Wiener Spitäler starten Whistleblower-Plattform

Der Wiener Gesundheitsverbund (vormals KAV) setzt auf Transparenz und Normkonformität: über eine elektronische Plattform sollen wirtschaftskriminelle Handlungen, die den Gesundheitsverbund betreffen, gemeldet werden.

Der Wiener Gesundheitsverbund sagt Korruption, Absprachen bei Vergabeverfahren und Datenschutzverstöße den Kampf an. Dazu wird im Intra- und Internet die elektronische Whistleblower-Plattform diCo (lateinisch: „ich sage“ bzw. Synonym für „du & ich Compliance“) betrieben. Über diese Plattform können völlig anonym und nicht rückverfolgbar Handlungen, die den Wiener Gesundheitsverbund betreffen, gemeldet werden. Unternehmensinterne und -externe Personen können so vertraulich mit dem Vorstandsressort Recht & Compliance der Generaldirektion des Wiener Gesundheitsverbundes in Kontakt treten. „Absolute Compliance und normkonformes Verhalten sind Grundwerte, die wir im Wiener Gesundheitsverbund hoch halten“, sagt Generaldirektorin-Stellvertreter Herwig Wetzlinger vom Wiener Gesundheitsverbund. „

Bei der Plattform handelt es sich um ein erprobtes System, das europaweit in Unternehmen verschiedener Branchen bereits im Einsatz ist. Auch österreichische und deutsche Ermittlungsbehörden vertrauen darauf. Es ermöglicht eine zielorientierte und nachvollziehbare Bearbeitung und Erledigung von sachlich fundierten (anonymen) Meldungen. Das System ist von unabhängiger Stelle zertifiziert, gewährleistet Anonymität und Datensicherheit und erfüllt diesbezüglich die höchsten technischen Standards. (red)