© pixabay Eine neue Studie ergibt: Auf einen Termin bei Kassenärzt:innen wartet man hierzulande bis zu 13-mal länger als auf einen Termin bei Wahlärzt:innen.
3182 Terminrückmeldungen von Kassen- und Wahlärzt:innen in ganz Österreich waren die Basis für eine neue Studie von www.krankenversichern.at, die laut den Studienautor:innen zusammengefasst eines zeigt: Dass der Zugang zumedizinischer Versorgung in Österreich in zwei sehr unterschiedlichen Geschwindigkeiten erfolgt.
So muss bis zu 13-mal länger auf einen Termin bei Kassenärzt:innen gewartet werden als auf einen Termin bei Wahlärzt:innen. Dieses Maximum einer 13-mal längeren Wartezeit ergibt sich in der Augenheilkunde. Dort stehen 52 Tage Wartezeit im Kassensystem einer durchschnittlichen Wartezeit von vier Tagen bei Wahlärzt:innen gegenüber. Ebenfalls groß ist die Differenz in der Orthopädie und Schmerzbehandlung, wo durchschnittlich 24 Tage auf einen Kassenärzt:innen-Termin zu warten ist, aber nur zwei Tage auf einen Termin bei Wahlärzt:innen. Auf einen Termin bei Radiologen im öffentlichen Bereich wartet man 14 Tage, im privaten Bereich drei Tage. In der Gynäkologie und Urologie liegt die Wartezeit im Kassenbereich bei sieben Wochen, im Wahlarztbereich unter der Zwei-Wochen-Marke.
Für die Studie wurde von Ende November 2025 bis Mitte Jänner 2026 anhand von standardisierten Mystery-Anfragen nach einem Routine-Termin bei Wahlärzt:innen gefragt und im vergangenen September nach Arztterminen im öffentlichen Gesundheitsbereich. (sst)