Rubrik: Geriatrie

  • Polypharmazie im Alter

    Eine hohe Zahl an Diagnosen bedingt eine hohe Zahl an Medikamenten.

    Bei alten Menschen sollte man bei jedem neu aufgetreten Symptom an die Möglichkeit einer unerwünschten Arzneimittelwirkung denken – eine erhöhte Aufmerksamkeit gegenüber Nebenwirkungen und Interaktionen hilft, Verschreibungskaskaden zu vermeiden.

    Zahlreiche Instrumente helfen, sich dem Problem strukturiert zu nähern.

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  • Interaktionen zwischen Lebensmitteln und Medikamenten

    Die Wirkung von Arzneimitteln kann durch gleichzeitige Nahrungsauf-nahme verstärkt oder abgeschwächt werden, oder es können unerwünschte Wirkungen auftreten.

    Der Einfluss der Nährstoffzufuhr auf die Arzneimittelwirkung hängt unter anderem von der chemischen Struktur des Arzneistoffes, seiner Darreichungsform und dem zeitlichen Abstand zur Nahrungsaufnahme ab.

    Wechselwirkungen zwischen Medikamenten und Nahrungsmitteln sind mitunter durch einfache Vorkehrungen effektiv vermeidbar (z. B. zeitlicher Abstand zur Mahlzeit). Manchmal sollte aber auf das für die Wechselwirkung verant-wortliche Nahrungsmittel ganz verzichtet werden.

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  • Personalisierte Medizin in der Geriatrie

    Ältere Menschen benötigen eine ganzheitliche Berücksichtigung der individuellen Situation bei der Planung diagnostischer und therapeutischer Maßnahmen.

    Das geriatrische Assessment stellt dazu eine wichtige Voraussetzung dar.

    Vor allem die medikamentöse Therapie muss sorgfältig überdacht und überwacht werden.

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  • Hohe ärztliche Kunst: Individualisierung der Therapie bei geriatrischen Patienten

    Das Konzept der personalisierten Medizin reicht bis in die 1990er-Jahre zurück. Die ursprüngliche Idee war eine individualisierte Pharmakotherapie auf der Basis genetischer Profile und Varianten mit dem Ziel, für die betroffenen Patientinnen und Patienten die Effizienz und die Sicherheitsprofile ihrer…

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  • Primärversorgung älterer multimorbider Patienten mit internistischen Erkrankungen

    Am Beispiel anderer europäischer Länder ist zu sehen, dass die bedarfsgerechte und multiprofessionelle Primärversorgung älterer Menschen als Teil einer integrierten Versorgung zielführend ist.

    Grundlagen für eine gelingende, multiprofessionelle, bedarfsorientierte und personen-zentrierte Primärversorgung sind die zielgerichtete Ausbildung aller beteiligten Berufsgruppen, ein erfolgsorientiertes Entlohnungssystem und eine nahtlose Patientendokumentation.

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  • Harninkontinenz im Alter

    Eine geriatrische Anamnese/ein geriatrisches Assessment muss immer die Frage nach der Kontinenz beinhalten!

    Harninkontinenz ist keine zwangsläufige Folge des normalen Alterungsprozesses, sondern ein multifunktionelles Syndrom, das einer weiterführenden Diagnostik und differenzierten Therapie bedarf.

    Eine medikamentöse Therapie ohne zusätzliche Verhaltensmaßnahmen/-therapie ist obsolet! Vor Anwendung im Alter sind mögliche Nebenwirkungen genau zu überprüfen!

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  • Akutdiagnostik nach einem Sturz

    Ein Sturz bedeutet für Ältere ein erhebliches Komplikations- und Mortalitätsrisiko, das mit speziellen Techniken, die unter dem Begriff Alterstraumatologie subsumiert werden, nachweislich gesenkt werden kann.

    Die Sturzprävention durch Risikoerfassung und Sekundärprävention durch Sturzanalyse und Behandlung können der demografisch bedingten Zunahme dieser Bedrohung für Ältere entgegenwirken.

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  • Berufsbegleitende wissenschaftliche Weiterbildung im gerontologischen Kontext

    Berufsbegleitende wissenschaftliche Weiterbildungen und Studiengänge im alter(n)sbe­zogenen Kontext sowie der Ausbau von entsprechenden Angeboten und Strukturen an Hochschulen gewinnen an Bedeutung als Reaktion auf den demografischen Wandel und auf den damit einhergehenden Fachkräftemangel.

    Entsprechende Interessen und Bedarfe werden auf der Grundlage einer Bedarfserhebung dargestellt.

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  • Geriatrisches Assessment-Instrumentarium für die Primärversorgung

    Ambulante geriatrische Assessments auf der Primärversorgungebene können helfen, relevante und noch nicht diagnostizierte Probleme bei geriatrischen, multimorbiden PatientInnen aufzudecken und die weitere Versorgung zu optimieren.

    Das Competence Center Integrierte Versorgung (CCIV) hat im Auftrag der österreichischen Sozialversicherungsträger ein Assessment-Instrumentarium für den Einsatz in der hausärztlichen Praxis entwickelt, welches aktuell in der Praxis getestetwird.

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  • Der Einfluss von regelmäßigem Krafttraining auf den Blutdruck

    Kraftausdauertraining kann zur Prävention, Behandlung und Kontrolle eines Bluthochdruckes empfohlen werden, additives Ausdauertraining verstärkt positive Auswirkungen auf Blutdruck und Gefäßsituation.

    Beobachtete Blutdruckverminderungen bedeuten Risikosenkung für eine kardiovaskuläre Erkrankung.

    Trainingsempfehlung für positive Auswirkungen auf den Blutdruck: arterielle Normotonie: < 70 % der Maximalkraft; primäre Hypertonie: 40–60 % der Maximal-kraft; Trainingszeitraum: mindestens 4 Monate, bei älteren Menschen länger.

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  • Prähabilitation bei geriatrischen OP-Patienten

    Regelmäßiges Training für Muskeln und Ausdauer als Teil eines gesunden Lebensstils unterstützt Prävention und Therapie vieler Krankheiten.

    OP-Patienten mit präoperativ ausreichender physiologischer Reserve haben meist einen problemlosen postoperativen Verlauf und gute Rehabilitationserfolge.

    Für dekonditionierte Patienten mit kaum physiologischer Reserve erscheint eine Prähabilitation vor elektiven Eingriffen sinnvoll.

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  • Anticholinerge Inkontinenz-Therapie und ihre Schattenseiten

    Bei älteren oder hochbetagten Patienten kann durch Polypharmazie ein gefährdendes, ja sogar lebensbedrohliches Nebenwirkungsprofil generiert werden.

    In Zusammenhang mit den zentralnervösen Nebenwirkungen einer anticholinergen Therapie stellt Nykturie einen nicht zu unterschätzenden Risikofaktor für nächtliche Stürze dar.

    Primär sollte die Indikation für eine Anticholinergika-Therapie streng gestellt werden.

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  • Medikamenten-Einnahme und Sturzrisiko bei älteren Patienten

    Stürze und Frakturen im Alter sind im Vergleich mit Jüngeren mit einer Vervielfachung des Risikos für Krankenhausaufnahmen und verdoppelter Mortalitätsrate assoziiert.

    Ein regelmäßiges Medikamenten-Assessment und eine Reduktion von Medikamenten, die das Sturzrisiko erhöhen, kann wesentlich zur Verminderung von Stürzen und Verletzungen bei älteren Patienten beitragen.

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  • Abklärung bei leichtem Schädel-Hirn-Trauma im Alter

    Kategorisierung der Schädel-Hirn-Traumen nach dem Glasgow Coma Scale (GCS): leichtes SHT entspricht GCS 13–15.

    Nach leichtem SHT sind intrakranielle Blutungen selten, die Kombination höheres Alter und Einnahme blutverdünnender Medikamente gilt aber als besonderes Blutungsrisiko.

    Der Serum-Parameter S100B kann zur Entscheidung, ob eine CCT und eine stationäre Aufnahme zur Beobachtung erforderlich sind, herangezogen werden.

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  • Schluckstörungen im Alter

    Die Behandlung eines Patienten mit höhergradiger Multimorbidität und Dysphagie auf der geriatrischen Tagesklinik ermöglicht es, eine sehr komplexe Fragestellung zu lösen und so dem Patientenwunsch nach Entfernung der PEG-Sonde bestmöglich zu entsprechen.

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  • Delir – Krankheitsbild mit schwerwiegenden Folgen

    Jeder 3. Krankenhauspatient über 70 Jahre erleidet Delir – mit schwerwiegenden Folgen: mehr Komplikationen, bleibende Beeinträchtigungen, höhere Sterblichkeitsrate, längere Verweildauer, höhere Kosten für das Gesundheitssystem.

    Kardinal Schwarzenberg Klinikum startet multiprofessionelles Programm zur Prävention, Diagnostik und Therapie von Delirien.

    Gesucht als Unterstützung: Freiwillige im Rahmen des Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) und „Ehrenamtliche‟.

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  • Rechtliche Aspekte im Umgang mit Demenzerkrankten im Lichte des neuen Erwachsenenschutzgesetzes

    Grundsätze des neuen Erwachsenenschutzgesetzes:

    Emphase 1: Stärkung der Autonomie,

    Emphase 2: Pflicht zur Unterstützung in der Entscheidungsfindung,

    Emphase 3: Im Notfall sind indizierte Maßnahmen einzuleiten.

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  • Forum für Geriatrie und Gerontologie Bad Hofgastein 2018

    Interaktionen zwischen demenzkranken Menschen finden viel häufiger statt als angenommen.

    Erleben des Delirs wird bei wesentlich weniger Betroffenen vergessen als angenommen.

    Alterstraumatologie: Protein S-100B als hilfreicher Parameter, um relevante intrakranielle Pathologien auszuschließen und damit die Zahl von CT-Untersuchungen zu reduzieren; exzessive Zunahme der hüftnahen Frakturen bis 2050 macht alterstraumatologische Kurzassessments notwendig.

    Zusammenhang zwischen Armut und Gesundheit kann sich im Verlust von bis zu 3 Lebensjahren manifestieren.

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  • Praktikables geriatrisches Assessment

    Vor Operationen oder belastenden Therapiemaßnahmen (z. B. onkologischen) ist bei hochbetagten Patienten eine sorgfältige Nutzen-Risiko-Abwägung erforderlich.

    Ein kurzes Screening auf das Vorliegen von Frailty, kognitiver Defizite und ein Malnutritionsrisiko sind eine gute Basis hierfür. Auffälligkeiten in einem dieser Bereiche sollten zu einem umfassenden Assessment durch einen Geriater führen.

    Frailty ist ein verlässlicher Prädiktor von postoperativen Komplikationen inklusive dem Verlust von Selbstversorgungsfähigkeiten. Besonders aussagekräftig ist hier die Ganggeschwindigkeit.

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  • Entzündlich-rheumatische Erkrankungen beim älteren Patienten

    Unter den immunologisch entzündlich-rheumatischen Erkrankungen beim älteren Patienten sind die rheumatoide Arthritis, die Polymyalgia rheumatica und die Riesenzell­arteriitis klinisch relevant.

    Atypische Präsentation, Überschneidungen der Symptome und unterschiedlicher Verlauf im Alter erschweren manchmal eine klare und rasche Diagnose.

    Alle diese Krankheitsbilder erfordern jedoch auch beim älteren Patienten eine entsprechende krankheitsmodulierende Therapie.

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  • Die zentrale Rolle der Ernährung beim geriatrischen Patienten

    Regelmäßiges Ernährungsscreening durchführen, um eine Mangelernährung rechtzeitig zu erkennen.

    Normalgewicht bei einem geriatrischen Patienten bei einem BMI bis 26,99.

    Ernährungsinterventionen individuell an die Bedürfnisse, Fähigkeiten und Wünsche jedes Patienten anpassen.

    Die Einflüsse auf und durch das intestinale Mikrobiom sind vielfältig.

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  • Fallbericht: nicht vorschnell urteilen: Terminale Herzinsuffizienz – oder doch nicht?

    Basierend auf dem Fallbericht eines Patienten mit hochgradiger systolischer Herzinsuffizienz wird die Bedeutung der Differenzierung zwischen fortgeschrittener und terminaler chronischer Herzinsuffizienz hervorgehoben.

    An erster Stelle steht die Optimierung der medikamentösen Herzinsuffizienztherapie – erst danach ist eine korrekte Beurteilung des Krankheitsstadiums möglich.

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  • Akutversorgung geriatrischer Patienten im Spital

    Der bereits derzeit hohe Anteil vulnerabler und gebrechlicher alter Patienten wird weiter zunehmen.

    Forderung nach umfassendem personenzentrierten Management geriatrischer Patienten im Spital: altenfreundliche räumliche Gestaltung, Erkennung von Frailty, Polypharmazie, individualisierte Schmerz- und Physiotherapie, Ernährung etc.

    Umsetzung setzt ein breites öffentliches Bekenntnis zum „altenfreundlichen Spital‟ in einem gesamten integrierten Versorgungsansatz voraus.

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  • Geriatrische Patienten mit Pneumonie

    Atypische Krankheitspräsentation ist häufig.

    Frailty ist der wichtigste Risikofaktor für ungünstige Krankheitsverläufe.

    Neben der Antibiotikatherapie ist auch adäquate klinische Ernährung und frühzeitige Physiotherapie zur Vermeidung funktioneller Verluste notwendig.

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  • Highlights vom Europäischen Lungenkongress 2017

    Die Jahrestagung der European Respiratory Society (ERS) 2017 in Mailand zählte über 26.000 internationale Teilnehmer.

    Unter dem Motto „Breath Clean Air‟ leistete die ERS Öffentlichkeitsarbeit vor Ort. Schwerpunkt: Raucherprävention und Luftverschmutzung.

    Neue wissenschaftliche Erkenntnisse zur Triple-Therapie bei COPD, Behandlung der eosinophilen COPD sowie des eosinophilen Asthmas wurden präsentiert.

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  • Geriatrisches Assessment bei älteren Tumorpatienten

    Auf der Grundlage des umfassenden geriatrischen Assessments ist eine individualisierte onkologische Therapieplanung für ältere Patienten möglich, welche die voraussichtlichen Behandlungsfolgen inkludiert und damit zur besseren Toleranz und Nachhaltigkeit der Behandlung beiträgt.

    Mit einem geriatrischen Screening mittels einfacher Assessmentinstru-mente können jene Patienten identifiziert werden, die unter funktionellen Problemen leiden und für die ein weitergehendes umfassendes geriatrisches Assessment empfohlen wird.

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  • Perkutaner Aortenklappenersatz bei Hochbetagten

    Die TAVI hat sich, vor allem für komplexe geriatrische Patienten mit einer zusätzlich auftretenden Aortenklappenstenose, als gute therapeutische Alternative zur chirurgischen Klappensanierung erwiesen.

    Dennoch ist die sensitive präinterventionelle Risikostratifizierung im klinischen Alltag vielfach, vor allem bei sehr gebrechlichen Patienten, eine Herausforderung.

    Die Erfassung der individuellen Komplexität auf Basis funktioneller und klinischer Tests sowie der individuellen Patientenpräferenzen bildet heute die Grundlage einer qualitativ hochwertigen spitzenmedizinischen Versorgung geriatrischer Patienten mit Aortenstenosen.

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  • Editorial

    Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Von 20. bis 22. April 2017 fand in Wien der 12. Gemeinsame Österreichisch-Deutsche Geriatriekongress statt, und als Organisationskomitee durften wir uns über zahlreiche Besucher aus dem In- und Ausland freuen. Um den vielfältigen Aspekten der…

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  • Ernährung im multidimensionalen geriatrischen Betreuungskonzept

    Der Body-Mass-Index (BMI) als einer der Eckparameter der ernährungsmedizinischen Dokumentation hat für ältere und multimorbide PatientInnen nur eine beschränkte Aussagekraft, da sich mit zunehmendem Lebensalter die individuelle Anthropometrie verändert. Muskelmasse nimmt zu Gunsten der Körperfettmasse ab (Sarkopenie).

    Unter „sarkopener Adipositas‟ versteht man die relative Abnahme an Muskelmasse bei übergewichtigen Menschen. Die Ernährung im Zusammenspiel mit einem veränderten Energiestoffwechsel im Muskelgewebe, mangelnde Bewegung und ein veränderter Hormonstoffwechsel bilden die Grundlage für die Entwicklung.

    In einer paneuropäischen Initiative wurde das Konzept zur Ernährung älterer PatientInnen auf einen lebenslangen Präventionsansatz ausgedehnt.

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  • Adipositas – ein Problem auch im Alter?

    Entsprechend epidemiologischen Untersuchungen nimmt das Mortalitätsrisiko bei älteren Menschen erst ab einem BMI > 30 kg/m2 zu.

    Die Therapie der Adipositas mit Begleitkomplikationen (Komorbiditäten, funktionelle Einschränkungen) muss individuell angepasst werden und eine Malnutrition/Sarkopenie vermeiden.

    Im Hinblick auf das Osteoporoserisiko ist auf eine Vitamin-D- und Kalzium-Supplementierung zu achten.

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  • Stoffwechseltherapie im Alter

    Typ-2-Diabetes ist mit einem signifikanten Verlust an Lebenszeit assoziiert, der etwa zur Hälfte auf vaskuläre Todesfälle zurückzuführen ist.

    Die zur Verfügung stehenden Antidiabetika sind hinsichtlich ihres kardiovaskulären Risikos großteils neutral, einige Substanzen wirken protektiv. Für Empagliflozin konnte als bisher einzige antidiabetisch wirkende Substanz in einer entsprechend angelegten Studie eine signifikante Reduktion mehrerer kardiovaskulärer Endpunkte belegt werden.

    Der Nutzen einer lipidsenkenden Therapie bei geriatrischen Patienten ist sorgfältig abzuwägen und das Therapieziel entsprechend dem Risiko laut ESC-Guidelines festzulegen.

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  • Gibt es aussagekräftige serologische „Knochenparameter“?

    Von den „Knochenparametern‟ Serum-Vitamin-D-Spiegel (25-OH-Vitamin D), Parathormon (PTH), Osteocalcin und carboxyterminale Kollagen-Crosslinks (CTX) erlaubt lediglich ein tieferer Serum-Osteocalcin-Spiegel eine mögliche Aussage bezüglich eines erhöhten Frakturrisikos.

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  • Aortenstenose – unterdiagnostiziert und untertherapiert

    Unterdiagnostiziert und untertherapiert – ohne Operation 5-Jahres-Überlebensrate schlechter als bei metastasierenden Tumorerkrankungen.

    Der niedergelassene Allgemeinmediziner mit geriatrischer Zusatzausbildung spielt im Screening der Aortenklappenstenose eine wichtige Rolle.

    Der klinisch tätige Geriater sollte bei der Auswahl der geeigneten Patienten für interventionellen Aortenklappenersatz (TAVI) vermehrt in die Entscheidungsprozesse eingebunden werden.

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  • Neurologische Erkrankungen im Alter

    Klare Altersabhängigkeit neurologischer Erkrankungen führt demografisch bedingt zu einer Zunahme von Inzidenz und Prävalenz.

    Aufgrund des altersbedingt erhöhten Risikos für unerwünschte Arzneimittelwirkungen ist bei Therapieentscheidungen zu neurologischen Erkrankungen eine integrative geriatrische Sichtweise erforderlich.

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  • Delirogene Medikamente erkennen

    Ein Delir – akute Verschlechterung und Fluktuation von Aufmerksamkeit und Bewusstsein – ist ein häufiges und schwerwiegendes Syndrom.

    Medikamente können ein Delir verschlimmern oder sogar (mit)auslösen.

    Multidisziplinäres DEL-FINE-Projekt: systematische Kategorisierung von Substanzen sowie von Substanzentzug in Bezug auf ihr delirogenes Potenzial, um die Medikation vulnerabler Patienten zu optimieren.

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  • Praxisforschung: innovative Landespflegeheime Niederösterreichs

    Niederösterreichisches Projekt zur Entwicklung eines übergeordneten Konzeptes zur Pflege und Betreuung (Rahmenkonzept) für alle 48 Landespflegeheime.

    Um Wissenschaft und Anwendungsbereich in dialogischer Form miteinander zu verweben, braucht es andere methodische Vorgehensweisen als in traditioneller Forschung: Modelle bzw. Guidelines zur Entwicklung und Evaluierung komplexer Interventionen und zur Entwicklung von Programmtheorien sowie partizipative, aktionsorientierte Ansätze sind hier ein guter Weg.

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  • Schmerzdiagnostik und -therapie bei PflegeheimpatientInnen

    Schmerzen bei geriatrischen Patienten sind sehr häufig.

    Chronische Schmerzen sind vielschichtig und werden von bio-psycho-sozialen Faktoren stark beeinflusst.

    Aufgrund der bestehenden hohen Schmerzprävalenz im Alter muss eine standardisierte Schmerzerfassung und -therapie integraler Bestandteil bei Behandlungen von Menschen in Pflegeheimen sein.

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  • „Shared decision-making“ beim septischen geriatrischen Patienten

    Für den septischen Patienten und besonders geriatrische Patienten in der Akutsituation ist Partizipation in ihren herkömmlichen vier Stufen oft nicht umsetzbar.

    Öffentlichkeitsarbeit und frühe Aufklärung von Risikopatienten, um im „Ernstfall‟ die Behandlungsoptionen und -folgen besprechen zu können.

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  • Mehr Selbstbestimmung mit dem neuen Erwachsenenschutzgesetz

    Das neue Erwachsenenschutzgesetz (ErwSchG) wird als gesetzliche Vertretung von kognitiv beeinträchtigten Personen ab 1. 7. 2018 die Sachwalterschaft ablösen.

    Ausgangsimpuls dafür waren die UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) und ihre zentrale Forderung, Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen als Subjekt von Selbstbestimmung und nicht mehr als Objekt von Rechtsfürsorge zu sehen.

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  • Diabetes beim multimorbiden alten Patienten

    Die Wahl der Therapieform bei älteren Patienten mit Diabetes mellitus erfordert eine besondere Berücksichtigung des erhöhten Hypoglykämierisikos und geriatrischer Syndrome, wie der Malnutrition und Polypharmazie.

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  • Harnwegsinfekte bei geriatrischen Patienten

    Ein besonderes Problem in der Geriatrie ist die zielsichere Diagnostik des Harnwegsinfekts (nach internationalen Studien Fehlerquote bei rund 40 %).

    Bei älteren Patienten in der Regel lediglich sehr unspezifische Symptomatik, häufig begleitet von körperlichen und/oder kognitiven Funktionseinschränkungen.

    Medikamentöse Therapie möglichst kurz und effektiv unter Verwendung eines Schmalspektrum-Antibiotikums (hohes Risiko für Arzneimittelinteraktionen und Resistenzen).

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  • „Konzepte der Geriatrie stellen signifikanten Mehrwert dar“

    UIM: Was sind die wichtigsten Funktionen und Ziele der Österreichischen Gesellschaft für Geriatrie und Gerontologie? Roller-Wirnsberger: Auf Geriatrie spezialisierte Ärztinnen und Ärzte verfügen über eine hohe Fachexpertise im Bereich des „aktiven und gesunden Alterns“ und in der medizinischen Betreuung hochaltriger…

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  • „Vom Leistungsträger zum Kostenfaktor“

    UIM: Was waren Ihrer Meinung nach die wichtigsten Entwicklungen im Bereich der Geriatrie in den vergangenen Jahren? Fasching: International die zunehmende Wahrnehmung des Stellenwertes der Altersmedizin angesichts der demografischen Entwicklung weltweit, in Österreich leider die Abschaffung der Additivfacharztausbildung „Geriatrie“ und…

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  • Symptomatik des Delirs und psychopharmakologische Therapie

    Das Delir ist eine Diagnose an der Schnittstelle von Psychiatrie und somatischer Medizin. Die Therapie des Delirs beinhaltet primär die Behandlung der Grundkrankheit. Wesentlich sind auch nichtpharmakologische Interventionen.

    Beim nicht substanzinduzierten Delir sind Antipsychotika indiziert, wobei die antipsycho­tischen Dosierungen niedriger sind als bei schizophrenen Störungen. Benzodiazepine sind bei starker Agitation und Gefährdung gebräuchlich, eine antidelirogene Potenz haben sie aber nur beim Alkohol- oder Benzodiazepinentzugsdelir.

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  • Malnutrition im Alter – Auswirkungen auf den Krankheitsverlauf

    Rund die Hälfte der hospitalisierten älteren Menschen weist Anzeichen einer Malnutrition auf.

    Auch übergewichtige oder adipöse Personen können fehlernährt sein.

    Bei einigen Erkrankungen wie Herzinsuffizienz oder dialysepflichtige Niereninsuffizienz haben Übergewichtige eine bessere Prognose als Normalgewichtige („Obesity-Paradoxon‟).

    Eine leitliniengerechte Ernährung kann dazu beitragen, die Kognition alter Menschen zu erhalten.

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  • Vom Lebens-Künstler zum Alters-Künstler – Erkenntnisse aus der Altersforschung

     

    Die Lebenserwartung wird in unseren Breiten zu Ende dieses Jahrhunderts bei über 100 Jahren liegen.

    Zwillingsstudien zeigen: Der Lebensstil bringt bis zu 4 Lebensjahre.

    Wenige Hochaltrige sind völlig gesund, aber die meisten schätzen ihren Gesundheitszustand sogar als gut, sehr gut oder exzellent ein.

    Das Tripel-A des Alterns ist Aktivität, Autonomie und Anerkennung.

     

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  • Der alte Mensch in der Notfallaufnahme – Spezifische Fragestellungen im Alter

    Bereits jetzt machen ältere Menschen den Großteil der Patienten in Notfallaufnahmen aus, mit einer weiteren Zunahme ist zu rechnen.

    Zu den Besonderheiten geriatrischer Patienten zählen eine unspezifische oder fehlende Symptomatik sowie eine häufig bestehende Polypharmazie. Mit validierten Screeninginstrumenten (z. B. ISAR-Test) können Patienten identifiziert werden, die von einem geriatrischen Assessment profitieren.

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  • Geriatrisches Screening in der Notfallaufnahme – Unterstützung für eine rasche und richtige Entscheidungsfindung

    Die große Herausforderung für die Notaufnahmeteams bei geriatrischen Patienten besteht darin, einerseits treffsicher festzustellen, wer ohne hohes Risiko nach Hause geschickt und zur weiteren Betreuung an den Hausarzt verwiesen werden kann, und andererseits im Fall einer notwendigen stationären Aufnahme den Patienten rasch richtig zu platzieren. Dazu kann ein kurzes routinemäßiges Screening bei Patienten über 65 oder 70 Jahre einen wichtigen Betrag leisten.

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  • Ältere Patienten besonders vulnerabel für unerwünschte Medikamentennebenwirkungen – Altersepilepsie: diagnostische und therapeutische Herausforderung

    Stürze, Anfälle mit Bewusstlosigkeit und anfallsartige auftretende neurologische Symptome (Sprachstörungen, Gefühlsstörungen, Paresen, Verwirrtheit) sind ein häufiges medizinisches Problem bei Patienten im höheren Lebensalter. Epileptische Anfälle stellen eine der möglichen Ursachen hierfür dar, wobei die Häufigkeit von epileptischen Anfällen und Epilepsien mit zunehmendem Lebensalter steil ansteigt.

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  • "Frailty" Beachtung schenken

    Mit der steigenden Lebenserwartung und verbesserten therapeutischen Möglichkeiten hat die Prävalenz der chronischen Herzinsuffizienz in den letzten Jahrzehnten epidemieartig zugenommen.

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  • Frailty und Sturzrisiko

    Im Gesundheitssystem steht Frailty für Gebrechlichkeit und Hinfälligkeit, für einen Symptomenkomplex, der charakterisiert ist durch Gewichtsverlust und Mangelernährung, durch Sarkopenie und erhöhtes Sturzrisiko.

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