Neph 03|2014

Herausgeber: Österreichische Gesellschaft für Nephrologie, Univ.- Prof. Dr. Alexander Rosenkranz, Klinische Abteilung für Nephrologie, Medizinische Universität Graz.

Editorial

  • Editorial 3/14
    Sehr geehrte Nephrologinnen und Nephrologen!
    Mit dieser Ausgabe halten Sie das vollkommen neu gestaltete NEPHROScript in Händen! Warum war eine Änderung überhaupt notwendig?
    Nephrologie zählt vermutlich zu den breitesten Fächern überhaupt – und sind wir uns ehrlich: wer weiß nicht ...Weiterlesen ...

Focus: Herz & Niere

  • Herzinsuffizienz mit erhaltener Linksventrikelfunktion

    Herzinsuffizienz mit erhaltener Ejektionsfraktion (HFpEF) stellt sowohl diagnostisch als auch therapeutisch eine besondere Herausforderung dar.

    HFpEF-Patienten sind ähnlich wie Patienten mit reduzierter Linksventrikel­funktion (HFrEF) hoch symptomatisch und weisen eine hohe Sterblichkeitsrate auf.

    HFpEF wird sehr häufig von pulmonaler Hypertonie und Niereninsuffizienz begleitet.

    Da die bei HFrEF bewährten Medikamente in der Indikation HFpEF bisher nicht überzeugen konnten, wird intensiv an neuen Arzneistoffen geforscht (Riociguat, Vericiguat, Macitentan, Neprilysin-Inhibitoren etc.).

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  • „The Kidney breaks your Heart“

    Niereninsuffizienz-Patienten zeigen in der Regel keine profunde systolische Funktionseinschränkung (Auswurfleistung), jedoch in einem hohen Prozentsatz eine diastolische Dysfunktion entsprechend einer Relaxationsstörung, Linksherzhypertrophie (Remodelling) und einem erhöhten systolischen pulmonalarteriellen Druck.

    Beim Gros der Nierenerkrankungen gibt es nahezu kongruente Risikofaktoren und Komorbiditäten wie für die diastolische Funktionsstörung: häufig jahrelanger arterieller Hypertonus mit mikro- und makrovaskulären Veränderungen, besonders bei Diabetikern auch chronische Inflammation.

    Hoffnungskandidaten bei der Suche nach einem Überleben-verlängerndem Präparat speziell bei der Konstellation CKD mit diastolischer Dysfunktion: Sildenafil, Riociguat oder die Kombination ARB mit Neprilysin-Inhibitor.

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  • Terminator der chronischen Herz- und bald auch Niereninsuffizienz?

    Die Metalloprotease Neprilysin (NEP) ist als Schlüsselenzym für den Abbau natri­uretischer Peptide (ANP, BNP und CNP) aus therapeutischer Sicht interessant: NEP-Hemmer verhindern den Abbau der natriuretischen Peptide und fördern damit deren kardiovaskuläre Effekte, wie Natriurese und Blutdrucksenkung.

    Rezent publizierte Studienergebnisse (PARADIGM-HF-Studie) lassen hoffen, sowohl Herz- als auch Niereninsuffizienz durch die neue Medikamentengruppe der ARNis (Kombination aus Angiotensin-Rezeptor-Blocker und Neprilysin-Hemmer) künftig therapeutisch besser entgegentreten zu können.

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  • Fragen zur Praxis: Herz & Niere im Fokus
    Die erst rezent gewonnenen Erkenntnisse über die Pathophysiologie der Herzinsuffizienz bei chronisch niereninsuffizienten Patienten sowie deren steigende Inzidenz stellen den Kliniker heutzutage vor neue Herausforderungen im klinischen Alltag. Über die richtige und frühzeitige Diagnose chronisch nierenkranker Patienten mit HFrEF (Heart ...Weiterlesen ...

Topics

  • Renale Sympathikusdenervierung

    Ziel der renalen Sympathikusdenervierung ist es, in der Adventitia verlaufende Fasern des Sympathikus zu veröden und auf diese Weise den Blutdruck zu beeinflussen.

    Die anfängliche Euphorie über die neue Methode wurde bedingt durch die enttäuschenden Ergebnisse der SIMPLICITY-HTN-3-Studie von einer Phase der kritischen Analyse abgelöst.

    Bei ausgesuchten therapierefraktären Hypertonikern mit sehr hohem Mortalitätsrisiko stellt die renale Sympathikusdenervierung weiterhin eine Therapieoption im Rahmen von kontrollierten Studien dar.

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  • Arterielle Mediasklerose

    Mit abnehmender Nierenfunktion nimmt die Inzidenz und Prävalenz von Gefäßverkalkung überproportional zu (Syndrom der CKD-MBD [Chronic Kidney Disease – Mineral and Bone Disorder]), kardiovaskuläre Erkrankungen sind die Haupttodesursache bei terminaler Niereninsuffizienz.

    Die Pathophysiologie dieser Gefäßverkalkungen ist komplex und nur in Ansätzen verstanden.

    Die unterschiedliche Kalzifizierungsneigung in unterschiedlichen Gefäßabschnitten scheint ursächlich nicht so sehr mit hämodynamisch unterschiedlicher Beanspruchung zusammenzuhängen, sondern mit dem in Bezug auf die Gefäßanatomie heterogenen embryonalen Ursprung der glatten Muskelzellen, die deshalb sowohl in vitro als auch in vivo auf äußere Reize unterschiedlich (Proliferation etc.) reagieren.

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  • Trends in der Behandlung der renalen Anämie

    In den letzten Jahren wird die Therapie der renalen Anämie mit Erythropoetinen (ESAs) sowie Eisen kritisch hinterfragt.

    Nach den Hinweisen auf ein schlechteres kardiovaskuläres Outcome bei Ziel-Hb-Spiegeln > 13 g/dl werden heute niedrige Hb-Spiegel und niedrigstmögliche ESA-Dosen empfohlen.

    Zum rezenten Trend einer höheren Eisendosierung ist anzumerken, dass der Langzeiteffekt der i. v. Eisensubstitution auf das klinische Outcome bis jetzt noch nicht ausreichend untersucht worden ist.

    An alternativen therapeutische Optionen in der Anämietherapie werden derzeit Pentoxifyllin oder neue Substanzen wie HIF-1α-Inhibitoren beforscht.

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  • Eculizumab und Transplantatabstoßung

    Die Aktivierung des Komplementsystems ist als mögliche Ursache für einen Gewebeschaden nach Organtransplantation in Betracht zu ziehen.

    Der monoklonale, humanisierte Antikörper Eculizumab bindet die Komplementkomponente C5 und hemmt so eine terminale Komplementaktivierung.

    Für Eculizumab, das bereits bei paroxysmaler nächtlicher Hämoglobinurie (PNH) und beim hämolytisch-urämischen Syndrom (aHUS) eingesetzt wird, gibt es aus Fallberichten und einer unkontrollierten prospektiven Studie erste Hinweise für eine Effizienz in der Prophylaxe und Therapie der Antikörper-mediierten Transplantatabstoßung (AMR).

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