© Pixel-Shot – stock.adobe.com Ein bestehender Bluttest könnte neu eingesetzt werden, um Herzinfarkte rascher abzuklären. Dabei ist das Verhältnis bestimmter Blutwerte zueinander entscheidend.
Dass ein neues Diagnoseverfahren wirkt, wiesen Forschende der Universitätsspitäler Basel und Zürich in einer Studie mit über 9.700 Patient:innen nach. Mit der neuen Methode erhielten Betroffene rascher Klarheit und könnten früher gezielt behandelt werden, teilte das Universitätsspital Basel (USB) mit. Das verbessere die Chancen, bleibende Schäden am Herzen zu vermeiden. Die Forschenden konnten nachweisen, dass nicht nur die Höhe der einzelnen Herzmarker im Blut (Troponine I und T) von Bedeutung ist. Zusätzliche, bisher ungenutzte Informationen liefere das Verhältnis der beiden Troponin-Werte zueinander.
Dieser neue Ansatz erlaube es, schneller zu unterscheiden, ob ein akuter Herzinfarkt oder eine andere Form der Herzschädigung vorliegt. Zudem wird es einfacher, zwischen den häufigsten Herzinfarkt-Typen zu unterscheiden. „Wenn wir mit demselben Bluttest mehr Informationen gewinnen, können wir schneller die richtigen Entscheidungen treffen und Folgeschäden verhindern“, erläuterte Tobias Zimmermann, einer der Erstautoren der Studie. Die Methode ist noch nicht Teil des klinischen Alltags. Bevor sie breit angewendet werden könne, seien weitere Studien notwendig, so die Forschenden. (APA/tab)