Schlechte Zahlen bei Herz-Kreislauf-Sterblichkeit 

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Ein Vergleich unter 55 Ländern ergab, dass Österreich nicht unter den Besten ist, wenn es um das Absenken der Herz-Kreislauf-Sterblichkeit geht. Andere Länder schneiden besser ab. 

Der aktuelle Atlas zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC) zeigt es auf: Während in Österreich die Sterblichkeit aufgrund von Herz-Kreislauf-Erkrankungen zwischen 1990 und 2023 um 56,6 Prozent abnahm, schnitten Länder wie Portugal mit einem Minus von 72,8 Prozent, Isreal mit minus 71,3 Prozent oder Dänemark mit minus 71 Prozent deutlich besser ab. Für die gesamte Region der in der ESC vertretenen 55 Staaten verringerte sich die Herz-Kreislauf-Sterblichkeit um 50,5 Prozent.

Die Herzspezialist:innen in der ESC, unter ihnen auch Daniel Scherr von der MedUni Graz, haben zudem ihre Analyse „Geschlechtsunterschiede in der Herz-Kreislauf-Krankheitslast, in den Risikofaktoren und im Krankheitsspektrum in Europa“ veröffentlicht. Daraus geht hervor: Veränderungen bei der Sterblichkeit durch diese Erkrankungen waren in Österreich bei Männern und Frauen in etwa gleich. Sie lagen bei minus 56,4 Prozent bei den Männern und bei minus 56,9 Prozent bei den Frauen. Unterschiede zeigten sich hingegen bei verhaltensbedingten Risikofaktoren. Männer wiesen bei Tabak und Alkohol um zehn bis 20 Prozentpunkte höhere Konsumwerte auf als Frauen. Frauen lagen beim Body-Mass-Index und beim Mangel an körperlicher Betätigung um fünf bis 15 Prozentpunkte schlechter. In der ESC-Region war die Gesamtbelastung durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen 2023 bei Männern und Frauen weitgehend ähnlich. Frauen machten 55 Prozent der Fälle und 50 Prozent der Todesfälle aus. (sst/APA)