DF 02|2015

Herausgeber: Österreichische Diabetes Gesellschaft, Univ.-Prof. Dr. Guntram Schernthaner

Editorial

News Update

  • Diabetogene Wirkung von Statinen stärker als bisher angenommen
    Eine Statinbehandlung verhindert sowohl in der Primär- als auch in der Sekundärprävention bei Nichtdiabetikern und Diabetikern effektiv kardiovaskuläre Erkrankungen und ist im Allgemeinen sicher und gut verträglich (Cholesterol Treatment Trialists Collaborators, Lancet 2008 und Lancet 2010). Jedoch spricht einige Evidenz ...Weiterlesen ...
  • Ist familiäre Hypercholesterinämie diabetespräventiv?
    Eine erst im März 2015 publizierte Studie könnte dazu beitragen, die Mechanismen, die einem möglichen Zusammenhang zwischen Cholesterinämie bzw. Statintherapie und dem Risiko für die Entwicklung von Typ-2-Diabetes zugrunde liegen, zu verstehen.
    Die familiäre Hypercholesterinämie ist durch eine gestörte Aufnahme ...Weiterlesen ...
  • Frühstück als wichtigste Mahlzeit des Tages bestätigt
    Die postprandiale Hyperglykämie (PPHG) beeinflusst die Höhe des HbA1c-Wertes und ist bei Patienten mit Typ-2-Diabetes stark mit dem kardiovaskulären Risiko assoziiert. Eine Ernährungsform, bei der zum Frühstück ein hoher und zum Abendessen ein niedriger Anteil der täglichen Energiemenge aufgenommen wird, ...Weiterlesen ...

ÖDG Aktuell

ÖDG Seite der Präsidentin

  • Und es bewegt sich doch!
    Österreich ist das Land der wunderbar unerklärlichen Uneinheitlichkeiten. Dinge, die in einem Bundesland möglich und üblich sind, erweisen sich in der Nachbarprovinz als undenkbar, ja verboten. Moderne Flachdach-Holzbau-Architektur zum Beispiel, die in Vorarlberg möglich ist, darf im Burgenland nicht gebaut ...Weiterlesen ...

Focus: Therapie-Individualisierung

  • Orale Antidiabetika: Therapieauswahl nach Wirkprinzip – ­individualisiert statt „one fits all“

    Bei der individualisierten Therapie werden neben pathophysiologischen Störungen auch ­psychosoziale Aspekte und Patientenerwartungen berücksichtigt.

    Auch die individualisierte HbA1c-Zielsetzung ist eine wichtige Komponente.

    Die gleichzeitige Beeinflussung der führenden pathophysiologischen Defekte mittels dualer oder ­Tripletherapie scheint gegenüber der konventionellen sequenziellen Therapieerweiterung überlegen zu sein.

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  • Injizierbare Antidiabetika: Wann initiieren, wie kombinieren?

    GLP-1-Analoga weisen pleiotrope Effekte auf.

    Die Kombination von GLP-1-Analoga mit einem Insulinsensitizer und/oder Insulin ist sinnvoll.

    Als Einstieg in die Insulintherapie empfehlen Fachgesellschaften eine Basalinsulintherapie.

    Der positive Effekt einer frühzeitigen, zeitlich begrenzten Insulintherapie ist belegt.

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  • Aktuelle Lipidziele für Diabetespatienten –­und wie können sie erreicht werden?

    Ein LDL-C-Zielwert von ≈ 50 mg/dl durch Verabreichung von Power-Statinen oder der Kombination von Statinen und Ezetimib könnte erstmals einen neuen Therapiestandard darstellen.

    Der Stellenwert von Ezetimib gilt als gesichert.

    PSCK9-Hemmer werden demnächst als neue Option zur Verfügung stehen.

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  • Diabetes und LDL-Cholesterin: Neue Studien und Substanzen

    Die Hemmung der Proproteinkonvertase Subtilisin/Kexin Typ 9 (PCSK9) stellt ein neues ­Wirkprinzip in der LDL-C-Senkung dar.

    Die Anwendung des monoklonalen Antikörpers Alirocumab über 24 Wochen führte zu einer mittleren LDL-C-Senkung um 62 %.

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  • Gender-Aspekte in der Diabetologie

    Die Diagnose „Diabetes“ scheint den kardiovaskulär protektiven Effekt der weiblichen ­Geschlechtshormone aufzuheben.

    Das Diabetesrisiko bei Frauen könnte durch diabetesspezifische Entitäten im reproduktiven Alter ­frühzeitig erkannt werden. Diese sind das polyzystische Ovarsyndrom und Gestationsdiabetes.

    Klinisch relevante geschlechtsspezifische Unterschiede sind für mit zystischer Fibrose assoziierten Diabetes ­bekannt.

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  • Antidiabetische Therapie nach einem ­kardiovaskulären Ereignis und bei ­Herzinsuffizienz

    An Diabetes mellitus Typ 2 erkrankte Patienten haben ein etwa 2-fach erhöhtes Risiko für koronare Herzkrankheit; bei HbA1c-Anstieg um 1 % besteht ein um 8 % erhöhtes Risiko für eine ischämische Herzinsuffizienz.

    Die großen Endpunktstudien der letzten Jahre lassen aufgrund der hohen Prävalenz der kardiovaskulären Erkrankungen Rückschlüsse auf mögliche individuelle therapeutische Strategien zu.

    Bei stabiler Herzinsuffizienz stellt Metformin derzeit das Mittel der Wahl dar.

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  • Der übergewichtige/adipöse Patient: Welche Antidiabetika, wann bariatrische Chirurgie?

    Das stammbetonte Übergewicht ist häufig ursächlich für die Entstehung von Typ-2-Diabetes und trägt wesentlich zum Auftreten von Sekundärkomplikationen bei.

    Neben der Blutzuckersenkung sollte daher vor allem die Gewichtsreduktion Ziel der Therapie sein.

    Die bariatrische Chirurgie stellt neben medikamentösen Optionen für einige Patienten, besonders für Diabetiker mit einem BMI von > 40 kg/m2 und noch kurzer Diabetesdauer, eine sehr effektive Therapieform dar.

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  • Der geriatrische Diabetespatient

    Hauptziele der Diabetestherapie von geriatrischen Patienten sind die Vermeidung von Akutkomplikationen und der Erhalt der Lebensqualität.

    Neben dem biologischen Alter sollten auch Komorbiditäten und geriatrische Syndrome in der Wahl der Therapieziele berücksichtigt werden.

    Ein einfaches Behandlungskonzept, das auch im Alltag umgesetzt werden kann und die individuellen Einschränkungen des Patienten berücksichtigt, ist zu bevorzugen.

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  • Frühmanifestierter Typ-2-Diabetes: Patientencharakteristik und Therapiestrategien

    Das Manifestationsalter von Typ-2-Diabetes nimmt kontinuierlich ab.

    Ein frühes Manifestationsalter ist mit einem höheren Schweregrad der Erkrankung und einem höheren kardiovaskulären Risiko verbunden.

    Eine besonders konsequente Behandlung des Diabetes und seiner Folge- und Begleiterkrankungen ist erforderlich.

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  • Biomarker in der individualisierten ­Diabetesdiagnostik und -therapie

    Bisher ist mittels neuer Biomarker keine signifikant bessere Einschätzung des Diabetesrisikos oder vaskulärer Komplikationen möglich als mit bestehenden Scores.

    Der beste Biomarker in der Diabetologie ist weiterhin das HbA1c. NT-proBNP scheint ein interessanter Kandidat in der Prädiktion von kardiovaskulären Endpunkten zu sein.

    Biomarker für die Identifikation von Therapie-Respondern sind eine wichtige Zukunftsperspektive.

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  • Sind wir bereit für die individualisierte Therapie des Typ-2-Diabetes?

    Im Interview: Prof. Dr. Michael Nauck, Bochum (D): Individualisierte Therapieziele adressieren vor allem das Vermeiden diabetischer Komplikationen. Neben Alter, Lebenserwartung und Diabetesdauer ist auch das Vermögen eines Patienten, die Therapie einzuhalten, in die Definition der Therapieziele und in die Therapieentscheidung einzubeziehen. Limitierend für die Individualisierung ist in erster Linie der Kostenaspekt.

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