Vorwort: Seltene Nebenwirkungen von Immun-Checkpoint-Inhibitoren

Immun-Checkpoint-Inhibitoren revolutionieren die Immuntherapie von onkologischen Erkrankungen. Es zeigen sich bei einer Reihe von Tumorerkrankungen bei einigen Patienten Remissionen, die teilweise auch anhaltend sind. Dabei sind diese Effekte nicht nur in fortgeschrittenen Tumorstadien dokumentiert, sondern wurden auch schon in kurativen Stadien beim Melanom und beim Lungenkarzinom nachgewiesen. Offene Fragen bestehen allerdings noch bei der Patientenselektion, da bisher über weite Strecken unklar ist, welche Patienten am besten von Immun-Checkpoint-Inhibition profitieren.

Das neue Therapieparadigma konfrontiert uns aber auch mit neuartigen Nebenwirkungsprofilen durch die Begünstigung von Autoimmunphänomenen. Häufige Toxizitäten betreffen u. a. die Haut, die Leber und endokrine Organe. Allerdings zeigen sich zunehmend auch seltenere Nebenwirkungen von Immun-Checkpoint-Inhibitoren, welche in der klinischen Versorgung von Krebspatienten berücksichtigt werden müssen.

In dieser Ausgabe von Spektrum Onkologie legen wir daher ein Augenmerk auf diese selteneren Toxizitäten. Die Expertenartikel behandeln immuntherapie-assoziierte Nebenwirkungen der Nieren, des blutbildenden Systems, des Herzens, des Nervensystems und der Augen.

Wir wünschen Ihnen eine interessante Lektüre!

AutorIn: Univ.-Prof. Dr. Matthias Preusser

Leiter der Klin. Abteilung für Onkologie, Univ.-Klinik für Innere Medizin I, Wien


SO 02|2019

Herausgeber: Univ.-Prof. Dr. Matthias Preusser, Univ.-Prof. Dr. Markus Raderer
Publikationsdatum: 2019-05-09