Neph 02|2014

Herausgeber: Österreichische Gesellschaft für Nephrologie

Editorial

  • Editorial 2/14
    Sehr geehrte Nephrologinnen und Nephrologen!
    Mit dieser Ausgabe halten Sie zum letzten Mal das NephroScript in seiner altbekannten Form in Händen.
    Im September 2013 fand zum ersten Mal das Seminar „Innereien im Salzkammergut“ statt, in dem gemeinsame Aspekte die Leber ...Weiterlesen ...

Focus: Wenn Leber und Niere streiken

  • Das hepatorenale Syndrom

    Bei Patienten mit fortgeschrittener Lebererkrankung tritt vermehrt eine Nieren­insuffizienz auf.

    Bereits geringgradige Anstiege des Serumkreatinins gehen mit einer Verschlechterung der Prognose einher. Frühzeitige Maßnahmen zur Verbesserung der Nierenfunktion können die Prognose deutlich verbessern.

    Das hepatorenale Syndrom (HRS) ist bei etwa einem Drittel der Patienten die Ursache des Nierenversagens.

    Die derzeitige Standardtherapie des HRS umfasst die Gabe von Vasopressoren wie Terlipressin in Kombination mit Humanalbumin. Damit kann in etwa 25–50 % der Patienten eine Normalisierung der Nierenfunktion erzielt werden.

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  • Zur Auswahl des Nierenersatztherapie-Regimes bei hepatorenalem Syndrom (HRS) – Was tun, wenn Leber und Niere streiken?

    Differenziert wird zwischen HRS Typ 1 (rascher Beginn, medianes Überleben 1 bis 3 Wochen) und HRS Typ 2 (charakterisiert v. a. durch Diuretika-refraktären Aszites, medianes Überleben 6 Monate).

    Die Nierenfunktionsverschlechterung im Rahmen des HRS ist funktionell und daher bei ­entsprechender Therapie oder nach Lebertransplantation wieder potenziell reversibel.

    Therapie bei HRS Typ 1: Vasokonstriktoren und Albumin als Therapie der Wahl, bei massivem Aszites Punktion; extrakorporale kontinuierliche Nierenersatztherapie; übergeordnetes Ziel: Lebertransplantation.

    In Einzelfällen transjugulärer portosystemischer Shunt (TIPS) zur Verbesserung der ­Nierenfunktion.

    Bei HRS Typ 2 auch Peritonealdialyse bei Patienten mit Kontraindikation für eine ­TIPS-Implantation oder bei therapierefraktärem Aszites diskutierbar.

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  • Lebertransplantation alleine vs. kombinierte Leber-Nieren-Transplantation

    Die Nierenfunktion stellt bei Patienten mit Leberzirrhose einen wesentlichen ­prädiktiven Faktor nicht nur vor, sondern auch ganz wesentlich nach Lebertransplantation (LT) dar.

    Bei vorbestehender Niereninsuffizienz kommt es bei mehr als der Hälfte der Patienten unmittelbar nach der LT zu einer weiteren Progredienz der Nierenerkrankung. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, ob nicht grundsätzlich bei jedem Patienten mit präoperativ eingeschränkter Nierenfunktion eine kombinierte Leber- und Nierentransplantation (kLNT) in Erwägung gezogen werden sollte.

    Die Indikation zur kLNT ist häufig eine individuelle Entscheidung. Die internationalen Richtlinien geben eine gewisse Hilfestellung. Die endgültige Entscheidung muss jedoch in enger Zusammenarbeit aller beteiligten Fachdisziplinen gestellt werden.

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  • Therapie der chronischen Hepatitis B und C bei Nierenerkrankungen

    Die chronische Hepatitis B und C können heute gut behandelt werden.

    Die chronische Hepatitis B wird in den meisten Fällen mit Nukleosid- oder Nukleotid-Analoga behandelt, welche in ihrer Dosis der Nierenfunktion entsprechend angepasst werden.

    Die Effektivität der Therapie der chronischen Hepatitis C hat sich in den letzten Jahren deutlich verbessert, die Nebenwirkungen sind jedoch weiterhin sehr relevant.

    Bis auf wenige Ausnahmen werden die meisten PatientInnen mit chronischer Hepatitis C und eingeschränkter Nierenfunktion auf die Interferon-freien Regime warten können, so dass sich die Indikation zu einer Interferon-basierten Therapie heute nur noch selten stellen wird.

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  • Elektrolyt- und Säure-Basen-Haushalt bei Leber- und Nierenerkrankungen

    Die Hyponatriämie ist mit einer Prävalenz von ca. 50 % die häufigste Elektrolyt­störung im Rahmen einer Leberzirrhose und stellt einen starken prognostischen Faktor dar.

    Bei Patienten mit Leberzirrhose, aber auch bei jenen mit chronischen Hepatitiden wird oftmals eine respiratorische Alkalose beobachtet, die mit Progredienz der Erkrankung zunimmt.

    Bei Lebererkrankungen wirken metabole Säure-Basen-Störungen häufig gegensinnig ­(hypoalbuminämische Alkalose und hyperchloräme Alkalose) und resultieren in einem ­normalen Netto-pH-Wert.

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