DF 05|2014

Herausgeber: Österreichische Diabetes Gesellschaft, Univ.-Prof. Dr. Guntram Schernthaner

Editorial

  • EASD-Kongresse in Wien (1996 – 2009 – 2014)
    Sehr geehrte Frau Kollegin, sehr geehrter Herr Kollege!
    In den letzten 18 Jahren hat der Kongress der Europäischen Diabetesgesellschaft (EASD) nach 1996 und 2009 nun schon zum dritten Mal in Wien stattgefunden, obwohl es in Europa 47 Länder gibt, von ...Weiterlesen ...

ÖDG Aktuell

  • „FACE DIABETES“ im Prater beim 9. ÖDG Nordic City Walk

    Am 14. September fand bereits zum 9. Mal der Nordic City Walk in der Prater-Hauptallee statt. Hunderte DiabetikerInnen und NichtdiabetikerInnen kamen der Einladung nach, mit ihrer Teilnahme die Aufmerksamkeit für die Volkskrankheit Diabetes zu erhöhen.

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  • Präventionsplakate zum Weltdiabetestag kostenlos zu bestellen

    In den vergangenen Jahren hat die ÖDG anlässlich des Weltdiabetestages in Kooperation mit der International Diabetes Federation (IDF) immer wieder Präventionsplakate produziert, die weiterhin kostenlos bestellt werden können. Indem Sie die Plakate in Ihrer Ordination oder Ambulanz gut sichtbar anbringen, unterstützen Sie die Kampagne.

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  • Willkommen der ÖDG für Radler der M-Health-Radtour!
    Anlässlich des 50. EASD Jahreskongresses in der Messe Wien empfing die ÖDG am 15. September 15 Radfahrer, das „TeamBG“, die unter dem Motto „Out-Cicle Diabetes“ die Strecke von Barcelona bis nach Wien zurückgelegt hatten.
    Ziel der M-Health-Radtour ist die Steigerung ...Weiterlesen ...
  • Symposium der ÖDG im Rahmen des 50. EASD: FACE DIABETES – Strategies to defeat the epidemic

    Aus heutiger Sicht kann wahrscheinlich nur eine Kombination aus Hochrisiko- und populationsbasierten Strategien in Verbindung mit einer bestmöglichen Versorgung der betroffenen Patienten eine Chance bieten, der „Epidemie Diabetes“ zu begegnen.

    Bei Typ-1-Diabetikern sollten kardiovaskuläre Risikofaktoren zumindest ab dem 40. Lebensjahr ebenso intensiv therapiert werden wie bei Typ-2-Diabetikern.

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  • Symposium der ÖDG im Rahmen des 50. EASD: Spezifische therapeutische Fragestellungen

    Bariatrische Chirurgie ist bei schwer adipösen Patienten effektiv und beim Einsatz in erfahrenen Zentren sicher.

    Bei der Betreuung von alten Patienten mit Typ-2-Diabetes sind die Zielwerte individuell festzulegen sowie die Wirksamkeit und Sicherheit der Medikamente und die Präferenzen der Patienten zu berücksichtigen.

    Das am Joanneum Resarch Institute entwickelte Hospital Care System GlucoTab® kann die stationäre Betreuung von Patienten mit Typ-2-Diabetes verbessern und einfacher gestalten.

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ÖDG Seite des Präsidenten

  • November 2014 – ein Monat im Zeichen von FACE DIABETES
    Traditionell wird der Monat November mit Martinigans, Allerheiligen und der Farbe Grau assoziiert. Seit Jahren findet aber auch die Jahrestagung der Österreichischen Diabetes Gesellschaft im November statt, ebenso wie der Weltdiabetestag. Üblicherweise gehen diese Ereignisse an der Öffentlichkeit weitgehend spurlos ...Weiterlesen ...

Focus: EASD 2014

  • 50 Jahre Erfolgsgeschichte in der Diabetologie

    In seinem Festvortrag zur 50. EASD-Jahrestagung erläuterte Univ.-Prof. Dr. Guntram Schernthaner, Wien, die drastische Reduktion von Gesamtmortalität und vaskulären Komplikationen bei Diabetespatienten, die in den vergangenen 50 Jahren u. a. dank besserer Schulungsprogramme und konsequenter Umsetzung multifaktorieller Therapiekonzepte erzielt wurden.

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  • Typ-1-Diabetes: früher progressiver Nierenfunktionsverlust als neues Modell der Nephropathie

    Nach dem Vortrag von A. S. Krolewski (USA)

    Im Rahmen der Joslin-Kidney-Studie kam es bei 10 % der Patienten mit Normoalbuminurie zu einem frühen progressiven Nierenfunktionsverlust.

    Ein früher progressiver Nierenfunktionsverlust stellte einen Point of no Return auf dem Weg zur terminalen Niereninsuffizienz dar.

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  • Typ-1- und Typ-2-Diabetes: Die Prognose von Patienten mit diabetischer Nephropathie verbessern

    Nach dem Vortrag von H.-H. Parving (DK)

    Albuminurie ist bei Patienten mit Typ-1- und Typ-2-Diabetes ein wichtiges Warnsignal. Jährliche Kontrollen sind Pflicht.

    Eine Verringerung der Albuminurie verbessert den renalen und kardiovaskulären Outcome.

    Der nephroprotektive Effekt von RAAS-Hemmern geht über den Effekt der alleinigen Blutdruck­senkung hinaus. Die Hochdosistherapie ist der Niedrigdosistherapie überlegen.

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  • Metformin – where is the evidence?

    Michael Berger debate

    Metformin kann als „das“ First-Line-Medikament bei Diabetesmanifestation betrachtet werden.

    Ausreichende klinische Erfahrung ist zu den Vorteilen und zur Sicherheit von Metformin verfügbar, sofern die Kontraindikationen beachtet werden.

    Von der GLINT-Studie werden robuste Daten zu Vorteilen und Risiken hinsichtlich kardiovaskulärer und onkologischer Erkrankungen erwartet.

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  • Rising Star Symposium

    Das Fettgewebe ist ein komplexes endokrines Organ, dessen (Dys-)Funktionen eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung der Insulinresistenz spielen. Neu identifizierte Charakteristika im Fettgewebe adipöser Personen sind u. a. eine erhöhte Sauerstoffspannung und ein vermehrtes Einwandern proinflammatorischer Makrophagen.

    Bei der Behandlung kardiovaskulärer und renaler Risikofaktoren bei Typ-2-Diabetes sollten die multiplen Wirkmechanismen von Medikamenten im Sinne einer individualisierten Therapie verstärkt beachtet werden.

    Epigenetische Studien erweitern die Informationen, wie Sequenzvarianten zur Prädisposition für Typ-2-Diabetes beitragen können.

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  • Gesundheitspolitik, Grundlagenforschung, Erfolge und klinische Debatten

    Im Interview: Dr. Viktor Jörgens, Geschäftsführer der EASD, Düsseldorf (D): Ein wichtiges ­Thema für die EASD ist die Gewährleistung der Sicherheit medizintechnischer Geräte wie ­Blutzuckermessgeräte und Insulinpumpen. Dafür bedarf es gesundheitspolitischer Reformen, wie etwa Einführung von Zulassungsverfahren und „post-marketing surveillance“, vergleichbar mit der ­Medikamentenzulassung. Keinesfalls dürfen eventuelle Sicherheitsbedenken Anlass sein, Patienten die Versorgung mit einer Insulinpumpe vorzuenthalten.

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  • Medizinprodukte in der Diabetologie: Zeit für eine Reform?

    Nach den Vorträgen von A. J. M. Boulton (UK) und A. Peters (USA)

    Während die Medizin große Fortschritte gemacht hat, ist die Datenlage zu potenziellen technischen Risiken beim Einsatz von Insulinpumpen nach wie vor mangelhaft.

    Ein besseres Verständnis der EU-Regulative für alle Medizinprodukte ist eine wichtige Voraussetzung, um die Rahmenbedingungen für den Diabetesbereich abzustecken.

    Mehr Forschung ist erforderlich, um aussagekräftige Daten zu erfassen und zu beurteilen.

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  • Hot Topic in Diabetes: ADVANCE-ON

    Prof. John Chalmers und Dr. Sophie Zoungas (The George Institute for International Health, Sydney, Australien), die Leiter der Beobachtungsfolgestudie zu ADVANCE, präsentierten die Langzeit­ergebnisse des Blutglukose- und Blutdruckarms ihrer Studie.

    Antihypertensive Langzeittherapie ist unumgänglich für die Reduktion von kardiovaskulären ­Komplikationen und Mortalität.

    Nephroprotektive Wirkung der intensiven Blutzuckerkontrolle wurde nachgewiesen.

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  • Diabetische Neuropathie: viele Erkenntnisse, kaum therapeutische Ansätze

    29th Camillo-Golgi-Lecture: S. Tesfaye (UK)

    Anhand der klinischen Diagnostik wird die diabetische Polyneuropathie (DPN) zu spät erkannt. Erste histologische Veränderungen treten bereits bei gestörter Glukosetoleranz auf.

    Mit einem Point-of-Care-Device kann innerhalb von fünf Minuten eine DPN zuverlässig und mit akzeptabler Genauigkeit nachgewiesen werden.

    Bei einem Teil der Patienten mit Typ-1-Diabetes kann durch striktes Management die DPN gestoppt oder sogar verhindert werden.

    Bei Patienten mit manifestem Typ-2-Diabetes kommt die Therapie der DPN zu spät; die Intervention muss bereits im Stadium der gestörten Glukosetoleranz einsetzen.

    Mit Duloxetin und Pregabalin kann der DPN-assoziierte Schmerz verringert werden.

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  • Stellenwert und Bewertung inkretinbasierter Therapien

    GLP-1-Rezeptoragonisten (RA) und DPP-4-Hemmer sind gemäß Leitlinien indiziert, wenn die Therapieziele mittels Metformin oder oraler Zweifachtherapie nicht erreicht werden.

    Die Vorteile überwiegen die Risiken bei Weitem, potenzielle Risiken sind in Relation zu jenen alternativer Behandlungsoptionen zu sehen.

    Das Risiko für Pankreatitis ist unter inkretinbasierten Therapien nicht signifikant erhöht.Bei Patienten mit hohem Risiko für ein medulläres Schilddrüsenkarzinom ist Vorsicht mit GLP-1-RA geboten.

    Die kardiovaskuläre Sicherheit der DPP-4-Hemmer scheint belegt, bezüglich Herzinsuffizienz sollen die weiteren Langzeitstudien die nötigen Daten liefern. Mögliche kardiovaskuläre Effekte von GLP-1-RA sind noch nicht völlig geklärt. Für alle inkretinbasierten Therapien laufen noch große Sicherheits- und Endpunktstudien.

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  • Wann wird die künstliche Betazelle Realität?

    Nach dem Vortrag von E. Renard (F)

    Die denkende, künstliche Betazelle, ein geschlossenes Insulinversorgungssystem zur aktuell ­bedarfsorientierten Insulinversorgung, ist keine reine Utopie mehr; zahlreiche Studiengruppen arbeiten intensiv daran.

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  • Hepatoselektive Insuline

    Insulinderivate mit größerer Molekülmasse führen zu flachen und lang anhaltenden Wirkprofilen, wodurch unter anderem das Risiko an nächtlichen Hypoglykämien verringert wird.

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  • Risikoforschung aus Österreich: Was ist neu, was wird bestätigt?

    Exemplarische Auswahl aus der Fülle von Abstracts:

    Diabetes ist bei Frauen kein KHK-Riskoäquivalent.

    Niedriges Körpergewicht scheint bei metabolischem Syndrom ein Risikofaktor zu sein.

    Biomarker der endothelialen Dysfunktion können bei Frauen mit Gestationsdiabetes auf ein erhöhtes kardiovaskuläre Risiko hinweisen.

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  • Neue Erkenntnisse aus SAVOR-TIMI-53

    Neue Analysen der SAVOR-TIMI-53-Studie belegen die Sicherheit von Saxagliptin in weiteren Patientenkollektiven wie Diabetiker mit vorbestehender Herzinsuffizienz und alte Diabetespatienten; auch das Frakturrisiko ist nicht erhöht.

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