Digitaler Vorreiter: MSD e-Conference Days

PHARMAustria sprach mit Mag. Katharina Graninger, BU Head Digital Innovation & Commercial Operations, und Alexandra Kunsch, MSc, Corporate Communication Lead, als Vertreterinnen von MSD über die e-Conference Days und die Rolle von MSD bei der Ausrichtung und Unterstützung dieser Veranstaltung.

PHARMAustria: Was war das Besondere an den e-Conference Days und was hat diesen virtuellen Ärztekongress so erfolgreich gemacht?

Katharina Graninger: Eine Besonderheit stellt sicher das Format dar: hochwertige unterschiedliche Fortbildungen und Wissensvermittlung, die auf verschiedensten Kanälen bzw. in unterschiedlichen Formaten konsumiert werden konnten, wie etwa Livestream, Livechat, On-Demand-Webinare, E-Learning-Module und Bibliotheken zum Download von persönlichen Informationsmaterialien. Auch die Länge bzw. die Zeitspanne der angebotenen Fortbildungen war außergewöhnlich: Mit 7 Tagen an 24 Stunden/Tag ist diese Art der Fortbildung auf jeden Fall ein innovativer Vorreiter. Die Plattform bot einen sehr ansprechenden, userfreundlichen virtuellen Rundgang in Form eines Kongresses, bei dem unterschiedliche Räume zu unterschiedlichsten Themen besucht werden konnten. Hierbei wurden speziell auch sehr aktuelle Themen aufgegriffen, wie u.a. Pandemiemanagement und COVID-19 oder alles rund um die Praxisgründung. Der Erfolg liegt wohl auch darin begründet, dass dieser virtuelle Kongress ein so breites Therapiespektrum abgedeckt hat und wirklich jede interessierte medizinische Fachkraft teilnehmen konnte – anders als bei physischer Anwesenheit, wo es meist ein definiertes Kontingent an Teilnehmern gibt. Auch das technisch und optisch sehr ansprechende Format, gepaart mit einer wohlüberlegten Userfreundlichkeit, war sicherlich ein besonderes Erlebnis, das noch nicht alltäglich ist.Alexandra Kunsch: Womit wir uns auch intensiv auseinandergesetzt haben, war die Frage: Wie können wir die e-Conference Days so bekannt wie möglich machen, um eine große Anzahl an medizinisch ausgebildeten Interessierten zu erreichen? Hier war es ausschlaggebend, mittels definierter Partnerschaften und eines Omni-Channel-Kommunikationsmix – es waren über 28 verschiedene Kanäle, die wir genutzt haben – die Information so breit wie möglich zu streuen. Das war sicherlich in der momentanen Situation, in der ein physisches Treffen zur Fortbildung nicht bzw. schwer möglich ist, auch von Vorteil.

Warum ist MSD die Unterstützung dieses virtuellen Ärztekongresses ein Anliegen?

Kunsch: Es ist uns nicht nur ein Anliegen, sondern wir sehen es als unseren Auftrag und Anspruch, auch im digitalen Bereich vorauszugehen. Wir wollen allen interessierten Ärztinnen und Ärzten ortsunabhängige, flexible und hochwertige Weiterbildungsprogramme ermöglichen und dabei alle Altersgruppen und Fachrichtungen ansprechen.Graninger: Bei MSD Österreich ist Digital Innovation schon längst gelebte Realität. Wir fördern das Digital Mindset auch intern sehr stark und wollen diesen Weg natürlich auch extern weiter vorantreiben.

Wie wurde das Format in Zeiten von Corona von der Ärzteschaft angenommen?

Kunsch: Da kann man nur sagen: Die Zahlen sprechen für sich. Mit über 1.500 Teilnehmern war dieser virtuelle Kongress ein toller Erfolg und zeigt ganz klar, dass die e-Conference Days voll angenommen wurden und dass es an dieser Art der virtuellen Wissensvermittlung großen Bedarf gibt.Graninger: Das bestätigen auch die Daten: Die durchschnittliche Verweildauer pro Teilnehmer war 240 Minuten. Insgesamt betrug die Gesamtzeit, die die Teilnehmer kumuliert bei den e-Conference Days verbracht haben, 5.677 Stunden oder einfacher vorstellbar: 8 Monate. Das sind alles ganz klare Zeichen dafür, dass wir mit diesem Format am Puls der Zeit liegen.

Ist 2021 mit einer Fortsetzung der ­e-Conference Days zu rechnen?

Graninger: Die Idee der digitalen Wissensvermittlung war bei MSD ja schon viel länger in Planung und es gab dazu auch schon das eine oder andere kleinere Projekt. Die Planung der e-Conference Days hat bereits Mitte 2019 begonnen, selbst der Termin stand schon im Herbst 2019 fest, lange vor dem Auftreten des COVID-19-Virus. Was uns bei diesem Format natürlich entgegengekommen ist, war die Möglichkeit, hier ganz flexibel und schnell reagieren zu können. Wir haben den Wissensbedarf mit dem Auftreten von COVID-19 rasch aufgreifen und die Wissensvermittlung rund um das Thema zügig aufsetzen und zur Verfügung stellen können.Kunsch: Und gerade dieses Thema war für die Teilnehmer von großem Interesse und die Möglichkeit der Wissensvermittlung und des Austausches dazu war sehr beliebt. Um auf Ihre Frage zurückzukommen: ja! Basierend auf der hohen Teilnehmerzahl und dem Feedback sehen wir es als Auftrag an uns, die e-Conference Days weiterzuführen und gemeinsam mit unseren Kunden und Partnern weiterzuentwickeln – sowohl inhaltlich als auch technologisch.
Vielen Dank für das Gespräch!

Die e-Conference Days bieten durch Verlinkung Zugang zu DFP-approbierten Fortbildungen verschiedener Fach­gesellschaften auf deren Fortbildungsplattformen.

Eva Pernek, Geschäftsführung MEDahead
Dem Mutigen gehört die Welt: Zu Beginn der Konzeptionsphase für die e-Conference Days war es eine unglaublich mutige Entscheidung des Unternehmens, ein über Jahrzehnte etabliertes Fortbildungsformat zu kippen und durch ein reines Digitalprojekt zu ersetzen. Und dieser Mut wurde belohnt: Zur Zeit der Umsetzung der e-Conference Days war das Format die einzige Möglichkeit, Fortbildung zu konsumieren, und wurde mit sensationellen Teilnehmerzahlen und hymnischem Feedback belohnt. 7 Tage digitale Fortbildung, unzählige Indikationen und Themenbereiche, internationale Experten, über 3.500 Teilnehmer – und wir als MEDahead durften dieses Projekt mit unserer jahrelangen Erfahrung in der Ärztefortbildung von der Konzeptionsphase an begleiten! Unsere flächendeckende Bewerbung in den verschiedenen Zielgruppen schlug sich zeitnah in einer großen Anzahl von Anmeldungen nieder. Die e-Conference-Räume wurden von MEDahead durchdacht sowie in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Therapiebereich-Verantwortlichen gestaltet. Die Referenten wurden von uns in dieser für sie neuen Situation gebrieft und betreut. Ich bin stolz und glücklich, dass wir MSD auf diesem spannenden Weg begleiten durften, und freue mich auf die e-Conference Days 2021!
Dr. Wolfgang Tüchler, Geschäftsführung MedMedia
Mit Pionieren zu arbeiten macht immer Spaß – das war auch im Fall der MSD e-Conference Days so. Ausgehend von einer visionär
en Idee des MSD-Teams konnten wir von MedMedia schon von der Konzeptionsphase an dazu beitragen, dass dieser unglaubliche Erfolg eines neuen digitalen Veranstaltungsformats möglich wurde. Neben der Erstellung von Fortbildungsinhalten in Form von E-Learnings konnten wir durch zielgerichtete Bewerbung der e-Conference Days über unsere digitalen Kanäle und Plattformen sowie Social Media das Interesse an der Veranstaltung so weit steigern, dass die Teilnehmerzahlen über den gesamten Zeitraum der Veranstaltung außerordentlich hoch waren. Unsere Erfahrung in der zielgruppenspezifischen Ansprache und Bewerbung von Veranstaltungen hat sicher einen wichtigen Beitrag zum Gesamterfolg der e-Conference Days geliefert, ebenso wie das didaktische Konzept unserer E-Learnings.
Interview mit: Alexandra Kunsch, MSc

Corporate Communication Lead
© Harald Richter


Interview mit: Mag. Katharina Graninger

BU Head Digital Innovation & Commercial Operations
© www.christian-husar.com


PA 02|2020

Herausgeber: Dr. Wolfgang Tüchler
Publikationsdatum: 2020-06-30