Mehr Prävention in der Pflege gefordert

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Die Regierung solle im Pflegebereich mehr Präventionsmaßnahmen setzen, wie eine Sturzprävention oder Medikamentenchecks. Das forderte nun die Diakonie. 

Bei der Finanzierung der Pflege gehe es nicht nur um die Frage von „mehr Geld“, sondern „vor allem um den richtigen Mitteleinsatz“, sagte kürzlich die Direktorin des Wohlfahrtsverbandes Diakonie Österreich Maria Katharina Moser. Das Motto müsse heißen „Vorsorge statt Versorgung“, und das Ziel müsse sein, kostspielige Krankenhausaufenthalte und den frühen Gang ins teure Alters- oder Pflegeheim zu vermeiden.  

Zu beidem komme es häufig bedingt durch Stürze, die wiederum oft wegen Schwindels aufgrund von Wechselwirkungen von Medikamenten passieren. Deswegen fordert die Diakonie nun Medikamentenchecks für Ältere und Hochbetagte, die mehrere Medikamente nehmen müssen, und das zwei Mal im Jahr, sowie auch eine Sturzprophylaxe zu Hause, wo etwa Community Nurses Stolperfallen in der Wohnung ausmachen und entschärfen. Auch Delir könne gefährlich werden und zu einer Pflegebedürftigkeit führen, hieß es seitens der Diakonie, werde aber oft nicht erkannt, weshalb es laut Moser entsprechende Delir-Konzepte in Form von Schulungen für Pflegende geben soll, die im stationären und mobilen Bereich tätig sind.  

Eine weitere Forderung geht dahin, das Entlassungsmanagement nach Krankenhausaufenthalten zu verbessern. „Es muss besser nachgefragt werden, ob die Entlassenen zu Hause zum Beispiel eine Übergangspflege benötigen oder eine Reha“, betonte Moser. Auch sollte die Pflegeversorgung bundesweit einheitlich angelegt sein und nicht wie derzeit von Bundesland zu Bundesland verschieden. Moser: „Wir wissen, dass sich das 80 Prozent der Österreicher:innen wünschen.“ (sst)