© Mia B/peopleimages.com – stock.adobe.com Das Finanzierungsdrama rund um die Wiener Ordensspitäler ist gelöst: Der Gemeinderat einigte sich auf eine Erhöhung der Förderung. Damit ist die weitere Arbeit der sieben Krankenhäuser gesichert.
Mit dem einstimmigen Beschluss aller im Wiener Gemeinderat vertretenen Parteien wird die Förderung für das Jahr 2025 im Rahmen der Endabrechnung von 131,7 Millionen Euro auf 160 Millionen Euro erhöht. Für das Jahr 2026 wurde darüber hinaus eine Förderung in Höhe von 174 Millionen Euro genehmigt. Der Beschluss sei „ein klares Bekenntnis zu einer funktionierenden, solidarischen und leistungsfähigen Gesundheitsversorgung in Wien“, betonte SPÖ-Gemeinderätin Andrea Mautz, Vorsitzende des Gemeinderatssausschusses Soziales, Gesundheit und Sport.
Die neue Fördervereinbarung für 2026 schaffe Planungssicherheit und setzte zugleich klare Schwerpunkte: von der Pflege- und Ärzt:innenausbildung über die stärkere Zusammenarbeit im Gesundheitsverbund bis hin zur besseren Steuerung bei langen Wartezeiten. „Die Ordensspitäler sind eine tragende Säule unseres Gesundheitssystems. Neben der medizinischen Versorgung der Patienten leisten sie einen wichtigen Beitrag in Ausbildung, Pflege und medizinischer Qualitätssicherung. Wenn man die Gesundheitsversorgung in Wien weiterhin absichern und stärken will, ist dieser Beschluss im Gemeinderat unerlässlich. Genau das haben heute alle Fraktionen getan“, so Mautz.
Gemeinderätin Barbara Huemer (GRÜNE) begrüßte die Förderung für die Ordensspitäler, allerdings sei die Finanzierung für Einrichtungen zur Versorgung von Suchtkranken weiter offen. Unter anderem stünde das Anton-Proksch-Institut stark unter Druck, weil ein Teil der Finanzierung „weggebrochen“ sei. Die Belegschaft habe mit einem Offenen Brief auf die Situation aufmerksam gemacht und um Unterstützung gebeten. Sie forderte in einem Antrag eine rasche Lösung für die Finanzierung. (APA/tab)