Video-Statement: Neue globale Definition des Myokardinfarkts

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Die 5. universale Definition des Myokardinfarkts ersetzt die bisherige numerische Einteilung in Typ-1- bis Typ-5-Myokardinfarkte durch die drei klinisch relevanten Kategorien primärer, sekundärer und prozedurbezogener Myokardinfarkt. Die wichtigsten Neuerungen fasst Prof. Hemetsberger im Video-Statement zusammen.

Das neue System orientiert sich am etablierten diagnostischen Vorgehen bei Verdacht auf einen Myokardinfarkt und berücksichtigt zugleich die zugrunde liegende Pathophysiologie.

Der primäre Myokardinfarkt entsteht spontan infolge einer akuten Koronarpathologie, etwa durch Atherothrombose, spontane Koronardissektion, Vasospasmus oder Koronarembolie. Ein sekundärer Myokardinfarkt ist Folge eines Missverhältnisses zwischen myokardialem Sauerstoffangebot und -bedarf aufgrund einer anderen akuten Erkrankung. Als prozedurbezogener Myokardinfarkt werden Infarkte bezeichnet, die innerhalb von 30 Tagen als Komplikation eines perkutanen oder chirurgischen kardialen Eingriffs auftreten.