SD 03|2015

Herausgeber: Univ.-Prof. Dr. Hubert Pehamberger, Univ.-Prof. Dr. Rainer Kunstfeld

Editorial

  • Editorial 3/15
    Sehr geehrte Damen und Herren! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen!
    Mit der aktuellen Ausgabe des Spectrum Dermatologie haben wir uns wieder bemüht, informative und praxisrelevante Beiträge für Sie zusammenzustellen. Unter der Federführung der Präsidentin der ÖGDV, Frau Prof. Angelika Stary, ...Weiterlesen ...

Focus: Sexually Transmitted Infections

  • Gonokokkeninfektion und Resistenzentwicklung in Österreich

    Anstieg der Gonokokkeninfektion in Europa in den letzten 10 Jahren: Diese Beobachtung trifft auch für Österreich zu.

    Zunahme der Antibiotikaresistenz auf zahlreiche für die Therapie der Gonorrhoe empfohlenen Antibiotika.

    Anstieg der MHK von Cephalosporinen und cefiximresistenten Isolaten. Bisher wurde kein ­ceftriaxonresistenter Gonokokkenstamm in Österreich nachgewiesen.

    Beibehaltung des Gonokokkennachweises mittels Kultur mit anschließender Bestimmung des Resistenzpatterns ist von eminenter Bedeutung.

    Weiterlesen ...
  • Spezielle Aspekte der Syphilis

    Syphilis wird durch Treponema pallidum verursacht und sexuell übertragen. Die Inzidenz unterscheidet sich signifikant zwischen den Geschlechtern: 2013 waren in Deutschland 13-mal mehr Männer als Frauen betroffen.

    Die Syphilis durchläuft verschiedene Stadien (infektiös nur im Primär-, Sekundär und früh­latenten Stadium), zeigt unterschiedlichste Organmanifestationen (z. B. Hepatitis, Nephritis, Meningitis etc.) und vielfältige Symptome.

    Das Syphilis-Screening im Rahmen der Mutter-Kind-Pass-Untersuchung sollte unbedingt beibehalten werden, besonders im Hinblick auf den anhaltenden Wiederanstieg der gemeldeten Syphilisfälle.

    Weiterlesen ...
  • Lymphogranuloma venereum

    Das durch Chlamydia trachomatis hervorgerufene Lymphogranuloma venereum (LGV) tritt in den letzten Jahren vermehrt auch in Europa und den USA, insbesondere bei homosexuellen Männern auf.

    LGV ist eine im Lymphabflussgebiet der Sexualorgane liegende chronisch verlaufende ­Lymphknotenentzündung mit Schwellungen und Geschwüren der Lymphknoten in der ­­Genital- und Leistengegend.

    Eine neu entwickelte mukosale Impfstrategie gegen C. trachomatis zeigte Effektivität in einem humanisierten Mausmodell sowie breite Kreuzreaktion gegen unterschiedliche Biovare.

    Weiterlesen ...
  • Diagnose und klinische Bedeutung: Genitales Mycoplasma

    Infektionen mit Mycoplasma genitalium zeigen mitunter keine oder aber ähnliche Symptome wie andere sexuell übertragbare Erkrankungen, weshalb die Diagnose nicht einfach ist.

    Eine adäquate Antibiotikatherapie wirkt effektiv gegen das relativ neue ­Bakterium, dessen klinische Bedeutung vermutlich zunehmen wird.

    Weiterlesen ...
  • Genitale Candidose

    75 % aller Frauen erleiden zumindest einmal im Leben eine genitale Candidose. Der ursächlich häufigste Erreger ist Candida albicans.

    Die Candidose juckt fast immer, aber in nur 30–50 % von genitalem Juckreiz besteht eine genitale Candidose.

    Die Klassifikation der Genitalmykose erfolgt nach dem klinischen Erscheinungsbild, dem Verlauf sowie dem Erreger.

    Die Diagnose einer Genitalmykose sollte immer durch die Trias Anamnese, Klinik sowie den Nachweis von Hefepilzen erfasst werden.

    Weiterlesen ...
  • Infektionen durch humane Papillomviren

    Humane Papillomviren (HPV) verursachen Erkrankungen der Haut und Schleimhaut; die ­anogenitale HPV-Infektion ist die häufigste sexuell übertragene virale Infektion – mehr als 70 % der Menschen sind im Laufe ihres Lebens betroffen.

    Es gibt keine spezifische antivirale Therapie gegen HPV; zur Behandlung von anogenitalen Warzen werden verschiedene Präparate (z. B. Podophyllotoxin, Imiquimod), Kryotherapie, ­chirurgische Abtragung, Elektrokauter und Laser eingesetzt.

    Ein neuer nonavalenter HPV-Impfstoff, seit Juni 2015 in Europa zugelassen, schützt vor 90 % der Zervixkarzinom verursachenden HPV-Typen.

    Weiterlesen ...
  • Genitalherpes erkennen und therapieren

    Herpes genitalis zählt zu den häufigsten sexuell übertragbaren Infektionen. Auslöser ist zu 70–90 % das Herpes-simplex-Virus Typ 2 (HSV 2), seltener auch HSV 1.

    Die Viren verbleiben lebenslang im Körper. Rezidive sind bei HSV-2-Infektion häufiger zu sehen.

    Therapie der ersten Wahl sind orale Virostatika. Sechs oder mehr Rezidive pro Jahr rechtfertigen eine Dauersuppression.

    Weiterlesen ...
  • Chronisch statt tödlich: Moderne HIV-Therapieoptionen

    Das HIV-Therapieprinzip basiert auf der vollständigen Unterdrückung der Virusreplikation durch antiretrovirale Kombinationstherapie; Targets sind die Enzyme reverse Transkriptase, Integrase und die HIV-spezifische Protease.

    Ein früher Therapiebeginn senkt das Risiko für AIDS, ein schweres Nicht-AIDS-Ereignis oder Tod um 53 %, verglichen mit einem späteren Therapiebeginn (CD4 < 350/µl).

    Test-&-Treat-Strategie: Durch vermehrtes Testen und Behandeln könnten bis 2030 80 % der Neuinfektionen verhindert werden.

    Weiterlesen ...

State of the Art

  • Haut und Leben retten − Erstversorgung und Therapie von schweren Verbrennungen –

    Die Verbrennung ist eine physikalische (thermische) Schädigung der Haut. Sie löst eine ­entzündlich-toxische Reaktion der Kapillaren mit Permeabilitätsstörung aus und zeigt die enorme Bedeutung des funktionell intakten Integuments.

    Die pathophysiologischen Konsequenzen der großflächigen thermischen Zerstörung der Haut sind potenziell letal und erfassen neben zahlreichen Organen auch das Immunsystem.

    Verbrennungen liefern wesentliche Erkenntnisse für die Wund-, Narben- und Schockbehandlung.

    Weiterlesen ...

Ästhetische Dermatologie

  • Hypertrichose und Hirsutismus

    Vermehrte Behaarung kann individuell genetisch bedingt auftreten, aber auch eine relevante medizinische Ursache haben. Besonders für Frauen stellt sie nicht selten eine große psychische Belastung dar.

    Diagnostik und Management von Hypertrichosen erfolgen interdisziplinär unter Beteiligung von Dermatologie, Innerer Medizin, Endokrinologie, Gynäkologie und Psychologie.

    Bei Hirsutismus sollte jedenfalls ein polyzystisches Ovarsyndrom (PCOS) ausgeschlossen werden.

    Zur Behandlung stehen lokal-physikalische sowie topisch- bzw. systemisch-­pharmakologische Optionen zur Verfügung. Die besten Daten existieren für die Kombination von lokal angewandtem Eflornithin und Laserepilation.

    Weiterlesen ...