Neph 01|2014

Herausgeber: Österreichische Gesellschaft für Nephrologie

Editorial

  • Editorial 1/14
    Sehr geehrte Nephrologinnen,
    Sehr geehrte Nephrologen!
    Sich ständig verändernde, ja überraschende Daten zu Themen, welche uns oft nur allzu bekannt vorkommen, zeigen jedes Mal aufs Neue, dass wir uns in der Nephrologie wie auch in der gesamten Medizin in einem ...Weiterlesen ...

Focus: Niere und antihypertensive Therapie

  • Das RAAS als Therapieansatz in der Nephrologie

    Eine spezifische, blutdruckunabhängige Nephroprotektion durch RAAS-Blocker bei proteinurischen Nierenerkrankungen (und schlechter Blutdruckeinstellung) ist möglich. Für eine Vielzahl von Patienten mit arterieller Hypertonie bieten RAAS-Hemmer aber wahrscheinlich keine oder eine nur sehr geringe Nephroprotektion jenseits der Drucksenkung.

    Die rechtzeitige Diagnose einer arteriellen Hypertonie in Verbindung mit einem frühzeitigen Therapiebeginn ist nach wie vor die beste Nephroprotektion und ist auch effektiv in der Verhinderung kardiovaskulärer Todesfälle.

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  • Quo vadis RAAS-Blockade?

    Eine RAAS-Blockade durch entweder ACE-Inhibitoren oder Angiotensin-Rezeptor-Blocker hat in großen klinischen Studien der letzten zwei Jahrzehnte positive Effekte auf das renale und/oder Gesamtüberleben erbracht, eine Kombination von ACEi und ARB im Sinne einer dualen RAAS-Blockade gilt jedoch aufgrund einer erhöhten Nebenwirkungsrate in allen Stadien der chronischen Niereninsuffizienz als obsolet.

    Speziell bei Dialysepatienten muss bei einer medikamentösen Interferenz am RAAS-System eine verzerrte Volumen-, Hormon- und Angiotensin-Regulation berücksichtigt werden. Die durch Analysen von Patienten mit nicht-dialysepflichtiger Niereninsuffizienz gewonnenen Daten sollten deshalb nicht unreflektiert auf die Dialysepopulation übertragen werden.

    Für alternative Therapieansätze am RAAS wie etwa Aldosteron-Antagonisten gibt es speziell zu Patienten mit Herzinsuffizienz überzeugende Daten als Add-on zu ACEi bzw. ARB.

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  • Experteninterview: Blockade des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems bei chronischer Niereninsuffizienz in der Praxis
    Frage 1: Gibt es nach derzeitiger Studienlage noch Indikationen, die eine sog. duale RAS-Blockade bei PatientInnen mit chronischer Niereninsuffizienz ­rechtfertigen?
    Frage 2: Welchen Stellenwert hat ­gegenwärtig Aliskiren bei PatientInnen mit CKD?
    Frage 3: Sollen PatientInnen an der Hämo- oder Peritonealdialyse ...Weiterlesen ...
  • Endothelin-Antagonisten bei diabetischer Nephropathie

    Auch bei diabetischer Nephropathie ist die Albuminurie ein wichtiger ­Prognosefaktor für kardiovaskuläre Ereignisse.

    Eine inkomplette Reduktion der Proteinurie und der Verlust der GFR trotz „optimaler“ antihypertensiver Medikation machen eine zusätzliche therapeutische Intervention ­dringend notwendig.

    Endothelin-Antagonisten als vermutlich potenteste Senker einer Albuminurie haben in klinischen Studien bei diabetischer Nephropathie zu einer markanten Reduktion der Proteinurie geführt.

    In den bisher verwendeten hohen Dosierungen traten jedoch eine hypotone Dehydratation bis hin zu akuter Herzinsuffizienz als Nebenwirkung auf. Somit muss bei Entwicklung und Einsatz von Endothelin-Antagonisten auf eine möglichst niedrige Dosierung und den Wasser- und Elektrolythaushalt geachtet werden.

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  • Hypertonietherapie bei Diabetes mellitus ohne Nephropathie

    Eine frühzeitige Behandlung der Hypertonie ist besonders bei diabetischen ­PatientInnen wichtig, um kardiovaskuläre Komplikationen zu vermeiden und auch die Progression der Nierenerkrankung zu minimieren.

    Zielblutdruck bei DiabetikerInnen ohne Albuminurie: 140/90 mmHg, kein Benefit für eine deutlichere Blutdrucksenkung.

    Als antihypertensives Therapieregime ist die Kombination aus ACE-Hemmer/Angiotensin­rezeptorblocker/Renininhibitor mit einem lang wirksamen Kalziumantagonisten (z. B. Amlo­dipin) zu empfehlen.

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Hot Spot

  • Fibrate und chronische Niereninsuffizienz: eine unterschätzte therapeutische Option?

    Bei Patienten mit atherogener Dyslipidämie haben Fibrate deutliche kardiovaskuläre Risikoreduktionen erbracht.

    Speziell bei chronischer Niereninsuffizienz könnten Fibrate einen günstigen und möglicherweise unterschätzten Effekt auf die Krankheitsprogression sowie auf die kardio­vaskuläre Morbidität und Mortalität haben.

    Als pleiotrope Effekte zeigen Fibrate spezielle mikrovaskulär protektive Eigenschaften, ­welche bei diabetischen Spätschäden günstige Wirkungen haben.

    Es gibt auch Hinweise auf einen möglichen antialbuminurischen Effekt von Fibraten, also einen Einfluss auf einen Risikofaktor der Progression einer diabetischen Nephropathie.

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