implementierung des Verfahrens verhindern – für solche Patienten stellt die assistierte PD die optimale Lösung dar.

    Rezente Untersuchungen zu Patientengruppen, die bisher als wenig geeignet für die PD ­galten, zeigen, dass solche mit diesem Verfahren durchaus gut behandelt werden können.

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  • Erhöhtes Risiko vs. HD?: Infektiöse Komplikationen bei der Peritonealdialyse

    PD-assoziierte Infektionen sind potenziell vermeidbar.

    Die Befolgung der ISPD-Guidelines ist mit einer geringeren Peritonitisrate ­assoziiert.

    Das Infektionsrisiko an der PD ist nicht höher als an HD.

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  • Update 2019: Critical Care Nephrology

    Behandlung der metabolen Azidose bei akutem Nierenversagen kann die
    Dialysewahrscheinlichkeit
    reduzieren.

    Dialysebeginn bei Sepsis: früher Start bei geringer Wahrscheinlichkeit einer
    raschen Erholung der Nierenfunktion.

    Endotoxinadsorption in der Sepsis: Effektivität der Therapie bislang nicht ausreichend
    belegt.

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  • Anhand von Peer-reviewed Publikationen der letzten 12 Monate: Hypertonie 2019: What’s new?

    In den neuen ESH/ESC-Leitlinien 2018 im Gegensatz zu den amerikanischen Guidelines keine Änderung der Definition, der Grenz- und Zielwerte der Hypertonie (siehe Tab.).

    Antihypertensive Therapie primär mit einer Kombinationstherapie beginnen.

    Antihypertensiva machen keinen Krebs! (HCT?)

    Kein Aspirin in der Primärprävention!

    Antihypertensive Therapie reduziert das Risiko einer kognitiven Verschlechterung.

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