SP 04|2019

Herausgeber: Univ.-Prof. Dr. Michael Musalek

Editorial

  • Auf dem Weg zu einer integrativen, mehrdimensionalen Psychiatrie
    In den letzten beiden Jahrzehnten wurden eine Reihe verschiedener Formen von Medizin vorstellig: eine evidenz-basierte Medizin, die eine sogenannte eminenz-basierte Medizin ersetzen sollte; eine Schulmedizin, die um eine Alternativmedizin bzw. Komplementärmedizin erweitert werden könnte, eine narrative Medizin, die einer dialogisierenden ...Weiterlesen ...

Focus: DGPPN 2019

  • Eine Zusammenführung humanistischer und biologischer Psychiatrie

    Eine humanistisch ausgerichtete Psychiatrie und Psychotherapie zielen auf die Förderung der Potenziale und Ressourcen der Patientinnen und Patienten durch mitmenschliches Verstehen, Empathie und Wertschätzung.

    Eine solche Ausrichtung auf individuelle und soziale Veränderungsmöglichkeiten müsste sich mit einem biologischen Ansatz verbinden, der die Auswirkungen von Lernmechanismen untersucht, die beim Auftreten ebenso wie bei der Heilung psychischer Erkrankungen eine Rolle spielen.

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  • Vom offenen und öffnenden Lächeln

    Lächeln transportiert das Erleben des Schönen, eine der mächtigsten Kraftquellen, um jemand wieder zu einem freudvollen Leben zu führen.

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  • Lachen und Lächeln in der psychiatrischen Allgemeinpraxis

    Lachen, Lächeln und humorvolle Interventionen bereichern die menschliche Kommunikation und werden zunehmend auch gezielt im medizinischen Alltag eingesetzt.

    Im psychiatrischen Kontext sind dabei allerdings nicht nur die Diagnosen der Patienten, sondern auch Besonderheiten der Psychopathologie sowie individuelle Faktoren zu berücksichtigen.

    Neben der Kenntnis der individuellen Psychopathologie benötigt der Einsatz von Humor daher im Rahmen der psychiatrischen Alltagspraxis auch ein besonderes Feingefühl sowie das Bewusstmachen, dass auch unerwünschte Wirkungen auftreten können.

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  • Das Lächeln der Engel

    Die Rückschau auf die Geschichte, auf die Widersprüche und Ambivalenzen des Phänomens des Lachens ist lehrreich, um diese Dimension heute, in unseren zwischenmenschlichen Beziehungen, in der täglichen Gestaltung von Beziehungen sowie im therapeutischen Kontext zu beleuchten.

    Lachen und Lächeln stellen sozialästhetisch ein paradigmatisches Beispiel dar, wie wichtig das Wie ist: Wie man lächelt oder lacht, bestimmt wesentlich auch die moralische Bewertung.

    Es bedarf einer sozialästhetischen Kultur, um die Wirkungen des Lachens sowie seine vielfältigen Bedeutungen verstehen zu können.

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Panorama

  • Migrations- und Fluchthintergrund als Domäne der transkulturellen Psychiatrie

    Die transkulturelle bzw. interkulturelle Psychiatrie strebt an, das Verständnis für kulturell anders geprägte PatientInnen mit Migrations- und Fluchthintergrund zu schärfen und diese besser zu verstehen und zu behandeln.

    Personen mit Migrations- und Fluchthintergrund sind diversen gesundheitlichen, psychosozialen, soziokulturellen sowie ökonomischen Belastungen ausgesetzt, die bei ihnen die Prävalenz, Manifestation, Verlauf und Behandlung sowie die Prognose von psychiatrischen Erkrankungen maßgeblich beeinflussen können.

    Vor dem Hintergrund einer je nach Ethnie unterschiedlichen Pharmakogenetik können bei Unkenntnis der biologischen Unterschiede falsche Wirkstoffe eingesetzt oder Dosierungen nicht angepasst werden.

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  • Resonanzraum Krankenpflegeschule

    Um nachhaltig lernen zu können, müssen „Resonanzbeziehungen“ entstehen.

    Ein Resonanzraum ist durch vier Momente geprägt: Berührung, Selbstwirksamkeit, Transformation und Unverfügbarkeit.

    Als Hintergrund zum Herstellen von Resonanzbeziehungen eignet sich die Ethik, Haltung und Technik der gewaltfreien Kommunikation.

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