Video-Statement: Herzinsuffizienz-Leitlinie – die wichtigsten Neuerungen

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Beim ESC-Kongress wurde eine neue Leitlinie zur Herzinsuffizienz präsentiert. Sie bringt wesentliche Änderungen bei Klassifikation, Stadieneinteilung und Therapie. Doz. Martin Hülsmann fasst die wichtigsten Neuerungen zusammen.

Dazu zählt eine vereinfachte Klassifikation der Herzinsuffizienz: Die Kategorie Herzinsuffizienz mit leicht reduzierter Ejektionsfraktion (HFmrEF) entfällt, künftig wird zwischen Herzinsuffizienz mit reduzierter Ejektionsfraktion (HFrEF) mit einer LVEF < 50 % und Herzinsuffizienz mit erhaltener Ejektionsfraktion (HFpEF) mit einer LVEF ≥ 50 % unterschieden. Neu ist zudem die Stadieneinteilung von A (Risikofaktoren) bis D (fortgeschrittene Herzinsuffizienz).

Die Therapie betreffend gibt es neue Begriffe: Die medikamentöse Therapie wird in Foundational Medical Therapy (FMT) und Additional Medical Therapy (AMT) gegliedert. Mit Guideline-Directed Interventional Therapy (GDIT) werden zudem leitliniengerechte Device- und interventionelle Therapien berücksichtigt. Auch spezifische Therapieempfehlungen wurden aktualisiert: Unter anderem erhalten Mineralokortikoid-Rezeptor-Antagonisten bei chronischer Herzinsuffizienz unabhängig von der LVEF eine Klasse-I-Empfehlung. Semaglutid oder Tirzepatid werden bei HFpEF und Adipositas mit Klasse IIa empfohlen. Digoxin/Digitoxin wurden als zusätzliche Therapieoption bei symptomatischer HFrEF aufgewertet.