Refluxzentrum eröffnet

Leiter der Einrichtung ist Oberarzt Dr. Thomas Winkler, Facharzt für Chirurgie und Viszeralchirurgie.
Bei nicht adäquater Diagnostik und unzureichender Therapie kann gastroösophagealer Reflux nicht nur die Speiseröhre selbst, sondern auch eine Reihe von anderen Organen insbesondere die Lunge schädigen. „Reflux der stärkste Risikofaktor für die Ent – stehung von Ösophaguskarzinomen“, so Winkler. Im Refluxzentrum im Ambulatorium Döbling steht nun ein modernes Untersuchungsrepertoire zur Abklärung der Refluxerkrankung zur Verfügung. Eines der modernsten Verfahren ist die Impedanzmessung, die der herkömmlichen Säuremessung (pH-Metrie) deutlich an Informationsgehalt überlegen ist. Mit der Impedanzmessung wird der Rückfluss von aggressiven Substanzen in die Speiseröhre mengenmäßig erfasst und zusätzlich mit den Symptomen korreliert. „Dadurch ist es möglich herauszufinden, ob die angegebenen Symptome durch einen Reflux bedingt sind oder nicht. Zur weiteren Abklärung werden die Gastro – skopie und die Videokinematografie eingesetzt“, so Winkler. Bei der Video – kinematografie wird mittels Durchleuchtung unter anderem eine Bewegungsstörung der Speiseröhre dokumentiert oder ein Reflux visualisiert.

MP 01|2012

Herausgeber: AUSTROMED – Interessensvertretung der Medizinprodukte-Unternehmen
Publikationsdatum: 2012-02-20