SD 04|2021

Herausgeber: Ao. Univ.-Prof. Dr. Christoph Höller, Assoc. Prof. Priv.-Doz. Dr. Constanze Jonak, Ao. Univ.-Prof. Dr. Rainer Kunstfeld, Universitätsklinik für Dermatologie, Wien; Univ.-Prof. Dr. Hubert Pehamberger, Wien

Editorial

  • Editorial 4/21
    Sehr geehrte Kolleginnen, sehr geehrte Kollegen!
    Wir sind bereits bei der letzten Ausgabe unserer Fachzeitschrift für 2021 angelangt, und somit neigt sich ein weiteres Jahr dem Ende zu, das wie bereits das Jahr zuvor in vielen Bereichen von der Pandemie ...Weiterlesen ...

Vorwort

  • Geriatrische Dermatologie
    Liebe Kolleginnen und Kollegen,
    ich freue mich, Ihnen mit diesem Heft ein Thema näherzubringen, das uns täglich beschäftigt, das aber, wenn man die Fachliteratur konsultiert, nicht zu existieren scheint: die geriatrische Dermatologie. Ein Großteil der Patientinnen und Patienten, die wir ...Weiterlesen ...

Focus

  • Geriatrie – die andere Sicht auf das Alter

    Der geriatrische Patient wird viel mehr über seine Instabilitäten und Einschränkungen definiert als über seine alterstypischen organbezogenen Krankheiten.

    Demenz, Delir und Depression erschweren oft eine zeitgemäße medizinische Versorgung und Nachbetreuung.

    Ein Geriatrieboard kann – ähnlich einem Tumorboard – Facharzt, Hausarzt und Geriater in ihren Therapieentscheidungen unterstützen.

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  • Altersbedingte Hautveränderungen

    Vor allem die schädigende Wirkung des UV-Lichts führt zu deutlich sichtbarer Hautalterung in exponierten Arealen: Gesicht, Hals und Handrücken.

    Bereits eingetretene aktinische Elastose, Faltenbildung oder ledrige Haut sind nur aufwändig und kostenintensiv zu verbessern.

    Durch konsequenten UV-Schutz können nicht nur ästhetisch störende Altersveränderungen wie Falten und Flecken verhindert und somit auch die Kosten für teure Behandlungen eingespart werden, sondern es kann auch die Bildung von weißem Hautkrebs verhindert werden.

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  • Zelluläre Seneszenz in der Haut

    Alterung geschieht auch auf zellulärer Ebene und kann, so wie Zellschäden, zum seneszenten Phänotyp führen.

    Dies ist ein Stadium, in dem Zellen sich nicht teilen und Entzündungsbotenstoffe ausschütten, aber nicht sterben.

    Seneszente Zellen in der Haut tragen zu alters- und stressbedingten ­Gewebeschäden, Pigmentstörungen und pathologischen Prozessen bei.

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  • Melanom bei betagten Patienten

    Infolge der demografischen Alterung müssen immer mehr ältere Melanompatienten versorgt werden. Welche Therapien sind für diese Patientenpopulation sicher und wirksam? Wie ist das Nutzen-Risiko-Verhältnis einzuschätzen? Was hilft bei schwierigen Therapieentscheidungen? Antworten auf diese Fragen gibt Prim. Univ.-Prof. Dr. Franz Trautinger.

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  • Non-Melanoma Skin Cancer im Alter

    Die Behandlung von Non-Melanoma Skin Cancer (NMSC) im geriatrischen Patientenkollektiv stellt einen „urgent need“ dar.

    Faktoren wie Komorbiditäten, Performancestatus, Lebenserwartung und Polypharmazie sollen bei der Therapieentscheidung miteinbezogen werden.

    Eine interdisziplinäre Kooperation zwischen Dermatologen und Geriatern wäre wünschenswert, um eine patientenorientierte onkologische Betreuung zu ­gewährleisten.

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  • Chronische Wunden in der Geriatrie

    Die Behandlung älterer, oft multimorbider Patienten mit chronischen Wunden erfordert eine interdisziplinäre und interprofessionelle Zusammenarbeit.

    Die häufigsten Ursachen für eine chronische Wunde sind das Ulcus cruris venosum, das Ulcus cruris arteriosum, das diabetische Fußsyndrom und das Dekubitalulkus. Eine frühzeitige Abklärung und Diagnostik ist dringend erforderlich.

    Die Betreuung dieser Bevölkerungsgruppe muss präventive Maßnahmen und Schmerzmanagement beinhalten, und das Therapieregime muss den allgemeinen und persönlichen Bedürfnissen des Patienten angepasst werden.

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Panorama

  • Neue „Spezialisierung in Allergologie“

    Mit 1. Juli 2021 wurde die fächerübergreifende „Spezialisierung in Allergologie“ in Kraft gesetzt – ein Meilenstein für die Allergologie in Österreich und ein Lichtblick für die zahlreichen Allergiker hierzulande, die dringend fachkundige Ärzte brauchen.

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  • Prävention gegen Herpes Zoster

    Eine von drei Personen erkrankt im Laufe ihres Lebens an Herpes Zoster, in Österreich rund 30.000 pro Jahr.

    Ein neu verfügbarer Impfstoff senkt das Herpes-Zoster-Risiko um über 90 % bei Personen im Alter von 50 Jahren und darüber.

    Die aktuelle Informationskampagne www.gürtelrose-info.at soll Awareness und Wissen zu Krankheitsbild und Prävention schaffen.

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State of the Art

  • Aktuelles zum Pruritus

    Jeder Fünfte in unseren Breiten leidet zumindest einmal im Lauf seines Lebens unter chronischem Pruritus (Dauer ≥ 6 Monate).

    Der Weg zu einer erfolgreichen Therapie des Pruritus führt über eine gute Diagnostik, wobei der Anamnese und klinischen Untersuchung der Haut besondere Bedeutung zukommt.

    Mehrere Medikamente für chronischen Pruritus bzw. chronische Prurigo werden aktuell untersucht, darunter JAK-Inhibitoren, Interleukin-31-Blocker sowie Mu-Opiat-Rezeptor-(MOR-)Antagonisten und Kappa-Opiat-Rezeptor-(KOR-)Agonisten.

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  • Tattooentfernung mit Lasertechnologie

    Bei der selektiven Photothermolyse werden Zielstrukturen mithilfe eines Lasers thermisch zerstört, ohne die umgebende Haut zu schädigen.

    Damit ist es auch möglich, Tattoos ­weitgehend narbenfrei zu entfernen. Der Erfolg der Tattooentfernung hängt von Intensität und Menge der ­Farbpigmente sowie von der Größe des Tattoos ab. In jedem Fall sind mehrere bis viele Sitzungen erforderlich.

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Kongress

  • ESMO-Kongress 2021: Studienupdate Melanom

    Ausgewählte Melanom-Highlights des ESMO 2021:

    Eine adjuvante Therapie mit Pembrolizumab brachte beim Melanom im Stadium II mit hohem Rezidivrisiko einen signifikanten Vorteil im rezidivfreien Überleben.

    Beim inoperablen, metastasierten Melanom führte die Kombination aus zwei Checkpoint-Inhibitoren (Ipilimumab plus Nivolumab) und dem IL-6-Blocker Tocilizumab zu höheren Ansprechraten und besserer Verträglichkeit.

    Die Kombination aus onkolytischer Virotherapie und Immuntherapie zeigte bei Patienten mit inoperablem, metastasiertem Melanom keine signifikante ­Verbesserung der Wirksamkeit.

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  • DERM Alpin: Über Fächer- und Ländergrenzen hinweg

    Interdisziplinäre Fortbildung für Dermatologen und dermatologisch interessierte Ärzte aus dem deutschsprachigen Raum – der 1. DERM Alpin war ein voller Erfolg, wie die Organisatoren OMR Dr. Johannes Neuhofer (Linz, AT) und Prof. Dr. Klaus Fritz (Landau, DE) im Interview mit SPECTRUM Dermatologie zufrieden feststellen.

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  • Promotion Dupilumab (DUPIXENT®) bei Neurodermitis: Modulieren statt unterdrücken

Journal Club

  • Mechanismus der chronischen Entzündung bei atopischer Dermatitis

    Das multifunktionale Protein Sequestosom 1/p62 spielt eine entzündungsfördernde Rolle in der Haut – beispielsweise bei atopischer Dermatitis (AD).

    Dementsprechend könnten p62-abhängige Signalwege vielversprechende Ziele zukünftiger Therapeutika sein, die eine chronische Ausprägung der Hautläsionen der AD verhindern sollen.

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  • Immunsystem fötaler Haut – anders als jenes von Erwachsenen

    In der Haut von gesunden Erwachsenen ansässige Gedächtnis-T-Zellen können vor Ort rasch auf eindringende Pathogene reagieren.

    Die fötale Haut beherbergt bereits T-Zell-Untergruppen. In der fötalen, aber nicht in der adulten Haut gibt es eine T-Zell-Untergruppe mit einem einzigartigen T-Zell-Rezeptor-Repertoire (DP-αβγδ+-T-Zellen).

    Unsere Daten unterstützen das Konzept, dass T-Zellen bereits in der fötalen Haut funktionstüchtig sind und sich zudem am Gewebeaufbau beteiligen.

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  • Hautmanifestationen im Krankheitsverlauf von COVID-19

    Im Rahmen einer SARS-CoV-2-Infektion traten bei 16,6 % der Patienten neue kutane Symptome auf – nicht häufiger als bei Kontrollpatienten mit anderwärtigen akuten Infektionskrankheiten.

    Die Hautmanifestationen bei COVID-19 erscheinen nicht hinreichend spezifisch, um als diagnostisches Tool zur Abgrenzung von anderen akuten Infektions­erkrankungen eingesetzt werden zu können.

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  • Von nichtmalignen und malignen ­Hautveränderungen nach Organtransplantation

    Die medikamentöse Langzeitimmunsuppression nach Organtransplantation erhöht das Risiko für die Entwicklung von malignen, aber auch von nichtmalignen Hautveränderungen.

    Die vorgestellte Studie vergleicht erstmals die Inzidenz von dermatologischen Konditionen bei vier Patientengruppen, die unterschiedliche Organe (Niere, Leber, Herz oder Lunge) transplantiert bekommen hatten.

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  • Keratinozytendifferenzierung – neuer Player WFDC12

    Eine rezente Studie identifizierte ein neues Protein – WFDC12 – als Marker für die letzte Stufe der epidermalen Keratinozytendifferenzierung.

    Die Ergebnisse legen nahe, dass WFDC12 zur Kontrolle der Proteaseaktivität im Stratum corneum beiträgt.

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  • Natürliche Killerzelle in hypoxischer Haut: „Trade-off“ zwischen Wundheilung und Bakterienabwehr

    Natürliche Killerzellen in hypoxischen Wunden beeinflussen die Geschwindigkeit der Wundheilung, indem sie die Gefäßneubildung verlangsamen, um gleichzeitig eine adäquate Immunantwort gegen mögliche bakterielle Erreger einzuleiten.

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