Rubrik: Hämatologie und Hämostaseologie

  • Stammzelltransplantation – wo stehen wir?

    Autologe Stammzelltransplantation (SZT):

    Hauptindikation im Bereich der Plasmazellerkrankungen, insbesondere des multiplen Myeloms, zur Erreichung oder Konsolidierung einer möglichst tiefen Remission nach vorangehender Induktionstherapie.

    Allogene SZT:

    Einzige kurative Therapie für die meisten Patienten mit akuter Leukämie, Myelodysplasie oder myeloproliferativen Neoplasien.

    Rezidiv der Grunderkrankung bleibt der Hauptgrund für Therapieversagen nach allogener SZT; Entwicklungen im Bereich der Erhaltungstherapie und Immun­modulation halten das Feld in dauernder Bewegung.

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  • Lymphome und CAR-T-Zell-Therapie

    30–40 % der Patienten mit diffusem großzelligem B-Zell-Lymphom (DLBCL) haben ein Rezidiv nach der Ersttherapie.

    Das 12-Monats-Gesamtüberleben nach einer CAR-T-Zell-Therapie beträgt bei DLBCL etwa 50–70 %.

    Ein hoher logistischer Aufwand und eine relevante Toxizität sind bei der Verwendung von CAR-T-Produkten zu beachten.

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  • Gerinnung: Wann und wie ist die Wirkung der Antikoagulanzientherapie zu überprüfen?

    Vor operativen Eingriffen (bei fraglich verminderter Nierenfunktion) kann die orientierende Restwirksamkeit von Dabigatran mit einer normalen bzw. nur geringgradig verlängerten Thrombinzeit ausgeschlossen werden.

    Für die Anti-Xa-Inhibitoren (Rivaroxaban, Apixaban und Edoxaban) kann dies ebenso orientierend mit einer auf NMH kalibrierten Anti-Xa-Aktivitätsmessung einfach und schnell kontrolliert werden.

    Durch Zugabe von Aktivkohle zur Gerinnungsprobe kann einfach und schnell überprüft werden, ob pathologische Messwerte auf die NOAK-Therapie zurückzuführen sind oder ob ein Lupus-Inhibitor vorhanden ist: CAVE: EMA-Warnung: Bei Patienten mit thrombembolischem Geschehen und diagnostiziertem Antiphospholipid-Syndrom besteht ein erhöhtes Thromboserisiko unter NOAK im Vergleich zu Vitamin-K-Antagonisten!

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  • Vergleich der Dosierung niedermolekularer Heparine in der Prophylaxe

    Wenn vom Blutungsrisiko her vertretbar, soll bei Intensivpatienten eine venöse Thromboembolie-Prophylaxe mit subkutan appliziertem, niedermolekularem Heparin in sog. Hochrisikoprophylaxe-Dosierung durchgeführt werden.

    Bei unzureichender Datenlage kann – außer bei Niereninsuffizienz – keine Dosisanpassung anhand der Anti-Xa-Spiegel empfohlen werden.

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  • Diagnose der Hämophilie A und B

    Der Hämophilie A liegt eine Mutation im Faktor-VIII-, der Hämophilie B eine Mutation im Faktor-IX-Gen zugrunde.

    Labordiagnostik: Leitbefund ist eine verlängerte aktivierte partielle Thromboplastinzeit (aPTT) bei normaler Thromboplastinzeit (TPZ) und positiver Blutungs- beziehungsweise ­Familienanamnese.

    Nach Diagnosestellung: Anbindung an ein spezialisiertes Hämophiliezentrum.

    Eine genetische Testung auf das Vorhandensein einer Hämophilie ist möglich und sollte besonders bei potentiellen Überträgerinnen einer schweren Hämophilie und bekannter Mutation angeboten werden.

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  • Personalisierte VTE-Prophylaxe

    Modell ermöglicht gezielte Identifizierung von Tumorpatienten mit hohem Risiko.

    Zwei Faktoren sind bestimmend: Tumorrisikogruppe (die sich aus dem Primärtumor ergibt) und der Laborparameter D-Dimer.

    Risikobestimmung mittels Nomogramm oder webbasiertem Berechnungstool.

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  • Personalisierte Medizin in der Hämostaseologie

    Die Hämostaseologie ist ein Gebiet, in dem seit Jahrzehnten in bestimmten Bereichen eine geradezu klassische personalisierte Medizin zur Anwendung kommt. Dies gilt in erster Linie für Blutgerinnungserkrankungen. Nie hat es das generelle „Blutgerinnungsmittel“ gegeben. Immer schon war es notwendig, die…

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  • Stammzellen aus Nabelschnurblut

    Nabelschnurblut enthält Stammzellen, die sowohl für die autologe als auch für die allogene Anwendung Verwendung finden; Nutzung im Rahmen einer Transplantation, zellbasierte oder regenerative Anwendungen in der Medizin.

    Entscheidendes Qualitätskriterium eines Nabelschnurbluttransplantates ist neben dem HLA-(Gewebe-)Typ, der Bestimmung des Anteils an hämatopoetischen Vorläuferzellen und der negativen Testung auf Infektionsmarker die Anzahl der kernhaltigen Zellen, die in einem Präparat enthalten sind.

    Die Zukunft liegt in der Entwicklung experimentellen Stammzellnische.

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  • Steps forward

    Die Behandlung der Hämophilie A erfolgt prophylaktisch oder bei Bedarf, wobei die Wirksamkeit der Prophylaxe von der Dosis und dem Dosisintervall abhängt.

    Genotyp und Blutungsphänotyp sind miteinander assoziiert.

    Die neuen EHL-Konzentrate mit dem Potenzial, die Injektionsfrequenz zu senken, die Sicherheit zu erhöhen und die Lebensqualität der Patienten zu verbessern, werden von vielen Patienten gewünscht und stellen für Hämophiliebehandler eine wesentliche Verbesserung der Therapie dar.

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  • Potenziale der Stammzelltherapie

    Allogene Stammzelltransplantation: Diese sehr erfolgreiche Form einer Leukämiebe­handlung mittels allogener – fremdspendervermittelter – Stammzelltransplantation wurde über mehrere Jahrzehnte entwickelt.

    Autologe Stammzelltransplantation: Dem Patienten werden eigene Blutstammzellen übertragen, die ihm zuvor – in der Phase der Remission – entnommen wurden. Einsatz bei der Behandlung des multiplen Myeloms und der Lymphome.

    Mesenchymale Stammzellen: Obwohl die Zelltherapie mit mesenchymalen Stammzellen den in die Anwendung gelegten Erwartungen nur zum Teil gerecht wurde, liegt in dieser Behandlung großes Potenzial. Zurzeit laufen über 500 Anwendungsstudien mit mesenchymalen Stammzellen bei unterschiedlichen Erkrankungen wie Arthrose, Herzinfarkt, COPD.

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  • Antikoagulation bei kardialen Indikationen

    Vorhofflimmern: Orale Antikoagulation mit Vitamin-K-Antagonisten (VKA) und oralen Antikoagulanzien (OAK) reduziert das Risiko für Schlaganfälle und Mortalität signifikant.

    Herzklappenerkrankung: Zur Prävention von Thromboembolien sind nur VKA zugelassen.

    Nichtvalvuläres Vorhofflimmern: Zugelassene Substanzen für die Prophylaxe von Schlaganfällen und systemischen Embolien sind Dabigatran, Rivaroxaban, Apixaban und Edoxaban.

    Venöser Thromboembolismus: Aktuelle europäische Leitlinien für das Management der akuten Pulmonalembolie (PE) und tiefen Venenthrombose (TVT) empfehlen eine mindestens 3-monatige Behandlung (erste 5 bis 10 Tage initial nieder-molekulares Heparin, unfraktioniertes Heparin oder Fondaparinux; Umstellung auf einen VKA bereits ab dem 1. Tag möglich; NOAK als VKA-Alternative).

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  • Medikamenteninteraktionen mit DOAK

    Inhibitoren oder Induktoren der Cytochrom-P450-Enzymfamilie (CYP) oder des Medikamententransporters P-Glykoprotein (P-gp) können die Plasmakonzentration von DOAK erheblich verändern.

    Vorsicht bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion.

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  • Physiologie der Blutgerinnung

    Das Hämostasesystem:

    trägt zur Ausbildung eines Gerinnsels und dadurch zum raschen Wundver-schluss bei.

    gewährleistet eine lokale und zeitlich begrenzte Aktivierung des Gerinnungssystem

    sorgt für die Kontrolle und Inhibition der Blutgerinnung.

    unterstützt die Wundheilung und Gefäßzellregenerierung.

    wird zur zeitgerechten Fibrinolyse benötigt.

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  • Angeborene Thrombozytenfunktionsstörungen und das Von-Willebrand-Syndrom

    Bei unklarer Neigung zu Epistaxis, Schleimhautblutungen, Menorrhagien und kutanen Hämatomen sollen ein Von-Willebrand-Syndrom (VWS) und angeborene Plättchendefekte (IPD) ausgeschlossen werden.

    VWS und IPD sind komplexe Erkrankungen.

    Das VWS ist häufig, angeborene Thrombozytenfunktionsstörungen sind sehr selten.

    Leitlinien zur Diagnose von Plättchendefekten und für die optimale Verwendung von Tranexamsäure, Desmopressin, aktiviertem Faktor VII-, VWF-hältigen Faktor- VIII- und Thrombozytenkonzentraten sind im Internet abrufbar (www.awmf.org; S2K 086-03; S2K 086-004).

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  • Labordiagnostik/Gerinnungsanalytik

    Die Globalparameter aPTT und PTZ werden oft zu Unrecht als unzeitgemäß geschmäht.

    aPTT und PTZ sind billige Suchsonden, die über eine Vielzahl von klinisch relevanten ­Veränderungen des Gerinnungssystems Information bieten und im Rahmen einer Stufendiagnostik komplexer Gerinnungsanalytik vorgeschaltet sein sollen.

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  • Diagnostik venöser und arterieller Thromboembolien

    Lokalisation und Ausdehnung des Geschehens bestimmen die klinische Symptomatik der venösen (tiefe Venenthrombose, Pulmonalembolie) und der arteriellen Thromboembolie.

    Rasche Sicherung der Diagnose mit unverzüglichem Therapiebeginn ist zur Verhinderung von Spätschäden essenziell.

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  • Erworbene Blutgerinnungsstörungen und thrombotisch-thrombozytopenische Purpura

    Vorliegender Beitrag ist ein Update des Beitrags aus 2015:
    → Neu im Abschnitt medikamentös induzierte Gerinnungsstörungen: neben Rivaroxaban und Apixaban ist nun auch Edoxaban als direkter Xa-Hemmer verfügbar. Für den direkten ­Thrombininhibitor Dabigatran steht das Antidot Idarucizumab zur Verfügung.

    Neu: Tabelle 2 (Therapie bei disseminierter intravasaler Koagulopathie (DIC) und Tabelle 3 (thrombotische Mikroangiopathien).

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  • Besonderheiten der Blutgerinnung im Kindesalter

    Besonderheiten vor allem in der Neugeborenenperiode

    Niedrige Plasmaspiegel an Hämostaseproteinen und verminderte (In-vitro-)Thrombozyten-Funktion, dennoch gut funktionierende Hämostase

    Wichtigster Globaltest PTT ist verlängert.

    Spezifisches Problem der Neugeborenenhämostase: Vitamin-K-Mangel-Blutungen.

    Die präoperative Diagnostik zum Ausschluss einer angeborenen Gerinnungsstörung (z. B. Von-Willebrand-Syndrom) im Kindesalter stellt durch meist fehlende Anamnese eine Herausforderung dar.

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  • Intraoperatives Gerinnungsmanagement

    Die Gabe von gerinnungsaktiven Substanzen erfolgt in der Regel nur zur Therapie einer ­klinisch relevanten Blutung.

    Das Management soll einem Behandlungsalgorithmus mit vordefinierten Grenz- und ­Zielwerten folgen.

    Mittels viskoelastischer Methoden ist eine Gerinnungsdiagnostik am Point-of-Care möglich.

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  • Lysieren oder nicht lysieren, das ist hier die Frage

    Kasuistik einer Notfallsituation:

    Nicht ansprechbare Patientin wird in die Notfallmedizin eingeliefert.

    Patientenbrief: Antikoagulation mit Apixaban; tatsächliche Einnahme nicht feststellbar.

    CT-Angiografie des Schädels ergibt Infarkt mit proximalem Verschluss der Arteria cerebri media im M2-Segment.

    Vorhandensein eines gerinnungsaktiven Apixaban-Plasmaspiegels stellt eine relative bis absolute Kontraindikation für die Durchführung einer Thrombolyse dar. Was tun?

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  • Blut – Spendewesen und Sicherheit

    In Österreich ist die Blutspende grundsätzlich im Blutsicherheitsgesetz geregelt.

    Die Testung von Blutspendern konzentriert sich auf die bekannten viralen Erkrankungen mit deletären Auswirkungen für den Patienten.

    Derzeit gibt es eine Renaissance in der Forschung in Österreich (z. B. Auswirkungen der Lagerung von Produkten).

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  • NOAK-Messung – wann brauchen wir wirklich eine Messung?

    Aufgrund ihrer kurzen Halbwertszeit sind NOAK leichter steuerbar, und ein Drug-Monitoring erscheint daher meist nicht nötig.

    Es gibt aber klinische Ausnahmesituationen, die mit der rechtzeitigen Anwendung weitverbreiteter Testsysteme leichter zu beherrschen sind.

    Mit den Standardgerinnungstests (PZ, aPTT, Thrombinzeit und Anti-Faktor-Xa-Aktivität) kann auch ohne genauere Angaben unterschieden werden, ob es sich um ein Kumarin, einen Thrombininhibitor oder um einen Faktor-Xa-Inhibitor handelt.

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  • Thrombosen im Kindesalter

    Häufigste Thromboseursache bei Kindern: Präsenz eines zentralen Venenkatheters.

    Die Antikoagulation erfolgt mit Heparin und derzeit noch mit Vitamin-K-Antagonisten.

    Laufende Zulassungsstudien mit DOAK werden auch für Kinder kontrollierte Daten zur Therapie von Thrombosen verfügbar machen.

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  • Unklare Blutungen bei Kindern: Diagnostische Überlegungen und rationale Abklärung

    Bei unklaren Blutungen ist ein stufenweises Vorgehen sinnvoll.

    An angeborene/familiäre Blutungsleiden muss gedacht werden.u Häufigste Blutungsursachen: Thrombopenie, Von-Willebrand-Syndrom (VWS) und Hämophilie.

    Notwendige Basisuntersuchungen: Blutbild und Globaltests (PTT, PT/INR, TZ).

    Eine Kindesmisshandlung soll immer ausgeschlossen werden.

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  • Multiples Myelom: Neue Substanzen verbessern Prognose

    Innerhalb der letzten Monate wurden 4 neue Substanzen, nämlich Carfilzomib, Panobinostat, Daratumumab und Elotuzumab, bei vorbehandelten Patienten mit multiplem Myelom in Europa zugelassen. Für die nächsten Monate ist die Markteinführung von Ixazomib zu erwarten.

    Damit erfolgte eine fast schlagartige Erweiterung der Möglichkeiten für vorbehandelte Patienten mit multiplem Myelom. Für die nahe Zukunft ist die Etablierung dieser Substanzen auch in der Erstlinientherapie zu erwarten.

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  • Interpretation des Blutbildes

    Blutbildveränderungen: – werden sowohl in der Praxis als auch im Spital häufig festgestellt; – sind meist Laborsymptom eines zugrunde liegenden nichtmalignen Prozesses oder Manifestationsform einer klonalen hämatologischen Erkrankung und sollen daher vom Arzt abgeklärt werden.

    Der Beurteilung einer Zellvermehrung oder -verminderung sollten immer absolute Zahlen zugrunde liegen.

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  • Blutungs- und Thrombosemanagement – 60 Jahre GTH-Tagung: Relevante Aspekte für Klinik und Praxis

    DOAK – klare Verbesserung versus Vitamin-K-Antagonisten: z. B. geringe Anfälligkeit für Interaktionen, fixe Dosis – kaum Dosismodifikation nötig, i. d. R. kein Monitoring, geeignet auch für ältere Patienten.

    Antidots Idarucizumab (Praxbind®) und Andexanet heben Wirkung der DOAK vollständig auf, Praxbind® bereits von der FDA und der EMA zugelassen.

    Tumor und Thrombose-App: Abschätzung des VTE-Risikos und Therapie-Algorithmen.

    Hämophilie A: neue, auch langwirksame rekombinante FVIII-Präparate.

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  • Leitlinie zur Hämophiliebehandlung in Österreich

    Die „World Federation of Hemophilia‟ empfiehlt nach Diagnosestellung die Anbindung des Hämophiliepatienten an ein „Comprehensive Care Hemophilia Center‟ (CCHC).

    Die Empfehlungen beziehen sich auf Erwachsene und Kinder mit verschiedenen Schweregraden der Hämophilie. Enthalten sind Maßnahmen zur Vorbeugung und Behandlung von Blutungen, das Vorgehen bei operativen Eingriffen und bei Notfällen. Bei schweren Blutungen, großen Operationen und Notfällen müssen die Plasmaspiegel der Gerinnungsfaktoren normalisiert werden.

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  • Stammzelltransplantation im Kindesalter

    Etwa 50 Kinder und Adoleszente erhalten pro Jahr in Österreich aufgrund einer malignen oder nichtmalignen Erkrankung eine allogene Stammzelltransplantation.

    Diese aufwendige Therapie und die zu erwartenden Nebenwirkungen erfordern eine spezielle Infrastruktur sowie eine interdisziplinäre Betreuung, die an drei pädiatrisch-onkologischen Spezialeinrichtungen (St.-Anna-Kinderspital in Wien, Universitätskinderkliniken in Graz und Innsbruck) zur Verfügung stehen.

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  • Register für adulte Patienten mit akuter lymphatischer Leukämie

    Ziel des österreichweiten Registers für adulte Patienten mit akuter lymphatischer Leukämie bzw. mit hochaggressiven Lymphomen ist die Erarbeitung prognoserelevanter Parameter in Hinblick auf Diagnose, Risikostratifizierung, Therapie und Krankheitsverlauf.

    Ein wichtiger Aspekt zur Therapieoptimierung der ALL ist die österreichweite Etablierung der Diagnose der minimalen Resterkrankung.

    Das Register beinhaltet derzeit 140 Patienten aus 11 Zentren in 5 Bundesländern.Ist in SO 4/15 erschienen

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  • Neue Entwicklungen bei der Nabelschnur-Stammzelltransplantation

    Hämatopoietische Stammzellen aus dem Nabelschnurblut als alternative allogene Spenderquelle wurden weltweit bei über 30.000 Transplantationen verwendet.

    Die Ergebnisse einer einfachen und doppelten Nabelschnur-Stammzelltransplantation sind vergleichbar.

    Die Verstärkung der Konditionierungstherapie bei akuter myeloischer Leukämie (AML) und myelodysplastischem Syndrom (MDS) durch hochdosiertes Cytarabin (HDCA) kann die Ergebnisse nach UCBT erheblich verbessern.

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  • Pathophysiologie, Diagnostik und moderne Therapiemöglichkeiten – Die thrombotisch-thrombozytopenische Purpura (TTP)

    Die thrombotisch-thrombozytopenische Purpura (TTP) ist eine lebensbedrohliche Erkrankung.

    Die Kombination aus Coombs-negativer hämolytischer Anämie mit Fragmentozyten, Thrombopenie und Zeichen der Organ-Dysfunktion (v. a. Gehirn und Niere) muss an eine TTP denken lassen.

    Der Plasmaaustausch ist immer noch Therapie der 1. Wahl, wird aber durch neue, gezielte Behandlungsformen ergänzt.

    Das Management dieser Erkrankung erfordert viel Erfahrung und ein koordiniertes Zusammenspiel der beteiligten Abteilungen.

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  • Differenzialdiagnose der Anämie und ihre Abklärung

    Die Anämie ist eine häufige und fächerübergreifende Laborveränderung im klinischen Alltag.

    Die Suche nach der Ursache ist wichtig, da eine kausale Therapie in der Regel die beste Therapieoption darstellt.

    Der wichtigste Parameter für die initiale Kategorisierung einer Anämie ist das mittlere Zellvolumen (MCV).

    In der klinischen Praxis werden oft Mischformen beobachtet, bei denen sich die differenzialdiagnostische Abklärung nach dem MCV als problematisch erweisen kann.

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  • Von-Willebrand-Syndrom und Plättchendefekte

    Bei unklarer Neigung zu Epistaxis, kutanen Hämatomen, Schleimhautblutungen und Menorrhagien sollen ein Von-Willebrand-Syndrom (VWS) und Plättchendefekte (PD) ausgeschlossen werden.

    Die Diagnose des VWS und PD erfolgt durch Zusammenschau von Klinik und Laboruntersuchungen.

    Leitlinien zur optimalen Verwendung von Tranexamsäure, Desmopressin, aktiviertem Faktor VII-, VWF-haltigen Faktor-VIII- und Thrombozytenkonzentraten sind im Internet abrufbar.

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  • Hämophilie und andere seltene plasmatische Gerinnungsstörungen

    Vorliegender Beitrag gibt einen Überblick über klinisches Bild und Therapie der klassischen Hämophilie A und B, weiters über die sehr seltenen Gerinnungsstörungen, wie Mangel an Faktor VII, X oder XI, und der Afibrinogenämie bzw. Dysfibrinogenämie.

    Für die einzelnen Faktorenmangelzustände sind Einzelfaktorenkonzentrate zur Substitution verfügbar.

    Das initiale Blutungsmanagement ist besonders wichtig: Zu hohe und zu niedrige Dosierungen können entweder zu sinnloser Ressourcenvergeudung oder zu einer völlig unzureichenden Wirkung und damit zu einer Gefährdung von Patienten oder massiven Folgeschäden und -kosten führen.

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  • Erworbene Immunthrombozytopenie (ITP)

    ITP ist eine seltene Erkrankung, bei der in bis zu einem Drittel der Fälle keine Beschwerden oder Symptome vorliegen; erschwerte Abschätzung der Prognose und Therapiebedürftigkeit.

    Diagnose: kein Goldstandard.

    Therapieindikation: Thrombozytenzellzahlen > 30–50 G/l gelten als relativ sichere Werte.

    Erstlinientherapie-Empfehlung: Kortikosteroide; Rescue: hochdosiertes polyvalentes Immunglobulin i. v.

    Zweitlinien-Empfehlung: neben Splenektomie die Gabe von Thrombopoietin­­-Rezeptor-Agonisten (Romiplostim, Eltrombopag) sowie des Anti-CD20­Antikörpers Rituximab.

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  • Präoperative Gerinnungsmanagement, Bridging und Blutungen unter Antikoagulation

    Die Anamnese bleibt auch 2015 das wichtigste Werkzeug der modernen präoperativen Gerinnungsabklärung.

    Vor einer Operation ist bei negativer Blutungsanamnese eine präoperative Gerinnungsdiagnostik meist nicht notwendig.

    Bei DOAK ist bei den meisten Patienten kein Heparin-Bridging nötig.

    Vor einem größeren operativen Eingriff werden DOAK in der Regel 5 Halbwertszeiten pausiert.

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  • Intraoperatives Gerinnungsmanagement

    Die Ursachen der akquirierten intraoperativen Blutung sind komplex und können sich dynamisch und unvorhersehbar entwickeln.

    Das Motto im perioperativen Gerinnungsmanagement: gezielter und individualisierter Einsatz von Antifibrinolytika und Gerinnungsfaktorenkonzentraten.

    Derzeit beim akquirierten Defizit nicht empfohlen: prophylaktische oder präemptive Gabe von Gerinnungsfaktorenkonzentraten.

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  • Pädiatrie: Besonderheiten der Blutgerinnung im Kindesalter

    Besonderheiten vor allem in der Neugeborenenperiode

    Niedrige Plasmaspiegel an Hämostaseproteinen und verminderte (In-vitro-)Thrombozyten-Funktion, dennoch gut funktionierende Hämostase

    Wichtigster Globaltest PTT ist verlängert.

    Spezifisches Problem der Neugeborenenhämostase: Vitamin-K-Mangel-Blutungen.

    Die präoperative Diagnostik zum Ausschluss einer angeborenen Gerinnungsstörung (z. B. Von-Willebrand-Syndrom) im Kindesalter stellt durch meist fehlende Anamnese eine Herausforderung dar.

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  • Gerinnungstherapie und Sekundärprävention des ischämischen Schlaganfalls

    Die systemische (intravenöse) Thrombolyse ist Therapiestandard des ischämischen Schlaganfalls im therapeutischen Fenster von 4 ½ Stunden.

    Neuer Therapiestandard ist die Kombination aus systemischer Thrombolyse und mechanischer Thrombektomie bei Verschluss der A. cerebri media bzw. der distalen A. carotis interna + A. cerebri media.

    Die direkten oralen Antikoagulanzien (Apixaban, Dabigatran, Rivaroxaban und bald Edoxaban) werden zur Schlaganfall-Prävention bei Vorhofflimmern eingesetzt.

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  • Diagnostik venöser und arterieller Thromboembolien

    Lokalisation und Ausdehnung des Geschehens bestimmen die klinische Symptomatik der venösen (tiefe Venenthrombose, Pulmonalembolie) und der arteriellen Thromboembolie.

    Rasche Sicherung der Diagnose mit unverzüglichem Therapiebeginn ist zur Verhinderung von Spätschäden essenziell.

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  • Autoimmunhämolytische Anämien (AIHA)

    Die autoimmunhämolytische Anämie, AIHA, kann primär (keine Grundkrankheit, ca. 1/3 der Fälle) oder sekundär (im Rahmen einer Grundkrankheit) auftreten.

    Der wichtigste diagnostische Marker der AIHA ist ein positiver Coombs-Test (DAT).

    Nach dem Ergebnis des Coombs-Tests unterscheidet man eine Wärme- oder Kälteantikörper-AIHA.

    Die Primärtherapie sind Steroide, bei Steroidresistenz sind Rituximab oder Splenektomie wirksame Sekundärtherapien.

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  • Interpretation von Gerinnungsbefunden

    Die Labordiagnostik beginnt mit der Durchführung von Globaltests.

    Zur Basisdiagnostik zählen Prothrombinzeit, aktivierte partielle Thrombo-plastinzeit und Fibrinogenbestimmung. Ergebnisabhängig erfolgen Bestimmungen der Einzelfaktoren, des Von-Willebrand-Faktors oder der Thrombozytenfunktion.

    Eine korrekte Befundinterpretation bzw. Diagnose bedürfen des Wissens um die Spezifikationen der verwendeten Tests und um die klinische Situation des Patienten.

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  • Optimierung der Antikoagulation nach Venenthrombose mit Hilfe des „Vienna Prediction Models“

    Patienten mit spontaner venöser Thromboembolie haben ein verhältnismäßig hohes Rezidivrisiko.

    Nur eine langfristige Antikoagulation kann in hohem Ausmaß vor weiteren venösen Thrombosen schützen. Die wesentlichste Nebenwirkung der Antikoagulation ist aber das Blutungsrisiko.

    Zur besseren Abschätzung des individuellen Thromboserezidivrisikos wurde das „Vienna Prediction Model‟ entwickelt, mit Berücksichtigung der Faktoren Geschlecht, Thromboselokalisation und D-Dimer.

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  • GTH-Kongress: Hämostaseologie – grenzüberschreitend beleuchtet

    Das Anwendungsgebiet der neuen/direkten oralen Antikoagulanzien (NOAK, DOAK) wächst rasant. Im Fokus stehen Fragen wie z. B. Dosisadaptierung bei niereninsuffizienten Patienten und Möglichkeiten zum Monitoring der Wirkung.

    In Bezug auf den Einsatz der DOAK bei Tumorpatienten soll die HOKUSAI-VTE-Cancer-Studie wichtige Daten liefern.

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  • Akute myeloische Leukämie (AML): Neue therapeutische Möglichkeiten in Sicht

    Für einzelne AML-Subgruppen sind bereits erfolgreiche zielgerichtete Therapien verfügbar.

    Für die Nicht-Hochrisiko-APL (akute Promyelozytenleukämie) etabliert sich ATRA + ATO (All-Trans-Retinsäure plus Arsentrioxid) als neue Standardtherapie.

    Azacitidin scheint neben den AML-Patienten mit „MDS-typischen Veränderungen‟ insbesondere für AML-Patienten mit Hochrisikozytogenetik eine sinnvolle Behandlungsoption zu sein.

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  • Schlaganfallprophylaxe bei nichtvalvulärem Vorhofflimmern

    Direkte orale Antikoagulanzien (DOAK) haben die therapeutischen Möglichkeiten der Thromboembolieprophylaxe deutlich erweitert.

    Sechs österreichische Fachgesellschaften erarbeiteten einen Konsensus für das Vorgehen bei der Thromboembolieprophylaxe des nichtvalvulären Vorhofflimmerns unter besonderer Berücksichtigung der DOAK.

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  • Patientenorientiertes Blutmanagement – ein Update

    Patientenorientiertes Blutmanagement (POBM) ist ein interdiszi­plinäres, multimodales Maßnahmenpaket zur Steigerung der Patientensicherheit sowie der Behandlungs- und Lebensqualität von Patienten mit blutungsriskanten Operationen.

    Die POBM-Empfehlung bietet Tipps zur praktischen Umsetzung im klinischen Alltag, wodurch die klinische und ökonomische Effektivität gesteigert werden kann.

    Die Empfehlungen betreffen unter anderem die Korrektur einer präoperativen Anämie, die Vermeidung der Blutungsanämie, die Steigerung der Anämie­toleranz oder die Transfusion von Erythrozytenkonzentrat.

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  • Konsensus*: Thromboseprophylaxe in der muskuloskelettalen Chirurgie

    u Die Einführung direkter oraler Antikoagulanzien (DOAK) hat die Möglichkeiten in der Prophylaxe venöser Thromboembolien bei orthopädischen und unfallchirurgischen Eingriffen erweitert.u Österreichische Fachgesellschaften1–4 haben dieser Tatsache Rechnung tragend Empfehlungen für die Thromboseembolieprophylaxe nach totalem Gelenkersatz von Hüfte und Knie, nach chirurgischer Versorgung von Hüftfrakturen, nach Eingriffen an der Wirbelsäule und nach kleineren orthopädischen und traumatologischen Eingriffen publiziert5.

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  • Update: Chronische lymphatische Leukämie

    Aktuelle Standardtherapie bei jungen, fitten CLL-Patienten: FCR; bei älteren, komorbiden Patienten: Kombination aus dosisreduzierter Chemo-therapie + monoklonalem Anti-CD20-Antikörper.

    Neue zielgerichtete Therapiekonzepte inhibieren B-Zell-Rezeptor-Signalwege bzw. BCL-2 und erzielen selbst bei schwer vorbehandelten Patienten mit Hochrisiko-CLL anhaltende Ansprechraten > 70 %. Chemotherapiefreie bzw. -reduzierte Behandlungskonzepte (z. B. Ibrutinib oder Idelalisib bzw. ABT-199 in Kombination mit potentem Anti-CD20-Antikörper) sind derzeit in Entwicklung.

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  • Update zum Hodgkin-Lymphom – Im Zentrum klinischer Forschungsanstrengungen: Spätkomplikationen, neue Entwicklungen bei ungünstigem Verlauf

    Die Therapie des Hodgkin-Lymphoms erfolgt gemäß der Einteilung in Stadien und Risikofaktoren, um bei erhaltener Effektivität mögliche Spätkomplikationen der Behandlung zu minimieren.

    Die Therapieoptionen wurden in letzter Zeit vor allem durch das Antikörper-Drug-Konjugat Brentuximab Vedotin erweitert.

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  • Studiendaten und Tipps für die Praxis: Apixaban bei Vorhofflimmern

    Apixaban zeigt im Vergleich zu Vitamin-K-Antagonisten (VKA) eine Verbesserung des klinischen Nettobenefits bei nichtvalvulärem Vorhofflimmern mit einer signifikanten Reduktion der Schlaganfälle und systemischen Embolien, der schwerwiegenden Blutungen und der Mortalität.

    Apixaban zeigt insbesondere bei „vulnerablen‟ Patienten, z. B. mit einge­-schränkter Nierenfunktion, ein besonders vorteilhaftes Sicherheitsprofil.

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  • Myeloproliferative Neoplasien – Entdeckung einer neuen krankheitsverursachenden Mutation

    Bis vor Kurzem waren JAK2 (V617F) und MPL (W515L) die beiden am häufigsten gefundenen Treibermutationen in den myeloproliferativen Neoplasien. Die Behandlung der betroffenen Patienten kann jetzt noch besser fokussiert werden.

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  • Moderne Risikostratifizierungen werden das Patientenmanagement künftig verbessern – Myeloproliferatives Syndrom und thrombotische Komplikationen

    Arterielle und venöse thrombotische Komplikationen stellen neben der Myelofibrose und der sekundären Leukämie das gesundheitliche Haupt-problem bei Patienten mit Philadelphia-Chromosom-negativen myeloproliferativen Neoplasien (MPN) dar.

    Die rezente Entdeckung der Calreticulin-Mutationen bei Patienten ohne JAK2- oder MPL-Mutationen erleichtert die Diagnose einer MPN.

    Eine möglichst frühe Diagnose sowie die konsequente Anwendung der WHO-Diagnose­kriterien werden dazu beitragen, in Zukunft die Morbidität und Mortalität von MPN-Patienten zu reduzieren.

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  • Therapie der Polyzythämia vera: Behandlungsentscheidung gemäß Risikostratifizierung

    Ziel der Therapie der Polyzythämia vera: Reduktion der thromboembolischen Komplikationen, Reduktion der Transformation in akute Leukämie, Myelofibrose, Symptomkontrolle.

    Zytoreduktive First-Line-Medikamente: Interferon-alpha, Hydroxyurea.

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  • ÖGHO-Frühjahrstagung: neue Marker und vielversprechende neue Therapieoptionen

    Calreticulin-Mutation: neuer molekularer Marker bei JAK2- und MPL-nichtmutierten Patienten mit Myelofibrose, essenzieller Thrombozythämie und refraktärer Anämie mit Ringsideroblasten und Thrombozytose (RARS-t). Eventuell auch ein therapeutisches Target?

    Die Hemmung der Bruton’schen Tyrosinkinase (BTK) sowie der Phosphat-idylinositol-3-Kinase (PI3K) stellen neue, vielversprechende Therapie­-ansätze bei B-Zell-Neoplasien dar.

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  • „Arznei & Vernunft“ präsentiert neue Leitlinie zu Antikoagulanzien und Plättchenfunktionshemmern

    Behandelnde Ärzte sind bei der Antikoagulation mit mehreren Behandlungsoptionen konfrontiert. Im Sinne der Patienten ist die sorgfältige Auswahl eines Antikoagulans in der für die Indikation richtigen Dosierung von vorrangiger Bedeutung.

    Die Leitlinie gibt Empfehlungen zu den weitverbreiteten Indikationen für Antikoagulation. Weitere Kapitel umfassen Monitoring/Selbstmanagement, perioperatives Bridging und Überdosierung.

    Dem rasanten Umbruch Rechnung tragend, wird die Leitlinie im Dezember überarbeitet.

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  • Erythroferrone – ein heißes Eisen

    Das Hormon Hepcidin wird bei Eisenüberschuss von den Leberzellen ausgeschüttet und hemmt über Bindung an Ferroportin die weitere Aufnahme von Eisen.

    Erythroferrone ist ein neu entdeckter Suppressor von Hepcidin, welcher bei vermehrter Erythropoese (vermehrtem Eisenbedarf) ausgeschüttet wird.

    Rekombinantes Erythroferrone könnte in Zukunft in der Therapie der Anämie der chronischen Erkrankung zum Einsatz kommen, während die Applikation von Erythroferrone-Antagonisten in der β-Thalassämie denkbar wäre.

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  • Diagnostik von Thrombozytenfunktionsstörungen bei Kindern

    Angeborene Thrombozytenfunktionsstörungen sind sehr selten.

    Bei Epistaxis, kutanen Hämatomen, Schleimhautblutungen und Menorrhagien soll als Ursache auch an eine Thrombozytenfunktionsstörung gedacht werden.

    Zur Klassifizierung und Diagnosestellung haben sich Blutausstrichbeurteilung, PFA-100/200®-Verschlusszeit, Thrombozytenaggregometrie, Durchflusszytometrie und genetische Untersuchungen bewährt.

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  • Optimierung der Antikoagulation nach Venenthrombose mit Hilfe des „Vienna Prediction Model“

    Die Vorhersage des Rezidivrisikos mit Hilfe des „Vienna Prediction Model‟ ist nach externer Evaluierung als ausgezeichnet zu bewerten.

    Für einen breiten Einsatz in der täglichen klinischen Praxis wird das Vorhersagemodell in einer prospektiven Studie an der Gerinnungsambulanz der Universitätsklinik für Innere Medizin I des AKH Wien nochmals validiert. Dafür werden noch Patienten gesucht.

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  • Viren als Ursache hämatoonkologischer Erkrankungen

    Virusinfektionen spielen kausal und opportunistisch eine wichtige Rolle bei einer Vielzahl hämatoonkologischer Erkrankungen.

    Zweifelsohne werden in naher Zukunft neue Verbindungen zwischen Infektion und Tumor gefunden werden. Erst kürzlich wurde ein neues Polyomavirus identifiziert und mit dem Merkelzellkarzinom in Zusammenhang gebracht.

    Die Erkenntnis um kausale Zusammenhänge wird noch stärker als bisher Therapie und Prophylaxe von hämatoonkologischen Erkrankungen verbessern.

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  • Immunkoagulopathien in spezialisierten Zentren behandeln

    Erworbene Gerinnungsinhibitoren sind selten, können aber lebensbedrohliche Blutungen ­verursachen.

    Eine verlängerte aktivierte partielle Thromboplastinzeit (APTT) darf vor allem bei Blutungen oder vor Operationen nie ignoriert werden.

    Die Therapie ist komplex und sehr teuer und sollte daher möglichst an spezialisierten Zentren durchgeführt werden.

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  • Eisenmangelanämie bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen

    Chronischer Blutverlust über den Darm kann durch Eisenaufnahme aus der Nahrung nicht kompensiert werden.

    Patienten in Remission oder mit mild-aktiver Erkrankung sollten alle 6–12 Monate eine Blutuntersuchung durchführen lassen, Patienten mit aktiver Erkrankung zumindest alle 3 Monate.

    Internationale und nationale Behandlungsrichtlinien empfehlen eine intravenöse Eisensubstitution.

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  • Wenn der Patient nach Chemotherapie entlassen wird: Welche Nebenwirkungen und Komplikationen beachten?

    Die medikamentöse Tumortherapie verlagert sich zunehmend in den tagesklinischen Bereich. Zunehmend mehr Patienten erfahren allfällige Komplikationen der Behandlung im häuslichen Umfeld.

    Niedergelassene Kollegen sind daher gefordert, sich mit den Komplikationen und deren Management auseinanderzusetzen.

    Zu den häufigsten Nebenwirkungen und Komplikationen zählen: Übelkeit/Erbrechen, Infektionen, Obstipation, Diarrhö, Mukositis des oberen GI-Trakts.

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  • Störungen der Thrombozytenfunktion

    Bei Blutungsneigung, jedoch normaler plasmatischer Gerinnung und normaler Thrombozytenzahl, sollte an eine Störung der Thrombozytenfunktion gedacht werden.

    Eine ausführliche Familien- und Individualanamnese sowie sorgfältige Laboruntersuchungen führen zur Diagnose und entsprechender Therapie.

    Erkenntnisse über die unterschiedlichen Ursachen der Störungen der Thrombozytenfunktion haben zur Entwicklung von Plättchenhemmern als Therapie für Patienten mit erhöhtem Risiko für thromboembolische Erkrankungen geführt.

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  • Schweres Von-Willebrand-Syndrom und andere seltene angeborene plasmatische Gerinnungsstörungen – Challenge im klinischen Management

    Hier beschriebene seltene angeborene Blutgerinnungsstörungen (z. B. Von-Willebrand-Syndrom, Faktor I/II/V/VII/X/XI- und Faktor-XIII-Mangel) sind in Abhängigkeit von ihrem Schweregrad mit milden bis schweren Blutungsneigungen assoziiert. Die schweren, meist homo­zygoten Ausprägungen sind besonders selten, und im folgenden Beitrag soll ein Focus auf diese Erkrankungen gelegt werden.

    Beschränkte epidemiologische Daten, klinische Erfahrungen und Langzeitbeobachtungen erschweren das klinische Management. ­Andererseits ist aber eine richtige und gezielte Therapie unabdingbar, um vermeidbaren Schaden vom Patienten abzuwenden.

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  • Hämophilie – weitgehend normales Leben möglich

    Klinisches Bild: Blutungen an bestimmten Körperstellen (Gelenk- und Muskelblutungen)

    Die Basis der Hämophilie-Therapie stellen Gerinnungsfaktorkonzentrate dar.

    Erstmaßnahme bei lebensbedrohlichen Blutungen: Zufuhr des fehlenden Gerinnungsfaktors in ausreichend hoher Dosierung, meist 4.000 bis 5.000 E Faktor VIII bzw. Faktor IX

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  • Ursache und Management von akuten perioperativen Blutungen

    Perioperative Blutung (POB), Koagulopathie, Azidose, Anämie und Fremdbluttransfusionen sind Prädiktoren für Morbidität und Mortalität.

    Bei schwerer POB sind daher ein rascher Blutungsstopp und ein restriktiver Verbrauch von allogenen Blutprodukten die wichtigsten Ziele des Blutungsmanagements.

    Rasche Differenzialdiagnostik der pathophysiologischen Ursache(n) und deren ebenso rasche und gezielte Behandlung sind erfolgsrelevant.

    Antifibrinolytika und Gerinnungsfaktorenkonzentrate sind gezielt und individualisiert einzusetzen.

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  • Zahnärztliche Versorgung von blutungsgefährdeten Patienten

    In Abhängigkeit der Gerinnungsstörung ist eine Blutungsanamnese zu erheben.

    Für einen zahnärztlich-chirurgischen Eingriff ist eine INR-Testung wichtig, die nicht älter als 24 Stunden sein soll.

    Angeborene Gerinnungsstörungen erfordern eine enge Zusammenarbeit zwischen Internist und Zahnarzt.

    Verlängerte Blutungen nach einem zahnärztlichen Eingriff oder Schwierigkeiten beim Reden, Schlucken oder Atmen sollen sofort dem Hämophilie-Behandler oder Zahnarzt mitgeteilt werden.

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  • Ausgewählte Highlights der ÖGHO-Frühjahrstagung 2013

    Mit molekularbiologischen Methoden wie dem „Next Generation Sequencing” können ­bislang unbekannte tumorassoziierte Defekte im Genom detektiert werden (Beispiel: verbesserte Diagnostik myelodysplastischer Syndrome).

    Molekulare Marker haben nicht nur die Diagnostik wesentlich verfeinert, sondern sind auch Angriffspunkte für gänzlich neue Therapieansätze.

    Im Beitrag werden relevante Studien zu den wichtigsten hämatologischen Erkrankungen aufgelistet.

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  • Beeinflussung von Gerinnungstests durch die neuen Antikoagulanzien

    Welcher Gerinnungstest durch Dabigatran, Rivaroxaban, Apixaban und Edoxaban beeinflusst wird, hängt ab von:

    • Medikamentenkonzentration
    • verwendeten Reagenzien

    Fehlinterpretationen durch Kommunikation mit Labor (Medikament, Zeitpunkt der letzten Einnahme) vermeiden.

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  • GTH 2013: Hämostaseologie interdisziplinär – vielseitig diskutiert: Tumor und Thrombose

    Thromboembolische Ereignisse sind bei Tumorpatienten die häufigste Komplikation und die zweithäufigste Todesursache nach der Tumorerkrankung.

    Für die Primärprophylaxe bei Tumorpatienten (nach OP, während Spitalsaufenthalt) existiert ein Algorithmus.

    Noch unklar: Primärprophylaxe bei ambulanten Tumorpatienten.

    Sekundärprophylaxe vorwiegend mit niedermolekularen Heparinen (zumindest 3 bis 6 Monate).

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  • Blutspenden verursacht Eisenmangel

    Jede Vollblutspende geht mit einem Eisenverlust von 200–250 mg einher.

    Erst ein schwerer Eisenmangel führt zu Anämie und damit Spendenausschluss.

    Auch ein latenter Eisenmangel hat ungünstige Auswirkungen auf das Individuum, insbesondere auf prämenopausale Frauen und allfällige zukünftige Schwangerschaften.

    Eisenmangel sollte daher bei Blutspendern weiter thematisiert und nach Möglichkeit sollten sowohl Diagnostik als auch Therapie verpflichtend gesetzlich geregelt werden.

    Hämochromatosepatienten ohne Organmanifestationen dürfen und sollen regelmäßig Blut spenden.

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  • AMPLIFY-EXT – Apixaban senkt Rückfallrisiko absolut um 7,1 % ohne Risikoerhöhung für schwere Blutungen

    Wird die übliche Antikoagulation nach venöser Thromboembolie mit Apixaban um ein Jahr verlängert,

    reduziert dies die Rezidivrate erheblich von 8,8 auf 1,7 % und

    das Blutungsrisiko ist dabei gering.

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  • WARFASA-Studie – ASS zur verlängerten Sekundärprophylaxe nach Venenthrombosen


    Eine dauerhafte Antikoagulation mit Vitamin-K-Antagonisten (Warfarin) verhindert zwar effizient Thromboserezidive, geht aber auch mit einem erhöhten Blutungsrisiko einher, was den Nutzen einer primär langfristig ausgerichteten Therapie in Frage stellt.

    WARFASA-Studie: Bei Patienten mit spontaner venöser Thromboembolie reduziert die Gabe von Aspirin im Anschluss an eine 6–12-monatige Antikoagulation mit Vitamin-K-Antagonisten das Rethrombose-Risiko um etwa 40 %.

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  • Multiples Myelom – Neue Substanzen versprechen Erfolg

    Zu den wichtigsten Innovationen auf dem Gebiet des multiplen Myeloms zählen:

    der Nachweis, dass alle Patienten mit multiplem Myelom ein prämalignes Vorstadium (MGUS) durchlaufen

    Fortschritte in Diagnostik sowie in der Bewertung von Therapieansprechen und Prognose durch bildgebende Verfahren

    die Einführung neuer therapeutischer Substanzen (z. B. Carfilzomib)

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  • Lymphome – Neue Therapieansätze in der Hämatologie

    Zielgerichtete Antikörper haben die Prognose vieler Lymphom-Entitäten wesentlich verbessert. Dazu hat der CD20-Antikörper Rituximab maßgeblich beigetragen.

    Ein neuartiger Ansatz in der Therapie der akuten lymphatischen Leukämie (ALL) ist Blinatumumab; nach ersten positiven Ergebnissen bei rezidivierenden bzw. refraktären ALL-Patienten läuft aktuell eine globale Zulassungsstudie.

    Die Rituximab-basierte Chemoimmunotherapie gefolgt von einer 2-jährigen Rituximab-Erhaltungstherapie kann als „standard of care” bei der Behandlung des follikulären Lymphoms definiert werden.

    Die Kombination Rituximab und Bendamustin in der Erstlinientherapie bei follikulären Lymphomen sowie anderen indolenten Lymphomentitäten brachte in einer randomisierten Studie deutliche Vorteile hinsichtlich progressionsfreien Überlebens und kompletter Remissionen gegenüber R-CHOP.

    Beim Patienten mit unbehandeltem diffus-großzelligen B-Zell-Lymphom konnte die Zugabe von Bortezomib zur R-CHOP-Standardtherapie eine Gesamtansprechrate von 100 % erzielen und insbesondere die Prognose des ungünstigen Subtyps verbessern.

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  • Chronisch-myeloische Leukämie – Heilung ante portas?

    Mit der Einführung der Tyrosinkinase-Inhibitoren (TKI) wurde eine revolutionäre Besserung in der Behandlung der chronischen myeloischen Leukämie (CML) erzielt.

    TKI der 2. Generation (Nilotinib, Dasatinib) wurden bereits als Erstlinientherapie bei unbehandelter CML in der chronischen Phase (CML-CP) zugelassen, da sie im Vergleich zur 1. Generation (Imatinib) eine überlegene Wirksamkeit aufwiesen, vor allem die Geschwindigkeit und Tiefe einer molekularen Remission betreffend.

    Die Entwicklung war derartig effizient, dass in einem beachtlichen Prozentsatz der Patienten jahrelang kein bcr-abl-Transkript mehr nachgewiesen werden kann. Bei solchen Patienten wird nunmehr in klinischen Studien das Medikament kontrolliert abgesetzt, mit der Intention einer möglichen Heilung.

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  • Hämoglobinopathien – Die rasche Zunahme einer früher seltenen Erkrankung

    Hämoglobinopathien zählen weltweit zu den häufigsten genetischen Erkrankungen und betreffen rund 7 % aller Menschen. u Ihre Frequenz ist in Nord- und Mitteleuropa im Steigen begriffen und liegt gegenwärtig bei etwa 1 %. u Im niedergelassenen Bereich dient die Diagnostik in erster Linie der Abklärung mikrozytärer Anämien sowie der Prävention bei betroffenen Paaren mit Kinderwunsch.

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  • Editorial zum Focus Hämatologie

    Die neuen Antikoagulantien unter der Lupe Dieses Heft hat den Fokus auf neuen oralen Antikoagulantien (NOAK). Nach mehr als 50 Jahren, in denen zwar die Antikoagulantientherapie durch genaue Definitionen der Indikationen und Vorgaben für die Durchführung (Dosierung, Monitoring, Dauer, Art…

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  • THEMENBLOCK: Neue Faktor-Xa- und Thrombininhibitoren

    Antikoagulantien in verschiedenen Indikationen, Bridging-Therapie und Labormonitoring

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  • Primäre Immunthrombozytopenie des Erwachsenen – Diagnostik und Therapie

    Im März 2012 wurde in der „Wiener Klinischen Wochenschrift“ ein Konsensus-Statement der ÖGHO zur Diagnose und Therapie der primären Immunthrombozytopenie des Erwachsenen publiziert.1 Anlass war die Einführung einer neuen Wirkstoffgruppe, der Thrombopoetinrezeptor-Agonisten (TRA) mit den beiden Vertretern Eltrombopag und Romiplostim, die aus österreichischer Sicht diskutiert und in bestehende Therapie – sequenzen2–5 integriert wurden.

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  • ÖGHO 2012 – Von der Grundlagenforschung bis zur leitlinienorientierten Therapie

    Von 12.–14. April fand heuer die gemeinsame Frühjahrstagung der ÖGHO und AHOP im Grazer Congress statt. 622 Teilnehmer nutzten das spannende Programm mit Vorträgen über klinische und wissenschaftliche Themen aus Hämatologie und Onkologie. Als voller Erfolg stellte sich auch die Durchführung eines Patienteninformationstages heraus.

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  • Hepatitis C: Thrombozytopenie – Hemmschuh der antiviralen Therapie

    Thrombozytopenie gilt als die häufigste hämatologische Komplikation bei chronischen Lebererkrankungen.1, 2 Die in einem 2011 publizierten Review erhobene Prävalenz einer Thrombozytopenie bei HCV-Patienten rangierte zwischen 0,16 und 45,4 %. Bei mehr als der Hälfte der 27 eingeschlossenen Studien wurde die Prävalenz mit _ 24 % angegeben.3 Mit der Einführung der Thrombopoetin-Rezeptoragonisten haben sich bei der primären Immunthrombozytopenie (ITP) die Behandlungsstrategien bereits erweitert. Neue Indikationen für Thrombopoetin-Rezeptoragonisten werden zurzeit in klinischen Studien untersucht, wie zum Beispiel Eltrombopag bei Hepatitis-C-assoziierter Thrombozytopenie.

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  • ROCKET AF und ATLAS ACS 2-TIMI 51 – Neuer oraler direkter Faktor-Xa-Antagonist bei kardiologischen Erkrankungen

    Kontext: Zwei Studien über die Anwendung von Rivaroxaban in kardiologischen Indi – kationen wurden im Jahr 2011 und 2012 im „New England Journal of Medicine“ publiziert.1, 2 In der ROCKET-AF-Studie zeigte sich in der Indikation nicht-valvuläres Vorhofflimmern mit der 1-mal täglichen Gabe von 20 mg Rivaroxaban eine ähnliche Wirksamkeit wie mit einem Vitamin- K-Antagonisten (VKA). Bezüglich Sicherheit konnte Rivaroxaban die intrakraniellen Blutungen um 33 % signifikant senken, die Gesamtblutungsrate war vergleichbar mit der bei VKA. In der ATLAS-ACS-2-TIMI-51-Studie konnte bei akutem Koronarsyndrom (AKS) mit einer niedrigeren 2-mal täglichen Gabe von Rivaroxaban eine additive Wirksamkeit zur Standardtherapie gezeigt werden. Mit einer Dosierung von 2 x 2,5 mg konnte sogar eine Reduktion der Gesamtmortalität erreicht werden. Allerdings war diese vermehrte Wirksamkeit im Vergleich zu einer Standardtherapie mit einer erhöhten Blutungsneigung wie z. B. einer erhöhten intrakraniellen Blutungsrate vergesellschaftet.

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  • Hemmkörper-Entwicklung bei Patienten mit leichter Hämophilie A

    Fallbericht

    Kontext: Hemmkörper-Entwicklung als Komplikation der Hämophilie-Therapie stellt den Behandler vor eine große Herausforderung. Die Möglichkeit einer Immuntoleranztherapie ist zwar gegeben, allerdings kostenintensiv, belastend für den Patienten und nicht immer erfolgreich. Wir berichten über zwei Patienten, bei denen es zu einem spontanen Verschwinden des Hemmkörpers kam und dieser auch bei neuerlicher Exposition zu Gerinnungsfaktor VIII (FVIII) nicht wieder auftrat. – Ist eine „Watch and wait“-Strategie eine Alternative zur belastenden Immuntoleranztherapie?

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  • Highlights aus der Gerinnungsforschung: Klinische Forschung – Brücke zur Zukunft

    Unter diesem Motto fand vom 1. bis 4. Februar 2012 im schweizerischen St. Gallen die Tagung der Gesellschaft für Thrombose- und Hämostaseforschung statt. Die heuer zum 56. Mal abgehaltene Veranstaltung bot wie jedes Jahr ein äußerst umfassendes Angebot an interessanten und abwechslungsreichen Vorträgen und Präsentationen.

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  • Die Österreichische Hämophilie Gesellschaft stellt sich vor – Porträt einer Patientenorganisation

    Obwohl die Hämophilie (Bluterkrankheit) zu den so genannten Orphan Diseases gerechnet wird, zählt die Österreichische Hämophilie Gesellschaft (ÖHG) zu den ältesten und bestorganisierten Selbsthilfegruppen des Landes. Dieser Umstand verdankt sich vor allem einigen wichtigen Faktoren: dem ausgezeichneten Verhältnis zwischen Patientenvertretern und Ärzteschaft, einer engagierten und seriösen Interessenvertretung und dem hohen Grad an Mündigkeit der Patienten im Umgang mit ihrer Erkrankung.

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  • Philadelphia-negative myeloproliferative Neoplasien

    Auch bei der diesjährigen Jahrestagung der Deutschen, Österreichischen und schweizerischen Gesellschaften für Hämatologie und Onkologie in Basel wurde den rezenten Fortschritten auf dem Gebiet der myeloproliferativen Neoplasien (MPN) sehr viel Aufmerksamkeit zuteil. So war unter anderem Professor Radek Skoda, der wesentlich zum aktuellen Verständnis der molekularen Mechanismen der myeloproliferativen Neoplasien beigetragen hat, eingeladen, den Plenarvortrag zu halten.

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  • Hereditäre Thrombozytendefekte – Update 2011 zur klinischen Relevanz, Diagnostik und Therapie

    Hereditäre Störungen der Thrombozytenfunktion sind eine komplexe Gruppe von Erkrankungen, die häufig bis zum Eintritt von Blutungssymptomen unentdeckt bleiben (> Tab. 1). Typische Symptome einer Thrombozyten funktionsstörung sind Nasenbluten, Hämatome, Schleimhautblutungen, perioperative Blutungen und Menorrhagien. Blutungen treten oft plötzlich und unvorhergesehen auf.

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  • Pilotprojekt in Österreich -Onkologische Rehabilitation als Teil der Tumorbehandlung

    Unter Leitung von Univ.-Prof. Dr. Dietmar Geißler soll eine Arbeitsgruppe des Onkologie-Beirats des Bundesministeriums für Gesundheit ein österreichweites Konzept zur onkologischen Rehabilitation erarbeiten.

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  • Das Von-Willebrand-Syndrom

    Das Von-Willebrand-Syndrom (VWS) ist die häufigste hereditäre Blutgerinnungsstörung und für den Hauptteil der milden bis moderaten Blutungsneigungen verantwortlich. Benannt nach seinem Erstbeschreiber, dem finnischen Arzt Dr. Erik von Willebrand, wird es durch einen quantitativen Mangel oder qualitativen Defekt des Von-Willebrand-Faktors (VWF) verursacht.

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  • Dramatische, lebensbedrohliche Erkrankung – Thrombotisch-thrombopenische Purpura

    Die thrombotischen Mikroangiopathien sind eine Gruppe von Erkrankungen, die zwar einen ähnlichen laborchemischen und klinischen Phänotyp haben, sich aber pathophysiologisch durchaus unterscheiden (> Tab. 1). Gemeinsam ist das Bild einer Coombs-negativen hämolytischen Anämie mit Fragmentozyten, einer Thrombopenie und Zeichen der Organdysfunktion. Diese kann alle Organe betreffen, beeindruckt aber meist als Nierenfunktionseinschränkung, zerebrale Symptomatik oder Koronarperfusionsstörung. Oft besteht auch eine ausgeprägte Hypertonie. Dieses Krankheitsbild hat unbehandelt eine Letalität von ca. 90%. Der nachfolgende Beitrag beschreibt die Pathophysiologie, Diagnostik und die modernen Therapiemöglichkeiten einer speziellen Untergruppe der thrombotischen Mikroangiopathien, der thrombotisch-thrombopenischen Purpura (TTP, M. Moschcowitz).

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  • Immunthrombopenie – Individualisierte Therapie

    Die Immunthrombopenie (ITP), die früher als idiopathische Thrombozythämie oder auch Morbus Werlhof bezeichnet wurde, ist eine Autoimmunerkrankung, die durch eine Verminderung der Thrombozyten im peripheren Blutbild charakterisiert ist. Definitionsgemäß ist nach dem rezentesten internationalen Konsensus eine Thrombozytopenie < 100 G/l vorhanden, die anderen Zellreihen (Erythrozyten und Leukozyten) weisen normale Zahlen und eine normale Charakteristik auf. Es wird zwischen der primären ITP und sekundären Formen unterschieden. Bei der primären findet man keine zugrunde liegende zusätzliche Erkrankung, als sekundäre Formen werden Autoimmunthrombopenien bezeichnet, die mit anderen Grunderkrankungen, z. B. rheumatologischen Erkrankungen, lymphoproliferativen Erkrankungen, viralen oder bakteriellen Infektionen bzw. bestimmten Medikamenten einhergehen. Es werden weiters eine neu diagnostizierte ITP (Diagnose vor weniger als 3 Monaten), eine persistierende ITP (3-12 Monate) und eine chronische ITP (mehr als 12 Monate) unterschieden. Die Immunthrombopenie kann in jedem Lebensalter auftreten, Frauen sind etwa doppelt bis 3-mal so häufig betroffen wie Männer. Die Inzidenzrate beträgt 2-4 auf 100.000 Neuerkrankungen pro Jahr, die ITP zählt damit zu den so genannten „seltenen Erkrankungen“ oder „orphan diseases“.

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  • Philadelphia-negative myeloproliferative Neoplasien

    Seit Entdeckung der JAK2-Mutationen gab es weitere, wesentliche Fortschritte im Management der Philadelphia-negativen Neoplasien. Zu den wichtigsten zählen revidierte Diagnosekriterien, neue Prognosemodelle und die Einführung der JAK2-Inhibitoren in die Klinik.

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  • Selten, aber häufig heilbar – Hodgkin-Lymphome

    Hodgkin-Lymphome zählen mittlerweile zu den am häufigsten heilbaren Krebserkrankungen. Sie stellen eine Gruppe seltener Erkrankungen dar, die nur 0,6% aller Malignome ausmacht. Der vorliegende Artikel soll eine kurze Übersicht über die wichtigsten Fakten zur Klinik, Diagnostik, Therapie und Prognose darstellen.

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  • Editorial

    Focus Hämatologie Die Hämatologie ist ein Gebiet, das sich seit vielen Jahren dynamisch entwickelt. Diagnos – tik und Therapie sind gezielter möglich, dies erlaubt auch eine gezieltere und auf jeden einzelnen Patienten besser zugeschnittene Therapie. Bei den hämatologischen Neoplasien gibt…

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  • Störungen der Thrombozytenfunktion

    Bei Blutungsneigung, jedoch normaler plasmatischer Gerinnung und normaler Thrombozytenzahl sollte an eine Störung der Thrombozytenfunktion gedacht werden. Eine ausführliche Familien- und Individualanamnese sowie sorgfältige Laboruntersuchungen führen zur Diagnose und entsprechenden Therapie. Erkenntnisse über die unterschiedlichen Ursachen der Störungen der Thrombozytenfunktion haben zur Entwicklung von Plättchenhemmern als Therapie für Patienten mit erhöhtem Risiko für thromboembolische Erkrankungen geführt.

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  • Wann gilt das Konzept "watch & wait" noch?

    In der im Oktober 2010 publizierten Studie „CLL8“ der Deutschen CLL-Studiengruppe zeigte sich erstmals in einer randomisierten CLL-Studie ein Vorteil im Gesamtüberleben (Hallek M. et al., Lancet 2010; 376:1164). Dies legt nahe, dass die Wahl des First-Line-Therapieregimes den Krankheitsverlauf entscheidend beeinflusst. Wenn nun eine Therapie einen Einfluss auf das Überleben nehmen kann, stellt sich die Frage, in welchen Situationen das Konzept des „watch & wait“ noch Gültigkeit hat oder ob in bestimmten Fällen eine Therapie unmittelbar nach Diagnosestellung eingeleitet werden sollte.

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  • Das österreichische CML-Register

    Das CML-Register der Österreichischen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (ÖGHO) wurde entwickelt, um Krankheitsverlauf, klinisches Management, Nebenwirkungen und Outcome der Behandlung der chronischmyeloischen Leukämie (CML) in einem unselektierten Patientenkollektiv zu erfassen. Eigens für das Register wurde eine Online-basierte Plattform entwickelt, die es den Zentren seit dem Jahr 2007/2008 ermöglicht, die entsprechenden Daten nach Einwilligung des Patienten in eine Datenbank einzugeben. Hierbei liegt der Schwerpunkt in der landesweiten prospektiven Dokumentation, wobei aufgrund der geringen Inzidenz der CML auch Erstdiagnosen rückwirkend bis zum Jahr 2000 erfasst werden.

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  • Studien zur First-Line-Therapie mit neuen Tyrosinkinasehemmern – Chronischmyeloische Leukämie

    Die reziproke Translokation t(9;22) bei der chronisch-myeloischen Leukämie (CML) zeigt sich im charakteristischem Philadelphia-Chromosom, resultiert aber auch in einem Fusionsprotein, dem Onkoprotein BCR-ABL1, welches durch seine Tyrosinkinaseaktivität wesentlich in die Pathogenese der CML involviert ist.

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  • Neue Antikoagulantien im Mittelpunkt

    Die diesjährige Tagung der Gesellschaft für Thrombose- und Hämostaseforschung (GTH) fand unter dem Motto „Von der Grundlagenforschung zur individuellen Patientenversorgung“ vom 16.-19. Februar 2011 in Wiesbaden statt.

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  • Myelodysplastische Syndrome

    Neue zielgerichtete Therapieoptionen.

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