DF 03|2014

Herausgeber: Univ.-Prof. Dr. Guntram Schernthaner, Österreichische Diabetes Gesellschaft

Editorial

ÖDG Aktuell

  • 9. ÖDG Nordic City Walk: „FACE DIABETES“ im Prater

    Sonntag, 14. September, ab 10.00 Uhr

    Treffpunkt und Start: Stadionbad-Parkplatz

    Hauptallee im Wiener Prater, 1020 Wien (U2-Station: Stadion)

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  • Frühjahrstagung 2014: Diabetes, Bewegung und Sport

    Training ist ein effizientes, nebenwirkungsfreies Antidiabetikum und beeinflusst u. a. Insulinresistenz, Lipidstoffwechsel, Körperfett und Blutdruck (Evidenzklasse IA).

    Sowohl Kraft- als auch Ausdauertraining sind im metabolischen Bereich effektiv, Krafttraining vermehrt bzw. erhält zusätzlich die Muskelmasse.

    Die Etablierung einer Bewegungsberatung adäquat zur Ernährungsberatung ist zu fordern.

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  • Frühjahrstagung 2014: Stigmatisierung und Diskriminierung

    Diabetiker erfahren mitunter Diskriminierung durch Maßnahmen, die eigentlich ihrem Schutz dienen sollten (z. B. Steuerbegünstigung, Führerscheinbefristung).

    Die Stigmatisierung von Menschen mit Adipositas ist präsent und auch unter Mitarbeitern des ­Gesundheitswesens weit verbreitet.

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ÖDG Seite der Präsidentin

  • Wohin soll sich die Österreichische Diabetes Gesellschaft entwickeln?
    In ihrem historischen Selbstverständnis waren medizinische Fachgesellschaften in erster Linie wissenschaftliche Fachgremien. Sie waren bestrebt, das aktuelle Wissen des jeweiligen Fachgebietes zur bestmöglichen Behandlung der Betroffenen in Fortbildungen und Kongressen interessierten Kolleginnen und Kollegen anzubieten und auch den wissenschaftlichen Fortschritt ...Weiterlesen ...

Focus: Basale Insulintherapie

  • Vom Pankreasextrakt zum Analoginsulin: die Geschichte der Insulinentwicklung

    Die Extraktion von Insulin aus dem Pankreas wurde 1923 mit dem Nobelpreis gewürdigt, weitere Nobelpreise folgten.

    Limitationen der Therapie mit den ersten Insulinextrakten waren u. a. die fehlenden Möglichkeiten zur Blutzucker-Selbstmessung und zur Deckung des weltweit hohen Bedarfs.

    Mit der Reinigung des Insulinrohextraktes und der Entwicklung von Insulinen mit verschiedener Wirkdauer wurden weitere Voraussetzungen für den breiten Einsatz erfüllt.

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  • Warum ist NPH-Insulin kein ideales Basalinsulin?

    Ein ideales Basisinsulin ist durch eine flache, möglichst über 24 Stunden anhaltende Wirkkurve, eine geringe Variabilität in der Effektivität und ein geringes Hypoglykämierisiko charakterisiert.

    NPH-Insulin muss im Vergleich zu modernen lang wirksamen Basalinsulinen (Glargin, Detemir) öfter verabreicht werden und weist eine höhere Variabilität in der Dosis-Wirkung-Beziehung, höhere Hypoglykämieraten und einen ungünstigeren Einfluss auf das Körpergewicht auf.

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  • Update 2014: Insulin glargin, Insulin detemir

    Aktuelle Studien bestätigen die bekannten Vorteile (v. a. geringe Hypoglykämieraten) von Insulin glargin und detemir bei Typ-1- und Typ-2-Diabetes.

    Typ-1-Diabetes: Insulin detemir zeigte im Vergleich zu NPH-Insulin einen verminderten ­appetitstimulierenden Effekt im ZNS.

    Typ-2-Diabetes:

    • Die Hypoglykämierate wird durch die Zugabe von Insulin detemir zu einer oralen antidiabetischen Therapie nicht erhöht.
    • Durch die Kombination lang wirksamer Insulinanaloga mit DPP-4-Hemmern und GLP-1-Analoga wird eine weitere HbA1c-Senkung erzielt.
    • Die frühzeitige Behandlung mit Insulin glargin senkt bei Patienten mit hohen HbA1c-Ausgangswerten die ­mikrovaskuläre Ereignisrate.
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  • Insulin degludec

    Charakteristika von Insulin degludec sind eine Halbwertszeit von ca. 24 Stunden, eine Wirkdauer von > 42 Stunden, ein besonders flaches pharmakodynamisches Wirkprofil, geringe intraindividuelle Variabilität und die Möglichkeit der Flexibilisierung der Applikationsintervalle.

    Insbesondere nächtliche Hypoglykämien treten seltener auf.

    Initiale Dosisreduktion bei Umstellung von anderen Basalinsulinen bei Typ-1-Diabetikern.

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  • Insulin LY2605541 (PEG Lispro): Pharmakologische Charakteristika, klinische Daten, therapeutisches Potenzial

    Klinische Benefits von LY2605541 im Vergleich zu Insulin glargin:

    Typ-1-Diabetes: signifikant stärkere Senkung von durchschnittlichem Blutzucker und HbA1c, geringere Glukosevariabilität, geringerer prandialer Insulinbedarf, Gewichtsabnahme (vs. Gewichtszunahme), weniger nächtliche Hypoglykämien.

    Typ-2-Diabetes: signifikant stärkere Senkung der durchschnittlichen täglichen Blutglukose, geringere Blut­glukosevariabilität, leichte Gewichtsreduktion.

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  • Insulin U300: Pharmakologische Charakteristika, klinische Daten, therapeutisches Potenzial

    Phase-III-Studien zeigen für das hochkonzentrierte Insulin glargin U300 bei Typ-1-Diabetes und ­Typ-2-Diabetes eine Reduktion der nächtlichen Hypoglykämien bei gleicher glykämischer Kontrolle (HbA1c) im Vergleich zu Insulin glargin U100. Ein erhöhtes Krebsrisiko ist nicht zu erwarten.

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  • Insulintherapie im Spannungsfeld: Preispolitik vs. Pharmaökonomie – Wie viel Innovation sollen wir uns leisten?

    Trotz Kostenbewusstsein ist innovative Produktentwicklung auf dem Gebiet des Diabetes mellitus absolut erforderlich.

    Geringfügige Produktverbesserung sollte nicht mit einer Verdoppelung der Therapiekosten einhergehen.

    „Vermiedene“ Ausgaben für Notfallmedizin und Spitalsaufenthalte als Folge schwerer Hypoglykämien sollten den höheren Therapiekosten innovativer Medikamente „gegengerechnet“ werden.

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  • (Warum) brauchen wir bessere Basalinsuline?

    Im Interview: Prof. Dr. J. Hans De Vries, Amsterdam/NL: Eine längere Wirkdauer und eine flachere Wirkkurve von Basalinsulinen führen zu geringeren Hypoglykämieraten. Die Daten für neue, ultralang wirksame Basisinsuline weisen auf eine weitere Reduktion insbesondere nächtlicher Hypoglykämien und einen Trend zu einer besseren glykämischen Kontrolle hin. Eine Ausdehnung der Dosierungsintervalle kann derzeit nicht generell empfohlen werden.

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