Die „Landschaft“ der Praxisgründungen hat sich verändert

In den vergangenen neun Jahren hat sich einiges im Gesundheitssystem verändert, was auch Jungärzten nicht verborgen blieb, und zwar ganz egal, ob es sich um potenzielle Wahl- oder Kassenärzte handelt. Inzwischen weiß jeder Arzt ganz genau, worauf er sich bei einer Ordinationsgründung einlässt und wie er vorgehen muss, damit die Chance auf Erfolg besteht.
Der Zugang zu Wahlarztordinationen – vor allem in Ostösterreich – scheint ungebrochen, in der letzten Zeit werden jedoch auch wieder vermehrt Kassenstellen vergeben. Der massive erwartete Generationenwechsel bei Kassenstellen hat bereits begonnen. Erfreulich ist, dass auch angehende Kassenärzte wissen, dass man heutzutage mehr tun muss, als einfach nur aufzusperren.

 

Moderne Anforderungen durch harten Wettbewerb

Diesen modernen Anforderungen eines immer härter werdenden Wettbewerbs hat sich auch das Praxisgründungsseminar des Basler Ärztedienstes gestellt. Im Laufe der Zeit wurde das Seminar auf anderthalb Tage erweitert, wobei auch die Inhalte an die Nachfrage angepasst wurden. Praxisgründungen beginnen heutzutage oft mit der Standortfrage an sich. Der Basler Ärztedienst hat in diesem Zusammenhang ein Tool entwickelt, mit dem sich alle möglichen Ordinationsstandorte in Österreich im Hinblick auf die Erfolgschance in bestimmten Fächern bewerten lassen. Selbstverständlich wird diesem Thema die notwendige Seminarzeit gewidmet.
Speziell die juristischen Probleme plagen die gesamte Ärzteschaft. Kaum ein Tag, an dem kein Arzt in den Medien angeprangert wird. Die Vorwürfe entpuppen sich jedoch selten als echte Kunstfehler. Aber Ärzte machen sich offenbar immer häufiger strafbar, indem sie den bestehenden Anforderungen – etwa im Bereich ärztliche Aufklärung oder Dokumentation – nicht im notwendigen Umfang nachkommen. Das Seminar gibt genau über diese Themenbereiche Auskunft und vor allem darüber, wie man sich vor der Geltendmachung von Schadenersatzansprüchen schützen kann.

 

Kein Geld mehr zu verschenken

Aber auch „Evergreens“ nehmen im Seminar breiten Raum ein. So sind die Zeiten vorbei, wo man als niedergelassener Arzt im Geld schwimmt und etwas zu verschenken hat. So auch nicht im Bereich Finanzierung, wo viel verschenkt werden kann. Wenn man beispielsweise blind auf die Offerte der Hausbank setzt und keine Vergleiche zu Mitbewerbern zieht. Ganz abgesehen von den Auswirkungen der diversen Bankenkrisen der vergangenen Jahre, die Kreditvergaben generell erschwert und auch verteuert haben.
Hinter vielen Details in Kreditverträgen wie in kleinen Unterschieden beim Zinssatz verbirgt sich oft viel Geld. Das Seminar gibt wichtige Hilfestellung bei der Auswahl der persönlichen, maßgeschneiderten Finanzierung. Ebenfalls ein Klassiker ist mittlerweile das Praxisgründungsplanspiel als Abschluss jedes Seminars, welches immer mehr Anhänger findet und dessen Auswertung auch nach dem Seminar immer häufiger angefragt wird. Wir sind jedenfalls überzeugt, dass die Praxisgründungsseminare auch heuer wieder gut besucht sein werden.