Neuer, internationaler Player in der Gesundheitskommunikation

 

Allianzen im Medienbereich hatten in den vergangenen Jahren meist das Ziel, Kosten zu senken, bestehenden Content möglichst breit zu vermarkten und Synergien zu nutzen. Das Bild der „Content Factory“ schwebte durch die Branche mit einer möglichst breiten Streuung von Inhalten über die verschiedensten Kanäle. Mit der neuen Allianz der medizinischen Fachunternehmen MedMedia, Universimed und MEDahead unter dem Dach der neuen Futuro Holding GmbH ist das anders. Das Ziel ist, einen starken Player für den gesamten D-A-CH-Markt aufzubauen, um in allen drei Ländern Deutschland, Österreich und Schweiz neue Lösungen in der Medizinkommunikation zu bieten. Dies war der Tenor einer Informationsveranstaltung für die Beschäftigten der drei Häuser, die im Sommer in Wien über die Bühne gegangen ist.

Zum Vorteil der Kunden

Dabei ist klar: Neben den unternehmerischen Zielen und der Internationalisierung sollen vor allem die Kunden der drei Unternehmen von der durch die Allianz geschaffenen größten medizinischen Fachverlagsgruppe in Österreich profitieren. Die gewohnten Ansprechpartner in beiden Verlagen und bei MEDahead bleiben ebenso wie das gewohnte professionelle Service erhalten. Die österreichische Nummer 1 will expandieren und gleichzeitig auch auf Entwicklungen im Markt reagieren. In der Gesundheitswirtschaft zeige sich klar eine Konzentration und Bündelung von Aufgaben – Pharmaunternehmen denken nicht mehr nur lokal, sondern auch in Regionen, erläuterte MedMedia-Geschäftsführer Dr. Wolfgang Tüchler. „Kunden, die eine größere Region von Österreich aus managen, können so Inhalte nicht nur in Österreich, sondern auch im gesamten D-A-CH-Raum ausspielen – und umgekehrt.“

Dazu kommen die wirtschaftliche Stabilität und die Verlässlichkeit einer großen Verlagsgruppe mit der P&V Holding als Mehrheitseigentümer der Futuro Holding GmbH und der MTH-Gruppe. Letztere ist vor allem im Handels- und Industriesegment bereits seit Jahren im D-A-CH-Raum erfolgreich – etwa mit mehr als 800 Retailfilialen des Handelskonzerns MTH Retail Group (u.a. Libro, Pagro, Office World), wie MTH-CEO Dr. Martin Waldhäusl, der auch Aufsichtsratsvorsitzender der P&V Holding ist, darlegte. Diese wiederum ist nicht nur Hauptgesellschafter der Futuro-Gruppe, sondern auch Österreichs Marktführer im Bogendruck (Print Alliance, Gerin), Eigentümer der Zeitungsdruckerei Herold sowie eines Verlages für Schulbuch, Kartografie und Kalender und eines Verlages für Rechts-, Wirtschaftsrecht- und Steuerrechtstitel, erklärte P&V-CEO Mag. Robert Plaschko.

 

 

Ziele der Futuro Holding GmbH

Konkrete Pläne der neuen Gruppe sind die Transportation von Fortbildungsveranstaltungen und Kampagnen im gesamten D-A-CH-Raum, der Zugang für Kunden und Leser auch zu deutschen und Schweizer Experten und Stakeholdern, eine noch stärkere Präsenz bei allen internationalen Kongressen, die Entwicklung neuer innovativer Digitalformate sowie die Vermarktung bestehender Publikationen in neuen Märkten. „Wir haben ja bereits in der Vergangenheit im Sonderpublikationsbereich französische und italienische Mutationen für im D-A-CH-Raum agierende Kunden publiziert. Diese Kunden freuen sich nun auf die Möglichkeit, nun nicht nur die Erstellung der Publikationen, sondern auch die Verbreitung in unsere Hände legen zu können“, so MEDahead-Geschäftsführerin Eva Pernek. Auch die Bewerbung von Kongressen und Ärztefortbildungsveranstaltungen sei nun in einem größeren Einzugsgebiet möglich und werde von den Kunden sehr begrüßt.
Mittel- und langfristig will die Allianz Futuro die führende medizinische Fachverlagsgruppe im D-A-CH-Raum werden. „Unsere Schweizer Fachmedien sowie unser digitales Portfolio genießen seit fast 20 Jahren höchste Anerkennung. Die Erschließung des deutschen Marktes hat bereits begonnen“, sagte Universimed-Geschäftsführer Dr. Bartosz Chlap. Und weiter: „Mit der Übernahme des renommierten Titels ‚Der Allgemeinarzt‘ mit einer Auflage von derzeit 54.000 Exemplaren werden wir ab Jänner 2021 ein erstes eigenes Printmagazin in Deutschland herausgeben. Dafür haben wir sowohl Verkaufs- als auch Redaktionsstrukturen vor Ort geschaffen. In Deutschland arbeitet bereits ein schlagkräftiges Redaktionsteam rund um Mag. Thomas Schindl, der von Universimed Österreich nach Deutschland als Redaktionsleiter und Chefredakteur des Magazins ‚Der Allgemeinarzt‘ geht. Durch die Expansion nach Deutschland und die Übernahme von ,Der Allgemeinarzt‘ wird die Futuro-Gruppe voraussichtlich zum drittgrößten medizinischen Fachmedienunternehmen in der D-A-CH-Region avancieren.“* Weitere Fachtitel seien in Evaluierung – 2021 soll jedenfalls ein weiterer Fachtitel gelauncht werden.

Parallel dazu werden Digitalprodukte und -services nach Deutschland „exportiert“. Der neue Standort dafür wird in Mainz sein. Auch Fortbildungsveranstaltungen werden in Deutschland und der Schweiz beworben; Kongresse speziell für Teilnehmer aus dem gesamten D-A-CH-Raum sind für den Zeitraum nach der Pandemie bereits in konkreter Planung. Chlap dazu: „Wir wollen als Ideenschmiede mit hoher Innovationskraft gesehen werden, als erster Ansprechpartner, wenn man Neues schaffen möchte. Die Verbindung von unserer Erfahrung, unseren Kompetenzen und unserer Agilität und Innovationskraft macht uns einzigartig in Deutschland und der Schweiz.“

Kompetenz mit ausgezeichnetem Kundenfokus

In Österreich werden die bestehenden Unternehmen auch weiterhin mit der gewohnten Kompetenz und dem die Gruppe auszeichnenden Kundenfokus agieren. „In Österreich werden wir die Vielfalt unseres Produkt- und Serviceportfolios aufrechterhalten, dazu gibt es ein ganz starkes Commitment. Dieses erfolgreiche und bewährte Portfolio stellt auch die Basis für den Schritt in andere Märkte dar“, berichtete MedMedia-Geschäftsführerin Mag. Gabriele Jerlich. Jerlich, Chlap und Tüchler bilden auch die Geschäftsführung der Futuro Holding GmbH, Eva Pernek ist weiterhin Geschäftsführerin von MEDahead.

 

* Gemessen an Werbeumsätzen; Zielgruppe: Ärzte;
Quelle: Faktenschmied/AdFacts 2019

Redaktion: Martin Rümmele

PA 03|2020

Herausgeber: Dr. Wolfgang Tüchler
Publikationsdatum: 2020-10-19