GYN-AKTIV KOMPAKT 2019 Nachlese

Neue S2K-Leitlinie zur Diagnostik und Therapie vor ART

Kinderwunschpaare zu begleiten ist eine wunderschöne Aufgabe, die nicht nur GynäkologInnen, sondern auch UrologInnen, AllgemeinmedizinerInnen und andere Fachdisziplinen umfasst.

Die interdisziplinäre S2K-Leitlinie „Diagnostik und Therapie vor einer assistierten reproduktionsmedizinischen Behandlung (ART)“ wurde im Februar diesen Jahres von der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) in Kooperation mit der Österreichischen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (OEGGG) und Schweizer Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (SGGG) verfasst, wobei die Innsbrucker Klinik für Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin federführend war.

Ziel der Leitlinie ist es, betreuenden ÄrztInnen vor einer assistierten reproduktionsmedizinischen Behandlung wesentliche Ursachen für eine Infertilität sowohl auf Seiten der Frau als auch auf der des Mannes und deren Behandlungsmöglichkeiten darzulegen. Die fächerübergreifenden Handlungsanweisungen wurden durch einen strukturierten Konsens von repräsentativen Mitgliedern verschiedener Fachgesellschaften (wie z.B. Gynäkologen, Andrologen, Urologen, Humangenetiker, Onkologen) im Auftrag der Leitlinienkommission der DGGG entwickelt.

Die Leitlinie umfasst über 100 Empfehlungen und ist u. a. über die Webseite der deutschen Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AMWF) zugänglich: www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/015-085.html.

Der diagnostische Ablauf der Abklärung beim Kinderwunschpaar ist in Abbildung 1 dargestellt, der Ablauf auf Seiten des Mannes in Abbildung 2.

 

 

 

Redaktion: Dr. Kilian Vomstein, Univ.-Klinik für Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin, Medizinische Universität Innsbruck

AutorIn: Univ.-Prof. Dr. Bettina Toth

Leiterin der Universitätsklinik für Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin, Medizinische Universität Innsbruck

Foto: Florian Lechner


GA 06|2019

Herausgeber: em. o. Univ.-Prof. Dr. Sepp Leodolter, Universitätsklinik für Frauenheilkunde, Wien
Publikationsdatum: 2019-12-04