SD 01|2016

Herausgeber: Univ.-Prof. Dr. Hubert Pehamberger, Univ.-Prof. Dr. Rainer Kunstfeld

Editorial

  • Editorial 1/16
    Sehr geehrte Damen und Herren! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen!
    Wir freuen uns, dass wir – rechtzeitig zum 2. Symposium „Spectrum ­Dermatologie Kompakt“ – die aktuelle Ausgabe unseres Journals vorlegen dürfen. Der Focus dieser Ausgabe liegt auf einem besonders breit ...Weiterlesen ...

Focus: Kinderdermatologie

  • Kinderdermatologie in Österreich – eine Bestandsaufnahme

    Um den Herausforderungen auf dem Gebiet der Kinderdermatologie noch besser begegnen zu können, ist die zunehmende Professionalisierung mit Schaffung adäquater Rahmenbedingungen zu fordern.

    Mit der Etablierung von kinderdermatologischen Sprechstunden wurden erste Schritte in Richtung einer schwerpunktmäßigen Betreuung von Kindern mit Hautkrankheiten gesetzt.

    Regelmäßige Aus- und Weiterbildung in diesem Spezialgebiet sind ebenso zu fördern wie Engagement in klinischen Studien.

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  • Das infantile Hämangiom

    Das infantile Hämangiom ist der häufigste gutartige Tumor des Kindesalters.

    Eine Klassifikation erfolgt nach Anzahl, Ausdehnung und Lokalisation.

    Es gibt 2 besonders wichtige Verlaufsstadien – die Proliferations- und die Involutionsphase.

    Infantile Hämangiome an kritischen Lokalisationen werden medikamentös mit Propanololhydrochlorid behandelt. Meistens ist die sorgfältige aktive Nicht­intervention die Management-Methode der Wahl.

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  • Juvenile Psoriasis – eine besondere Herausforderung

    Kinder mit Psoriasis profitieren sehr von einer konsequenten Therapie; gute Aufklärung von Kind und Eltern verbessert die Compliance und damit das Behandlungsergebnis.

    Die Scores CDLQI und PASI sind einfache und effektive Mittel zur Bewertung der Schwere der Erkrankung und zur Überprüfung der Therapieziele.

    Therapie: Zu geringe Mengen an Topika sind wenig wirksam, eine Monotherapie mit Glukokortikosteroiden ist obsolet, Erfahrungen bestehen mit mehreren ­potenten Systemtherapeutika.

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  • Phototherapie bei pädiatrischen Hautkrankheiten

    UV-Bestrahlungen stellen eine jahrzehntelang erprobte, einfache und wirksame Therapieoption bei pädiatrischen Hautkrankheiten dar.

    Die Wahl der UV-Therapie hängt von der zu behandelnden Hautkrankheit ab; die Entscheidung zu einer Schmalband-UVB-, UVA-1- und PUVA-Therapie ist individuell zu treffen.

    Das mögliche Hautkrebsrisiko der UV-Therapien ist bei sachgemäßer Anwendung als sehr gering (UVB, UVA 1) bis gering (PUVA) einzuschätzen.

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  • Selten, häufig falsch therapiert: Lichen sclerosus

    Die seltene chronisch entzündliche Bindegewebserkrankung Lichen sclerosus (LS) manifestiert sich typischerweise in der Anogenitalregion; eine autoimmunologische Genese wird vermutet.

    Die neue Leitlinie zum anogenitalen LS empfiehlt:

    • Potente bis hochpotente topische Steroide als Mittel der ersten Wahl (1-mal tgl. für 3 Monate).
    • Diese Steroide 2-mal pro Woche dienen der Erhaltungstherapie. Alternativ können topische Calcineurininhibitoren eingesetzt werden.
    • Die Zirkumzision kann in vielen Fällen zur Abheilung führen.
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  • Fallbericht: Kutane Mastozytose im Kindesalter

    Kinder erkranken meist an einer kutanen Mastozytose mit gutartigem Verlauf und vollständiger oder teilweiser Remission in der Pubertät.

    Rund 3 % der Fälle kindlicher Mastozytose verlaufen aggressiv, daher ist das Long-term Follow-up wichtig.

    Extensive Hautbeteiligung und erhöhte Serumtryptase-Werte zum Zeitpunkt der Diagnose identifizieren Patienten mit erhöhtem Risiko für eine schwere Mastzellaktivierungssymptomatik.

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  • Fallbericht: Pityriasis rubra pilaris

    Pityriasis rubra pilaris (PRP) wird immer wieder als mögliche Variante der Psoriasis diskutiert. Dafür sprechen Gemeinsamkeiten in der Molekulargenetik, dagegen sprechen Unterschiede im Ansprechen auf gängige Psoriasis-Therapien.

    Die Klassifikation nach Griffiths unterscheidet 5 Formen der PRP: Typ I und II treten bei Erwachsenen auf, bei Typen III bis V handelt es sich um juvenile Formen.

    Die Therapie mit keratolytischen bzw. ureahaltigen Externa ist meist gut wirksam, topische Kortikosteroide und UVB-Therapie liefern unterschiedliche Ergebnisse. Systemtherapien bei Jugendlichen sind (sub-)erythrodermatischen Fällen ­vorbehalten.

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  • Fallbericht: Photodynamische Therapie bei kutaner Leishmaniose

    Ursprünglich nur von reisemedizinischer Bedeutung, mehren sich in den letzten Jahren Berichte über autochthone Infektionen mit Leishmanien in Zentraleuropa.

    Die Verbreitung von Leishmanien und ihrer Vektoren im europäischen Raum wurde bislang unterschätzt.

    Die photodynamische Therapie zur Behandlung kutaner Leishmaniosen ist eine effektive und nebenwirkungsarme Therapieoption mit gutem kosmetischen Ergebnis.

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  • Stigmatisierung von Kindern mit chronischen Hauterkrankungen (CHK) – eine Handreichung

    Kinder mit chronischen Hauterkrankungen weisen in allen Bereichen des ­bio-psycho-­sozioökonomischen Krankheitsmodells Risikofaktoren für psychische Erkrankungen auf.

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  • Maßgeschneidert statt von der Stange – ist magistrale Verschreibung noch zeitgemäß?

    Individuell zusammengesetzte Cremes, Salben und Lotionen bieten eine gute Möglichkeit, Arzneistoffe, Träger und Wirkung an die aktuelle Situation anzupassen.

    Neben der Verarbeitung von Fertigprodukten stehen dabei Rohstoffe und Rezepturen mit langer Tradition zur Verfügung.

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  • Unterstützung von Patienten mit seltenen Krankheiten: EB-Haus Austria und EB-CLINET

    Europäische Gesamtstrategie für „seltene Erkrankungen“: Diese umfasst die Implementierung von nationalen Expertisezentren und deren supranationale Vernetzung zu Europäischen Referenznetzwerken (ERN).

    Das EB-Haus Austria in Salzburg – mit dem Ziel, den Anforderungen als Expertisezentrum für Epidermolysis bullosa (EB) zu entsprechen, eröffnet – versteht sich als interdisziplinäre Einrichtung für eine umfassende medizinische Betreuung von EB-Patienten und deren Angehörigen.

    EB-CLINET ist ein Beispiel für ein Europäisches Referenznetzwerk (ERN). Die Koordination des EB-Projektes erfolgt durch EB-Haus Salzburg.

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State of the Art

  • HIV im Alter

    Altern mit HIV oder HIV im Alter – beide Szenarien stellen die Behandler vor ­besondere Herausforderungen.

    Späte Diagnose, mangelnde Immunrekonstitution, chronische Inflammation, mehr „Inflammaging“ bedingen einen beschleunigten Alterungsprozess.

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