FdR 03|2013

Herausgeber: o. Univ.-Prof. Dr. Josef Smolen

Editorial

  • Rheumatologie und Allgemeinmedizin
    Die Rheumatologie ist eine inklusive und keine exklusive Fachrichtung. Alleine die Vielzahl von mitbeteiligten Organsystemen macht klar, dass nur eine fachübergreifende PatientInnenversorgung eine optimale PatientInnenversorgung ergibt. Dermatologinnen und Dermatologen, Orthopädinnen und Orthopäden, Neurologinnen und Neurologen, Radiologinnen und Radiologen, PädiaterInnen – ...Weiterlesen ...

Focus: Rheumatologie und Allgemeinmedizin

  • 17 Jahre Wiener Früharthritisambulanz

    Die Erfahrungen aus der Wiener Früharthritis-Ambulanz zeigen, dass die Wichtigkeit einer frühen Diagnostik und Therapie insbesondere innerhalb der ersten drei Monate nach Symptombeginn weiterhin von Patienten und ihren Betreuern unterschätzt wird.

    Auch administrative Hürden wie lange Wartezeiten auf Erstvorstellungstermine tragen zu dieser Verzögerung bei.

    Diese könnten durch „Sofortzugänge“, z. B. Akutbegutachtungsambulanzen wie am AKH in Wien, oder Akut­sprechstunden, wie im oberösterreichischen Modell, abgebaut werden.

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  • Arthritis: Untersuchungen vor der Zuweisung zum Rheumatologen

    Hausärzte und Rheumatologen empfehlen übereinstimmend folgende Vorabuntersuchungen:

    Labor: Blutsenkungsgeschwindigkeit, C-reaktives Protein, Blutbild, Leberfunktionsparameter, Harnsäure, ­Kreatinin, Rheumafaktor und Antikörper gegen citrullinierte Antigene.

    Radiologische Diagnostik: betroffene Gelenke

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  • Rückenschmerzen – wann zum Rheumatologen?

    Die Herausforderung liegt darin, aus der großen Gruppe der Patienten mit chronischen Rückenschmerzen jene mit axialer Spondyloarthritis (SpA) zu erkennen.

    Dem Rheumatologen vorgestellt werden sollten: Patienten mit entzündlichem Rückenschmerz, Patienten mit chronischem Rückenschmerz und nachgewiesenem HLA-B27-Gen oder radiologisch nachgewiesener Sakroiliitis oder Verdacht auf extraartikuläre Manifestationen einer SpA.

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  • Wann an Kollagenosen denken?

    Systemische Autoimmunerkrankungen sind an sich selten, können aber rasch zu potenziell lebensbedrohlichen Zuständen führen.

    Besonders der systemische Lupus erythematodes und auch die Sklerodermie sind durch Organbeteiligungen ­gekennzeichnet.

    Eine frühe Erkennung dieser Erkrankungen ist wichtig, aber schwierig; gerade der Lupus kann in seinem akuten Beginn einer (viralen) Infektion sehr ähnlich sein.

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  • Das Rheumalabor

    Unter dem Begriff „Rheumalabor“ werden mehrere – nicht einheitlich definierte – Laborparameter verstanden, die in der differenzialdiagnostischen Abklärung von rheumatischen Erkrankungen eine Rolle spielen können. ­Andererseits können manche Laborparameter dabei helfen, die Krankheitsaktivität im Verlauf von bestimmten rheumatischen Erkrankungen einzuschätzen.

    Rheumatologische Erkrankungen können jedoch nie alleine anhand eines Laborparameters diagnostiziert werden. ­Vielmehr bedarf es zur Diagnosestellung immer der kombinierten Betrachtung der Anamnese, der klinischen ­Symptomatik, des Krankheitsverlaufs, gegebenenfalls von Laborparametern und einer weiterführenden bildgebenden oder funktionellen Diagnostik

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  • Polymyalgia rheumatica (PMR) – wie diagnostizieren, was beachten?

    Die Diagnose der Polymyalgia rheumatica (PMR) kann zu den schwersten Aufgaben des Rheumatologen gehören, da einerseits kein spezifischer Marker verfügbar ist, andererseits mehrere Erkrankungen wie die rheumatoide Arthritis des höheren Lebensalters, die Chondrokalzinose oder Malignome und chronische Infektionen die PMR imitieren können. Zudem ist die PMR häufig mit der Riesenzellarteriitis assoziiert.

    Neue ACR-EULAR-Klassifikationskriterien für die PMR wurden 2012 vorgestellt. Diese Kriterien wurden primär ­für klinische Studien entwickelt, ob sie auch zur Diagnose angewendet werden können, muss erst noch geprüft werden. Der in der Praxis häufig eingesetzte diagnostische Test mit Steroiden ist wegen seiner geringen Sensitivität und Spezifität sowie wegen der Verschleierung der weiteren Diagnostik sehr kritisch zu sehen.

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  • Die Knochendichte unterhalb des erwarteten Rahmens der Norm

    Der Osteoporose des jungen Erwachsenen liegt meist eine Komorbidität als Ursache zugrunde.

    Bei gleichem T-Score nimmt die Frakturinzidenz mit dem Alter zu, Frakturen beim jungen Erwachsenen sind trotz niedriger Knochendichte seltener.

    Die häufigsten Ursachen für eine Osteoporose im jungen Erwachsenenalter sind Anorexia nervosa, entzündliche Darm- oder rheumatische Erkrankungen sowie eine hoch dosierte Glukokortikoidtherapie länger als 3 Monate.

    Die Behandlung der zur Osteoporose führenden Grundkrankheit, die Vermeidung von knochenschädlichen Noxen, ­ausreichende Gabe von Vitamin D und Kalzium sowie Sport sind die Grundsäulen der Behandlung.

    Eine antiresorptive oder anabole Therapie ist selten notwendig, die Indikation ist besonders streng bei Frauen im ­gebärfähigen Alter und großzügiger bei der glukokortikoidinduzierten Osteoporose zu stellen.

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  • Borreliose

    Die Borrelieninfektion kann unterschiedliche klinische Bilder hervorrufen. Nur bei entsprechenden Symptomen und Risikofaktoren sollte eine serologische Untersuchung erfolgen.

    In frühen Stadien besteht die Behandlung aus Doxycyclin oder Amoxicillin, bei neurologischen Manifestationen erscheint Ceftriaxon als Mittel der Wahl.

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