Apotheken geben Hitzetipps für Arzneimittel

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Die Apothekerkammer meldet sich im Hinblick auf die aktuelle Rekord-Hitze zu Wort und empfiehlt, Patient:innen entsprechende Tipps für den Umgang mit Medikamenten zu geben.

Die aktuellen Temperaturen stellen selbst gesunde Menschen derzeit vor große Herausforderungen. Noch problematischer ist die Hitzewelle für all jene, die auf Medikamente angewiesen sind beziehungsweise für die Medikamente selbst, heißt es aus der Apothekerkammer. Einige Medikamente könnten etwa dazu führen, dass die Schweißproduktion oder das Durstgefühl reduziert werden.

„Die Hitze verändert einerseits die Wirkung von Medikamenten, andererseits verändern sich die Arzneimittel selbst. Sowohl deren Lagerung als auch ihr Transport müssen deshalb von Experten übernommen werden. Die maximale Lagertemperatur für viele Medikamente liegt bei 25 Grad, genau das garantieren die 1.470 Vor-Ort-Apotheken in Österreich“, erklärt Raimund Podroschko, erster Vize-Präsident der Österreichischen Apothekerkammer. Jede Art der Veränderung bei Medikamenten – etwa Geruchsentwicklung, Verfärbung oder Verflüssigung – müsse jedenfalls in der Apotheke abgeklärt werden.

Damit Arzneimittel auf dem Weg von der Apotheke nachhause keinen Hitze-Schaden nehmen, empfiehlt Gerhard Kobinger, zweiter Vize-Präsident der Österreichischen Apothekerkammer, in der aktuellen Ausnahmesituation, dass die Apotheken ihren Patient:innen folgende Tipps geben: „Verstauen Sie Ihre Medikamente für die Fahrt mit dem Auto oder den Öffis in einer mitgebrachten Kühltasche ohne Kühlakkus. Verstauen Sie die Arzneimittel schnellstmöglich zuhause an einem kühlen, dunklen Ort. Der Kühlschrank ist keinesfalls für alle Medikamente der richtige Lagerungsort. Bei Arzneimitteln wie Insulin oder Biologika hingegen, die daheim im Kühlschrank gelagert werden müssen, ist unbedingt ein Transport mit Kühltasche und Kühlakku erforderlich, damit sie wirksam und sicher sind. Lassen Sie sich in der Apotheke beraten.“ (red)