Rheumatologie: UIM 09|2018

  • Morbus Behçet – ein Update

    Morbus Behçet ist in Österreich selten, kommt aber nicht nur bei Patienten aus dem Gebiet der Seidenstraße vor!

    Auf orale und genitale Aphthen ebenso wie auf Hautmanifestationen ist bei Patienten in Österreich besonders zu achten; neue Therapieansätze tragen zum verbesserten Management dieser Patienten bei.

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  • Rheumatische Differenzialdiagnose – Muskelschmerz

    Muskelschmerzen sind ein häufiges Phänomen in der Allgemeinbe-völkerung, was eine Ursachenfindung oft erschwert.

    Poly- und Dermatomyositis äußern sich als langsam einsetzende, bilaterale Schwäche der proximalen Muskulatur mit oder ohne typische Hautveränderungen.

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  • Fingerpolyarthrose – was tun?

    Bei der Fingerpolyarthrose (FPA) handelt es sich um eine nichtentzündliche rheumatische Erkrankung des höheren Lebensalters mit hoher und tendenziell steigender Prävalenz.

    Die neuen EULAR-Empfehlungen für das Management der FPA bieten eine wichtige und präzise formulierte therapeutische Entscheidungsgrundlage; wenngleich ein entscheidender Durchbruch in der Therapie noch aussteht.

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  • Warum bestimmen Sie noch ASLO, Blutsenkung und RF?

    Die klinische Fragestellung bestimmt den diagnostischen Wert des Laborergebnisses.

    Die Bestimmung scheinbar veralteter Laborparameter kann bei klar definierten Fragestellungen nützlich sein.

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  • Highlight-Bericht zur Jahrestagung der DGRH

    Die diesjährige DGRh-Jahrestagung bot ein abwechslungsreiches wissenschaftliches Programm, darunter folgende Highlights:

    Antisynthetase-Syndrom und Arthritis: Welche Rolle spielen Anti-CCP-Antikörper?

    Renale Sarkoidose als wichtige, oft übersehene Organmanifestation.

    Rifampicin statt Isoniazid in der Tuberkulose-Prophylaxe.

    Bildgebung und Therapie der Großgefäßvaskulitis; Osteopontin als neuer Biomarker?

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  • Infektionen bei rheumatoider Arthritis: Komorbiditäten und Steroide als entscheidende Risikofaktoren

    In mehreren Studien konnte nachgewiesen werden, dass Komorbiditäten das Infektionsrisiko bei rheumatoider Arthritis (RA) entscheidend beeinflussen.1 Der mit Abstand bedeutendste substanzbezogene Risikofaktor ist die Anwendung von Steroiden.1 Allerdings scheint das Risiko für schwere Infektionen abzunehmen, wenn RA-Pa­tienten eine anhaltende Remission erzielen.2 Innerhalb der Biologika mag es gewisse Unterschiede beim Infek­tionsrisiko geben3, 4, das Thema wurde in direkten Vergleichsstudien aber noch nicht ausreichend untersucht.

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Infektologie: UIM 08|2018

  • Antibiotika−Verbrauch−Surveillance Austria

    Eine Antibiotikaverbrauchserfassung ist die Voraussetzung für den Betrieb eines effektiven Antibiotic-Stewardship-Systems.

    Mit Antibiotika-Verbrauch-Surveillance Austria (AVS Austria) steht österreichischen Krankenhausträgern ein kostenfreies Surveillance-System zur Verfügung, das dem Anwender ein vertrauliches Benchmarking gegenüber gleichartigen Krankenhäusern/Krankenhausabteilungen im deutschsprachigen Raum gestattet.

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  • Antibiotic Stewardship im niedergelassenen Bereich

    Wenngleich die Anwendungsdichte im stationären Bereich deutlich höher ist, werden mengenmäßig die meisten Antibiotika im niedergelassenen Bereich verschrieben.

    Effektive Antibiotic-Stewardship-Interventionen dürfen sich nicht nur auf Verschreiber beschränken, sondern sind im Kontext nationaler Strategien zur Eindämmung der antimikrobiellen Resistenz zu sehen.

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  • Der infektiologische Konsiliardienst

    Werden schon zu Beginn einer antiinfektiven Therapie die Weichen richtig gestellt, können oft komplexere infektiologische Probleme vermieden werden. Ein infektiologisches Konsil kann Hilfestellung leisten.

    Die richtige Auswahl, Dosierung und Anwendungsdauer von Antibiotika und anderen Antiinfektiva können:

    • das klinische Behandlungsergebnis verbessern
    • der Selektion resistenter Mikroorganismen entgegenwirken
    • die Kosteneffektivität optimieren.
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  • Seit 10 Jahren: Innsbrucker Infektionsbüchlein

    Mit dem Innsbrucker Infektionsbüchlein steht ein auf die regionale Resistenzsituation zugeschnittener Leitfaden für zielgerichtete und kosteneffiziente antimikrobielle Therapie zur Verfügung, der laufend aktualisiert wird (work in progress).

    Dieses Handbuch bietet unkomplizierten Zugang zu infektiologischen Fragen, ersetzt jedoch nicht den infektiologischen Facharzt/Konsiliar.

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  • Rifampicin stört – Überlegungen zur Patientenbetreuung mit Fallserie

    Rifampicin kommt traditionell in der Tuberkulosetherapie, darüber hinaus bei fremd­körperassoziierten Infektionen zur Reduktion der Biofilmbildung zum Einsatz.

    Das Antibiotikum interagiert dabei mit häufig eingesetzten Begleittherapien, wobei die lange Latenz der Induktionswirkung nach Beendigung der Therapie mit Rifampicin eine Herausforderung darstellt.

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Personalisierte Medizin: UIM 07|2018

  • Die Zeit ist reif für stratifizierte Medizin

    Der Begriff der personalisierten Medizin, derzeit in aller Munde, wurde zum Generalthema der diesjährigen Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Innere Medizin (ÖGIM) auserkoren. Aus diesem Anlass sprach UNIVERSUM INNERE MEDIZIN mit ÖGIM-Präsident Univ.-Prof. Dr. Gert Mayer über Stellenwert und Chancen…

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  • „Bau mit“: Gemeinsam soll Präzisionsmedizin Wirklichkeit werden

    Präzisionsmedizin beschränkt sich nicht länger auf die oberflächliche Betrachtung von Symptomen, sondern versucht, Ursachen von Krankheiten auf molekularer Ebene zu finden. Ein neues Zentrum am MedUni Campus AKH soll heimische Mediziner für die künftigen Herausforderungen auf diesem Gebiet rüsten.

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  • Keine Berührungsängste bei jungen Onkologen

    Für die angehende Onkologin Dr. Anna Sophie Berghoff sind personalisierte Therapieansätze selbstverständlich. Im Interview mit UNIVERSUM INNERE MEDIZIN betont die Vertreterin der „digitalen Generation“ die Wichtigkeit interdisziplinärer Zusammenarbeit mit Pathologen, Bioinformatikern und Statistikern.

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  • Asthma bronchiale: Erhaltungstherapie ab wann, Bedarfstherapie womit

    Neben der Bedarfsmedikation mit einem SABA sollte bei mildem Asthma auch frühzeitig eine Therapie mit einem Controller (ICS) eingeleitet werden, um eine Verschlechterung der Lungenfunktion und Exazerbationen zu vermeiden.

    In GINA-Stufe 3 können die ICS/LABA-Kombinationspräparate Formoterol/Budesonid bzw. Formoterol/Beclometason als Erhaltungstherapie und bei Bedarf eingesetzt werden.

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  • Update der Therapie des schweren Asthma bronchiale

    Es ist wichtig, die Diagnose schweres Asthma korrekt zu stellen und mögliche Phänotypen zu identifizieren.

    Bei vielen dieser Patienten bieten neue Therapien/Biologika eine deutliche Verbesserung von Lungenfunktion, Symptomatik und Lebensqualität.

    Eine regelmäßig und korrekt durchgeführte Basistherapie mit ICS sowie weiteren Controllern bleibt trotz dieser gezielten Behandlungsoptionen der wichtigste Therapiebestandteil.

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  • Unkontrolliertes Asthma bei Kindern und Jugendlichen

    Kinder und Jugendliche haben unabhängig vom Asthma-Schweregrad meist eine normale Lungenfunktion – was die Diagnose erschwert.

    Ziel der Therapie ist Beschwerdefreiheit. Dazu sind regelmäßige Assessments des Krankheits- und Therapieverlaufs notwendig und gegebenenfalls eine entsprechende Therapieanpassung.

    Bei schwerem allergischem Asthma – unkontrolliert trotz optimalen Managements – kann auch bei pädiatrischen Patienten eine IgE-Therapie erwogen werden.

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  • Indikation für systemische Kortikosteroide?

    Bei Patienten mit COPD muss eine Langzeittherapie mit systemischen Kortikosteroiden vermieden werden. Eine Steroidlangzeittherapie dürfte zu einer Mortalitätserhöhung führen.

    Bei der COPD-Exazerbation dagegen ist der Einsatz von systemischen Steroiden sehr sinnvoll. Es hat sich gezeigt, dass eine 5-tägige Behandlung mit systemischen Steroiden ausreicht. Die Steroiddosis muss anschließend nicht ausgeschlichen werden.

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  • 2017: 10 Jahre Qualitätszertifikat Koloskopie

    Die ÖGGH empfiehlt eine Vorsorgekoloskopie für alle Menschen ab dem 50. Lebensjahr alle zehn Jahre (Ausnahmen!).

    Vorsorgekoloskopie reduziert die Inzidenz und Mortalität des kolorektalen Karzinoms um 70 %.

    Koloskopie ist besonders effektiv, wenn qualitativ hochwertig durchgeführt, bei hoher Adenomentdeckungsrate, wenn alle Polypen komplett abgetragen werden und ein korrektes Nachsorgeintervall gewählt wurde.

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  • Früherkennung des hepatozellulären Karzinoms

    Patienten mit hohem Risiko, einen Leberkrebs zu entwickeln, sollen – solange eine Therapiemöglichkeit besteht – in einem regelmäßigen Überwachungsprogramm kontrolliert werden.

    Die Überwachung sollte mittels Ultraschall und alle 6 Monate erfolgen.

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  • Fortschritte in der Diagnose und Therapie des Cholangiokarzinoms

    Das cholangiozelluläre Karzinom ist zwar ein seltener, aber in der Inzidenz steigender Tumor.

    Die endoskopische Gallengangdrainage mit eventuell zusätzlicher photodynamischer Therapie (PTD) oder Radiofrequenzablation (RFA) stellt einen festen Bestandteil des multimodalen Therapiekonzeptes dar.

    Die chirurgische R0-Resektion ist die einzige potenziell kurative Therapieoption.

    Zurzeit besteht keine Indikation der adjuvanten Chemotherapie; Gemcitabin und Cisplatin stellen heute den Standard zur palliativen Chemotherapie dar.

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  • Therapieoptionen bei neuroendokrinen Tumoren des Pankreas

    Die Therapieoptionen bei neuroendokrinen Tumoren des Pankreas (pNET) umfassen u. a.:

    Operation

    Somatostatin-Analoga

    Radioligandentherapie sowie

    weitere medikamentöse Optionen wie Everolimus und Sunitinib

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  • Der kardiologisch-geriatrische Patient

    Das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen steigt mit dem Alter.

    Geriatrische Patienten stellen wegen der Multimorbidität, Funktionseinbußen, Frailty und Polypharmazie eine diagnostische und therapeutische Herausforderung dar.

    Bei Herzinsuffizienz, Vorhofflimmern, Klappenerkrankungen und Hypertonie im Alter ist ein spezielles Vorgehen nötig.

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  • Device-Therapie im Alter

    Device-Therapie beseitigt Symptome und verbessert die Lebensqualität. Sie sollte daher dem alten Menschen nicht vorenthalten werden.

    Ob der plötzliche Herztod verhindert werden soll, muss individuell entschieden werden.

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  • Koronare Herzkrankheit bei betagten Patienten

    Atypische Manifestationen der koronaren Herzkrankheit (KHK) sind bei älteren Patienten häufiger.

    In der Diagnostik haben Ergometrie und Koronar-Computertomografie bei betagten Patienten in der Regel eine untergeordnete Bedeutung.

    Bei der Behandlung der KHK muss die Vulnerabilität älterer Patienten berücksichtigt werden: – Die Basis der Therapie bildet eine optimierte medikamentöse Behandlung inklusive zielgerichteter antianginöser Pharmaka.
    – Ein interventionelles Vorgehen kann meist nicht nur die Prognose, sondern auch die Lebensqualität verbessern. Die Stentauswahl und das antithrombotische bzw. Gerinnungsmanagement müssen individuell abgestimmt werden.

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  • Behandlung der wichtigsten Herzklappenerkrankungen

    Die Behandlung von Herzklappenerkrankungen kann nur sehr bedingt mit Medikamenten, wesentlich effektiver mit minimalinvasiven Eingriffen oder einer Operation am offenen Herzen erfolgen.

    Minimalinvasive Verfahren, wie z. B. die Transkatheter-Aortenklappen-Implantation (TAVI) bei Aortenstenose, eignen sich für betagte Patienten besonders:
    – Ein Vorteil der TAVI ist die geringe Invasivität.
    – Hinsichtlich Wirksamkeit ist die TAVI dem chirurgischen Eingriff nicht unterlegen.

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  • Vorhofohrverschluss bei Patienten mit Vorhofflimmern

    Bei Patienten mit Vorhofflimmern und Kontraindikation gegen eine orale Antikoagulation stellt der Verschluss des linken Vorhofohres eine therapeutische Option zur Prophylaxe arterieller Embolien dar.

    Zwar verbesserten sich Erfolgs- und Sicherheitsraten des Eingriffs in den letzten Jahren, mögliche Langzeitwirkungen dieser Therapie sind aber noch nicht ausreichend untersucht.

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  • Welches Therapieregime ist nach der Remission optimal?

    Ziel der Erhaltungstherapie ist die Verhinderung von Rezidiven unter Berücksichtigung des individuellen Risikos.

    Sie sollte mindestens 24 Monate nach erreichter Remission weitergeführt werden.

    Als Substanzen stehen niedrig dosierte orale Glukokortikoide in Kombination mit AZA oder MMF oder Rituximab zur Verfügung.

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  • Idiopathische membranöse Nephropathie

    Differenzialdiagnose essenziell zwischen sekundär bedingter MN und idiopathischer MN (IMN).

    Risikoeinschätzung des Patienten nach Albuminurie und Nierenfunktion.

    Immunsuppressive Therapie mit Cyclophosphamid/Kortison, Calcineurin-inhibitoren oder Rituximab als gleichwertig anzusehen.

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  • Therapiestrategien bei IgA-Nephropathie

    Supportive Therapie bei IgA-Nephropathie mittels RAAS-Blockade zur Blutdruckoptimierung und Reduktion der Proteinurie.

    Kein unkritischer Einsatz einer immunsuppressiven Add-on-Therapie bei Patienten mit IgA-Nephropathie.

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  • Antibiotika im Focus: Ceftobiprol (Zevtera®)

    Ceftobiprol zählt gemeinsam mit Ceftarolin zu den Cephalosporinen der 5. Generation.

    Sehr gute Aktivität gegen Staphylokokken und Streptokokken (inkl. Pneumokokken); als einziges Cephalosporin der 5. Generation auch eine gute Aktivität gegen Pseudomonas aeruginosa.

    Zulassung: erworbene Pneumonie (mit Ausnahme der beatmungsassoziierten Pneumonie) sowie ambulant erworbene Pneumonie.

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  • Art des Schmerzes bestimmt Art des Medikaments: Nozizeptiv – neuropathisch – gemischt – dysfunktional

    Das Erkennen der vorliegenden Schmerzart ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für eine effiziente Schmerztherapie, da der Schmerztyp die Auswahl des Analgetikums bestimmt.

    Die medikamentöse Therapie stellt bei allen Schmerzformen nur eine der Behandlungsoptionen dar.

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  • Room for Improvement: Diagnostik und Therapie des Rückenschmerzes

    85–95 % der Patienten leiden an nichtspezifischem Rückenschmerz. Sehr häufig besteht eine Assoziation mit Faktoren („yellow flags‟), die ein Chronifizierungsrisiko des Schmerz­bildes bergen.

    Es besteht auf allen Versorgungsebenen Optimierungsbedarf für Patienten mit nichtspezifischem Kreuzschmerz.

    Eine frühzeitige multimodale, interdisziplinäre Therapie des nichtspezifischen Rückenschmerzes verbessert den Behandlungserfolg hinsichtlich Schmerzreduktion, Funktionalität, Lebensqualität und vor allem hinsichtlich der Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit deutlich.

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Nephrologie: UIM 06|2013

  • Update – Diabetische Nephropathie

    Durch HbA1c-Werte < 7,0 % kann das Neu-Auftreten einer Mikroalbuminurie und die Progression zur Makroproteinurie bei Typ-1- und Typ-2-Diabetikern effektiv reduziert werden.

    Mit zunehmender Einschränkung der Nierenfunktion reduziert sich das nephroprotektive Potenzial der Blutzuckereinstellung.

    Zwecks Vermeidung eines Anstiegs des kardiovaskulären Risikos sollte ein systolischer Blutdruck-Zielbereich von 120–140 mmHg sowie ab dem Stadium der Mikroalbuminurie von 120–130 mmHg angestrebt werden.

    Bei Hypertonie bzw. ab dem Stadium der Mikroalbuminurie auch bei normotensivem Blutdruck sollten ACE-Hemmer oder AT1-Blocker zum Einsatz kommen. Eine duale RAAS-Blockade sollte vermieden werden.

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  • Rückgang der Dialyse-Inzidenz: ein Erfolg der Inneren Medizin?

    Seit 2004 hat sich die Dialyse-Inzidenz nicht mehr erhöht und in der Altersgruppe der 45–65-Jährigen abgenommen.

    Die Ursache für den Rückgang wird in der progressions-hemmenden Behandlung von Diabetikern und Hypertonikern gesehen.

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  • Einteilung und Therapie von Vaskulitiden

    Vaskulitiden sind oft organgefährdende und lebensbedrohliche systemische entzündliche Autoimmunerkrankungen.

    Die Vaskulitiden unterscheiden sich durch das pathophysiologische Bild des entzündeten Gefäßes und der Organe, den unterschiedlichen Gefäßbefall und die unterschiedliche Organbeteiligung.

    Nach histologischer Diagnosesicherung bedürfen Vaskulitiden meist einer aggressiven immunsuppressiven Induktions- sowie einer anschließenden weniger aggressiven Erhaltungstherapie.

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  • IgA-Nephropathie

    Primäres Ziel ist eine optimale supportive Therapie mit Fokus auf antihypertensive und antiproteinurische Maßnahmen.

    Bei persistierender Proteinurie oder progredienter Nierenfunktionsverschlechterung muss der Einsatz von Kortikosteroiden erwogen werden.

    Die Kombination von Steroiden mit zytotoxischen Medikamenten wird primär, sofern kein rapid progressiver Verlauf der der IgA-Nephropathie vorliegt, nicht empfohlen.

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Hämatologie: UIM 05|2013

  • Störungen der Thrombozytenfunktion

    Bei Blutungsneigung, jedoch normaler plasmatischer Gerinnung und normaler Thrombozytenzahl, sollte an eine Störung der Thrombozytenfunktion gedacht werden.

    Eine ausführliche Familien- und Individualanamnese sowie sorgfältige Laboruntersuchungen führen zur Diagnose und entsprechender Therapie.

    Erkenntnisse über die unterschiedlichen Ursachen der Störungen der Thrombozytenfunktion haben zur Entwicklung von Plättchenhemmern als Therapie für Patienten mit erhöhtem Risiko für thromboembolische Erkrankungen geführt.

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  • Schweres Von-Willebrand-Syndrom und andere seltene angeborene plasmatische Gerinnungsstörungen – Challenge im klinischen Management

    Hier beschriebene seltene angeborene Blutgerinnungsstörungen (z. B. Von-Willebrand-Syndrom, Faktor I/II/V/VII/X/XI- und Faktor-XIII-Mangel) sind in Abhängigkeit von ihrem Schweregrad mit milden bis schweren Blutungsneigungen assoziiert. Die schweren, meist homo­zygoten Ausprägungen sind besonders selten, und im folgenden Beitrag soll ein Focus auf diese Erkrankungen gelegt werden.

    Beschränkte epidemiologische Daten, klinische Erfahrungen und Langzeitbeobachtungen erschweren das klinische Management. ­Andererseits ist aber eine richtige und gezielte Therapie unabdingbar, um vermeidbaren Schaden vom Patienten abzuwenden.

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  • Hämophilie – weitgehend normales Leben möglich

    Klinisches Bild: Blutungen an bestimmten Körperstellen (Gelenk- und Muskelblutungen)

    Die Basis der Hämophilie-Therapie stellen Gerinnungsfaktorkonzentrate dar.

    Erstmaßnahme bei lebensbedrohlichen Blutungen: Zufuhr des fehlenden Gerinnungsfaktors in ausreichend hoher Dosierung, meist 4.000 bis 5.000 E Faktor VIII bzw. Faktor IX

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  • Ursache und Management von akuten perioperativen Blutungen

    Perioperative Blutung (POB), Koagulopathie, Azidose, Anämie und Fremdbluttransfusionen sind Prädiktoren für Morbidität und Mortalität.

    Bei schwerer POB sind daher ein rascher Blutungsstopp und ein restriktiver Verbrauch von allogenen Blutprodukten die wichtigsten Ziele des Blutungsmanagements.

    Rasche Differenzialdiagnostik der pathophysiologischen Ursache(n) und deren ebenso rasche und gezielte Behandlung sind erfolgsrelevant.

    Antifibrinolytika und Gerinnungsfaktorenkonzentrate sind gezielt und individualisiert einzusetzen.

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  • Zahnärztliche Versorgung von blutungsgefährdeten Patienten

    In Abhängigkeit der Gerinnungsstörung ist eine Blutungsanamnese zu erheben.

    Für einen zahnärztlich-chirurgischen Eingriff ist eine INR-Testung wichtig, die nicht älter als 24 Stunden sein soll.

    Angeborene Gerinnungsstörungen erfordern eine enge Zusammenarbeit zwischen Internist und Zahnarzt.

    Verlängerte Blutungen nach einem zahnärztlichen Eingriff oder Schwierigkeiten beim Reden, Schlucken oder Atmen sollen sofort dem Hämophilie-Behandler oder Zahnarzt mitgeteilt werden.

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Kardiologie: UIM 04|2013

  • Nachlese – Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie

    Im Mittelpunkt der heurigen Jahrestagung stand der Themenkomplex Kardiomyopathien; zu den weiteren diskutierten Themen zählten u. a.

    • Entscheidungen für die Indikationsstellung für Interventionen bzw. offene Chirurgie bei Hauptstammstenose, Aortenstenose und Mitralklappeninsuffizienz
    • miniaturisierte mechanische Kreislaufunterstützung
    • Antikoagulationsstrategien bei Vorhofflimmern und akutem Koronarsyndrom
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  • Flüssigkeitsüberwachung bei chronischer Herzinsuffizienz

    Anhand der klinischen Untersuchung sind drohende kardiale Dekompensationen bei chronischer Herzinsuffizienz nicht ausreichend beurteilbar.

    OptiVol® bietet durch die intrathorakale Impedanzmessung wertvolle Daten zur Abschätzung einer möglichen pulmonalen Stauung, die Aussagekraft der automatischen Herzinsuffizienzdiagnostik steigt durch Nutzung der weiteren verfügbaren Parameter.

    Gerätediagnostik wird im klinischen Alltag besonders nach akuter kardialer Dekompensation zu wenig genutzt.

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  • Implantierbarer Loop-Rekorder

    Indikationen: Synkopen, Palpitationen, VHF, Risiko­abschätzung und Therapiemonitoring

    Funktion: Monitoring; keine Therapieabgabe

    Laufzeit: etwa 3 Jahre

    Aufzeichnung: kontinuierlich; vollautomatisch anhand RR-Intervall-Analyse und patientengetriggert

    hohe Sensitivität, mittlere Spezifität

    MRT-geeignet

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  • Einsatz implantierter Loop-Rekorder bei Patienten mit myotoner Dystrophie Typ I

    Mit Hilfe von implantierten Loop-Rekordern (ILR) können auch klinisch stumme Arrhythmien erkannt werden.

    Dadurch können ILR zur Entscheidungsfindung hinsichtlich Indikation für Schrittmacher/ICD-Implantation beitragen.

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  • LifeVest – die „Defi-Weste“ oder der tragbare Kardioverter-Defibrillator

    Die LifeVest ist ein tragbarer Kardioverter-Defibrillator für Patienten

    • mit vorübergehendem Risiko für einen plötzlichen Herztod bis zur definitiven Entscheidung, ob ein Kardioverter-Defibrillator (ICD) implantiert werden soll.
    • wenn der ICD nach Myokardinfarkt und/oder Revaskularisation (bei red. LVEF ≤ 35 %) nicht sofort implantiert werden soll.
    • falls ein ICD-System wegen Infektion explantiert werden muss.

    Lebensbedrohliche Arrhythmien werden automatisch diagnostiziert und effektiv therapiert.

    Die Compliance ist sehr hoch, die Rate an inappropriaten Schocks beträgt (ähnlich wie beim ICD) lediglich
    1,9 %.

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  • Neue Entwicklungen in der ICD- und CRT-Technologie

    Für folgende Fragestellungen konnten bereits Lösungsansätze entwickelt werden:

    • Reduktion unnötiger Schockabgaben
    • MRT-Tauglichkeit (ausgenommen eine Exklusionszone)
    • Belastbarkeit von ICD-Elektroden
    • Vermeidung der Stimulation des linken N. phrenicus bei linksventrikulären Elektroden

    Wichtige Forschungsziele bleiben sondenfreie Schrittmacher und das Beseitigen der Exklusionszone.

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  • Wie weit ist der kabellose Schrittmacher noch entfernt?

    Wegen ihrer potenziell lebensbedrohlichen Wechselwirkungen gilt die MRT allgemein für Patienten mit „konventionellen” Herzschrittmachersystemen als kontraindiziert.

    „MR-taugliche” Systeme erleichtern den Zugang zu MR-Untersuchungen.

    Der kabellose Schrittmacher könnte die Implantation vereinfachen und Elektrodenkomplikationen beseitigen.

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Rheumatologie: UIM 03|2013

  • Die Bedeutung der physikalischen Behandlung in der internistischen Rheumatologie

    Die Behandlungsansätze in der physikalischen Medizin zeichnen sich durch Interdiszi­plinarität und Methodenvielfalt aus.

    Inhalt ist die komplexe Erfassung und ganzheitliche Behandlung der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit.

    Der Nutzen physikalischer Therapien ist zunehmend wissenschaftlich belegt.

    Abhängig von der Krankheitsaktivität bildet eine effektive Medikation (analgetisch, antiinflammatorisch) die Voraussetzung.

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  • Immer mehr Experten, forcierte Beforschung – Chancen bei Fibromyalgie

    Die schmerzhaften Regionen im Bewegungssystem sind nicht verändert oder entzündet, trotzdem sind es echte (nicht eingebildete!) Schmerzen.

    Es ist unklar, ob die Schmerzen auf organischen Veränderungen im Gehirn oder auf psychosomatischen Störungen beruhen; Botenstoffe wie Serotonin und Substanz P dürften für die erhöhte Schmerzempfindung verantwortlich sein.

    Die Diagnose ist eine Ausschlussdiagnose, die ACR-Kriterien 1990 wurden von den ACR-Kriterien 2010 abgelöst.

    Die Therapie ist interdisziplinär unter rheumatologischer Führung und beinhaltet u. a. Patientenschulung, Bewegungstherapie, kognitive Verhaltenstherapie und Pharmakotherapie.

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  • Balneotherapie heute

    Wissenschaftliche Untersuchungen mit Schwefelwasserstoff (H2S) sprechen für einen komplexen entzündungsmodulatorischen Effekt durch Beeinflussung von Entzündungs- und vasoaktiven Mediatoren.

    In Wasser gelöster Schwefel (S–2) wirkt vorwiegend am Bindegewebe und im Gelenk, an der Haut und am Immunsystem.

    Klinische Wirkungen sind z. B. bei Fibromyalgie und Arthrose belegt.

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  • Lebensqualität bei RA – Using measurement to promote quality

    Die gesundheitsbezogene Lebensqualität (HRQoL) ist ein wichtiger Parameter bei der Durchführung und Bewertung von Therapien; die Lebensqualität als „patient-reported outcome“ (PRO) spielt in klinischen Studien und bei der Medikamentenzulassung eine zunehmende Rolle.

    Die bei RA am häufigsten verwendeten Fragebögen sind NHP, SF-36, AIMS, HAQ, EQ-5D; der speziell für PatientInnen mit rheumatoider Arthritis entwickelte RAQoL ist noch nicht in deutscher Übersetzung verfügbar.

    Qualitative Erhebungsmethoden könnten zur Entwicklung von Standardstrategien zur Steigerung der Lebensqualität bei PatientInnen mit chronischen Erkrankungen beitragen.

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  • Schlafstörungen und muskuloskelettale Schmerzen

    Schmerz und Schlafstörungen treten oft gemeinsam auf und beeinflussen einander in einem Teufelskreis.

    Eine erfolgreiche Therapie muss beide Symptome adressieren.

    Statt Schlafstörungen nihilistisch hinzunehmen, könnten sie Teil der Therapieplanung und -evaluation sein. Mehrere pharmakologische und nichtpharmakologische Maßnahmen stehen zur Verfügung.

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  • 2012 Leitlinien des American College of Rheumatology – Das Management der Gicht

    Neues:
    Eine harnsäuresenkende Therapie soll während eines akuten Gichtanfalles nicht nur weitergeführt, sondern kann auch während eines solchen gestartet werden. Voraussetzung ist ein effektives antiinflammatorisches Management.
    Als First-Line-Therapie werden gleichwertig Allopurinol oder Febuxostat empfohlen, Probenecid als eine alternative Erstlinientherapie. Bei Patienten mit schwerer Gicht und refraktärem Krankheitsbild oder Intoleranz von oralen harnsäuresenkenden Mitteln wird Pegloticase als Therapie empfohlen.
    Bei bestimmten Patienten mit erhöhtem Risiko für eine schwere Allopurinol-Hypersensiti­vitätsreaktion ist ein PCR-Screening auf HLA-B*5801 möglich.

    Kontroversielles:
    Dosissteigerung von Allopurinol auf über 300 mg auch bei Patienten mit chronischer Niereninsuffizienz
    Bei der Therapie der akuten Gichtattacke soll als initiale Monotherapie ein NSAR, ein systemisches Glukokortikoid oder Kolchizin verwendet werden. Diese drei Therapieansätze werden als gleichwertig betrachtet.

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Endokrinologie: UIM 02|2013

  • ENEA 2012: Moderne Hybridbildgebung neuroendokriner Tumoren

    Zur Hybridbildgebung von Tumoren des neuroendokrinen Systems stehen verschiedene Tracer zur Verfügung, die – je nach Indikation mit entsprechender morphologischer Bild­gebung kombiniert – eine sehr genaue Methode für die Diagnose und das Staging darstellen. Entscheidend für ein optimales Ergebnis ist dabei die Präzisierung der (Verdachts-)Diagnose, um die geeignete Untersuchungsmethode zu wählen.

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  • ENEA 2012: Neuroendokrine Biomarker – Copeptin, das neue Vasopressin?

    Stellenwert von Copeptin:

    Vielversprechender Marker in der Differenzialdiagnose des Polyurie-Polydipsie-Syndroms

    (in Kombination mit klinischen Scores) prognostischer Biomarker, unter anderem bei Atemwegsinfektionen, Myokardinfarkt, Herzinsuffizienz und Schlaganfall

    Der diagnostische Wert bei Hyponatriämie ist unklar.

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  • ENEA 2012: Neue Optionen bei der Behandlung der Nebenniereninsuffizienz und des Morbus Cushing

    Cortisolmangel infolge primärer oder sekundärer Nebenniereninsuffizienz: Hydrocortison in neuer Galenik erleichtert Substitutionstherapie.

    Morbus Cushing: Somatostatinanalogon Pasireotid ermöglicht bessere Kontrolle der überschießenden ACTH-Produktion.

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  • ENEA 2012: Adipositas und Sucht – Nichthomöostatische Appetitregulation

    Fehlregulationen von Motivations- und Belohnungsregelsystemen sind nicht nur bei Suchterkrankungen relevant, sondern auch an der Entstehung von gestörter Appetitregulation und Adipositas beteiligt. Insulin und Leptin wirken dämpfend, Ghrelin stimulierend auf die Nahrungsaufnahme.

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  • Medizintechnik – Neue Wege beim Akromegaliescreening

    Die Gesichtsklassifikation unter Zuhilfenahme von Computersoftware für die biometrische Gesichtserkennung erweist sich als vielversprechende Methode, um die Früherkennung von Akromegalie und ggf. auch Cushing-Syndrom zu unterstützen. Wir planen, die Bildanalyse unter www.vidisto.de in Zukunft interessierten Kollegen zur Verfügung zu stellen.

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Personalisierte Medizin – Erwartungen, Erfolge, Herausforderungen: UIM 02|2013 Themenheft Onkologie

  • Crossing Entity Borders – personalisierte Medizin

    Die richtige Therapie beim richtigen Patienten verbessert das klinische Ergebnis Man kann immer wieder nur festhalten, dass die Theorie der Klinik oft weit voraus ist, dennoch haben Kliniker einen wesentlichen Vorteil, indem das „proof of concept“ grundlagenforschender Erkenntnisse nur in…

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  • Experimentelle und diagnostische Voraussetzungen, grundlegende Konzepte

    Die Zeit ist reif für neue Konzepte der personalisierten Medizin:

    • Die letzten Jahrzehnte waren von unglaublichen Erneuerungen in der systemischen onkologischen Therapie geprägt.
    • Die Entwicklung antitumoraler Wirkstoffe hat sich durch die zielgerichteten Ansätze komplett gewandelt.
    • Die genetisch orientierte Diagnostik rückt molekulare Merkmale der Krankheit in den Vordergrund – eine funktionelle Diagnostik ist der logische nächste Schritt.

    Personalisierte Medizin entfernt sich von den anatomischen Grenzen der Erkrankung:

    • Die neuen Möglichkeiten erfordern neue Studienkonzepte mit Biomarkerbasiertem Design.
    • International ist der Zug abgefahren: Österreich darf den Paradigmenwechsel nicht versäumen.
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  • Verschmelzung von personalisierter Medizin und Data Science – Therapien aus der Black Box?

    Neue Studienkonzepte der personalisierten Medizin erfordern einen grundlegend anderen statistischen Zugang.

    Individuelle Veränderungen in der genetischen Ausstattung eines Tumors im Krankheitsverlauf machen die Situation einmalig.

    Die Bayesianische Statistik nutzt die zur Verfügung stehende Information zu einer Vorhersage für den individuellen Patienten.

    Eine neue Generation von Computeralgorithmen, die Bayesianische Maschine, kann mit relevanten Informationen (z. B. Mutationsdaten) gespeist werden, lernt mit jedem Therapieverlauf dazu und generiert immer bessere Therapievorschläge.

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  • Systembiologie zur Vorhersage von Synergien zielgerichteter Therapien

    Ziel der Systembiologie ist es, die komplexen Interaktionen in Zellen, Geweben und Organismen zu messen und modellieren, um überprüfbare Hypothesen z. B. zum Ansprechen auf Medikamente zu generieren.

    Die Zukunft der Onkologie liegt in der Kombinationstherapie mit mehreren zielgerichteten Substanzen, aber die Vielzahl der Kombinationsmöglichkeiten macht systematisches Testen am Patienten im klassischen klinischen Studienmodell unmöglich.

    In der personalisierten Medizin muss über die Messung systembiologischer Parameter aus Biopsiematerial die optimale Kombination für den jeweiligen Patienten vorhergesagt werden können.

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  • Personalisierte Kombinationstherapien – was die Krebsforschung von Erfolgen in der HIV-Behandlung lernen kann

    Die personalisierte Kombinationstherapie bei HIV stellt die Speerspitze der personali­sierten Medizin dar.

    Interessante Parallelen zwischen HIV-Infektionen und Krebserkrankungen – z. B. die Resistenzentwicklung auf Basis von Mutationen – eröffnen die Möglichkeit, aus den Erfolgen der personalisierten HIV-Therapie auch neue Ansätze für die Krebstherapie abzuleiten.

    In der HIV-Behandlung ist die patientenspezifische Charakterisierung von Resistenzen gegen HIV-Medikamente als Wegweiser für effektive Kombinationstherapien bereits klinische Routine. In ähnlicher Weise könnten individualisierte Kombinationstherapien auch in der Onkologie Einzug halten.

    Eine Grundlage hierfür sind Fortschritte bei der genetischen Charakterisierung von Tumoren und beim Auffinden von Biomarkern, die rechtzeitig einen Wechsel auf geeignete neue Kombinationspartner anzeigen können.

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  • Klinische Protokolle zur Überprüfung der Validität einer individualisierten Krebstherapie

    Zwei Pionierarbeiten zeigen: Personalisierte Medizin steigert den Therapieerfolg.

    Es gibt keine schlechten Substanzen, sondern nur ein schlechtes Studiendesign zur Evaluierung einer Substanz (Daniel D. Von Hoff): Eine neues „selbstlernendes‟ biomarkerbasiertes Randomisierungskonzept zeigt Erfolge mit Substanzen, die in konventionellen „All comer‟-Phase-III-Studien nicht erfolgreich waren.

    „Crossing entity borders‟: Eine zielgerichtete Therapie kommt nicht an einer anatomischen Tumorgrenze optimal zur Anwendung, sondern im entsprechenden molekularbiologischen Kontext einer Tumorzelle.

    Das volle Potenzial zielgerichteter Therapien kann nur im Rahmen neuer Konzepte der personalisierten Medizin ausgeschöpft werden.

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  • Das Mammakarzinom als Beispiel individualisierter Krebstherapie

    Auf Basis des Hormonrezeptor- und des HER2-Status können heute Subtypen des Mammakarzinoms definiert werden, die für die individuelle Therapiewahl maßgeblich sind.

    Genexpressionsprofile liefern im Einzelfall wichtige Zusatzinformationen für die Therapieplanung.

    Hormonsensible Mammakarzinome können durch den Proliferationsmarker Ki67 in Gruppen unterteilt werden, bei denen eine endokrine Therapie zumeist ausreicht oder die bei relativer Hormoninsensitivität zusätzlich eine Chemotherapie benötigen.

    Beim aromatasehemmerresistenten Mammakarzinom konnte Exemestan in Kombination mit Everolimus eine weitere Verbesserung des progressionsfreien Überlebens bewirken.

    HER2 ist eines der wichtigsten zellulären Zielmoleküle und Angriffspunkt für Trastuzumab, Lapatinib, Pertuzumab und das Trastuzumab-Chemotherapie-Konjugat Trastuzumab-Emtansin, mit denen die ursprünglich schlechte Prognose HER2-positiver Mammakarzinome dramatisch verbessert wurde.

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  • Individualisierte Therapie beim nichtkleinzelligen Bronchialkarzinom

    Zunehmende Individualisierung der Therapie des NSCLC durch Etablierung zielgerichteter Therapien

    • Hemmung des EGF-Rezeptors (Gefitinib, Erlotinib, Afatinib, Cetuximab)
    • Hemmung der Tumorangiogenese (Bevacizumab)
    • ALK-Rearrangement als Target (Crizotinib)

    Der EGFR-Mutationsstatus und das ALK-Rearrangement werden derzeit bei allen Adenokarzinomen ermittelt.

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Infektiologie: UIM 01|2013

  • Impfungen in der Reisemedizin

    Die Gruppe der (Fern-)Reisenden ist deutlich heterogener geworden; dies führt zu einer veränderten Wertigkeit einzelner Impfungen.

    Manche Impfungen, die nicht als typische Reiseimpfung gelten, werden in bestimmten Reisesituationen vernachlässigt.

    Beispiele dafür sind die Impfungen gegen Cholera, FSME, Influenza, Masern, Meningokokken, Pneumokokken und Tollwut.

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  • Erstellung einer individualisierten Reiseapotheke

    Folgende Aspekte sind u. a. zu berücksichtigen:

    Je abgelegener und ärmlicher die Destination, desto umfangreicher die Möglichkeiten zur Selbstmedikation planen.

    Basispaket inklusive Dauermedikation sowie reisespezifische Medikamente vorbereiten.

    Medikamente nach Symptomgruppen einteilen und beschriften.

    Die Reisenden gut instruieren.

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  • Beratung von Risikoreisenden

    Chronische Erkrankungen sind keinesfalls Kontraindikationen gegen Urlaubs- und Fernreisen.

    Mit sorgfältiger Auswahl des Urlaubslandes und einer etwas umfangreicheren Planung lässt sich für jeden die richtige Destination finden.

    Zu planende Aspekte sind v. a. Impfungen, benötigte Medikamente und Urlaubsaktivitäten.

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  • Was Reisende ab 50 beachten sollten

    15–30 % der Personen im internationalen Reiseverkehr sind über 65 Jahre.

    Ältere Personen haben aufgrund mehrerer Faktoren ein erhöhtes Risiko für reise­assoziierte Erkrankungen; die Art der Erkrankungen unterscheidet sich aber von der bei jüngeren Personen.

    Speziell zu berücksichtigen sind u. a. bestehende Grunderkrankungen, Flug- und Höhentauglichkeit, Thromboembolierisiko und gastroenterologische Aspekte.

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  • Malariaprophylaxe – Das individuelle Risiko eruieren

    70 % aller Malariapatienten werden in Afrika südlich der Sahara infiziert.

    Expositionsprophylaxe verringert das Risiko einer Malariaerkrankung vor allem in Gebieten mit niedrigem Risiko um bis zu 90 %.

    In Regionen mit hohem Malariarisiko wird zusätzlich eine medikamentöse Chemoprophylaxe empfohlen.

    Weitere Optionen sind das Standby Emergency Treatment bzw. die Presumptive Anti-relapse Therapy.

    Die individuelle Empfehlung muss sich an den spezifischen Risikofaktoren der jeweiligen Reise orientieren.

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  • Klimawandel und „emerging infections“

    Die Klimaerwärmung kann dazu führen, dass bereits in Mitteleuropa vorhandene Infektionskrankheiten an Bedeutung zunehmen.

    Es können dadurch auch Erkrankungen in Mitteleuropa heimisch werden, die bisher als typisch für mediterrane oder tropische Gebiete gelten; das Auftreten von Epidemien ist aber derzeit weniger wahrscheinlich.

    Neben der Klimaveränderung spielen auch sozioökonomische Faktoren eine erhebliche Rolle.

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Rheumatologie: UIM 10|2012 Themenheft Rheumatologie

  • Psoriasis und Komorbiditäten

    Neues pathophysiologisches Konzept der Psoriais: komplexe immunologische Dysregulation der Haut, Systemerkrankung

    Adipositas, Übergewicht: deutlich erhöhte Prävalenzrate bei Psoriasis; Gewichtsreduktion kann Krankheitsbild bessern

    Metabolisches Syndrom: erhöhte Prävalenz; auf erste Anzeichen achten

    Kardiovaskuläre Komorbiditäten: Assoziation wird kontrovers diskutiert, widersprüchliche Daten

    Die Möglichkeit von Folgeerkrankungen durch therapeutische Interventionen ist zu berücksichtigen.

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  • Psoriasistherapie mit Biologika – Was tun bei Wirkungsverlust?

    Einer der wichtigsten Gründe für Wirkungsverlust ist diemBildung von Antikörpern.

    Antikörper gegen Biologika können im Routinebetrieb nicht nachgewiesen werden.

    Zu überprüfen sind Therapieadhärenz und krankheitsverstärkende Faktoren.

    Mögliche Maßnahmen, wenn keine Ursache zu eruieren ist: Dosiserhöhung, Intervallverkürzung, Kombination mit anderen Wirkstoffen, Wechsel innerhalb der Biologikaklasse oder auf einen anderen Biologikatyp.

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  • Was empfiehlt die Literatur bei aggressiver Polyarthritis?

    Ein früher Therapiebeginn – auch bei noch nicht gesicherter Diagnose – ist für den weiteren Krankheitsverlauf entscheidend und kann sogar die Lebenserwartung erhöhen.

    Es gibt Prädiktoren für einen aggressiven Verlauf.

    Die Basistherapie mit DMARD (in erster Linie Methotrexat) ist bei diagnostisch gesicherter RA und bei undifferenzierter Früharthritis gleich.

    Bei ungenügendem Therapieerfolg innerhalb von 3–6 Monaten sind Biologika indiziert.

    Bei weiterem Therapieversagen sollte ein Wechsel auf ein anderes Biologikum mit oder ohne Kombination mit einem DMARD stattfinden.

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  • Rheumatoide Arthritis – Sind alle Biologika gleich?

    Die TNF-alpha-Blocker Adalimumab, Etanercept und Infliximab sind in ihrer Wirksamkeit annähernd vergleichbar.

    Nach Versagen einer TNF-alpha-Blocker-Therapie haben Abatacept, Golimumab, Rituximab und Tocilizumab einen ähnlichen Effekt.

    Die vergleichbare Wirksamkeit aller Biologika trotz teilweise sehr unterschiedlicher Wirkmechanismen und Angriffspunkte im Zytokinsystem könnte darauf zurückzuführen sein, dass sich das Zytokinmuster verschiedener Patienten mit der vermeintlich selben Erkrankung unterscheidet.

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  • Neuer Patienten-Lernzielkatalog „rheumatoide Arthrithis“: Rheuma-Patienten zu Experten machen

    Ein neuer, mit Unterstützung der Fa. AbbVie erstellter „Patienten-Lernzielkatalog“ informiert Betroffene umfassend und anschaulich über alle Aspekte der rheumatoiden Arthritis.

    In Kooperation mit betroffenen Patienten verfasst, dadurch hohe Praxisrelevanz.

    Vorstellung im Interview mit Prof. W. Graninger.

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  • Schmerztherapie bei Morbus Bechterew

    Entzündliche Schmerzen bei ankylosierender Spondylitis werden mit Heilgymnastik, NSAR und TNF-Blocker behandelt. Bei Befall der peripheren Gelenke Therapieversuch mit Sulfasalazin.

    Nicht-entzündliche Schmerzen sollen mit physikalischen Maßnahmen und reinen Analgetika behandelt werden. Nur bei Therapieresistenz additiv NSAR.

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Pneumologie: UIM 10|2012

  • Histiozytäres Sarkom – Fatale Ursache einer mediastinalen Raumforderung

    Fallbericht: Im Rahmen der Abklärung therapieresistenter Kreuzschmerzen ergibt sich der Befund metastatisch bedingter Knochenprozesse.

    Bei der Primumsuche wird eine Raumforderung im oberen Mediastinum entdeckt. Differenzialdiagnostisch kommen ein fortgeschrittenes Bronchialkarzinom, ein aggressiv wachsendes Lymphom, ein Keimzelltumor oder ein Thymuskarzinom in Frage.

    Definitive Diagnose schließlich leider ein seltenes histiozytäres Sarkom mit infauster Prognose

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  • Nekrotisierende Sarkoidgranulomatose – Diagnostische Herausforderung granulomatöse Lungenerkrankungen

    Fallbericht: Typische radiologische und klinische Befundkonstellationen legen zunächst eine Sarkoidose nahe. Aufgrund scheinbar eindeutiger histopathologischer Befunde wird jedoch zunächst eine Tuberkulosetherapie eingeleitet.

    Nach Therapieversagen kann schlussendlich nach Keilresektion histologisch eine nekrotisierende Sarkoidgranulomatose diagnostiziert werden.

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  • Mounier-Kuhn-Syndrom – Rezidivierende Atemwegsinfekte auf dem Boden einer hochseltenen Erkrankung

    Fallbericht: Rezidivierende Atemwegsinfekte, unspezifische Lungensymptomatik und Belastungsdyspnoe ohne COPD- bzw. Asthma-Hintergrund veranlassen eine erweiterte pneumologische Abklärung, bei der unter anderem eine Tracheobronchomegalie festgestellt wird – das Leitsymptom der schlussendlichen Diagnose Mounier-Kuhn-Syndrom.

    Zur differenzialdiagnostischen Zuordnung des unspezifischen pneumologischen Symptomenkomplexes zu einem Mounier-Kuhn-Syndroms sind Thoraxröntgen, Thorax-CT, Bodyplethysmografie und optional Bronchoskopie mit funktioneller und wenn möglich histologischer Beurteilung unumgänglich.

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  • Pulmonale Ossifikation – Echte Rarität: verknöcherndes Lungeninterstitium

    Fallbericht: Bei einem Patienten mit unklarer interstitieller Lungenerkrankung wurde zur Diagnosestellung eine Wedge-Resektion durchgeführt.

    Nach histologischer Aufarbeitung des OP-Präparates zeigte sich eine ausgesprochen seltene Erkrankung: die pulmonale Ossifikation.

    Ein Therapieversuch mit Kortison brachte erstaunliche Ergebnisse.

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ESC 2012: UIM 09|2012 Themenheft ESC

  • Chronische Herzinsuffizienz – Pharmakologische Behandlung: Update 2012

    Diuretika-Dosis ist dem individuellen Flüssigkeitsstaus des Patienten anzupassen.
    Bei Patienten mit Überwässerung kann eine höhere Diuretika-Dosis vorteilhaft sein.

    Der kombinierte Einsatz eines RAS-Blockers mit einem Beta-Blocker („Blocker-Cocktail‟) sollte a priori im Behandlungsplan jedes individuellen Herzinsuffizienz-Patienten verankert werden.

    Die Dreifachkombination ACE-Hemmer + ARB + Aldosteron-Antagonist ist nicht empfohlen.

    Die Senkung der Herzfrequenz ist ein neues Therapieziel.

    Mangelnde Therapietreue ist mit erhöhter Mortalität assoziiert.

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  • Highlights bei Herzinsuffizienz 
– Studien ALDO-DHF und PARAMOUNT 


    Diastolische Herzinsuffizienz

    Diagnose mit Belastungsechokardiografie.

    Trainingsprogramme verbessern die Herzmuskelfunktion, Leistungsfähigkeit und Lebensqualität.

    Neue Studie ALDO-DHF mit Spironolacton: Verbesserung der diastolischen Funktion.
    Zusätzliche blutdrucksenkende Wirkung.

    PARAMOUNT-Studie: Neue Substanzklasse in erster klinischer Prüfung. Angiotensinrezeptor-Neprilysin-Inhibitor verbessert die neuroendokrine Aktivierung, Herzmuskelfunktion und Lebensqualität.

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  • Herzinsuffizienz und KHK – Neue Daten zur medikamentösen und interventionellen Therapie

    Ivabradin als Add-on reduziert bei Patienten mit Herzinsuffizienz die kumulative Hospitalisierungsrate um 25 % vgl. mit Placebo (SHIFT).

    Der Remodeling-Effekt der Resynchronisation bleibt auch im 5-Jahres-Follow-up bestehen (REVERSE).

    2 x 2,5 mg Rivaroxaban verbessert die Prognose und verhindert thrombotische Ereignisse nach einem STEMI (ATLAS ACS 2-TIMI 51).

    Beim Diabetiker mit proximaler/komplexer LAD- oder 2- bzw. 3-Gefäß-Erkrankung mit stabiler AP oder NSTEMI bleibt die ACBG die bevorzugte Methode vgl. mit PCI (CARDIA).

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  • Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz – Schlafapnoe als relevanter unabhängiger Prognosefaktor


    Bis zu 70 % der HI-Patienten sind von einer Schlafatemstörung (obstruktives Schlafapnoesyndrom oder Cheyne-Stokes-Atmung) betroffen.

    Der Nachweis einer Schlafatmungsstörung bei HI-Patienten ist mit einer Verschlechterung der 5-Jahres-Mortalität verbunden.

    Eine Optimierung der Herzinsuffizienztherapie führt häufig zu einer Verbesserung der Cheyne-Stokes-Atmung.

    Die Behandlung der Schlafatemstörung führt zu einer Verbesserung der kardialen Pumpfunktion.

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  • Neuerungen in den ESC-Guidelines zum Vorhofflimmern


    Die wesentlichen Änderungen betreffen die Embolieprophylaxe.

    Zur Risikoabschätzung ist nun ausschließlich der CHA2DS2VASc-Score empfohlen.

    Die neuen Antikoagulantien können zumindest gleichwertig zu den Vitamin-K-Antagonisten eingesetzt werden.

    Bei der medikamentösen Rhythmuskontrolle ist bei Herzinsuffizienz jetzt ausschließlich Amiodaron indiziert.

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  • Chronisches Vorhofflimmern – Chirurgische und kathetergestützte Intervention in der Praxis


    Die intraoperative Kryoablation ist ein sicheres Add-on-Verfahren bei lang bestehendem persistierendem Vorhofflimmern.

    Die Katheterablation wird derzeit vorwiegend bei symptomatischem paroxysmalem Vorhofflimmern eingesetzt. Komplikationen treten am häufigsten periinterventionell auf. Es besteht eine Tendenz zur Über-Antikoagulation.

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  • Vascular Inflammation
 – Von der Entzündung zum Herzinfarkt


    Patienten mit erhöhten inflammatorischen Biomarkern (z. B. CRP) haben ein erhöhtes kardiovaskuläres Risiko, selbst wenn die klassischen Risikofaktoren akzeptabel sind.

    Die Therapie mit Statinen, insbesondere Rosuvastatin, führt nicht nur zu einer Reduktion von LDL-C und hs-CRP, sondern selbst bei Patienten mit erhöhtem hs-CRP und ansonsten unauffälligem Risikoprofil zu einer Reduktion kardiovaskulärer Ereignisse.

    Inwieweit alleinige antiinflammatorische Strategien kardiovaskuläre Ereignisse reduzieren können, werden die Ergebnisse großer, multizentrischer, randomisierter Studien mit niedrig dosiertem Methotrexat und einem monoklonalen IL-1-Antikörper zeigen.

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  • APOSEC – Neuer Therapieansatz in der Behandlung des Herzinfarkts


    APOSEC wird aus dem Kulturüberstand von apoptotischen peripheren mononukleären Zellen gewonnen.

    In Tiermodellen bewirkte APOSEC eine signifikante Verkleinerung von Arealen mit mikrovaskulärer Obstruktion.

    In vitro wurden plättchenhemmende Eigenschaften und eine vasodilatorische Wirkung gezeigt.

    Eine erste klinische Phase-I-Studie wird angestrebt.

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  • ESC-Highlights beim akuten Koronarsyndrom 
– Neue Studien, neue Guidelines

    PROTECT-Studie: Erster Head-to-Head-Vergleich zweier beschichteter Stents, Cypher vs. Endeavor, mit einer geringeren Rate an Stentthrombosen für Endeavor, dem Stent der neueren Generation.

    Abnahme der Infarktmortalität von STEMI-Patienten: In einer französischen Studie ist die 30-Tage-Mortalität in den letzten 20 Jahren um knapp zwei Drittel gesunken. Demgegenüber steigt die Infarkt-Inzidenz bei Frauen unter 60 Jahren.

    Rehabilitationsprogramme nach PCI: Aufklärung ist wesentlich. In einer schwedischen Studie fühlt sich ein Drittel der Infarktpatienten nach Stentimplantation vollständig rehabilitiert und verzichtet auf Präventionsmaßnahmen.

    Neue STEMI-Guidelines

    • Time is muscle: „In 60 Minuten am Kathetertisch‟ lautet die Maximalforderung für Patienten mit frischem Infarkt.
    • Erfolg der neuen Stentgeneration: Nach DES-Implantation wurde die strikte Minimaldauer der dualen Antiplättchentherapie auf 6 Monate verkürzt.

    IABP-Schock-II-Studie: Rückstufung einer Methode. STEMI-Patienten im kardiogenen Schock profitieren doch nicht von der intraaortalen Ballongegenpulsation, einem Verfahren zur Kreislaufstabilisierung

    TRILOGy-ACS: Prasugrel bei konservativ behandelten Patienten mit akutem Koronarsyndrom so sicher wie Clopidogrel, aber nicht wie erhofft besser.

    WOEST-Studie bei antikoagulationsbedürftigen Patienten mit akutem Koronarsyndrom: Erste kontrollierte Studie zum Verzicht auf Aspirin.

    Deutsches Aortenklappenregister GARy: Einziges Register, in dem interventionelle und chirurgische Methoden erfasst werden. Bereits ein Viertel der Patienten mit Aortenklappenstenose wird interventionell behandelt.

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  • GARY-Register – Katheterunterstützte Herzklappenintervention vs. chirurgischer Klappenersatz 


    Deutsches Aortenklappenregister GARY

    13.860 Patienten mit Aortenstenose, TAVI bei knapp 30 % der Patienten.

    15 % der TAVI-Patienten im Alter < 75 Jahre.

    Spitalsmortalität nach transvaskulärer TAVI bei Patienten < 75 Jahre mit Chirurgie vergleichbar.

    Hohe Rate an Schrittmacherimplantationen.

    Spitalsmortalität durch Euroscore massiv überschätzt.

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  • Individualisierte Anti-Plättchen-Therapie
 – Das Ansprechen auf die Plättchenhemmung messen


    Clopidogrel zeigt eine hohe interindividuelle Variabilität der Wirkung.

    Das automatische Verschreiben der neuen Thrombozytenfunktionshemmer ist mit Blutungsrisiko und hohen Kosten verbunden.

    Als Entscheidungsbasis kann das Ansprechen kurz nach Therapiebeginn mit Clopidogrel getestet werden. Einige Studien zeigen, dass dies das Risiko für Stentthrombosen und akutes Koronarsyndrom reduzieren kann.

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Angiologie: UIM 09|2012

  • Therapie der akuten Lungenembolie – Stellenwert der neuen oralen Antikoagulantien

    Unterschiede zwischen Pulmonalembolie (PE) und tiefer Venenthrombose (TVT) spiegeln sich in den Behandlungsstrategien wieder.

    Auch bei neuen oralen Antikoagulantien (NOAK) gibt es unterschiedliche Ergebnisse in der Behandlung der TVT und PE (z. B. bei Idraparinux).

    Derzeit liegt für die Akuttherapie der PE für kein NOAK eine Zulassung vor.

    Rivaroxaban: zugelassen für die TVT-Therapie und Rezidivprophylaxe nach TVT und PE. In der PE-Behandlung gleich effektiv wie der Therapiestandard (NMH/VKA), große Blutungen unter Rivaroxaban weniger häufig. Für die Akutbehandlung der PE liegt ein positiver Entscheid der europäischen Gesundheitsbehörde CHMP vor.

    Dabigatran: in der PE-Behandlung gleich wirksam wie NMH/VKA. Die Initialbehandlung wurde in Studien jedoch für mindestens 5 Tage mit NMH durchgeführt.

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  • Morbus Horton – Warnsignal neu aufgetretener Kopfschmerz


    Arteriitis cranialis (Morbus Horton) ist eine chronische granulomatöse Entzündung der großen und mittleren Arterien.

    Häufigste Symptome sind neben dem neu aufgetretenen Kopfschmerz

    • oberflächliche Schmerzsensationen im Bereich der Kopfhaut
    • Kiefer-Claudicatio
    • Allgemeinsymptomatik, wie z. B. starkes Krankheitsgefühl

    gefürchtete frühe Manifestation: permanenter partialer oder kompletter Visusverlust

    Therapie: Glukokortikoide

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  • Gefäßmanifestationen der Kollagenosen – Aufschlussreiche Kapillarmikroskopie 


    Gefäßmanifestationen von Kollagenosen können sowohl die Makro- als auch die Mikrozirkulation betreffen.

    Das Leitsymptom solcher Gefäßveränderungen ist die Raynaud-Symptomatik, welche durch eine Weiß-, Blau- und Rotverfärbung der Akren, vornehmlich der Finger und Zehen bei Kälte oder Feuchtigkeit, charakterisiert ist. Diese Symptomatik kann durch eine Kälteprovokation mit 20 °C kaltem Wasser unter thermografischer Dokumentation objektiviert werden und ist in 10–20 % auch das Erstsymptom einer in Entstehung begriffenen Kollagenose.

    Die Kapillarmikroskopie ist eine nicht-invasive, kostengünstige Methode, die neben anderen Methoden einen Baustein in der Diagnostik von Kollagenosen darstellt. Die diagnostische Treffsicherheit ist am höchsten bei der systemischen Sklerose. Unspezifische Veränderungen finden sich allerdings auch bei einer großen Anzahl von gesunden Personen.

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  • Differenzialdiagnose bei Raynaud-Syndrom – Manchmal mehr als nur weiße Finger


    Für den klinischen Alltag gibt es einen Algorithmus zur Differenzialdiagnose des Raynaud-Syndroms (RS).

    Ein besonderer Stellenwert in diesem Screeningprogramm kommt der Kapillarmikroskopie zur Differenzierung zwischen primärem und sekundärem RS zu.

    Bei unklarer Diagnose, bei Verdacht auf SRS, bei schweren therapieresistenten Symptomen Überweisung an ein Spezialzentrum.

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ESC 2012: UIM 09|2012 Themenheft ESC - 2012-12-07

  • Chronische Herzinsuffizienz – Pharmakologische Behandlung: Update 2012

    Diuretika-Dosis ist dem individuellen Flüssigkeitsstaus des Patienten anzupassen.
    Bei Patienten mit Überwässerung kann eine höhere Diuretika-Dosis vorteilhaft sein.

    Der kombinierte Einsatz eines RAS-Blockers mit einem Beta-Blocker („Blocker-Cocktail‟) sollte a priori im Behandlungsplan jedes individuellen Herzinsuffizienz-Patienten verankert werden.

    Die Dreifachkombination ACE-Hemmer + ARB + Aldosteron-Antagonist ist nicht empfohlen.

    Die Senkung der Herzfrequenz ist ein neues Therapieziel.

    Mangelnde Therapietreue ist mit erhöhter Mortalität assoziiert.

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  • Highlights bei Herzinsuffizienz 
– Studien ALDO-DHF und PARAMOUNT 


    Diastolische Herzinsuffizienz

    Diagnose mit Belastungsechokardiografie.

    Trainingsprogramme verbessern die Herzmuskelfunktion, Leistungsfähigkeit und Lebensqualität.

    Neue Studie ALDO-DHF mit Spironolacton: Verbesserung der diastolischen Funktion.
    Zusätzliche blutdrucksenkende Wirkung.

    PARAMOUNT-Studie: Neue Substanzklasse in erster klinischer Prüfung. Angiotensinrezeptor-Neprilysin-Inhibitor verbessert die neuroendokrine Aktivierung, Herzmuskelfunktion und Lebensqualität.

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  • Herzinsuffizienz und KHK – Neue Daten zur medikamentösen und interventionellen Therapie

    Ivabradin als Add-on reduziert bei Patienten mit Herzinsuffizienz die kumulative Hospitalisierungsrate um 25 % vgl. mit Placebo (SHIFT).

    Der Remodeling-Effekt der Resynchronisation bleibt auch im 5-Jahres-Follow-up bestehen (REVERSE).

    2 x 2,5 mg Rivaroxaban verbessert die Prognose und verhindert thrombotische Ereignisse nach einem STEMI (ATLAS ACS 2-TIMI 51).

    Beim Diabetiker mit proximaler/komplexer LAD- oder 2- bzw. 3-Gefäß-Erkrankung mit stabiler AP oder NSTEMI bleibt die ACBG die bevorzugte Methode vgl. mit PCI (CARDIA).

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  • Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz – Schlafapnoe als relevanter unabhängiger Prognosefaktor


    Bis zu 70 % der HI-Patienten sind von einer Schlafatemstörung (obstruktives Schlafapnoesyndrom oder Cheyne-Stokes-Atmung) betroffen.

    Der Nachweis einer Schlafatmungsstörung bei HI-Patienten ist mit einer Verschlechterung der 5-Jahres-Mortalität verbunden.

    Eine Optimierung der Herzinsuffizienztherapie führt häufig zu einer Verbesserung der Cheyne-Stokes-Atmung.

    Die Behandlung der Schlafatemstörung führt zu einer Verbesserung der kardialen Pumpfunktion.

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  • Neuerungen in den ESC-Guidelines zum Vorhofflimmern


    Die wesentlichen Änderungen betreffen die Embolieprophylaxe.

    Zur Risikoabschätzung ist nun ausschließlich der CHA2DS2VASc-Score empfohlen.

    Die neuen Antikoagulantien können zumindest gleichwertig zu den Vitamin-K-Antagonisten eingesetzt werden.

    Bei der medikamentösen Rhythmuskontrolle ist bei Herzinsuffizienz jetzt ausschließlich Amiodaron indiziert.

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  • Chronisches Vorhofflimmern – Chirurgische und kathetergestützte Intervention in der Praxis


    Die intraoperative Kryoablation ist ein sicheres Add-on-Verfahren bei lang bestehendem persistierendem Vorhofflimmern.

    Die Katheterablation wird derzeit vorwiegend bei symptomatischem paroxysmalem Vorhofflimmern eingesetzt. Komplikationen treten am häufigsten periinterventionell auf. Es besteht eine Tendenz zur Über-Antikoagulation.

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  • Vascular Inflammation
 – Von der Entzündung zum Herzinfarkt


    Patienten mit erhöhten inflammatorischen Biomarkern (z. B. CRP) haben ein erhöhtes kardiovaskuläres Risiko, selbst wenn die klassischen Risikofaktoren akzeptabel sind.

    Die Therapie mit Statinen, insbesondere Rosuvastatin, führt nicht nur zu einer Reduktion von LDL-C und hs-CRP, sondern selbst bei Patienten mit erhöhtem hs-CRP und ansonsten unauffälligem Risikoprofil zu einer Reduktion kardiovaskulärer Ereignisse.

    Inwieweit alleinige antiinflammatorische Strategien kardiovaskuläre Ereignisse reduzieren können, werden die Ergebnisse großer, multizentrischer, randomisierter Studien mit niedrig dosiertem Methotrexat und einem monoklonalen IL-1-Antikörper zeigen.

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  • APOSEC – Neuer Therapieansatz in der Behandlung des Herzinfarkts


    APOSEC wird aus dem Kulturüberstand von apoptotischen peripheren mononukleären Zellen gewonnen.

    In Tiermodellen bewirkte APOSEC eine signifikante Verkleinerung von Arealen mit mikrovaskulärer Obstruktion.

    In vitro wurden plättchenhemmende Eigenschaften und eine vasodilatorische Wirkung gezeigt.

    Eine erste klinische Phase-I-Studie wird angestrebt.

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  • ESC-Highlights beim akuten Koronarsyndrom 
– Neue Studien, neue Guidelines

    PROTECT-Studie: Erster Head-to-Head-Vergleich zweier beschichteter Stents, Cypher vs. Endeavor, mit einer geringeren Rate an Stentthrombosen für Endeavor, dem Stent der neueren Generation.

    Abnahme der Infarktmortalität von STEMI-Patienten: In einer französischen Studie ist die 30-Tage-Mortalität in den letzten 20 Jahren um knapp zwei Drittel gesunken. Demgegenüber steigt die Infarkt-Inzidenz bei Frauen unter 60 Jahren.

    Rehabilitationsprogramme nach PCI: Aufklärung ist wesentlich. In einer schwedischen Studie fühlt sich ein Drittel der Infarktpatienten nach Stentimplantation vollständig rehabilitiert und verzichtet auf Präventionsmaßnahmen.

    Neue STEMI-Guidelines

    • Time is muscle: „In 60 Minuten am Kathetertisch‟ lautet die Maximalforderung für Patienten mit frischem Infarkt.
    • Erfolg der neuen Stentgeneration: Nach DES-Implantation wurde die strikte Minimaldauer der dualen Antiplättchentherapie auf 6 Monate verkürzt.

    IABP-Schock-II-Studie: Rückstufung einer Methode. STEMI-Patienten im kardiogenen Schock profitieren doch nicht von der intraaortalen Ballongegenpulsation, einem Verfahren zur Kreislaufstabilisierung

    TRILOGy-ACS: Prasugrel bei konservativ behandelten Patienten mit akutem Koronarsyndrom so sicher wie Clopidogrel, aber nicht wie erhofft besser.

    WOEST-Studie bei antikoagulationsbedürftigen Patienten mit akutem Koronarsyndrom: Erste kontrollierte Studie zum Verzicht auf Aspirin.

    Deutsches Aortenklappenregister GARy: Einziges Register, in dem interventionelle und chirurgische Methoden erfasst werden. Bereits ein Viertel der Patienten mit Aortenklappenstenose wird interventionell behandelt.

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  • GARY-Register – Katheterunterstützte Herzklappenintervention vs. chirurgischer Klappenersatz 


    Deutsches Aortenklappenregister GARY

    13.860 Patienten mit Aortenstenose, TAVI bei knapp 30 % der Patienten.

    15 % der TAVI-Patienten im Alter < 75 Jahre.

    Spitalsmortalität nach transvaskulärer TAVI bei Patienten < 75 Jahre mit Chirurgie vergleichbar.

    Hohe Rate an Schrittmacherimplantationen.

    Spitalsmortalität durch Euroscore massiv überschätzt.

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  • Individualisierte Anti-Plättchen-Therapie
 – Das Ansprechen auf die Plättchenhemmung messen


    Clopidogrel zeigt eine hohe interindividuelle Variabilität der Wirkung.

    Das automatische Verschreiben der neuen Thrombozytenfunktionshemmer ist mit Blutungsrisiko und hohen Kosten verbunden.

    Als Entscheidungsbasis kann das Ansprechen kurz nach Therapiebeginn mit Clopidogrel getestet werden. Einige Studien zeigen, dass dies das Risiko für Stentthrombosen und akutes Koronarsyndrom reduzieren kann.

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Gastroenterologie: UIM 08|2012

  • Das intestinale Mikrobiom – Limitationen und Zukunft


    Als Mikrobiom wird die Gesamtheit aller den Menschen besiedelnden Mikroorganismen, früher auch als bakterielle Flora, z. B. Darmflora (intestinales Mikrobiom), bezeichnet.

    Metagenom: Gesamtheit der genomischen Information (Erbgut) der Mikroorganismen.

    Das intestinale Mikrobiom umfasst circa 4.000 verschiedene Taxa und 800.000 unterschiedliche bakterielle Gene.

    Das gastrointestinale Mikrobiom wird in Zusammenhang mit der Entstehung von Autoimmunerkrankungen, Entzündungen, Infektionen, Karzinomen, metabolischen und neurologischen/psychiatrischen Erkrankungen beforscht.

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  • Allergieprävention über eine Beeinflussung der Mikrobiota


    Allergieprävention: Bei Hochrisiko-Babys kann der Shift des Immunsystems von einer anfänglichen Th2-Dominanz zu einer nötigen Th1-/Th2-Homöostase durch die Zufuhr speziell ausgewählter Bakterien induziert werden.

    PandA-Studie: diese Art einer Allergieprävention bewirkt eine signifikante persistierende Risikoreduktion.

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  • Bildgebung des Gastrointestinaltrakts – CT und MRT führten zum Paradigmenwechsel

    CT und MRT haben die bildgebende Diagnostik des Gastrointestinaltrakts dramatisch beeinflusst.

    Durch den Paradigmenwechsel änderte sich nicht nur die Indikationsstellung, sondern auch der Algorithmus in der Abklärung vieler intestinaler Fragestellungen, was zu einem Abbau der Stufendiagnostik und einem frühzeitigen therapeutischen Management führt.

    Durch Anwendung beider Verfahren ist häufig ein therapeutischer Kurswechsel notwendig: Kostenreduktion, bessere und komplikationsärmere therapeutische Ergebnisse.

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  • Chronische Obstipation und chirurgische Therapie – Bei richtiger Indikationsstellung erfolgversprechend

    Die operative Behandlung der chronischen Obstipation ist keine Routine und nur im Ausnahmefall vorzunehmen.

    Bei richtiger Indikationsstellung sind aber chirurgische Therapieformen äußerst erfolgreich.

    Ein „zu langer Darm” (Dolichocolon) per se stellt niemals eine Indikation zur chirurgischen Therapie dar.

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  • Eosinophile Ösophagitis: ein unspezifisches Erkrankungsbild


    Die eosinophile Ösophagitis nimmt an Häufigkeit zu.

    Weder Klinik noch endoskopisches Bild oder Histologie sind spezifisch.

    Eine korrekte Diagnose kann nur in Zusammenschau von Symptomen, Makro- und Mikroskopie und durch Ausschluss anderer Erkrankungen mit eosinophilen Infiltraten gelingen.

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Onkologie: UIM 06|2012

  • Editorial zum Focus Onkologie

    Weltkongress für Onkologie und Fortschritte am Beispiel urologischer Tumoren Ich möchte Sie in dieser Ausgabe von UNIVERSUM INNERE MEDIZIN zu einem sehr breitgefächerten Streifzug durch die Onkologie einladen, durchaus mit gesellschaftsrelevanten Aspekten. Am Beginn steht eine Auswahl wichtiger Studien vom…

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  • Hot am ASCO 2012

    Der Weltkongress für Onkologie, ASCO 2012, glich einem Feuerwerk an Studien mit praxisrelevantem Potenzial, vielfach auch mit österreichischer Beteiligung.

    Unter den „Hot topics” fanden sich Studien mit Bevacizumab als Therapie „beyond progression” beim Kolorektalkarzinom oder mit dem neuen BRAF-Inhibitor Dabrafenib beim malignen Melanom.

    Das Abstract Nr. 1 war eine Studie beim Mammakarzinom mit dem Trastuzumab-Chemotherapie-Konjugat T-DM1, das gegen einen Vergleichsarm aus intrazellulärer HER2-Blockade plus Chemotherapie besser abschnitt.

    Interessant war eine Studie zum intermittierenden Androgenentzug beim fortgeschrittenen Prostatakarzinom in Abhängigkeit vom PSA-Wert. Mit den Ergebnissen dieser Studie bleibt das Konzept der kontinuierlichen Androgendeprivation weiterhin Therapiestandard.

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  • THEMENBLOCK Onkologischer Fortschritt am Beispiel urologischer Tumoren

    Die Therapie des Nierenzellkarzinoms wurde durch aufsehenerregende Ergebnisse großer Phase-III-Studien in den letzten Jahren revolutioniert. Derzeit sind 6 Substanzen zugelassen, Sunitinib, Sorafenib, Bevacizumab, Temsirolimus, Pazopanib und Everolimus, die in sequen­zieller Anwendung das Überleben in der metastasierten Situation um Jahre verbessern.

    4800 Männer erkrankten letztes Jahr ihn Österreich an einem Prostatakarzinom. Mit der Einführung von Abirateron, Sipuleucel-T und dem neuartigen Taxan Cabazitaxel wurde das therapeutische Armentarium in dieser Indikation erheblich erweitert. Weitere Substanzen wie MDV3100 stehen vor der Zulassung. Entscheidend für die Prognose der Patienten ist die individuell korrekte Auswahl der neuen Substanzen und deren Einsatzzeitpunkt in der Erst- und Zweitlinientherapie.

    Das Urothelkarzinom ist ein chemosensitiver Tumor mit cisplatinhältiger Kombinationschemotherapie als Standard, z. B. Gemcitabin/Cisplatin. Für Patienten, die „nicht fit” für Cisplatin sind, wurde mit Gemcitabin/Carboplatin eine verträgliche und zugleich wirksame Alternative etabliert. Erstmals steht mit dem Vinka-Alkaloid Vinflunin nunmehr auch ein Standard für die Second-Line-Therapie zur Verfügung.

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  • Quantensprung in der Patientenbehandlung oder unfinanzierbare Kostenexplosion?

    Signifikante ökonomische Einbußen durch tumorassoziierte Morbidität und vorzeitige Mortalität sind Gründe, warum der Krebsforschung in einem kompetitiven sozialen Umfeld hohe Priorität eingeräumt wird. Auf der einen Seite sollen Therapien wirksamer und nebenwirkungsärmer werden, auf der anderen Seite trägt der Preis für Innovationen weiter zu den Kosten bei. Dabei gibt es einen klaren Zusammenhang zwischen dem Zugang zu innovativen Substanzen und dem Gesamtüberleben von Krebspatienten.

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  • Tumorheterogenität und personalisierte Medizin

    In einer der aufsehenerregendsten Studien dieses Jahres wurden Tumorproben von Patienten mit Nierenzellkarzinom untersucht. Daraus ging eine genetische Diversität hervor, sowohl beim Primärtumor als auch bei den Metastasen, die zur Schlussfolgerung führte, dass die Entnahme einer Tumorprobe wohl kein repräsentatives Gesamtbild liefert. Die Studie ist ein erstes Ergebnis des PREDICT-Konsortiums mit dem Ziel, prädiktive Marker für Medikamente mit antiangiogenetischer Wirkung zu etablieren.

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  • Therapie von Nausea und Emesis bei Tumorpatienten

    Einer guten antiemetischen Therapie geht eine ausführliche klinische Untersuchung und Diagnosestellung voraus. Nach Auffindung der Ursache für Nausea und Emesis sollte nach Möglichkeit Korrigierbares korrigiert werden. Je nach Diagnose soll das entsprechende Emetikum bzw. eine Kombination an Antiemetika ausgewählt werden. Bei chemotherapieinduzierter Nausea und Emesis sollte die prophylaktische antiemetische Therapie entsprechend den internationalen Leitlinien erfolgen, die je nach verwendetem Zytostatikaregime zwischen hoch, moderat und niedrig emetogener Chemotherapie unterscheiden und einen danach orientierten Einsatz von 5-HT3-Antagonisten, NK-1-Inhibitoren und Kortikosteroiden empfehlen. Begonnen werden sollte die antiemetische Therapie generell intravenös, bei guter Verträglichkeit und Verbesserung der Symptome kann sie auf oral umgestellt werden.

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Hämatologie: UIM 05|2012

Kardiologie: UIM 04|2012

Rheumatologie: UIM 03|2012

  • Raynaud-Syndrom – Altbekanntes und Neues zur Therapie

    1862 beschrieb Maurice Raynaud in seiner Doktorarbeit erstmals eine kälteinduzierte, phasenhaft verlaufende Durchblutungsstörung der Finger, welche seitdem als Raynaud-Syndrom (RS) bezeichnet wird. Nachfolgend wird vor allem auf die medikamentöse Therapieoptionen des sekundären RS im Rahmen von Kollagenosen eingegangen.

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  • Editorial zum Focus Rheumatologie

    Sehr geehrte Leserinnen und Leser, wieder einmal wollen wir die Rheumatologie als kleines, aber vielfältiges Fachgebiet in den Scheinwerfer der Aufmerksamkeit im UNIVERSUM INNERE MEDIZIN stellen. In allen Praxen und Spitälern ist von Qualitätsmanagement die verpflichtende Rede. Frau Primaria Eberl…

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  • Qualitätsmanagement in der Rheumatologie – "Plan – Do – Check – Act"

    Die Rheumatologie befindet sich in einer dynamischen Entwicklung. Medizinische Innovationen, neue Therapiestandards mit möglichst früher Diagnose und rascher medikamentöser Verordnung ermöglichen eine zukunftsorientierte, hochwertige Patientenbetreuung, wobei wissenschaftliche Untersuchungen bestätigen, dass diese Maßnahmen zu einer nachhaltigen Verbesserung der Lebensqualität führen.

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  • Gezielte Elimination – Immunadsorption bei systemischem Lupus erythematodes

    Therapeutische Ansätze, die auf eine Elimination oder Deaktivierung von B-Zellen (oder deren Produkten) zielen, sind hochaktuell in der Lupus-Therapie. Mittels extrakorporaler Therapieverfahren wie der Immunadsorption lassen sich pathogene Autoantikörper und Immunkomplexe effektiv und rasch entfernen, ohne dass das Infektionsrisiko steigt.

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  • Muskuloskelettaler Ultraschall

    Der moderne Ultraschall unterstützt zunehmend den Rheumatologen in der Beurteilung von Gelenken, Sehnen und Muskeln. Er wird nicht nur in der Diagnostik und im Monitoring immunmediierter Erkrankungen (wie der rheumatoiden Arthritis), sondern teilweise auch für Beurteilungen zur Prognose eingesetzt. Österreichische Rheumatologen haben zunehmend Erfahrung im Umgang mit dem Verfahren.

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Endokrinologie: UIM 02|2012

Infektiologie: UIM 01|2012

  • Editorial zum Focus Infektiologie

    Hygiene und C. difficile Seit 70 Jahren verfügen wir über Antiinfektiva, um bakterielle Infektionskrankheiten, da – runter „Killer-Diagnosen“ wie Endokarditis oder Pneumokokkensepsis, die in der präantibiotischen Ära mit 100 % Sterblichkeit einhergingen, zu in der Mehrzahl der Fälle „überlebbaren“ Erkrankungen…

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  • Update Händehygiene – Wie kommt das Händedesinfektionsmittel auf die Hand?

    Die Händedesinfektion ist die wichtigste Maßnahme zur Prävention von Infektionen im Gesundheitswesen. Allerdings verhindern organisatorische und strukturelle Probleme oft eine adäquate Händedesinfektion. Ebenso wichtig wie die Frage, wann, wie und womit die Hände desinfiziert werden sollten, ist die Applikationsart des Händedesinfektionsmittels.

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  • Schutzkleidung – notwendig in der Praxis?

    Angesichts steigender Inzidenz nosokomialer Infektionen und Antibiotikaresistenzen sind Maßnahmen zur Unterbrechung der Infektionskette in medizinischen Versorgungseinrichtungen mehr denn je von elementarer Bedeutung. Schutzkleidung stellt in diesem Zusammenhang eine unumgängliche und meist gut etablierte Maßnahme zur Aufrechterhaltung hygienischer Standards dar. Doch es gibt auch Gefahren, die bei unüberlegtem Gebrauch zu gegenteiliger Wirkung führen und zu deren Vermeidung grundlegende exemplarische Betrachtung notwendig erscheinen.

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  • 1 Jahr Hygiene-Verordnung der Österreichischen Ärztekammer – Implikationen für den niedergelassenen Bereich

    Vor einem Jahr, am 1. Jänner 2011, trat die von der Vollversammlung der Österreichischen Ärztekammer beschlossene „Verordnung der Österreichischen Ärztekammer über die hygienischen Anforderungen von Ordinationsstätten und Gruppenpraxen (Hygiene-VO 2010)“ in Kraft.1 Ziel der Hygiene-VO ist der Schutz von Patientinnen und Patienten, Ärztinnen und Ärzten, Ordinationspersonal und beteiligten Dritten vor Ansteckung mit Infektionskrankheiten in Ordinationen.

     

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  • Clostridium-difficile-Infektion, antibiotikaassoziierte Diarrhö/Colitis – Nosokomiale Last

    Clostridium-difficile-assoziierte Erkrankungen (CDAD/CDI) haben seit 2005 weltweit ihr Erscheinungsbild durch aggressivere klinische Verläufe und durch ein epidemisches Übertragungsverhalten sowie dadurch bedingte Ausbruchssituationen anhaltend geändert. Es ist deshalb nicht untertrieben, von einer Clostridium-difficile-Pandemie zu sprechen. Dahinter stecken weltweit neue, besser als früher charakterisierbare Bakterienstämme, die sich ausbreiten und in Institutionen in Nordamerika und Europa Ausbrüche, aber auch Community-assoziierte Infektionen verursachen. Davon war und ist auch Österreich betroffen. Behandlungsstrategien, Hygiene- und andere Präventivmaßnahmen müssen weiter angepasst werden.

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Pneumologie: UIM 10|2011

  • Pilze im Respirationstrakt

    Frühzeitige klinische, radiologische und mikrobiologische Diagnosesicherung essenziell

    Die Diagnose und Therapie von Pilzinfektionen der Lunge stellt auch erfahrene Kliniker immer wieder vor Probleme. Klinisch ist es sehr schwierig, invasive Mykosen der Lunge von nicht therapiebedürftiger Pilzbesiedlung abzugrenzen. Auch die mikrobiologische Diagnostik erlaubt oft keine absolute Klärung.

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  • Alle COPD-Patienten auf Alpha-1-Antitrypsin-Mangel testen!

    Seltene Krankheiten

    Hinter jeder COPD kann ein unerkannter Alpha-1-Antitrypsin-(AAT)-Mangel stecken. Diese „orphan disease“ ist gerade bei COPD-Patienten nicht so selten wie häufig angenommen. Bei jedem COPD-Patienten sollte daher einmal der AAT-Serumspiegel bestimmt werden.

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  • Bronchitis und Pneumonie – wann welches Antibiotikum?

    Indikationsbezogene Wirksamkeit und Sicherheitsaspekte

    Neue Erkenntnisse verändern das diagnostische und therapeutische Vorgehen bei Bronchitis und Pneumonie. Fluorchinolone laufen Makroliden nicht nur aufgrund ihrer besseren Wirksamkeit, sondern auch aufgrund der günstigeren Resistenzsituation bei der akuten Exazerbation der COPD den Rang ab. Zukünftig könnten Chinolone der Gruppe IV auch bei der ambulant erworbenen Pneumonie eine größere Rolle spielen.

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  • Sonographie pleuropulmonaler Erkrankungen

    Hilfreiche Ergänzung zur bestehenden Radiodiagnostik

    Die Sonographie hat sich in den letzten Jahren hinsichtlich ihrer Indikationen und Anwendungsmöglichkeiten erweitert. Was am Herzen selbstverständlich war, ist nun am gesamten Thorax möglich – eine rasche, genaue Beurteilung vieler Fragestellungen.

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  • Die präoperative pneumologische Begutachtung

    In den letzten Jahren konnten zahlreiche Faktoren, die das peri- bzw. postoperative Risiko beeinflussen, aufgezeigt werden. Postoperative pulmonale Komplikationen sind dabei neben kardialen Ereignissen am häufigsten anzutreffen. Eine genaue präoperative Evaluierung der Patienten ist daher eine der wichtigsten Maßnahmen, um das operative Risiko zu minimieren.

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  • Autoimmunhepatitis -Therapiewahl und langzeittherapie bedingte Nebenwirkungen

    Die Autoimmunhepatitis ist eine der wenigen ausgezeichnet therapierbaren Lebererkrankungen. Durch die notwendige Langzeitgabe von Kortikosteroiden hat das Nebenwirkungsmanagement besondere Bedeutung.

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  • Update – Stellenwert der Kapselendoskopie

    Das steigende Interesse an der Diagnostik von Dünndarmerkrankungen hat bewirkt, dass seit Einführung der Kapselendoskopie vor über 10 Jahren immer mehr Patienten mit dieser Methode untersucht werden. Dennoch ist die Methode weiter in Entwicklung begriffen, in letzter Zeit gibt es auch Versuche mit steuerbaren Videokapseln (Magnetsystem).

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  • Hot Topics der Gastroenterologie II – Gastrointestinaltrakt, Galle, Pankreas

    Aus der großen Zahl von Publikationen des letzten Jahres aus den Bereichen Gastrointestinaltrakt, Galle und Pankreas wurden einige ausgewählt, die das Potenzial haben, das klinische Management gastroenterologischer Erkrankungen zu verändern.

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  • Kurativ – explorativ – palliativ – Pankreaskarzinom: wann ist eine Pankreasresektion sinnvoll?

    Bei über 95 % der Pankreaskarzinome handelt es sich um ein Adenokarzinom, das durch maligne Entartung des exokrinen Pankreasanteils entsteht. In Österreich erkrankten 2008 1.435 Patienten an einem Pankreaskarzinom. Mit 1.428 Patienten verstarben im selben Jahr annähernd gleich viele Patienten an dieser Erkrankung. Mit einer 5-Jahres-Überlebensrate (operable und inoperable Fälle) von < 5 % weist das Pankreaskarzinom die geringste aller Karzinomerkrankungen auf. Dies ist zum einen durch die oft späte Diagnose und dadurch bedingte geringe Zahl an kurativen Resektionen, zum anderen durch das sehr aggressive Metastasierungsverhalten dieser Erkrankung bedingt.

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  • Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen -IBD Ahead: Was tun bei Therapieversagen? Welche Sicherheitsmaßnahmen und Kontrollen?

    Der vierte Teil der Serie IBD Ahead beantwortet Fragen zu einer eventuellen Komedikation von Kortikosteroiden bei Wirkverlust einer Anti-TNF-Therapie und zu den Sicherheitsmaßnahmen in der Betreuung von Patienten unter Immunmodulatoren oder einer Anti-TNF-Therapie.

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  • Lactobacillus casei Shirota (Yakult®) -Das Erkältungsrisiko durch Probiotika verringern

    Sportler mit mittlerer bis hoher Trainingsintensität können ihr Risiko
    für Infektionen der oberen Atemwege durch die regelmäßige Einnahme
    eines Probiotikums (Lactobacillus casei Shirota) verringern.

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Onkologie: UIM 06|2011

  • Bronchialkarzinom – neue Strategien, neue Targets Bronchialkarzinom

    Das Thema Bronchialkarzinom war am diesjährigen ASCO in allen Formen um – fangreich vertreten, dies auch als Ausdruck dafür, dass die Erkrankung vor allem in fortgeschrittenen Stadien noch immer nicht kurativ behandelt werden kann. Dementsprechend lag der Schwerpunkt vor allem bei neuen Therapieansätzen, besonders im Bereich der zielgerichteten Therapie, aber auch in der Erforschung von prognostischen und prädiktiven Markern zur besseren Patientenselektion. Diskutiert wurden aber auch die Studienkonzepte an sich, da die bisherige phasenhafte Abfolge den neuen Therapien nicht mehr gerecht erscheint. Diskutiert wurde auch, welche Studienendpunkte für ein therapeutisches Konzept adäquat wären, da heutzutage mehrere Therapielinien durchaus üblich sind und die Gesamtüberlebenszeit beeinflussen. Im Folgenden soll ein kurzer Überblick aus dem reichhaltigen Angebot der ASCO-Präsentationen geboten werden.

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  • GIST-Studie SSGXVIII zu Imatinib – Höhere Effektivität bei längerer Therapiedauer

    Die Ergebnisse der Deutsch-Skandinavischen Phase-III-GIST-Studie (SSGXVIII) waren sicher das Highlight des diesjährigen ASCO-Meetings. Ein kleines Detail am Rande: Mittlerweile ist es 10 Jahre her, seit die revolutionäre Wirkung von STI571 (Imatinib, Glivec®) bei einigen wenigen GIST-Patienten (Phase I) erstmalig präsentiert wurde. 

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  • Ein doppelter Schlag gegen das metastasierte Melanom

    Anti-CTLA4-Antikörper Ipilimumab und BRAF-Inhibitor Vemurafenib

    Das jährlich Treffen der American Society of Clinical Oncology (ASCO) fand zwischen 3. und 7. Juni 2011, wie vergangenes Jahr auch in Chicago statt. Nachdem bereits letztes Jahr eine große Phase-III-Studie einen signifikanten Überlebensvorteil für Patienten mit metastasiertem Melanom unter Behandlung mit Ipilimumab zeigte, gab es dieses Jahr gleich zwei positive Nachrichten für Patienten mit dieser äußerst aggressiv verlaufenden Erkrankung zu vermelden. 

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  • Therapie des Mammakarzinoms

    Kombinierte HER2-Immuntherapie, Brustkrebsprävention, Triple-negative Tumoren

    ASCO-Präsentationen* zur Immun(chemo)therapie des HER2-positiven Mammakarzinoms im neoadjuvanten Setting konnten die bisher verfügbaren Daten bestätigen und eine bessere Wirkung der kombinierten Immuntherapie gegenüber den jeweiligen HER2-Monotherapien (+/– Chemotherapie) darstellen (eine Übersicht bietet > Tab.). Interessant waren auch die translationellen Arme dieser Studien, die bislang postulierte Resistenzmechanismen für Tras tuzumab in Frage stellen konnten. Praxisrelevant war darüber hinaus eine Phase-III-Studie mit dem Aromatasehemmer Exemestan zur Brustkrebsprävention bei Hochrisikofrauen, während eine Phase-III-Studie mit dem PARP-Inhibitor Iniparib beim triple-negativen Mammakarzinom die hohen Erwartungen an diese neue Therapieoption nicht erfüllen konnte.

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  • Editorial – ASCO 2011: „Patienten, Pathways, Innovationen“

    Unter dem Motto „Patienten, Pathways, Innovationen“ fand der diesjährige Weltkongress für Onkologie erneut in Chicago statt und bot eine Fülle an Daten mit zielgerichteten neuen Substanzen. Das Late Breaking Abstract Nr. 1 war der Therapie gastrointestinalen Stromatumoren (GIST) gewidmet, bei…

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Hämatologie: UIM 05|2011

  • Das Von-Willebrand-Syndrom

    Das Von-Willebrand-Syndrom (VWS) ist die häufigste hereditäre Blutgerinnungsstörung und für den Hauptteil der milden bis moderaten Blutungsneigungen verantwortlich. Benannt nach seinem Erstbeschreiber, dem finnischen Arzt Dr. Erik von Willebrand, wird es durch einen quantitativen Mangel oder qualitativen Defekt des Von-Willebrand-Faktors (VWF) verursacht.

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  • Dramatische, lebensbedrohliche Erkrankung – Thrombotisch-thrombopenische Purpura

    Die thrombotischen Mikroangiopathien sind eine Gruppe von Erkrankungen, die zwar einen ähnlichen laborchemischen und klinischen Phänotyp haben, sich aber pathophysiologisch durchaus unterscheiden (> Tab. 1). Gemeinsam ist das Bild einer Coombs-negativen hämolytischen Anämie mit Fragmentozyten, einer Thrombopenie und Zeichen der Organdysfunktion. Diese kann alle Organe betreffen, beeindruckt aber meist als Nierenfunktionseinschränkung, zerebrale Symptomatik oder Koronarperfusionsstörung. Oft besteht auch eine ausgeprägte Hypertonie. Dieses Krankheitsbild hat unbehandelt eine Letalität von ca. 90%. Der nachfolgende Beitrag beschreibt die Pathophysiologie, Diagnostik und die modernen Therapiemöglichkeiten einer speziellen Untergruppe der thrombotischen Mikroangiopathien, der thrombotisch-thrombopenischen Purpura (TTP, M. Moschcowitz).

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  • Immunthrombopenie – Individualisierte Therapie

    Die Immunthrombopenie (ITP), die früher als idiopathische Thrombozythämie oder auch Morbus Werlhof bezeichnet wurde, ist eine Autoimmunerkrankung, die durch eine Verminderung der Thrombozyten im peripheren Blutbild charakterisiert ist. Definitionsgemäß ist nach dem rezentesten internationalen Konsensus eine Thrombozytopenie < 100 G/l vorhanden, die anderen Zellreihen (Erythrozyten und Leukozyten) weisen normale Zahlen und eine normale Charakteristik auf. Es wird zwischen der primären ITP und sekundären Formen unterschieden. Bei der primären findet man keine zugrunde liegende zusätzliche Erkrankung, als sekundäre Formen werden Autoimmunthrombopenien bezeichnet, die mit anderen Grunderkrankungen, z. B. rheumatologischen Erkrankungen, lymphoproliferativen Erkrankungen, viralen oder bakteriellen Infektionen bzw. bestimmten Medikamenten einhergehen. Es werden weiters eine neu diagnostizierte ITP (Diagnose vor weniger als 3 Monaten), eine persistierende ITP (3-12 Monate) und eine chronische ITP (mehr als 12 Monate) unterschieden. Die Immunthrombopenie kann in jedem Lebensalter auftreten, Frauen sind etwa doppelt bis 3-mal so häufig betroffen wie Männer. Die Inzidenzrate beträgt 2-4 auf 100.000 Neuerkrankungen pro Jahr, die ITP zählt damit zu den so genannten „seltenen Erkrankungen“ oder „orphan diseases“.

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  • Philadelphia-negative myeloproliferative Neoplasien

    Seit Entdeckung der JAK2-Mutationen gab es weitere, wesentliche Fortschritte im Management der Philadelphia-negativen Neoplasien. Zu den wichtigsten zählen revidierte Diagnosekriterien, neue Prognosemodelle und die Einführung der JAK2-Inhibitoren in die Klinik.

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  • Selten, aber häufig heilbar – Hodgkin-Lymphome

    Hodgkin-Lymphome zählen mittlerweile zu den am häufigsten heilbaren Krebserkrankungen. Sie stellen eine Gruppe seltener Erkrankungen dar, die nur 0,6% aller Malignome ausmacht. Der vorliegende Artikel soll eine kurze Übersicht über die wichtigsten Fakten zur Klinik, Diagnostik, Therapie und Prognose darstellen.

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  • Editorial

    Focus Hämatologie Die Hämatologie ist ein Gebiet, das sich seit vielen Jahren dynamisch entwickelt. Diagnos – tik und Therapie sind gezielter möglich, dies erlaubt auch eine gezieltere und auf jeden einzelnen Patienten besser zugeschnittene Therapie. Bei den hämatologischen Neoplasien gibt…

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Kardiologie: UIM 04|2011

  • Ein wirksamer Ersatz? – Clopidogrel-Generika

    Der Plättchenfunktionshemmer Clopidogrel ist seit 1998 unter dem Namen Plavix® bzw. Iscover® am Markt, wurde in großen Endpunktstudien untersucht und hat sich beim akutem Koronarsyndrom (ACS) mit oder ohne ST-Strecken-Hebung, zur Prävention der Stentthrombose sowie in der Sekundärprävention ischämischer Ereignisse…

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  • Pro & Contra -Radiofrequenzablation von Vorhofflimmern

    Die Pulmonalvenenisolation durch Radiofrequenzablation ist eine von mehreren interventionellen Verfahren zur Wiederherstellung des Sinusrhythmus bei Patienten mit Vorhofflimmern. In den Händen erfahrener Ärzte wird der Methode kuratives Potenzial zugeschrieben – mit einer sehr hohen (wenn auch unterschiedlich definierten) Erfolgsrate bei…

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  • Highlights vom ACC 2011

    Vom 2-5. April fand heuer der Jahreskongress des American College of Cardiology in New Orleans statt. Der vorliegende Artikel umfasst einen Auszug aus den Hauptvorträgen und „late breaking clinical trials“.

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  • „Herzinsuffizienz und Regeneration“

    Vom 27. bis 30. April 2011 fand in Mannheim die 77. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie statt. In experimentellen und grundlagenwissenschaftlichen sowie klinisch orientierten Referaten wurde der gegenwärtige Stand des Wissens zusammengefasst.

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Rheumatologie: UIM 03|2011

Endokrinologie: UIM 02|2011

Infektiologie: UIM 01|2011

  • Infektiologie

    Mit der Resistenz gegen Vancomycin, die einzelne Staphylococcus-aureus-Isolate aus dem Genpool von Enterokokken übernommen haben, und der rezent breit publizierten Carbapenem-Resistenz bei E. coli und anderen Enterobakterien kann man mit gewissem Recht das Ende der Antibiotika-Ära konstatieren. Die Beiträge zum…

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  • Wenig Neues in der Antibiotika-Pipeline

    Trotz weltweit steigender Resistenzraten und dringenden Bedarfs an neuen Antibiotika ist das Interesse der Pharmaindustrie an diesem Gebiet äußerst gering, da Antibiotika weniger Profit abwerfen als andere Medikamente. Immer kürzer werdende Therapiezeiten, aber auch rasant ansteigende Resistenzraten durch übermäßigen Gebrauch von Antibiotika beschränken die Gewinnmöglichkeiten der forschenden Pharmaindustrie.

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  • Wirkstoff-Schatz in still gelegten Laborpilz-Genen

    Schimmelpilze sind uns meistens eher als unangenehme Begleiter bekannt, ob an verdorbenen Lebensmitteln in unserem Kühlschrank nach der Urlaubsheimkehr oder als Mauerschimmel im feuchten Keller. Dass der Schimmel aber eine der wertvollsten Quellen von medizinischen Wirkstoffen mit antibiotischen, zytostatischen, cholesterinsenkenden und antiosteoporotischen Eigenschaften ist, bleibt meistens verborgen.

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  • Potenzial und Limitationen -Serologische Diagnostik in der Infektiologie

    Die Serologie ist schon seit langer Zeit eine wichtige Säule in der infektiologischen Diagnostik. Da meist ein indirekter Erregernachweis über spezifisch gebildete Antikörper erfolgt, müssen einige Grundlagen in der Interpretation serologischer Befunde beachtet werden, um Fehlinterpretationen zu vermeiden.

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  • Serologische Diagnostik in der Infektiologie

    Die Serologie ist schon seit langer Zeit eine wichtige Säule in der infektiologischen Diagnostik. Da meist ein indirekter Erregernachweis über spezifisch gebildete Antikörper erfolgt, müssen einige Grundlagen in der Interpretation serologischer Befunde beachtet werden, um Fehlinterpretationen zu vermeiden.

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  • Pro und Contra: Einsatzgebiete in der Diskussion -Procalcitonin als Marker bei entzündlichen Erkrankungen

    Die Bestimmung von Procalcitonin, ein Prohormon des Calcitonins, stellt mittlerweile ein etabliertes diagnostisches Werkzeug, insbesondere auf Intensivstationen, dar.

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  • Myelodysplastische Syndrome

    Neue zielgerichtete Therapieoptionen.

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