FdR 04|2020


Editorial

Focus: Rheuma & Niere

  • Chronische Niereninsuffizienz und Rheuma-Behandlung

    Unabhängig von einer nephrotoxischen Medikation scheinen RA-Patienten ein inhärent erhöhtes CKD-Erkrankungsrisiko zu haben.

    Studien der letzten Jahre konnten die seit Jahrzehnten bestehende Sorge um allfällige nephrotoxische Effekte von NSARs weitgehend entkräften.

    Je nach GFR-Einschränkung müssen bei csDMARDs sowie JAK-Inhibitoren entsprechende Dosisreduktionen ­vorgenommen werden.

    Hinweise bestehen zu nephroprotektiven Effekten von Hydroxychloroquin und Biologika.

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  • JAK-Inhibitoren und Niere

    JAK-Inhibitoren zeigen bei einer immer größer werdenden Reihe von entzündlich rheumatischen Erkrankungen gute Wirkung.

    Bei PatientInnen mit eingeschränkter Nierenfunktion sollte berücksichtigt werden, dass sich JAK-Inhibitoren in der Elimination ­unterscheiden.

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  • Vaskulitis und Niere

    Bei ANCA-assoziierten Vaskulitiden gilt eine Nierenbeteiligung als wichtigster Prädiktor der Mortalität.

    Ungefähr 50 % der IgAV-PatientInnen entwickeln eine renale Beteiligung.

    Nierenbeteiligung beim Goodpasture-Syndrom unterscheidet sich klinisch nicht von anderen Formen einer rasch progredienten GN mit akutem Nierenversagen (bei Verdacht Nierenbiopsie zur Diagnosesicherung).

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  • Scleroderma Renal Crisis

    Die Scleroderma Renal Crisis (SRC) stellt eine potenziell lebensbedrohliche Komplikation der systemischen Sklerose dar.

    Patienten mit erhöhtem Risiko sollten frühzeitig identifiziert und darauf hingewiesen werden, regelmäßig bzw. bei neu auftretenden Symptomen den Blutdruck zu messen.

    Die wichtigste Therapiesäule stellen ACE-Inhibitoren dar. Neue Entwicklungen gibt es derzeit kaum.

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  • Lupusnephritis – wie erkennen, wie behandeln?

    Zur Diagnostik der Lupusnephritis (LN) wird ab 500 mg/Tag Proteinurie oder 500 mg/g Kreatinin eine Biopsie ­empfohlen.

    Bei rechtzeitigem Erkennen ist auch die schwere LN heute in aller Regel mit Cyclophosphamid nach dem Euro-Lupus-Schema oder MMF gut behandelbar. Als Therapieziel reicht eine Proteinurie von nicht mehr als 0,7 g/Tag aus.

    Neben der ausreichend langen Therapiedauer von mindestens 3 Jahren ist auch die Begleittherapie entscheidend.

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DFP-Literaturstudium

  • Kinderwunsch und Schwangerschaft bei entzündlich rheumatischen Erkrankungen | 2 DFP-Punkte

    Lehrziel:

    Nachdem Sie dieses Literaturstudium absolviert haben,

    wissen Sie, dass eine niedrige Krankheitsaktivität eine entscheidende Voraussetzung für einen unkomplizierten Schwangerschaftsverlauf ist.

    werden Sie Sicherheit bekommen, welche Medikamente rund um die Schwangerschaft empfohlen oder kontraindiziert sind.

    erkennen Sie die schwangerschaftsassoziierten Risikokonstellationen bei Patientinnen mit rheumatischen Erkrankungen und können vorbeugend bzw. therapeutisch eingreifen.

    kennen Sie zuverlässige und komplikationsarme Verhütungsmittel für Patientinnen mit entzündlich rheumatischen Erkrankungen.

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Aktuell

  • PatientInnenorganisationen zu Versorgungslücken bei rheumatischen Erkrankungen

    PatientInnen wünschen sich von RheumatologInnen

    den Aufbau eines Netzwerkes an nichtärztlichen und ärztlichen Einrichtungen, an die sie ihre zahlreichen ­nichtmedizinischen und medizinischen Fragen mit Erfolg herantragen können

    Orientierungshilfen nach der Diagnosestellung und kompetente AnsprechpartnerInnen in niederschwellig ­erreichbaren Gesundheitseinrichtungen

    eine engagierte ärztliche Fürsorge beim Umgang mit Sozialversicherungseinrichtungen, um eine dem Stand des Wissens entsprechende Behandlung ihrer chronischen Erkrankung zu erhalten.

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Wissenschaft aktuell

  • Trainingstherapie bei entzündlichen Muskelerkrankungen

    Durch die Stärkung gesunder Muskulatur durch Trainingstherapie werden erkrankte Muskeln entlastet und geschützt.

    Es ist bei der Planung einer Trainingsintervention zu beachten, welche Muskelgruppen von der Erkrankung ­betroffen und welche frei trainierbar sind.

    An Risiko und Muskelzustand adaptierte Trainingstherapie sollte so früh wie möglich nach Diagnose und regelmäßig bei allen Myositis-Patienten angewandt werden – einzige absolute Kontraindikationen sind akutes Flare oder akutes ­Nierenversagen.

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  • Immunglobulin-Therapie bei rheumatischen Erkrankungen

    IVIg können als effiziente Therapie bei PatientInnen mit Kawasaki-Vaskulitis, ITP, CIDP und GBS angesehen werden.

    Es besteht auch eine gute Evidenz für ihren Einsatz als Second-Line-Therapie bei PatientInnen mit einer DM/PM ­sowie als Überbrückungstherapie in bestimmten Fällen von DM/PM .

    Derzeit kritisch gesehen werden muss ihr Einsatz darüber hinaus bei anderen rheumatischen Erkrankungen (aufgrund der schlechten Evidenzlage bedingt durch niedrige Prävalenzraten und der damit verbundenen schlechten Studienlage).

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