© pix4U - stock.adobe.com Der aktuelle STADA Health Report zeigt: Hierzulande sehen sich vergleichsweise viele Menschen selbst für ihre Gesundheit verantwortlich und würden einer KI-Diagnose nie so vertrauen wie Ärzt:innen.
Jedes Jahr lässt der international tätige Pharmakonzern STADA mit Hauptsitz im deutschen Bad Vilbel in 20 europäischen Ländern je 500 bis 2000 Personen im Alter von 18 bis 99 Jahren vom Marktforschungsinstitut Human8 zu Gesundheitsthemen befragen. Zuletzt befragte man insgesamt fast 20.000 Menschen, darunter auch 500 Österreicher:innen.
Aus deren Antworten sticht hervor, dass sich hierzulande vergleichsweise sehr viele, 71 Prozent, selbst für ihre Gesundheitsbildung und ihren Gesundheitszustand verantwortlich fühlen, im Länderdurchschnitt tun das nur 43 Prozent. Hoch ist auch der Prozentsatz jener, die das Gefühl haben, die eigene Gesundheit im Griff zu haben: Er liegt bei 84 Prozent, nur im United Kingdom und Usbekistan ist dieser Anteil mit 89 und 85 Prozent höher. Mit 87 Prozent bevorzugen auch viele den persönlichen Kontakt gegenüber einem virtuellen Gespräch mit ihren Hausärzt:innen, im Schnitt liegt dieser Anteil bei 79 Prozent.
Auch sonst ist der Wunsch nach persönlicher Betreuung ausgeprägter als anderswo: 77 Prozent wünschen sich etwa bei psychischen Problemen eine persönliche Betreuung, im Länderschnitt sind das nur 59 Prozent. 50 Prozent statt wie im Schnitt nur 41 Prozent würden auch einer KI-Diagnose nie so sehr vertrauen wie Ärzt:innen oder Apotheker:innen. 42 Prozent gaben außerdem an, dass Gesundheitsfachkräfte durch die KI als Ansprechpartner:innen wichtiger geworden sind. Weiters zeigt der Report: 67 Prozent sind mit dem Gesundheitssystem zufrieden, 52 Prozent würden die Wartezeiten verkürzen, 42 Prozent den Zugang zur medizinischen Grundversorgung verbessern, 60 Prozent nehmen zumindest an einigen Vorsorgeuntersuchungen teil.
Diesen hohen Anteil nahm in Reaktion auf die Veröffentlichung des Reports die Österreichische Apothekerkammer (ÖAK) zum Anlass, einen Ausbau der Test-, Screening-, und Beratungsmöglichkeiten in den Apotheken zu fordern. Der Erfolg präventiver Maßnahmen, die über die Apotheken angeboten und abgerechnet werden, sei programmiert, hieß es seitens der ÖAK. Gute Beispiele dafür seien die Diabetes-Tests, die 2025 in den Kärntner Apotheken durchgeführt wurden, und wo bei 35 Prozent der Getesteten Auffälligkeiten festgestellt wurden, und die Vitamin D-Testungen in Apotheken in Salzburg, wo man bei 56 Prozent der Getesteten Mängel erkannte. (sst)