Observationsstudien haben gezeigt, dass bei Patient:innen mit einer verzögerten myokardialen Aktivierung an der Position der linksventrikulären Elektrode bessere Behandlungsergebnisse erzielt werden können. Dies wurde aber nie in einer großen kontrollierten randomisierten Studie untersucht. Die DANISH-CRT-Studie randomisierte Patient:innen, die sich einer kardialen Resynchronisationstherapie (CRT) unterzogen, zu einer gezielten Platzierung der Schrittmachersonde an die Stelle der spätesten Aktivierung im Sinus Coronarius oder zur Standardimplantation (posterolateral, nicht apikal).
Es wurden 1.000 Patient:innen mit einer CRT-Indikation eingeschlossen. Nach einem medianen Follow-up von 45,8 Monaten trat der kombinierte primäre Endpunkt aus Tod oder erster ungeplanter Hospitalisierung in beiden Gruppen gleich häufig auf (27,9 % vs. 25,5 %; HR 1,10; 95-%-KI [0,86-1,39]; p = 0,45). Auch die sekundären Endpunkte, wie strukturelle Veränderungen des linken Ventrikels, Lebensqualität und funktioneller Status, waren in den beiden Gruppen gleich. Komplikationen in Zusammenhang mit der Elektrode traten in der Interventionsgruppe häufiger auf. Bei Patient:innen mit Herzinsuffizienz und breitem QRS-Komplex konnte die gezielte Elektrodenplatzierung an der Stelle der spätesten Aktivierung den kombinierten primären Endpunkt nicht senken.
Bedeutung für die Praxis: Die gezielte Platzierung der linksventrikulären Schrittmacherelektrode zeigt keinen zusätzlichen Vorteil in der CRT. Diese Daten sprechen nicht für ein routinemäßiges elektrisches Mapping zur gezielten linksventrikulären Elektrodenplatzierung in der heutigen CRT-Praxis.