Bronchialkarzinom: SO 08|2018

  • Vorwort

    Es gibt derzeit wohl keine andere Tumorerkrankung im Bereich der soliden Tumoren, bei der die Entwicklung so dynamisch und auch erfolgreich stattfindet wie beim Bronchialkarzinom. In den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts waren bei den Kongressen die Sitzungen zum Bronchialkarzinom…

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  • TYROL-study, Twenty Years Retrospective of Lung Cancer

    Register mit detaillierter Parametererhebung erlauben die Analyse spezieller Fragestellungen und die Evaluierung von Subgruppen, die für gewöhnlich nicht in klinischen Studien abgebildet werden.

    Die Prognose der NSCLC-Patienten in Westösterreich hat sich im letzten Jahrzehnt verbessert. Beim SCLC konnte im Gesamtkollektiv bis dato keine Prognoseverbesserung im zeitlichen Verlauf detektiert werden.

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  • Immuntherapie beim nichtkleinzelligen Bronchialkarzinom

    In der Zweitlinientherapie: PD-L1-Inhibitoren sind eine etablierte Therapie; effektiver und mit weniger Toxizität als Chemotherapie.

    In der Erstlinientherapie: PD-1-Inhibitoren sind bei PD-L1-hoch-exprimierenden Tumoren etabliert; die Kombinationstherapie (Chemotherapie und PD-1-Inhibitoren) ist ein neuer Standard.

    Im Stadium III nach Chemoradiotherapie: PD-L1-Inhibitor verlängert Gesamtüberleben.

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  • Antiangiogenese beim nichtkleinzelligen Bronchialkarzinom

    Die Angiogeneseinhibition mittels VEGF/R-Antikörper und TKIs zählt zu den Standardtherapien in der Erst- wie auch in der Zweitlinientherapie des fortgeschrittenen NSCLC.

    Dennoch bestehen viele offene Fragen zum besten Einsatz von antiangiogenen Substanzen und deren exakten Wirkmechanismen. Bisher konnten noch keine prädiktiven Biomarker entwickelt und validiert werden.

    Das neuartige Konzept der Tumorgefäß-Normalisierung (engl. TVN) ist präklinisch sehr gut untersucht und beschreibt eine sogenannte „Heilung“ des pathologischen Tumorgefäßsystems, um den Tumor für neue Medikamente angreifbarer zu machen. Jedoch ist die TVN im klinischen Setting bis dato wenig untersucht.

    Antiangiogene Substanzen entwickeln sich aufgrund der pleiotropen Beeinflussung des Tumor-Microenvironments zu optimalen Kombinationspartnern sowohl für Immuntherapie als auch für Chemotherapie und deren Kombination. Dies entspricht dem onkologischen Trend: „Combination therapy is key“.

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  • Die EGFR-Resistenz, was dann?

    Als Resistenzmechanismen unter TKI-Therapie kommen Resistenzmutationen, Bypass-Signalwege oder eine Transformation in ein kleinzelliges Lungenkarzinom in Frage.

    ZNS-Progress und Oligo-Progression sollten lokal, systemischer Progress mit Therapie­umstellung behandelt werden.

    Eine therapeutische Option nach TKI-Therapie stellt die Kombination aus Checkpoint-Hemmer, Chemotherapie und Antiangiogenese dar.

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  • Fortschritte in der Therapie des ALK-positiven Bronchialkarzinoms

    Für Patienten mit ALK-positivem Bronchialkarzinom ist heute eine Vielzahl an spezifischen zielgerichteten Therapien verfügbar, die in sequenzieller Verabreichung ein langes Überleben der Patienten ermöglichen.

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Chronische Leukämien: SO 07|2018

  • Vorwort

    Liebe Leserinnen und Leser! In der Behandlung chronischer Leukämien wurden in den letzten Jahren bedeutsame Fortschritte erzielt. Die chronische myeloische Leukämie (CML) gilt dabei als Modellerkrankung für hämatologische und im weiteren Sinn auch für onkologische Neoplasien, zumal gezeigt werden konnte,…

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  • Erstlinientherapie der chronischen myeloischen Leukämie

    Zur Erstlinientherapie der CML sind vier Tyrosinkinasehemmer zugelassen: Imatinib (Erstgenerations-TKI) sowie Nilotinib, Dasatinib und Bosutinib (Zweitgenerations-TKI).

    Zweitgenerations-TKIs induzieren schneller tiefere Remissionen als Imatinib.

    Das Gesamtüberleben ist nach Start aller vier TKIs vergleichbar; das Nebenwirkungsprofil unterscheidet sich deutlich.

    Komorbiditäten spielen bei der Auswahl des optimalen TKI eine entscheidende Rolle.

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  • STOP-Strategien bei CML in der klinischen Praxis

    Therapiefreie Remission (TFR, Treatment-free Remission) ist das Ziel einer erfolgreichen CML-Behandlung.

    Unter Einhaltung bestimmter Voraussetzungen kann eine TKI-Behandlung auch außerhalb von klinischen Studien abgesetzt werden.

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  • Allogene Stammzelltransplantation bei Patienten mit chronisch myeloischer Leukämie

    Die allogene Stammzelltransplantation ist weiterhin eine potenziell kurative Behandlungsoption der CML.

    Jährlich werden weiterhin ca. 400 CML-Patienten in Europa transplantiert.

    TKI-Vorbehandlung hat keinen Nachteil hinsichtlich Toxizität und Überleben nach Transplantation.

    Ein enges molekulares Monitoring im Post-transplant-Verlauf ist obligat.

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  • First Line bei CLL: Was spricht für Signaltransduktionsinhibitoren, was für Immunchemotherapie?

    Bei CLL-Patienten mit del17p/TP53-Mutation sind die neuen Signaltransduktionsinhibitoren, allen voran Ibrutinib, neuer Therapiestandard.

    Bei älteren Patienten oder jenen mit schweren Komorbiditäten ist Ibrutinib den bisherigen Standardtherapien zumindest als ebenbürtig anzusehen.

    Bei jungen, fitten Patienten ist derzeit R-FC noch Therapiestandard, in mehreren Phase-III-Studien werden die neuen Substanzen, auch in Kombinationen, getestet, um einen neuen Therapiestandard zu etablieren.

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  • Allogene Stammzelltransplantation bei chronischer lymphatischer Leukämie

    Durch die Einführung der BCR-Inhibitoren Ibrutinib und Idelalisib und des BCL-2-Inhibitors Venetoclax ist die allogene Stammzelltransplantation (HSCT) im Behandlungsalgorithmus der Hochrisiko-CLL auf spätere Linien postponiert wurden.

    Dennoch ist die HSCT als potenziell kurative Therapie bei ausgewählten Patienten mit primär ungünstigen Erkrankungsmerkmalen und/oder ungünstigem Verlauf indiziert.

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Mammakarzinom: SO 06|2018

  • Behandlung des HER2−positiven Mammakarzinoms in der kurativen und palliativen Situation

    In der palliativen Situation wurde über die Jahre das progressionsfreie Überleben und das Gesamtüberleben der HER2/neu-positiven Patientinnen deutlich verlängert.

    Zu den etablierten Therapielinien stehen neue Ergebnisse und auch neue Medikamente und Kombinationen im Ausblick.

    Die Therapie des frühen HER2/neu-positiven Karzinoms wird komplexer, mit differenzierter Entscheidungsfindung zur Therapieeskalation oder Deeskalation.

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  • Vorwort − Focus Mammakarzinom

    Als Einleitung in den aktuellen Focus von Spectrum Onkologie zum Thema Mammakarzinom wurde ich gebeten, die einzelnen Beiträge im Sinne eines ­„Wordraps“ zu kommentieren, knapp, möglichst mit einem Satz, als „Short Cut“. Nun, diesen Gedanken aufgreifend, kommen wir in medias…

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  • Neues im Jahr 2018: Die chirurgische Therapie des Mammakarzinoms

    Operation bei metastasierter Erkrankung kann nicht als Standard empfohlen werden.

    Nach neoadjuvanter Therapie weiterhin zu klären: die Rolle der axillären Dissektion (Studie TAXIS) und die Definition des negativen Resektionsrandes.

    Zu fordern sind prospektive Studien zum Thema Onkoplastik: neugegründet wurde das Oncoplastic Breast Consortium (oncoplasticbc.org).

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  • Hypofraktionierung der Radiotherapie bei Mammakarzinom

    Hypofraktionierung der Radiotherapie bei Mammakarzinom hat sich durch Langzeit­beobachtung in großen randomisierten Studien bewiesen und wird daher in vielen Ländern als Standardtherapie empfohlen.

    Evidenz für Hypofraktionierung der Ganzbrustbestrahlung basiert neben klinischen Studien auch auf radiobiologischen Modellen und fällt unter www.choosingwisely.org.

    Rezidivfreiheit, Kosmetik und Langzeittoxizität sind bei Hypofraktionierung nicht ungünstiger; bei Vergleich von HF mit konventioneller Fraktionierung weist der (statistisch nicht signifikante) Vorteil in allen Aspekten leicht in Richtung HF.

    Hypofraktionierung verkürzt den Kernteil der Radiotherapie von 25 auf 15 bis 16 Tage.

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  • Klassische und/oder genomische Pathologie?

    Ein moderner, innovativer Ansatz in der Therapie des Mammakarzinoms basiert auf einer Analyse konventioneller und genomischer Parameter und deren Synthese.

    Die genomische Pathologie benötigt eine solide „klassische“ Basis, die „klassische“ Pathologie eine Ergänzung und Erweiterung durch genomische Elemente.

    Genomische Analysen bedürfen wiederum einer exakten Validierung vor ihrem Einsatz in der täglichen Praxis.

    Zum gegenwärtigen Zeitpunkt bieten die klassischen Parameter eine wesentliche Basis an verlässlicher und validierter Information, genomische Analysen können aber wertvolle Zusatzinformationen liefern.

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  • Neoadjuvante Therapie des Mammakarzinoms

    Neoadjuvante Therapie ist für triplenegative und HER2-positive Tumoren die Therapie der Wahl und mit hohen pCR-Raten assoziiert.

    Eine pCR ist aufgrund der Korrelation mit ereignisfreiem und Gesamtüberleben unbedingt anzustreben.

    Neoadjuvante Therapiestrategien werden in Studien kontinuierlich weiterentwickelt, und durch die Einführung der Immuntherapie ist eine weitere Verbesserung des onkologischen Outcomes zu erhoffen.

    Für eine ausgewählte ältere Patientenpopulation mit Niedrigrisiko-Tumoren steht mit der neoendokrinen Therapie eine chemotherapiefreie Alternative zur Verfügung.

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  • CDK4/6-Inhibitoren – Standard für alle?

    Rasches Ansprechen, mit 10 Monate verlängertem PFS.

    Vorteil in allen Subgruppen.

    Akzeptables Nebenwirkungsprofil.

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  • „BRCA and beyond“ – genetische Testung 2018

    „Familiäre“ und „vererbbare“ Krebssyndrome sind von „sporadisch“ auftretenden Tumoren zu unterscheiden.

    BRCA1- und -2-Keimbahnmutationen sind die mit Abstand häufigsten und klinisch relevantesten Genveränderungen.

    NGS-Technologie und „Risikogen“-Panels: Das höchste Krebs-Lebenszeitrisiko haben „hoch penetrante“ Gene wie BRCA1,2

    Klinische Einschätzung von Früherkennungs- und Präventionsmaßnahmen: Genetische Beratung ist weniger eine humangenetische als eine onkologische Herausforderung.

    Die „prädiktive Diagnostik“ zur Vorhersage eines Krebsrisikos ist von der „therapeutischen Diagnostik“ zur Vorhersage eines Behandlungserfolgs (z. B. mit PARP-Inhibitoren) zu unterscheiden.

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  • Immuntherapie bei Mammakarzinomen

    Triple-negatives Mammakarzinom, metastasiertes Setting:

    Immuncheckpoint-Inhibitor-Monotherapien: Die höchsten Ansprechraten konnten in der Erstlinienbehandlung gezeigt werden

    Immuncheckpoint-Inhibitor-Kombinationstherapie: In der Phase-III-Studie IMpassion130 wird Atezolizumab und Nab-Paclitaxel getestet: Die ersten Resultate sind beim ESMO 2018 zu erwarten

    Triple-negatives Mammakarzinom, neoadjuvantes Setting:

    Widersprüchliche Ergebnisse mit Immuncheckpoint-Inhibitor-Therapiekombinationen in den beiden vorliegenden Phase-II-Studien I-SPY2 und GeparNuevo

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  • Neuzulassung des CDK4/6-Inhibitors Verzenios® (Abemaciclib) | Initialtherapie für hormonrezeptorpositive Brustkrebspatientinnen

    Abemaciclib, der neue CDK4/6-Inhibitor, wurde im September dieses Jahres von der EMA zur Behandlung des lokal fortgeschrittenen/metastasierten Mammakarzinoms (HR-positiv/HER2-negativ) in Kombination mit einem Aromatasehemmer oder Fulvestrant als initiale endokrine Therapie oder nach vorangegangener endokriner Therapie zugelassen.

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Immun-Checkpoints: The Next Generation: SO 05|2018

  • Vorwort

    Seit der Veröffentlichung der ersten positiven Studie mit einem monoklonalen Antikörper gegen das Immun-Checkpoint-Molekül CTLA4 im Jahre 2011 hat sich die Substanzklasse der Immun-Checkpoint-Inhibitoren als wesentlicher Teil des therapeutischen Armamentariums in der Onkologie etabliert. In der Folge hat sich die…

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  • Etablierte Pathways und vielversprechende neue Moleküle

    CTLA4 (CD152) „cytotoxic T-lymphocyte-associated Protein 4“ Dr. Maximilian Marhold, PhD Expression auf folgenden Zellen: alle T-Lymphozyten nach Aktivierung bzw. konstitutiv auf regulatorischen T-Zellen(T-regs) Liganden: CD80 (B7-1), CD86 (B7-2) auf antigenpräsentierenden Zellen (APC): Monozyten, dendritische Zellen, B-Lymphozyten Funktion: negative Regulation der…

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Onkologie im Alter: SO 04|2018

  • Vorwort – Was jeder Onkologe wissen sollte

    Das Älterwerden streicht die Individualität heraus. Unsere Erfahrungen prägen uns und verändern die Epigenetik. Es ist doch tröstlich, dass Lamarck doch nicht ganz falsch lag – und dass es absolut nicht gleichgültig ist, was einem im Lauf des Lebens zustößt…

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  • Coping von Krebserkrankungen

    Coping bedeutet: „Auseinandersetzung“ mit der Krankheit Krebs.

    Heute zählt die psychotherapeutische Betreuung von KrebspatientInnen im Sinne eines Copings zum State of the Art.1

    Salutogenetische und sinnzentrierte psychoonkologische Interventionen ermöglichen eine bessere Bewältigung der vielfachen Herausforderungen bei Krebs.

    Motivation, Sinnorientierung, ein dosiertes Maß an Akzeptanz und ein zur krebskranken Person passender „Kampfgeist“ = Gestaltungswille begünstigen den Krankheitsverlauf und die Prognose.

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  • Versorgungsmöglichkeiten bei hochbetagten onkologischen Patienten

    In allen Bundesländern gibt es verschiedene Versorgungsmöglichkeiten. Vorgestellt werden Angebote in Wien, Niederösterreich und im Burgenland.

    Die Angebote umfassen mobile Pflege und Betreuung zu Hause, Seniorentageszentren, 24-Stunden-Betreuung, Urlaubspflege, Kurzzeitpflege, stationäre Betreuung in einem Wohn- und Pflegeheim bzw. das stationäre Hospiz.

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  • Selbstbestimmung des Patienten – Möglichkeiten und Grenzen

    Durch die Gesetzesänderung, die am 1. Juli 2018 in Kraft getreten ist, wurden zahlreiche Neuerungen eingeführt, die den Willen und die Autonomie des Patienten stärken sollen.

    Wie auch bisher, ist die Kommunikation zwischen Patienten und den Angehörigen der Gesundheitsberufe sowie den Angehörigen des Patienten gänzlich zentral.

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  • Pharmakokinetik zielgerichteter Krebstherapie im Alter

    Die ausgeprägte Heterogenität alter Krebspatienten führt zu einer maximalen Individualisierung dieser Patienten.

    Genetische Adaptation durch zielgerichtete Krebsmedikamente reduziert Wirksamkeit und Sicherheit.

    Die Erfassung von therapeutischen Blutspiegeln kann Wirksamkeit und Sicherheit von zielgerichteten Krebsmedikamenten wiederherstellen.

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  • Umfrage zur Therapieplanung bei Krebspatienten im höheren Alter

    Für jede Patientin und jeden Patienten mit Krebs in höherem Alter die angemessene Therapie zu finden, die heikle Balance zu treffen zwischen wirksamer Krebstherapie, Nebenwirkungen und Erhalt der Selbständigkeit, ist eine große Herausforderung. Wo stehen wir derzeit?Diese Umfrage zeigt, dass an der Medizinischen Universität Wien eine große Offenheit und ein Problembewusstsein besteht, sich diesen Herausforderungen zu stellen.

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Lymphome: SO 03|2018

  • Vorwort

    Lieber Kolleginnen und Kollegen, liebe Leserinnen und Leser! Noch nie standen unseren Lymphompatienten ähnlich viele aktive Substanzen und grundlegend unterschiedliche Therapiekonzepte zur Verfügung. Doch nicht alle Entitäten profitieren gleichermaßen. Von der Vielzahl an neuen Immuntherapien und spezifischen Inhibitoren gewinnen vor…

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  • Indolente Lymphome: So many good choices …

    Nach wie vor ist beim behandlungsbedürftigen follikulären Lymphom in der ersten Linie eine Immunochemotherapie Standard.

    Obinutuzumab führt im Vergleich zu Rituximab zu einem längeren PFS, ohne das Gesamtüberleben zu verbessern. Es stehen nun zwei monoklonale Antikörper in der Erstlinientherapie zur Wahl.

    Im Rezidiv gibt es mehrere Therapiemöglichkeiten, auch mit neuen Substanzen wie etwa PI3-Kinase-Inhibitoren.

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  • State of the Art − Aggressive Lymphome

    Die Diagnose eines aggressiven Lymphoms muss an einer Hämatopathologie erfolgen.

    Über die Hälfte der DLBCL können durch 6–8 Kurse R-CHOP an einer Abteilung für Häma­tologie und medizinische Onkologie geheilt werden.

    Alle anderen aggressiven Lymphome sollten in Studien oder in einem erfahrenen Zentrum behandelt werden.

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  • State of the Art 2018 – Mantelzell-Lymphome

    Für jüngere und fitte Patienten ist eine Ara-C-haltige Induktionstherapie gefolgt von autologer Stammzelltherapie und anschließender Rituximab-Erhaltung Therapie der Wahl.

    Für ältere Patienten sind Immuno-Chemotherapien mit Rituximab plus Bendamustin, CHOP oder Bortezomib-haltige Schemata gefolgt von R-Erhaltung eine Option.

    Neue Substanzen wie Ibrutinib und Lenalidomid sind im Rezidiv zugelassen.

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  • EXALT – ab der zweiten Linie wird’s persönlich

    Die Anwendung funktionaler „drug screens“ ist eine erfolgversprechende Strategie in der Behandlung von fortgeschrittenen hämatologischen Erkrankungen.

    High-Throughput-Verfahren und individuelle Therapien stellen neue Anforderungen an das Studiendesign und die statistische Auswertung.

    Erschließung neuer Indikationen für bekannte Medikamente mittels funktionaler „drug screens“ mithilfe von Biobanken und Register.

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  • Grundlagen und praktische Aspekte der CAR-T-Zell-Therapie

    Durch Anwendung von CAR-T-Zellen werden Ansprechraten bis 50–70 % bei therapierefraktärer ALL und aggressiven Non-Hodgkin-Lymphomen beobachtet.

    Spezifische Toxizität wie das Zytokin-Release-Syndrom (CRS) kann in über 70 % der Patienten auftreten und ist mit der Tumormasse korreliert.

    Behandlung und Nebenwirkungsmanagement an spezialisierten Zentren erscheint erforderlich, um die CAR-T-Zell-Therapie sicher durchzuführen.

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  • Die Extraklasse: MALT-Lymphome

    Das MALT-Lymphom ist ein Paradebeispiel für ein malignes Lymphom mit hoher Abhängigkeit vom Microenvironment.

    Es wurden mehrere MALT-Lymphom-spezifische genetische Aberrationen charakterisiert, sie sind jedoch derzeit therapeutisch noch ohne klare Relevanz.u Beim gastrischen MALT-Lymphom ist die Helicobacter-Eradikationstherapie weiterhin klarer Therapiestandard.

    Bei Indikation für eine systemische Therapie sind R-Bendamustin und Chlorambucil ± R geeignete Therapieschemata.

    Verschiedene chemotherapiefreie, immunmodulatorische Therapiekonzepte sind derzeit in Erprobung, u. a. Studien der MedUni Wien zu Lenalidomid ± R, Clarithromycin und Ofatumumab.

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  • When is Tea Time? Gibt es endlich signifikante Fortschritte für T-Zell-Lymphome?

    CHOP ist nach wie vor das Standard-Backbone der Erstlinientherapie der systemischen T-Zell-Lymphome.

    Neue Optionen finden sich mit Vorinostat, Romidepsin oder Belinostat, mit Brentuximab Vedotin und Mogamulizumab.

    Konsensus besteht darüber, jüngere Patienten in erster Komplettremission einer Konsolidierung mit Hochdosistherapie und autologer Stammzelltransplantation zuzuführen.

    VIT-Studie, eine internationale Studie mit Venetoclax + Ibrutinib bei T-Zell-Prolymphozytenleukämie, läuft im 4. Quartal 2018 an.

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  • Bedeutung des Tumormikroenvironments für die Entstehung und Prognose von Lymphomen

    Lymphomzellen interagieren mit Bestandteilen des Mikroenvironments – Immunzellen, Stromazellen, Blutgefäße und extrazelluläre Matrix.

    Tumormikroenvironment liefert Stimuli, um damit das Überleben und/oder die Proliferation der Lymphomzellen sicherzustellen.

    Mit Checkpoint-Inhibitoren gibt es bereits erfolgreiche therapeutische Interventionen, um die Lymphom- Mikroenvironment-Interaktion zu blockieren.

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Gastrointestinale Tumoren: SO 02|2018

  • Vorwort

    Liebe Kolleginnen und Kollegen, Liebe Leserinnen und Leser! Die rasanten Fortschritte der Onkologie haben auch die Behandlung der gastrointestinalen Tumoren in den letzten Monaten revolutioniert. So hat ein neues perioperatives Behandlungskonzept bei Karzinomen des Magens und des gastroösophagealen Übergangs zur…

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  • Spielt das Mikrobiom eine Rolle in der Pathogenese des Kolonkarzinoms?

    Die Mikrobiomforschung hat in den letzten Jahren klar gezeigt, dass beim Kolonkarzinom eine eindeutige „mikrobielle Signatur“ vorliegt.

    Die wichtigsten aktuell diskutierten Keime umfassen Fusobacterium nucleatum, Escherichia coli und Bacteroides fragilis.

    Erste Studien zeigen, dass auch bei Fernmetastasen verschiedene Bakterien detektiert werden können.

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  • Adjuvante Chemotherapie des Kolonkarzinoms

    UICC-Stadium III

    Conclusio der IDEA-Initiative: Bei niedrigem Rezidivrisiko (T1-3 und N1-Stadium) ist eine 3-monatige oxaliplatinhältige Therapie in Kombination mit Capecitabin (CAPOX) dem bisherigen Standard einer 6-monatigen, oxaliplatinhältigen Therapie mit Fluoropyrimidinen in Bezug auf das krankheitsfreie Überleben nicht unterlegen.

    Conclusio der IDEA-Initiative: Bei hohem Rezidivrisiko (T4- oder N2-Stadium) führt eine oxaliplatinhältige Therapie über 6 Monate zu den höchsten krankheitsfreien Überlebensraten. Die Nichtunterlegenheit einer dreimonatigen Therapie konnte in der IDEA-Analyse nicht gezeigt werden.

    UICC Stadium II

    Patienten mit High-Risk-Tumoren sollten adjuvant behandelt werden, Patienten mit Low-Risk-Tumoren können adjuvant behandelt werden (im Allgemeinen mit Capecitabin).

    Die Heterogenität der Prognose im Stadium II hat zur Untersuchung neuerer Risikofaktoren geführt, wie z. B. Mikrosatelliteninstabilität oder Gensignaturen (z. B. ONCOtype DX® oder ColoPrint®).

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  • Perioperative Therapie bei Lebermetastasen des Kolorektalkarzinoms

    Lebermetastasen sollen primär von einem in der chirurgischen Therapie Erfahrenen in resektabel, initial nicht resektabel oder mit großer Wahrscheinlichkeit nie resektabel kategorisiert werden.

    Die perioperative Therapiezusammensetzung ist abhängig von der oben erwähnten Kategori­sierung und der Molekularbiologie der Erkrankung.

    Die Therapie sollte in einem Tumorboard unter Inklusion des Case Managers festgelegt werden und alle 2 Monate hinsichtlich des Ansprechens und der ­Möglichkeit der Resektion reevaluiert werden.

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  • Checkpointinhibitoren beim metastasierten Kolorektalkarzinom

    Checkpointinhibitoren haben mittlerweile auch ihre Effektivität beim metastasierten Kolorektalkarzinom unter Beweis gestellt, vorausgesetzt, diese weisen eine Mismatch-Repair-Defizienz/Mikrosatelliteninstabilität (MMR-d/MSI-h) auf.

    Bereits von der FDA in den USA zugelassen, überzeugen Immunonkologika in dieser Subgruppe mit hervorragenden Effektivitätsdaten.

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  • Supportive Ernährungsempfehlung beim Kolonkarzinom

    Ernährungsstatus und Ernährungsberatung ist bei allen Patienten notwendig.

    Das richtige Essen fördert das Selbstvertrauen, verbessert die Therapie­compliance und steigert die Lebensqualität.

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  • Immuntherapie beim Analkarzinom

    Mehr als 80 % der Analkarzinome sind HPV-assoziiert.

    Bis dato gibt es keine Standardtherapie für das fortgeschrittene bzw. metastasierte Analkarzinom.

    Kombinationstherapien mit einem EGFR-Antikörper zeigten erste gute Ergebnisse.

    Eine neue vielversprechende Therapie scheint ersten Daten nach die Behandlung mit Checkpoint-Inhibitoren zu sein.

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  • FLOT-4-Studie – neuer Standard of Care

    FLOT ist der neue Behandlungsstandard in der perioperativen Therapie des Adenokarzinoms des Magen und gastroösophagealen Übergangs.

    FLOT führt zu einer signifikanten Steigerung des Gesamtüberlebens.

    FLOT zeigte die höchste Rate an pathologischen Komplettremissionen (pCR) beim Magen­karzinom – kurative behandelbare Patienten mit Magen- und gastroösophagealen Übergangskarzinom in den Stadien I–III profitieren signifikant von FLOT und sollten ab einem Stadium cT2 einer perioperativen Therapie unterzogen werden.

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  • Aktuelle Trends in der Behandlung des Pankreaskarzinoms

    Das Bestreben zur Verbesserung der Prognose beim Pankreaskarzinom hat verschiedene Ansätze: Früherkennung, rasche und korrekte Einschätzung des Erkrankungsstadiums, ­multimodale Behandlung im fortgeschrittenen Stadium, Vorbeugung von ­Rezidiven, komplette chirurgische Tumorentfernung, Verbesserung des ­Ernährungszustandes, der körperlichen Leistung und der Psyche.

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  • Medikamentöse Therapie des hepatozellulären Karzinoms

    Patienten mit fortgeschrittenem hepatozellulären Karzinom (symptomatische Erkrankung, extrahepatische Metastase, Makrogefäßinvasion) sind klassische Kandidaten für eine ­systemische Therapie.

    Mit Sorafenib in der Erstlinie und Regorafenib in der Zweitlinie gibt es derzeit zwei zugelassene Substanzen in Österreich.

    Weitere Tyrosinkinaseinhibitoren konnten bereits in Phase-III-Studien überzeugen.

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  • Chirurgische Therapieoptionen beim cholangiozellulären Karzinom

    Die vollständige Tumorresektion ist die einzige kurative Therapieoption bei cholangiozellulären Karzinomen (CCC) jeder Lokalisation.

    Die Resektabilität reicht von 10–30 % beim perihilären bis zu 90 % beim distalen CCC.

    Nach R0-Resektion erreichen die 5-Jahres-Überlebensraten maximal 26–67 %, während ­bei nichtresektabler Erkrankung lediglich ein medianes Überleben von weniger als 12 Monaten erreicht werden kann1. Eine Verbesserung wird durch die Anwendung multimodaler Therapiestrategien erhofft.

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Big Data in der Onkologie: SO 01|2018

  • Personalized Medicine – Big Data, Machine Learning, Digitalisierung

    Leben bedeutet Innovation und damit permanentes Abschiednehmen von alten Gewohnheiten. Mit personalisierter Medizin verbinden viele Mediziner in Österreich derzeit noch klassische molekulargenetische Laboratorien mit Pipetten und PCR-Maschinen und damit die Notwendigkeit der Errichtung von Forschungsgebäuden und ausgedehnter wet labs. Physician…

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  • Big Data im Krankenhaus: Digitale Durchdringung – in Österreich ausbaufähig …

    Die Zukunft ist „data-driven“, erklärte kürzlich der Mathematiker Professor Allan Hanbury anlässlich seiner neuen Stiftungsprofessur „Data Intelligence“ an der TU Wien und beschreibt weiter: „Durch die Digitalisierung sind wir mit einer wachsenden Menge an Daten konfrontiert. Wir stehen vor der…

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  • Disruptive Technologien und Arbeitsmarkt

    Digitalisierung als bewältigbare Herausforderung.

    Digitalisierung wird zum Verlust von Arbeitsplätzen führen, aber die Effekte werden sehr wahrscheinlich weniger dramatisch sein als vielfach angenommen.

    Je besser Österreich auf den Strukturwandel durch Digitalisierung vorbereitet ist, desto besser wird er beherrschbar sein.

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  • Digitale Medizin: Chance für höhere Qualität und Effizienz in der Patientenversorgung

    Digitale Technologien werden die Praxis der Medizin fundamental verbessern.

    Telemedizin-Anwendungsfälle bei chronisch Kranken und Patienten mit onkologischen Erkrankungen zeigen, dass durch digital unterstützte Versorgung von Patienten eine deutliche Verbesserung der Behandlungsqualität, Lebensqualität und Versorgungseffizienz erzielt werden kann.

    Die bisherigen Entwicklungen und Erfahrungen sind erst der Anfang – zukünftig wird der Einsatz von Smartphones, Apps und Sensoren sowie die Nutzung von künstlicher Intelligenz völlig neuartige diagnostische und therapeutische Ansätze ermöglichen und die Möglichkeiten ärztlichen Handelns massiv erweitern.

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  • Digitalisierung in der Bildverarbeitung: Künstliche Intelligenz hilft in der Datenflut

    „Machine Learning“ in der Bildgebung ist eines der großen Themen der nahen Zukunft und wird zu einer Verbesserung der Qualität bei der Diagnostik kom­plexer und seltener Erkrankungen beitragen.

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  • Von „big data“ zu „kognitiv“: Transformation des Gesundheitswesens ­mit kognitiven Assistenzsystemen

    Der Begriff Big Data wird verwendet, um sehr große und heterogene Datenmengen zu beschreiben, die mit traditionellen IT-Methoden nicht oder nicht vollständig verarbeitet werden können.

    Kognitive Systeme gehen einen Schritt weiter und helfen, die Komplexität von „big data“ zu meistern. Das System ist lernfähig, merkt sich richtige Ergebnisse und verbessert sich mit jeder Interaktion.

    Das New York Genome Center, die Mayo Clinic und das Memorial Sloan Kettering Cancer Center sind Beispiele für Institutionen, in denen die kognitiven Fähigkeiten des Systems ­Watson für DNA-basierte personalisierte Krebstherapie, für die Auswahl der geeigneten Kohorte einer klinischen Studie oder für Behandlungsempfehlungen trainiert und genutzt werden.

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  • Von Gentests über genomische Sequenzierung zur personalisierten Onkologie

    Status quo: Eine breite molekulargenetische Diagnostik und deren Interpretation im molekularen Tumorboard werden im klinischen Alltag bei onkologischen Patienten selten umgesetzt. Zudem fehlen prospektiv validierte Daten über deren Relevanz. Der diesbezügliche Bedarf wird in zunehmendem Umfang durch Angebote variabler Qualität ohne systematische Analyse der klinischen Daten gedeckt.

    Aufgabe: Zugang zur -omischen Diagnostik im Rahmen nationaler und internationaler Netzwerke und tragfähiger lokaler Kooperationen schaffen.

    Ziel: flächendeckende klinische Anwendung integrativer, multidimensionaler genetischer Befunde mit strukturierter klinischer Dokumentation.

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  • „Science Talk“: Hintergründe und Ziele des NGS-Registers der AGMT

    Es gibt ein großes nationales, aber auch internationales Interesse an Registern wie dem ­„Next-Generation Sequencing“-Register der AGMT, weil eine systematische Erfassung und Dokumentation genetischer Tests bislang nicht üblich ist. Einen Vergleich zwischen ausge­lagerten und institutionellen „Homemade“-Testungen gibt es nicht.

    Interessant ist festzustellen, in welcher Geschwindigkeit sich die Akzeptanz dieses Bereichs entwickelt, ob und wenn ja zu welchem Zeitpunkt Vorschläge der genetischen Testung Eingang in die Behandlung finden.

    Nicht zuletzt sind solche Daten für gesundheits- und wissenschaftspolitische Planungen nicht unerheblich.

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  • Single-cell Sequencing: Mit „big data“ der intratumoralen Heterogenität auf der Spur

    Ergebnisse aus der Grundlagenforschung zeigen, dass Einzelzellsequenzierungsmethoden auf dem Weg sind, in den nächsten Jahrzehnten die Diagnostik und Therapie von Krebserkrankungen zu revolutionieren.

    Weitere Verbesserungen der Technik, Senkung der Kosten sowie die Etablierung von bioinformatischen Laboren sind notwendig, um derartige Methoden Teil der onkologischen Routine werden zu lassen.

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Urologische Tumoren: SO 08|2017

  • Urologische Tumoren – State of the Art 2017

    Onkologische Therapiestrategien haben sich in den letzten zehn Jahren erheblich verbessert. Das betrifft auch urologische Tumoren: Hocheffiziente moderne Substanzen und wichtige Erkenntnisse über deren optimalen Einsatz haben die Prognose bei einer Vielzahl von Patienten deutlich verbessert. Die neuesten Errungenschaften sind…

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  • State of the Art: Nierenzellkarzinom 2017

    Die Therapie des metastasierten Nierenzellkarzinoms erlebt nach Einführung der Tyrosinkinaseinhibitoren vor 11 Jahren den zweiten großen Durchbruch: Kombinationen von verschiedenen Checkpoint-Inhibitoren untereinander oder mit Tyrosinkinaseinhibitoren bereichern das therapeutische Armamentarium.

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  • State of the Art 2017: Medikamentöse Therapie des Urothelkarzinoms der Harnblase

    Sowohl im neoadjuvanten als auch im adjuvanten und palliativen Setting ist eine cisplatinbasierte Chemotherapie bei geeigneten Patienten der Goldstandard.

    Die Anwendung von Checkpointinhibitoren in der Zweitlinie, im Progress ­während oder nach einer cisplatinhaltigen Therapie beziehungsweise bei ­cisplatinungeeigneten Patienten hat die Behandlungsoptionen revolutioniert.

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  • Typ-2-Diabetes und Prostatakarzinom

    Die Inzidenz des Prostatakarzinoms unterscheidet sich zwischen Patienten mit und ohne Diabetes nicht oder ist bei Diabetes je nach Studie sogar reduziert.

    Wenn Patienten mit Diabetes allerdings ein Prostatakarzinom entwickeln, ist der Tumor häufig aggressiver, diese Patienten haben also eine schlechtere Prognose.

    Eine erhöhte Expression des Androgenrezeptors, ein verändertes Expressionsmuster der Insulin/IGF-1-Rezeptoren zugunsten promitotischer Signalwege und eine verringerte Östrogenrezeptorexpression können am aggressiveren Verhalten des Prostatakarzinoms bei Patienten mit Diabetes mitbeteiligt sein.

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  • Genetische Risikofaktoren beim Prostatakarzinom

HNO-Tumoren: SO 07|2017

  • Vorwort: Interdisziplinarität und die Anwendung multimodaler Konzepte

    Kopf-Hals-Tumoren (KHT) stellen die weltweit sechsthäufigste Tumorentität dar, wobei Plattenepithelkarzinome den Großteil der KHT ausmachen. In den letzten Jahren haben sich das Verständnis, die Diagnostik und Therapieoptionen bei KHT deutlich verbessert. Bei der Genese von Oropharynxkarzinomen spielt die Infektion mit…

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  • Schwellung am Hals – Abklärung und Therapie

    Bei Raumforderungen länger als 3–4 Wochen: Ultraschall und Laboruntersuchung entsprechend den Differenzialdiagnosen.

    Bei Tumorverdacht weitere Abklärung mittels CT/MRT/FNA.

    Benigne Raumforderungen: Antibiotikatherapie, „wait and see“, Exstirpation.

    Maligne Raumforderungen: Staging, Panendoskopie, Tumorboard.

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  • Speicheldrüsenmalignome

    Hauptlokalisationsort der Speicheldrüsentumoren ist die Glandula parotis.

    Die Feinnadelaspirationszytologie wird bei allen Speicheldrüsenmalignomen empfohlen, um zwischen malignen und benignen Tumoren zu differenzieren.

    Die chirurgische En-Bloc-Resektion mit ausreichend Sicherheitsabstand stellt den Goldstandard in der Therapie aller resektablen Speicheldrüsenmalignome dar.

    Eine postoperative Radiotherapie wird bei prognostisch schlechten Malignomen empfohlen.

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  • Die Rolle des humanen Papillomvirus in der Kopf-Hals-Onkologie

    Der Nachweis von HPV gelingt am häufigsten in Tumoren des Oropharynx (45–90 %), insbesondere in Karzinomen der Gaumen- und Zungengrundtonsille.

    Obwohl sich HPV+-Plattenepithelkarzinome im Kopf-Hals-Bereich klinisch deutlich aggressiver zeigen, ist die HPV-Positivität insbesondere bei Oropharynxkarzinomen ein unabhängiger positiver Prädiktor für das Gesamtüberleben.

    In der 8. Auflage der TNM-Klassifikation wurde im grundlegend überarbeiteten Kapitel „Oropharynxkarzinome“ eine separate T- sowie N-Klassifikation je nach p16/HPV-Status eingeführt

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  • Therapie von Larynx- und Hypopharynxkarzinomen

    Das Larynxkarzinom gehört zu den häufigsten Krebserkrankungen des Kopf-Hals-Bereiches.

    Mit der Trennung von Atem- und Speiseweg sowie der Stimmbildung kommt dem Kehlkopf ein großer funktioneller Stellenwert zu.

    Die Therapiewahl bewegt sich daher im Spannungsfeld von onkologischem Resultat, Funktionserhalt und Lebensqualität.

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  • Immunonkologische Aspekte in der Strahlentherapie bei Kopf-Hals-Tumoren

    Checkpoint-Inhibitoren sind bei Kopf-Hals-Tumoren wirksam.

    Bisher gibt es nur wenige Daten in der primären Therapie von Kopf-Hals-Tumoren.

    Ziel sollte eine optimale Zusammenstellung der Therapieoptionen sein.

    Ungeklärt sind die optimale Dosis (< 1 Gy, > 1 Gy, 6 Gy), die zeitliche Abfolge sowie Akut- und Spättoxizitäten der Kombination aus Strahlentherapie + Immuntherapie bei Kopf-Hals-Tumoren.

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  • Checkpoint-Blockade bei rezidivierten/metastasierten Kopf-Hals-Tumoren

    Kopf-Hals-Tumoren erscheinen aus immunonkologischer Sicht prädestiniert für immun-therapeutische Ansätze: Dafür sprechen die sehr hohe Prävalenz somatischer Mutationen, die hohe Anzahl tumorinfiltrierender Lymphozyten und die virale Genese von HPV-positiven Oropharynxkarzinomen.

    Nasopharynxkarzinome und Speicheldrüsentumoren sind differenziert zu betrachten.

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  • Partikeltherapie für HNO-Tumoren

    Die Protonentherapie und Kohlenstoffionentherapie erlauben durch den Bragg-Peak einen steilen Dosisgradienten und somit eine hochpräzise Bestrahlung komplexer Volumina.

    Bei HNO-Tumoren ist insbesondere bei Schädelbasisinfiltration und seltenen Histologien wie adenoidzystischen Tumoren, Chordomen und Sarkomen eine Partikeltherapie in Erwägung zu ziehen

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  • Rolle der Salvage-Chirurgie bei HNO-Tumoren

    Grundsätzlich sind Salvage-Operationen nur bei zu erwartender vollständiger Entfernung der Rezidivtumoren indiziert.

    Das Ziel der Salvage-Operationen ist die Heilung der Patienten. Bei Patienten mit Fern-metastasen kommen palliative Operationen in Frage.

    Die Prognose von Salvage-Operationen ist lokalisationsabhängig variabel und bei gleichen Tumorstadien schlechter als bei Ersteingriffen.

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  • Ernährungstherapie bei Kopf-Hals-Tumoren

    Die Strahlentherapie/Radiochemotherapie kann im HNO-Bereich starke Toxizitäten verursachen, in deren Konsequenz eine Nahrungsaufnahme erschwert ist. Ernährungsbedingte Mangel-erscheinungen wiederum erschweren den geplanten Ablauf der Strahlentherapie, die für die Prognose der Patienten wesentliche Bedeutung hat.

    Bemerkenswerterweise gibt es bislang kaum Aktivitäten, einen Gewichtsverlust vor und während der Strahlentherapie in randomisierten Studien zu untersuchen und gezielt zu behandeln.

    Dem Rechnung tragend wurde mit der AGMT eine Phase-III-Studie initiiert, in der randomisiert die supplementäre Ernährungstherapie bei HNO-Tumor-Patienten während der Bestrahlung untersucht wird.

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Multiples Myelom: SO 06|2017

  • Focus multiples Myelom: „Kein Stein mehr auf dem anderen …“

    In der Behandlung des multiplen Myeloms ist im letzten Jahrzehnt kaum ein Stein auf dem anderen geblieben. Ein sehr großer Teil dieser Erfolgsgeschichte ist zweifellos den neuen Therapiemöglichkeiten geschuldet, die mittlerweile die klinische Routine erobert haben. Die weitaus umfassendsten Veränderungen…

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  • IMWG-Diagnosekriterien des Myeloms 2014 – behandeln wir zu früh?

    Myelom definiert durch: a) CRAB; b) ohne CRAB, aber mit „Biomarker of Malignancy“.

    Biomarker of Malignancy: 55 % bis 95 % Risiko für Transformation in symptomatische Erkrankung innerhalb von 2 Jahren.

    QUIREDEX-Studie zeigt besseres Überleben bei frühem Therapiebeginn – es gibt allerdings Kritikpunkte.

    Pragmatisches Vorgehen für die klinische Praxis empfohlen – die Dynamik der Erkrankung enthüllt sich oft in Verlaufskontrollen.

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  • MRD-Messung beim multiplen Myelom – auf dem Weg zum globalen Standard?

    Der Minimale-Resterkrankung-(MRD-)Status ist einer der stärksten Prognosefaktoren beim multiplen Myelom.

    Ein hoher methodischer Aufwand verhindert aktuell noch die breite klinische Anwendung der MRD-Messung.

    International wird an der Weiterentwicklung von Methoden zur MRD-Statusbestimmung gearbeitet.

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  • Therapieparadigma beim multiplen Myelom: Induktion, Konsolidierung, Erhaltung

    Bortezomib-basierte Triplet-Therapie mit immunmodulatorischen Substanzen (IMiD) und Dexamethason ist derzeitiger Standard für die Induktionstherapie bei Patienten, die für eine autologe Stammzelltransplantation geeignet sind.

    Autologe Stammzelltransplantation im Rahmen der ersten Induktionstherapie bleibt weiterhin Standard.

    Kontinuierliche Induktion mit Lenalidomid + Dexamethason bei Patienten, die für eine autologe Stammzelltransplantation nicht geeignet sind, ist dabei, sich als neuer Standard zu etablieren.

    Nach autologer Stammzelltransplantation ist eine Erhaltungstherapie mit niedrig dosiertem Lenalidomid als Monotherapie neuer Standard.

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  • Rolle der allogenen Stammzelltransplantation in der Ära der neuen Substanzen

    Die allogene Stammzelltransplantation als Immuntherapie hat das Potenzial für Langzeitremissionen beim multiplen Myelom.

    Jüngere Patienten mit Hochrisikogenetik und/oder ungünstigem primären Ansprechen benötigen ein Gesamtkonzept, in dem die allogene Stammzelltransplantation, sofern vorgesehen, nicht erst in weit fortgeschrittener Therapielinie erfolgen soll.

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  • How we treat: Patienten mit relapsiertem/refraktärem multiplen Myelom

    Durch das breite Spektrum an Rezidivtherapien beim multiplen Myelom wird die Auswahl der Folgetherapien zu einer höchst komplexen und individuellen Angelegenheit.

    Patientenpräferenz, Lebensqualität und Nebenwirkungsmanagement sollten in der Behandlungsentscheidung Berücksichtigung finden.

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  • Das österreichische Myelomregister

    Das Myelomregister ist eine Initiative zur Beantwortung wichtiger Fragen hinsichtlich Inzidenz, Symptomatik, Krankheits- und Therapieverlauf sowie Behandlungsqualität des multiplen Myeloms.

    Wissenschaftler, Ärzte, Patienten sowie die Gesundheitspolitik profitieren von den gesammelten Daten von mittlerweile 1.300 Myelompatienten.

    Die Software-Erweiterungen erleichtern das Erfassen von Patient-reported Outcomes und Bewertungen der Lebensqualität, um den Nutzen von Vorsorge- und Früherkennungsmaßnahmen zu evaluieren.

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Neuro-Onkologie: SO 05|2017

  • Vorwort: Anerkennung für den neuro-onkologischen Tätigkeitsbereich

    Die weitreichendste Veränderung des Jahres 2016 in der Neuro-Onkologie war sicher die Publikation der neuen Hirntumorklassifikation CNS4+, in die neben den histologischen Daten auch molekularbiologische und genetische Informationen eingeschlossen werden. Da diese neue Klassifikation sich besonders auf die niedergradigen Gliome…

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  • Therapieentscheidungen bei niedriggradigen Gliomen

    Die Publikation der neuen Hirntumorklassifikationen der World Health Organisation (WHO) und die Resultate einiger großer internationaler Studien haben im vergangenen Jahr einige wesentliche Neuerungen im Management von niedriggradigen Gliomen mit sich gebracht.

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  • Österreichische Erfahrungen mit Tumor-treating Fields (TTFields)

    Das mediane „overall survival“ und „progression-free survival“ beim neu diagnostizierten Glioblastom kann mit „Tumor-treating Fields“ (TTFields) signifikant gesteigert werden (OS: 20,5 Monate, PFS: 7,1 Monate1).

    Die Therapie zeigt nach einer Eingewöhnungsphase eine ausgezeichnete Akzeptanz bei den Patienten, und das bei sehr geringem Nebenwirkungsprofil.

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  • MedAustron – Partikelbestrahlung bei Tumoren im Bereich der Schädelbasis und des ZNS

    Die Partikelbestrahlung ist eine Weiterentwicklung der konventionellen Strahlentherapie mit dem Vorteil bei ähnlicher biologischer Wirksamkeit im Tumor, das umliegende Normalgewebe besser zu schonen.

    Vorteil bei niedrigmalignen Hirntumoren: bei gleicher Dosis wie bei der Photonenbestrahlung ist die Dosis am umgebenden Gewebe deutlich reduziert, mit der zu erwartenden Abnahme an Spätfolgen.

    Vorteil bei radioresistenten Tumoren: Möglichkeit der Dosissteigerung ohne Mehrbelastung des tumorumgebenden Gewebes. Dies ermöglicht mitunter eine bessere lokale Kontrolle bei gleichbleibender Rate an Spätfolgen.

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  • Entwicklung von Gehirnmetastasen

    Die essenziellen Schritte der Gehirnmetastasenentstehung sind: intravaskulärer Arrest, Extravasation, Initiierung von Wachstum und Angiogenese in der perivaskulären Nische.

    Das erfolgreiche Gehirnmetastasenwachstum hängt sowohl von spezifischen Eigenschaften und Charakteristika der Tumorzelle als auch von jenen der gehirneigenen Zellen wie Astrozyten- und Mikroglia-Zellen ab.

    Die pharmakologische Prävention von Gehirnmetastasen durch die spezifische Inhibition von Schlüsselfaktoren der Gehirnmetastasenentstehung könnte in Zukunft ein neuer, vielversprechender therapeutischer Ansatz sein.

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  • Thrombosen bei Patienten mit Hirnmetastasen

    Zum Thema „Thrombosen bei Patienten mit Hirnmetastasen“ gibt es kaum Daten aus Studien, da Patienten mit Hirnmetastasen oft medizinische Kontraindikationen für eine Studienteilnahme aufweisen oder juridisch nicht mehr gültig in eine solche einwilligen können.

    Allerdings gibt es Daten, dass eine therapeutische Antikoagulation bei Thrombosen oder Lungenembolien bei Patienten mit Hirnmetastasen in der Regel sicher durchgeführt werden kann, auch wenn dies mit einer höheren intrakraniellen Blutungsrate einhergeht.

    An einer kleinen Serie von Patienten, die in der CATS-Studie aufgenommen waren und zu einem späteren Zeitpunkt Hirnmetastasen entwickelten, erlaubten weder der zum Zeitpunkt der Erstdiagnose erstellte Khorana-Score noch der Vienna-Score eine Voraussage des Thromboserisikos bei Hirnmetastasen.

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Klinische Studien – Neuerungen und Herausforderungen: SO 04|2017

  • Klinische Studien – Neuerungen und Herausforderungen

    Klinische Studien sind für den medizinischen Fortschritt unerlässlich. Ohne Zusammenspiel der unterschiedlichen Stakeholder in unserem Land werden wir uns diese aber bald nur mehr aus der Ferne ansehen.

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  • Klinische Arzneimittelforschung: Wie können die verschiedenen Stakeholder in Österreich an einem Strang ziehen?

    Klinische Studien sind für den medizinischen Fortschritt unerlässlich. Ohne Zusammenspiel der unterschiedlichen Stakeholder in unserem Land werden wir uns diese aber bald nur mehr aus der Ferne ansehen.

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  • Neue EU-Studienverordnung

    Mit Inkrafttreten der Verordnung (EU) Nr. 536/2014 müssen alle Anträge für klinische Prüfungen von Arzneimitteln über ein zentrales EU-Portal eingereicht werden, welches auch die Bearbeitung durch die beteiligten Staaten transparent abbilden wird.

    Österreich muss einen gemeinsamen Prozess für Behörde und Ethikkommissionen erarbeiten, um einerseits den neuen gesetzlichen Anforderungen zu entsprechen und andererseits die Sicherheit des Forschungsstandortes zu gewährleisten.

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  • Was sind die häufigsten Ursachen für Verzögerungen …? Wünsche der Ethikkommission an die Researcher

    Die Mehrzahl aller Studien der MedUni Wien bekommt ein vorbehaltlich positives Votum; das heißt, es gibt nur formale Kritikpunkte, die von den Antragstellern sofort erledigt werden können.

    Neben einer unklaren oder unvollständigen Beschreibung des Studienablaufs zählen Angaben zur Statistik und Datenanalyse zu den am häufigsten zu korrigierenden Teilen des Prüfplans.

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  • Vienna Cancer Center − Integration translationaler Wissenschaft in die Patientenversorgung

     

    Was ist translationale Wissenschaft? „Bench to bedside/bedside to bench“, um mit spezieller Diagnostik zu einer guten Therapieentscheidung zu kommen.

    Vortrag von Univ.-Prof. Dr. Ulrich Jäger anlässlich der Präsentation des „Vienna Cancer Center“ – eines Modells, das die onkologische Versorgung Wiens im Jahr 2030 auf den Weg bringen kann.

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  • Grundlegende Aspekte zur Rolle des Pathologen in der Onkologie

    Kontext: Die neue Sicht auf die Onkologie ist eine molekularpathologische: Unsere Frage war, wie sich die Rolle des Pathologen im Austausch mit der Klinik als Partner im Tumorboard verändert hat. Von der Klinik werden molekulare Analysen gefordert, die heute auch kommerziell angeboten werden. Wird die Diagnose an Firmen abgegeben? Wichtig scheint ein partnerschaftlicher Austausch, um den Kontext zur Klinik zu wahren.

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  • Biobanking für Registerstudien: Die Verschmelzung der Forschung mit der klinischen Pflege

    Biobanken sind eine wichtige Ressource in der molekularen Krebsforschung und haben zu einem verstärkten Interesse an ätiologischen, klinischen und Gen-Umwelt-Interaktionsstudien geführt.

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  • Entscheidend: rechtzeitiger Einsatz der Palliativmedizin bei weitergeführter onkologischer Betreuung

    Wie alle anderen Patienten haben auch Patienten mit Krebserkrankungen den Anspruch auf eine optimale medizinische Behandlung ihrer Grundkrankheit und auf eine umfassende Betreuung all ihrer krankheitsassoziierten medizinischen und gesundheitsrelevanten Probleme. Dabei steht im Betreuungskonzept von Krebspatienten sowohl aus ärztlicher Sicht…

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  • Palliative Care verlängert das Leben

    Die Palliativmedizin muss aus der Ausschließlichkeit des Lebensendes befreit und als eigenes Fachgebiet angesehen werden.

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  • Barrieren in der Palliativmedizin

    Palliativmedizin hat sich in den letzten Jahren zu einer der am schnellsten wachsenden Subspezialitäten entwickelt.

    In den letzten Jahren wurden Modelle entwickelt, um die frühe Integration von palliativer Betreuung zu fördern.

    Die Befürchtung von Hämatoonkologen, dass sich Patienten dann onkologischen Therapien frühzeitig entziehen, hat sich in der Praxis nicht bestätigt.

    Seitens der Patienten wird das Konzept zusätzlicher palliativer Betreuung immer noch mit dem Gefühl verbunden, „austherapiert“ zu sein. Zudem werden Betreuungs-angebote von Palliativmedizin oft mit Hospizbegleitung verwechselt.

    Mangel an Ressourcen darf keine Barriere für die Zuweisung durch Hämatoonkologen an Palliativmediziner sein.

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  • End-of-Life-Gespräche

    Essenzielle Vorbedingung für eine adäquate medizinische und pflegerische Versorgung eines unheilbar kranken Patienten ist es, seine Wünsche, Hoffnungen und Ziele in Bezug auf sein Lebensende zu erfassen und zu verstehen.

    Eine von Vertrauen und Ehrlichkeit geprägte Kommunikation zwischen Patient und Betreuer ist von großem therapeutischem Wert, da sie zur Reduktion von (seelischen) Schmerzen, Ängsten und Leidensdruck am Lebensende beiträgt.

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  • „Wer Schmerz erlitten hat, erinnert seiner sich“ (M. T. Cicero, 106–43 v. Chr.)

    Daten aus Österreich zeigen, dass 1,5 Millionen Menschen an chronischen Schmerzen leiden, ca. 300.000 Personen haben starke chronische Schmerzen. Unter anderem führt diese Problematik zu direkten Gesundheitskosten im Ausmaß von jährlich 1,4 bis 1,8 Milliarden Euro.

    21 % der Patienten haben das Gefühl, durch ihre Schmerzen gesellschaftlich isoliert zu sein.

    Insgesamt nehmen chronisch schmerzhafte Erkrankungen kontinuierlich zu. Angaben über das Vorkommen von Schmerzen bei Personen über 65 Jahre variieren zwischen 50 und 86 %.

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  • Dyspnoe und Opioide

    Der Einsatz von Opioiden in der symptomatischen Therapie der therapierefraktären Atemnot ist trotz Bedarf an weiterer Evidenz die Alternative der ersten Wahl.

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  • Ernährung am Lebensende

    Malnutrition und Kachexie sind häufige Ursachen für ungewollten Gewichtsverlust und führen zu Sarkopenie, welche ihrerseits für funktionelle Einschränkungen bei onkologischen Patienten am Lebensende verantwortlich ist.

    Ernährungsinterventionen sollten frühzeitig erfolgen – mit fortschreitender Erkrankung ist ihre Wirksamkeit eingeschränkt.

    Appetitverlust ist das Leitsymptom der Kachexie.

    In frühen Krankheitsphasen müssen funktionelle Störungen des Gastrointestinaltraktes erkannt und bei der Wahl der Ernährungsunterstützung berücksichtigt werden.

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  • Palliative Sedierung in der Versorgung onkologischer PatientInnen

    Am Lebensende onkologischer PatientInnen kann es zum Auftreten therapierefraktärer Beschwerden kommen, für deren Behandlung eine palliative Sedierung notwendig ist.

    Unter palliativer Sedierung versteht man den Einsatz sedierender Medikamente mit dem Ziel, durch eine Bewusstseinsminderung unerträgliches Leid bei therapieresistenten Symptomen zu lindern.

    Die palliative Sedierung ist eine medizinische Intervention, zu deren Indikationsstellung und Durchführung palliativmedizinische Expertise notwendig ist. Eine erstmalig Ende 2016 publizierte österreichische Leitlinie zur palliativen Sedierungstherapie soll behandelnden Ärztinnen und Ärzte wesentliche Informationen, Hilfestellung und Sicherheit in der praktischen Durchführung geben.

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Tage der personalisierten Medizin 2017: SO 02|2017

  • SHIVA-Studie Die erste randomisierte Studie der Präzisionsmedizin

    Rationale der SHIVA-Studie: Die Therapie leitet sich vom molekularen Tumorprofil ab. Für ein HER2-mutiertes Adenokarzinom der Lunge bietet sich in diesem Kontext ein HER2-Tyrosinkinasehemmer an (Serra, Cancer Discovery 2013).

    „N of 1“-Studien: Fortgeschrittene Kolorektalkarzinome wurden auf Basis prädiktiver Biomarker (BRAF-Mutation, ERBB2-Amplifikation, Mikrosatelliteninstabilität, ALK-Fusion) in Phase-1/2-Studien mit BRAF-MEK-EGFR-Inhibitoren (alleine oder kombiniert), mit PD1-Antikörpern oder ALK-Tyrosinkinasehemmern behandelt (Dienstmann, Nature Reviews Cancer 2017).

    Das Konzept scheint zwingend, aber die Umsetzung ist trickreich.

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  • Präzisionsmedizin beim nichtkleinzelligen Bronchialkarzinom

    Es gibt zahlreiche Targets beim fortgeschrittenen Bronchialkarzinom, wie etwa in einem „Profiling“-Programm in Frankreich ersichtlich wird, die Frage ist immer, ob diese Targets wirklich „druggable“ sind oder nur vielversprechend wirken. In Frankreich etwa wurden bei über 17.000 NSCLC-Patienten mehr als…

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  • Targeting EGFR, ALK – Präzisionsmedizin fokussiert auf Resistenzmechanismen

    Für eine effektive Langzeittherapie ist das Verständnis von Resistenzmechanismen grundlegend, um rationale Therapiesequenzen zu erarbeiten. Z. B. wurden für ALK-Inhibitoren in einer Publikation von Jessica Lin et al. (Cancer Discovery 2017) mehr als 20 unterschiedliche ALK-Fusionspartner quer durch verschiedenen Tumorentitäten…

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  • Fallstudie einer Patientin mit ALK-positivem Bronchialkarzinom

    Fallbericht einer der ersten Lungenkrebspatientinnen in Europa, die am Otto-Wagner-Spital (OA Dr. Maximilian Hochmair) mit dem ALK-Inhibitor Crizotinib behandelt wurde.

    Im Wettlauf mit der Verfügbarkeit neuer Therapien und der Möglichkeit des frühen Zugangs zu diesen Therapien lebt die Patientin mit sequenziellen Behandlungen seit dem Jahr 2012 ohne körperliche Einschränkung.

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  • Prädiktive Marker für die Immuntherapie: „Heiße Phase“ der Biomarkerevolution

    Wir haben mit Immuntherapien zwar den Tumor als solchen im Fokus unserer Bemühungen, greifen aber zugleich in ein komplexes System ein, das nicht nur im Tumor selbst aktiv ist, sondern viele andere Organsysteme betrifft. Wir finden dendritische Zellen, die tumorale…

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  • Nierenzellkarzinom Klinische Aspekte der Immuntherapie

    Klinische Aspekte wie Komorbiditäten, Vortherapien und Toxizitätsprofile sind wichtige Faktoren in der Entscheidung für oder gegen eine Immuntherapie.

    Das neuartige Toxizitätsprofil und das veränderte Ansprechverhalten (Pseudoprogression) der Immuntherapien erfordern besondere Aufmerksamkeit im Patientenmanagement.

    Die Zukunft der Immuntherapie dürfte in der Kombination mit bereits etablierten Behandlungsoptionen liegen.

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  • Follikuläres Lymphom: Pathogenese, Frühformen, Progression und Transformation

    Progression oder Transformation sind bei follikulärem Lymphom Ereignisse, die den zumeist chronischen Verlauf der Erkrankung dynamisieren und mit erhöhter Mortalität assoziiert sind.

    Neue Erkenntnisse genetischer Mechanismen könnten mithelfen, durch frühzeitige Identifizierung von Risikopatienten therapierelevante Entscheidungen zu treffen.

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  • EXALT-Studie: Neues Konzept der personalisierten Medizin bei Leukämien und Lymphomen

    Die EXALT-Studie an der klinischen Abteilung für Hämatologie und Hämostaseologie der MedUni Wien, Principal Investigator: Assoz. Prof. Priv. Doz. DDr. Philipp Staber, ist ein Protokoll zum „funktionellen Screening“ von Leukämie- und Lymphompatienten auf individuell abgestimmte Therapiemaßnahmen, die von der genetischen Information des Tumors unabhängig sind.

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Rare Tumors: SO 01|2017

  • Diagnostik der gastrointestinalen Stromatumoren

    Die pathologische Diagnostik von gastrointestinalen Stromatumoren umfasst

    HE-Morphologie und immunhistochemische Bestätigung der Diagnose mittels Immunhisto­chemie KIT und DOG1;

    Risikostratifikation nach Miettinen – Achtung: Evaluierung der Mitoseaktivität in 5 mm2

    die Durchführung von Mutationsanalysen
    a) bei nichtresezierbaren und metastasierten GIST und vor jeder adjuvanten Imatinib-Therapie
    oder
    b) entsprechend den rezenten ESMO-Guidelines (bei jedem GIST mit Ausnahme von nichtrektalen GIST kleiner als 2 cm);

    Erweiterte Diagnostik der WT-GIST.

    Gist bei Kinder und jungen Erwachsenen (unter 30 Jahre) sowie Gist mit plexiformen oder multinodulärem Wachstum bedürfen einer speziellen Abklärung (IHC/SDH-B und Mutationsanalysen).

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  • GIST – medikamentöse Therapie adjuvant und im metastasierten Stadium

    3 Jahre Imatinib entsprechen dem derzeitigen Standard in der adjuvanten Therapie des resezierten GIST mit hohem Rezidivrisiko.

    Imatinib, Sunitinib und Regorafenib sind die zugelassenen Substanzen in der metastasierten Situation.

    Spätestens zum Zeitpunkt des Versagens der zugelassenen Substanzen sollten Studienoptionen in Absprache mit einem GIST-Zentrum geprüft werden.

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  • Gastrointestinale Stromatumoren – Metastasenchirurgie der Leber

    Die Evidenzlage zur Lebermetastasenchirurgie bei GIST ist niedrig.

    Eine Indikation zur Operation kann bei Ansprechen auf Erstlinientherapie oder zur Kontrolle einzelner progredienter Läsionen überlegt werden.

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  • Strahlentherapie bei Weichteilsarkomen und Ewing-Sarkom

    Bei Weichteilsarkomen gilt die prä- oder postoperative Radiotherapie als Standard.

    Ewing-Sarkome weisen eine relativ hohe Strahlensensibilität auf. Hier kann nach Chemotherapie auch eine alleinige Radiatio eine sinnvolle Alternative zur Operation sein.

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  • Orthopädie: Zur chirurgischen Therapie von Weichteilsarkomen

    Eine Studie der Universitätsklinik für Orthopädie an der MedUni Wien zur Frage der Resektion und Rekonstruktion tumornaher anatomischer Strukturen bestätigt, dass ein aggressives chirurgisches Vorgehen bei Weichteilsarkomen den negativen Prädiktor eines höheren Tumorvolumens kompensieren kann.

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  • Orthopädie: Knochensarkome

    Sarkome des Knochens wie Osteosarkom, Ewing-Sarkom und Chondrosarkom sind neben einigen noch selteneren Entitäten mittels weiter Tumorresektionen zu entfernen, um eine sichere lokale Tumorkontrolle zu gewährleisten.

    Nur unter strenger Berücksichtigung dieser Resektionsgrenzen kann von einer gleich niedrigen Lokalrezidivrate der extremitätenerhaltenden oder ablativen Chirurgie ausgegangen werden.

    Dies beinhaltet in Einzelfällen umfangreiche Rekonstruktionen, die in speziellen Fällen nur in einem interdisziplinären Setting mit Gefäßchirurgie und plastischer Chirurgie an den Extremitäten umzusetzen sind.

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  • Sekundaria von Weichteilsarkomen/Knochensarkomen – Metastasenchirurgie der Lunge

    Bei 20–50 % aller Patienten kommt es im Krankheitsverlauf zur Streuung in die Lunge.

    Die Lunge ist damit das häufigste Organ, in dem sich bei Weichteil- und Knochensarkomen Metastasen bilden.

    Die pulmonale Metastasektomie ist ein wesentlicher Bestandteil der Therapie von Sarkomen im fortgeschrittenen Stadium.

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  • Systemische Therapie des Weichteilsarkoms

    Die letzten Jahren haben gezeigt, dass sich das diagnostische, operative und medikamentöse Armamentarium für Weichteilsarkome stetig erweitert. Nicht nur neue histologiespezifische Chemotherapeutika, sondern auch Tyrosinkinaseinhibitoren sowie zuletzt Immun-Checkpoint-Inhibitoren erlangen einen zunehmenden Stellenwert in der systemischen Therapie.

    Nichtsdestotrotz ist eine langfristig kurative Therapie nur im lokalisierten Stadium möglich, und eine qualitativ hochwertige adäquate Initialdiagnostik und Behandlung bleibt von essenzieller Bedeutung.

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  • Schilddrüsenkarzinom: Therapieoptionen 2017

    Über 90 Prozent aller differenzierten Schilddrüsenkarzinome lassen sich mit einem multimodalen Therapiekonzept aus Thyreoidektomie, Radiojodablation und Schilddrüsenhormonsubsti­tutionstherapie kurativ behandeln.

    Für metastasierte, radiojodrefraktäre Schilddrüsenkarzinome wurden in Österreich interdisziplinäre Empfehlungen zum Einsatz von Tyrosinkinasehemmern erarbeitet. Zugelassen sind die beiden TKI Lenvatinib und Sorafenib. Erste klinische Studien und Fallberichte zur Wiederherstellung der Radiojodaufnahme in Tumorzellen finden sich für Selumetinib, Dabrafenib oder Vemurafenib.

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  • Medulläres Schilddrüsenkarzinom

    Das medulläre Schilddrüsenkarzinom ist ein seltener Tumor mit schlechter Prognose, sobald klinisch manifest.

    Gut ist die Prognose bei früher Diagnose und konsequenter Chirurgie: Dies gelingt durch Calcitoninscreening bei jedem Schilddrüsenknoten (Schilddrüsendiagnostik) und sorgfältige Planung des Ersteingriffes.

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  • „MEN1 and beyond …“ Genetische Aspekte neuroendokriner Tumoren

    Patienten mit Tumoren, die dem Formenkreis der multiplen endokrinen Neoplasie Typ 1 zuzurechnen sind, sind häufig Träger einer dazu prädisponierenden und potenziell vererbbaren Keimbahnmutation.

    Der Nachweis bzw. Ausschluss solcher Mutationen bildet eine wichtige Entscheidungsgrundlage für das klinische Management des Patienten sowie eventuell mitbetroffener blutsverwandter Familienangehöriger.

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  • Neuroendokrine Neoplasien des Gastrointestinaltraktes: „An odyssee in the land of small tumors?“

    Somatostatin-Analoga (SST-A) sind bei gastroenteropankreatischen neuroendokrinen Tumoren (GEP-NET) die Therapie der ersten Wahl. Octreotid ist bei intestinalen NET und Lanreotid zusätzlich auch bei pankreatischen NET (pNET) zugelassen.

    Bei Progression ist sowohl bei pankreatischen als auch nichtpankreatischen NET die Gabe von Everolimus indiziert.

    Bei pNET stehen im Weiteren noch Sunitinib sowie Chemotherapie zur Verfügung.

    Bei non-pNET ist die Radiopeptidrezeptor-Therapie auf Lu-177-Basis nach Progressio unter SST-A die Therapie der Wahl.

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  • Paradigmenwechsel in der Therapie des Hodgkin-Lymphoms?

    Combined Modality bleibt vorerst Standard in der First-Line-Therapie.u Verbesserte Chancen für relapsierte/refraktäre Patienten durch neue Substanzen: CD30-Anti­körper und Checkpoint-Inhibitoren.

    Das ambitionierte Ziel muss sein, die ausgezeichneten Resultate in der First-Line nicht zu gefährden und gleichzeitig die therapieassoziierte Langzeittoxizität für geheilte Patienten weiter zu vermindern.

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Zusammenarbeit Pathologie und Onkologie: SO 06|2016

  • Vorwort: „Gemeinsam sind wir stark“ – vom Einzelkämpfer zum Partner im Tumorboard

    Leg den Zettel weg und schau hinein!“ Diese Worte bekamen die heute älteren Pathologinnen und Pathologen während ihrer Ausbildung vor 30+ Jahren von ihren LehrerInnen oft zu hören. Der Zettel war das Pathologie-Zuweisungsformular, und mit Hineinschauen war der Blick ins…

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  • Schnellzytologie in der onkologischen Diagnostik

    Die Schnellzytologie erhöht die Treffsicherheit der bioptischen Diagnostik.

    Ein interdisziplinäres Setting in der Diagnose maligner Neoplasmen hilft, das richtige Material für zielgerichtete Therapien bereitzustellen.

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  • Core Needle Biopsies: eigene Erfahrungen in der Lymphomdiagnostik

    Am Wilhelminenspital wurde eine Analyse des Stanzbiopsiematerials mit Verdacht auf lymph­o­proliferative Erkrankung (2011–2016; 243 Fälle) durchgeführt.

    Ergebnisse: Der diagnostische Wert des Befundes ist von der Qualität und Quantität des Biopsiematerials sowie von der Lymphomentität abhängig.

    Aufbauend auf den Ergebnissen wurde ein interdisziplinärer diagnostischer Algorithmus erarbeitet, der eine deutlich höhere und schnellere Befundrate ermöglichen soll.

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  • Risikostratifizierung der reifzelligen, aggressiven B-Zell-Lymphome

    Fast ein Drittel aller Patienten mit diffusem großzelligen B-Zell-Lymphom zeigt kein Ansprechen auf die Standardtherapie mit R-CHOP; die Evaluierung von Prognosefaktoren hat daher höchste Priorität.

    Vorgehen: Ermittlung der Ursprungszelle (GCB- vs. ABC-Typ); Charakterisierung von MYC- und BCL2-Deregulierungen auf genetischer und Proteinebene (prognostisch); Evaluierung zusätzlicher prädiktiver Biomarker (z. B. MYD88/CD79B).

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  • PD-L1-Immunhistochemie als Biomarker für Checkpoint-Inhibitoren

    Die routinemäßige Testung der PD-L1-Expression mittels Immunhistochemie ist ein wichtiges Hilfsmittel zur Abschätzung der Wahrscheinlichkeit eines Ansprechens auf eine Therapie mit Checkpoint-Inhibitoren.

    Die Ergebnisse müssen jedoch in enger klinisch-pathologischer Zusammenarbeit interpretiert werden, um ein individuelles, auf den Patienten zugeschnittenes Therapiekonzept zu erstellen.

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  • Von der Bronchoskopie zur Liquid Biopsy

    Die pathologisch-histologische Diagnostik des Lungenkarzinoms wird aufgrund der kontinuierlich zunehmenden Anzahl wichtiger Target-Mutationen immer komplexer.

    Die besondere Herausforderung für den Pathologen besteht in der Zusammenführung und Interpretation der histologisch-morphologischen Diagnostik zu Beginn des Prozesses mit Ergebnissen der angeschlossenen Molekulardiagnostik.

    Liquid Biopsy anhand von zirkulierenden Tumorzellen oder zirkulierender zellfreier Tumor-DNA stellt derzeit in diesem Setting keine Routinemethode dar.

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  • Mammakarzinom: Die Rolle prognostischer multigenomischer Tests in der adjuvanten Therapie

    Multigenomische Assays werden zur prognostischen Bewertung des Rezidivrisikos beim frühen hormonrezeptorpositiven Mammakarzinom angewendet

    Tests der ersten Generation (OncoType DX®, MammaPrint®) messen in erster Linie die Expres­sion proliferationsassoziierter Gene, während Tests der zweiten Generation (PAM50-ROR®, EndoPredict®) auch die Aktivierung des Östrogen-Rezeptor-Signalweges abbilden.

    Die Integration klinisch-pathologischer Parameter (Tumorstadium, Lymphknotenstatus) erlaubt eine verbesserte prognostische Aussage.

    Zukünftige Herausforderung ist die Validierung der prognostischen Wertigkeit bei nodal positiven und prämenopausalen Patientinnen.

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  • Der Pathologe als Lotse der Therapie: Die interdisziplinäre Behandlung von Weichgewebssarkomen

    Weichteilsarkome sind äußerst seltene maligne Tumoren.

    Eine präzise Tumorklassifizierung mit entsprechender molekularpathologischer Untersuchung sowie die Behandlung von Sarkompatienten durch ein interdisziplinäres Team aus Sarkom-Spezialisten sollten für jeden Patienten angestrebt werden.

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  • Tumorboard: wesentliches Instrument in der interdisziplinären Krebsbehandlung

    Tumorboards stellen einen wichtigen Bestandteil im Management von KrebspatientInnen dar und basieren auf der Zusammenarbeit aller in die Diagnostik und Therapie eingebundenen Sonderfächer.

    Die molekularpathologische Diagnostik gewinnt in der modernen molekularen Krebstherapie zunehmend an Bedeutung und sollte daher zu einem integralen Bestandteil jedes Tumorboards werden.

    Zur Gewährleistung einer hohen Prozess- und Strukturqualität sind erhöhte personelle, zeitliche sowie strukturelle Ressourcen notwendig, denen entsprechend Rechnung getragen werden sollte.

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Bronchialkarzinom: SO 05|2016

  • Vorwort: Neuordnung der Therapiekonzepte bei Lungenkrebs

    Vom 4. bis 7. Dezember fand in Wien die 17. Weltkonferenz für Lungenkrebs statt. Da es weltweit viele hochkarätige Bewerbungen um den Austragungsort gegeben hat, ist es eine besondere Auszeichnung für unsere Stadt, ausgewählt worden zu sein, wofür Univ.-Prof. Dr….

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  • Bildgebung beim Bronchialkarzinom

    Unbestritten ist die Computertomografie (CT) das wichtigste Verfahren zur Abklärung von Patienten mit Verdacht auf ein Lungenkarzinom.

    Aufgrund ihrer breiten Verfügbarkeit und ihrer hohen anatomischen Auflösung ist die CT das bildgebende Verfahren der Wahl im initialen Staging und im Restaging von Patienten mit Bronchialkarzinom.

    Für ein exaktes Staging ist meist eine Kombination von gezielt eingesetzter Bildgebung und invasiver Diagnostik notwendig.

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  • Volumetric Modulated ARC Therapy – Moderne Konzepte in der Radiotherapie des Bronchialkarzinoms

    Volumetric Modulated ARC Therapy (VMAT) ist eine weiterentwickelte Form der intensitäts­modulierten Radiotherapie und damit eine neue Bestrahlungstechnik in der Therapie des Bronchialkarzinoms, die bei gleicher Homogenität, Dosisverteilung und Präzision wie die ­3D-CRT eine höhere Präzision, steilere Dosisgradienten, schnellere Bestrahlungszeiten bei beweglichem Target mit kürzerer Liegedauer der Patienten und eine geringere Dosisbelastung umgebender Risikoorgane ermöglicht.

    VMAT kann sowohl bei der konventionellen Strahlentherapie des Bronchialkarzinoms als auch bei der Stereotaxie (Hochpräzisionsbestrahlung) oder bei palliativen Indikationen im metastasierten Setting eingesetzt werden.

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  • Chirurgische Optionen beim Bronchialkarzinom

    Minimalinvasive videoassistierte anatomische Resektionen etablieren sich zum chirurgischen Standard in der kurativen Therapie beim Bronchialkarzinom im Stadium I–II.

    Durch Fortschritte in multimodalen Therapieansätzen gewinnt die Chirurgie auch bei lokal fortgeschrittenem Bronchialkarzinom an Bedeutung.

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  • Bronchialkarzinom – Relevanz der Chemotherapie im Jahr 2016

    Patienten mit nichtkleinzelligen Bronchialkarzinomen ohne nachgewiesene Driver-Mutation erhalten eine platinhaltige Zweierkombination mit in Abhängigkeit vom Tumorstadium kurativer oder palliativer Intention.

    Patienten mit kleinzelligen Bronchialkarzinomen erhalten eine Erstlinienchemo-therapie mit einem Platin plus Etoposid und bei Progression eine Zweitlinientherapie mit Topotecan.

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  • Fortgeschrittenes nichtkleinzelliges Bronchialkarzinom – Molekulare Aberrationen und therapeutische Relevanz

    Molekulare Aberrationen mit Relevanz für die Therapieplanung:

    • EGFR-Tyrosinkinaseinhibitoren bei aktivierender EGFR-Mutation
    • EGFR-Antikörper bei EGFR-Proteinexpression (in Kombination mit Chemotherapie bei Plattenepithelkarzinompatienten)
    • ALK-Inhibitoren bei ALK- oder ROS1-Rearrangement
    • PD-1/PD-L1-Inhibitoren und PD-L1-Expression
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  • Rezente Entwicklungen, dargestellt anhand von Fallbeispielen – Praxisrelevante Aspekte zur Therapieselektion

    Praxisverändernde Impulse kamen in diesem Jahr vor allem durch die Immuntherapie mit Checkpointinhibitoren.

    Was zielgerichtete Therapien betrifft, werden im aktuellen Register der Austrian Lung Cancer Group Patienten mit EGFR-Mutation, ALK- und ROS1-Translokation systematisch erfasst.

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  • Austrian Lung Cancer Group – EGFR-, ALK- und ROS1-Register

    Im aktuellen Register der Austrian Lung Cancer Group ALCG sollen Patienten mit EGFR-Mutation, ALK- und ROS1-Translokation systematisch erfasst werden.

    Untersucht werden soll, welche Mutationen vorkommen, welche seltenen Mutationen zu finden sind und wie das Outcome dieser Patienten ist, vor allem auch jener, bei denen das Ansprechen auf eine Therapie noch nicht gesichert ist.

    Liquid Biopsy ist ein Thema, und vorausschauend wird bereits auch der PD-L1-Status bei mutierten Patienten erfasst.

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  • Neuroendokrine Tumoren der Lunge – quo vadis?

    Unter den neuroendokrinen Tumoren der Lunge stellen die bronchopulmonalen Karzinoide eine therapeutische Herausforderung dar.

    In frühen Stadien ist stets die komplette chirurgische Resektion anzustreben, in der metastasierten Situation sind die jeweiligen Therapiestrategien vor dem Hintergrund der spärlichen klinischen Evidenzlage individuell zu diskutieren.

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Stammzelltransplantation: SO 04|2016

  • Vorwort: Stammzelltransplantation – individualisierte, personalisierte Therapie ab Diagnose

    Sowohl die allogene als auch die autologe hämatopoetische Stammzelltransplantation sind etablierte kurative Therapieoptionen mit einer über die Jahre steigenden Fallzahl, wobei im allogenen Bereich akute Leukämien derzeit die Hauptindikation darstellen. Wir können bei akuten Leukämien bereits bei Diagnosestellung eine Risikostratifizierung…

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  • Allogene hämatopoetische Stammzelltransplantation als etablierte zelluläre Immuntherapie

    Die allogene hämatopoetische Stammzelltransplantation (HSZT) stellt die erste individualisierte kurative zelluläre Immuntherapie für Patienten mit akuten Leukämien, Myelomen, bestimmten Lymphomen und ausgewählten myeloproliferativen Erkrankungen dar.

    Weitere Optimierungsmöglichkeiten: Prävention und effizientere Therapie der GvHD; Post-Transplant-Cyclophosphamid; Intensivierung des GvL-Effektes durch Spenderlymphozyten, zytotoxische T-Zellen, CAR-T-Zellen.

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  • Die allogene Blutstammzelltransplantation als kurative Therapie der akuten myeloischen Leukämie

    Bei einem Großteil der AML-Patienten ist nach Verabreichen eines ersten intensiven ­Chemo­therapiezyklus (Induktionstherapie) mit einer kompletten Remission zu rechnen. Eine anschließende allogene Blutstammzelltransplantation (ASZT) soll die Krankheitsfreiheit in erster kompletter Remission erhalten. Basierend auf dem Rezidivrisiko und je nach der zu ­erwartenden Nicht-Rezidiv-Mortalität wird die Entscheidung zur ASZT individuell getroffen. Neben der Zytogenetik kommt der Molekulargenetik (NPM1, CEBPA, FLT3) und der ­minimalen Resterkrankung (MRD) eine zunehmende Bedeutung zu.

    Bei rezidivierter oder refraktärer AML gilt die ASZT als einzige aussichtsreiche Therapieoption. Die Erfolgsaussichten hängen allerdings stark von den Vorbedingungen (etwa dem Erreichen einer neuerlichen kompletten Remission) ab.

    Der beste Outcome nach ASZT wird mit passenden Geschwisterspendern erzielt, HLA-idente Fremdspender gelten als gleichwertige Option.

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  • Haploidente Stammzelltransplantation bei hämatologischen Neoplasien

    Wenn kein vollständig passender, HLA-identer Geschwister- oder Fremdspender verfügbar ist, können mittlerweile alternativ auch haploidente (also nur zu 50 % passende) Verwandte als Spender für eine allogene Stammzelltransplantation herangezogen werden.

    Die haploidente Stammzelltransplantation stellt vor allem für Patienten mit Hochrisiko-Leukämie, die rasch einen Spender brauchen eine gut etablierte therapeutische Option dar.

    Die Gabe von Post-Transplant-Cyclophosphamid ist eine einfache und an jedem Transplantzentrum durchführbare Immunsuppression.

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  • Effiziente Blutstammzellmobilisation

    Die Auswahl des geeigneten Mobilisierungsregimes (Steady-State- bzw. Chemomobilisierung) inklusive des Einsatzes einer „Rescue-Substanz“ hat großen Einfluss auf das Ergebnis.

    Das Timing der Blutstammzellmobilisierung ist ein sehr wichtiger Punkt und sollte bereits zu Beginn der Therapieplanung bedacht werden.

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  • Autologe Stammzelltransplantation

    Etwa 57 % aller Stammzelltransplantationen sind autolog (ASCT); etwa die Hälfte davon erfolgt bei Patienten mit multiplem Myelom, gefolgt von Non-Hodgkin-Lymphomen.

    Bei Patienten mit akuter myeloischer Leukämie und intermediärem Risiko ist die ASCT mit einem ähnlichen (MUD) bzw. besseren Outcome (HLA-Mismatch) verglichen mit der autologen SCT assoziiert; auch ältere und/oder komorbide Patienten könnten von einer ASCT-Konsolidierung profitie-ren.

    Beim follikulären Lymphom wurde nach ASCT von ca. 50 % der Patienten eine Langzeitremis­sion mit einem Plateau, das länger als 10 Jahre anhält, erreicht.

    Durch die Kombination der ASCT und neuen Wirkstoffen wurde ein kontinuier­liches Ansteigen des relativen Überlebens bei Myelompatienten erreicht; auch beim MM ist das Patientenalter kein Ausschlusskriterium für die ASCT.

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  • Der PI3K/AKT/mTOR-Signalweg und seine Rolle im Mammakarzinom

    Der PI3K/AKT/mTOR-Signalweg stellt einen wesentlichen Signalübertragungsweg für den Antrieb der Tumorprogression dar.

    PIK3CA-Mutationen werden am häufigsten bei ER-positiven/HER2-negativen Tumoren beobachtet.

    Gegen diesen Signalweg gerichtete Substanzen stellen vielversprechende Therapiemöglichkeiten dar und können die Resistenzentstehung gegenüber endokriner Therapie hinauszögern oder durchbrechen.

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  • Der CDK4/6-Retinoblastom-Signalweg und seine therapeutische Bedeutung

    CDK4 und CDK6 beeinflussen die Funktion des Tumorsuppressor-Proteins Retinoblastom und besetzen damit eine Schlüsselposition der Zellzyklusregulation; natürliche CDK4/6-Inhibitoren verhindern den unkontrollierten Eintritt in den Zellzyklus.

    Viele Tumoren weisen eine Dysregulation des Zellzyklus auf: u. a. Mammakarzinome, Kopf-Hals-Tumoren, nichtkleinzellige Lungenkarzinome, Ösophaguskarzinome, ­Prostatakarzinome, Liposarkome, Melanome und Glioblastome.

    Drei CDK4/6-Inhibitoren befinden sich in klinischer Testung bei unterschiedlichen Tumoren: Abemaciclib, Palbociclib und Ribociclib. Palbociclib zeigt in 2 Phase-III-Studien beim ­metastasierten luminalen Mammakarzinom in Kombination mit endokriner Therapie eine signifikante Verbesserung des PFS, sodass demnächst die ­Zulassung für Palbociclib in dieser Indikation erfolgen wird.

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  • HER-2 beim Magenkarzinom

    Die HER2-Testung ist derzeit bei allen Patienten mit inoperablem bzw. lokal fortgeschrittenem Adenokarzinom des Magens und des gastroösophagealen Übergangs angezeigt.

    Erstlinie: Eine kombinierte Therapie von Trastuzumab mit Chemotherapie (in der Regel Cisplatin + Capecitabin oder Cisplatin + 5-FU) ist als Standard anzusehen; die Therapie mit Trastuzumab sollte bis zum Progress beibehalten werden.

    Weitere Linien: Die Zweitlinientherapie mit Trastuzumab über den Progress hinaus ist derzeit nicht untersucht. In der perioperativen Therapie müssen die Phase-III-Überlebensdaten abgewartet werden.

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  • EGFR beim metastasierten Kolorektalkarzinom

    Der EGFR und dessen nachgeschaltete Signalkaskaden spielen eine wesentliche Rolle in der Entstehung, im Wachstum und im Fortschreiten des kolorektalen Karzinoms (CRC).

    Die erweiterte RAS-Mutationsanalyse (KRAS-Exon 2, 3 und 4 sowie NRAS-Exon 2, 3 und 4) ist Grundvoraussetzung für eine Therapie mit den Antikörpern (mAb) Cetuximab und Panitumumab.

    Bei der Behandlung des mCRC können unter Beachtung der Leitlinien in allen Therapielinien EGFR-gerichtete mAb eingesetzt werden.

    Durch das wachsende Verständnis des EGFR-Signalweges beim CRC eröffnen sich auch in Zukunft potenzielle therapeutische Ansätze.

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  • VEGF/VEGFR beim metastasierten Kolorektalkarzinom

    Die Angiogenese stellt eine kritische Komponente der Tumorprogression dar; der vaskuläre endotheliale Wachstumsfaktor-(VEGF-)Signalweg spielt dabei eine dominante Rolle.

    Angiogeneseinhibitoren wie Bevacizumab, Aflibercept, Ramucirumab und Regorafenib zeigten bereits klinische Wirksamkeit in der Hemmung der Tumorprogression.

    Die Entwicklung prädiktiver Biomarker soll eine individualisierte Anwendung der zur Verfügung stehenden Angiogeneseinhibitoren ermöglichen.

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  • B-RAF beim Melanom

    Patienten mit einer B-RAF-Mutation weisen eine gegenüber anderen Melanompatienten schlechtere Prognose auf.

    Die Entwicklung von gezielten B-RAF-Inhibitoren ist einer der wichtigsten Meilensteine in der Therapie des Melanoms; B-RAF-Inhibitoren zeigen einen oft raschen Wirkeintritt und hohe Ansprechraten.

    Kombinationstherapien von B-RAF- mit MEK-Inhibitoren bzw. der Einsatz von Checkpoint-Inhibitoren haben das Potenzial, Resistenzentwicklungen entgegenzuwirken und ein längeres progressionsfreies Überleben zu erreichen.

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  • PD-1/PD-L1 abseits des Melanoms

    Immunmodulatorische Inhibitoren der PD-1/PD-L1-Achse haben initial beim Melanom klinisch relevante und zum Teil lange anhaltende Aktivität gezeigt.

    Positive Studienergebnisse in einer wachsenden Anzahl von weiteren Tumortypen führen bereits zu Zulassungen bei mehreren Entitäten außerhalb des Melanoms.

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  • EGFR-basierte Therapien bei Patienten mit fortgeschrittenem NSCLC

    Tyrosinkinaseinhibitoren der 1. oder 2. Generation (Erlotinib, Gefitinib, Afatinib) sind bei Patienten mit fortgeschrittenem NSCLC und aktivierender EGFR-Mutation die Therapie der Wahl in der Erstlinie und einer Chemotherapie überlegen.

    Bei Resistenzentwicklung kann diese durch EGFR-Tyrosinkinaseinhibitoren der 3. Generation (z. B. Osimertinib) durchbrochen werden.

    Der EGFR-Antikörper Necitumumab erreichte in Kombination mit Gemcitabin und Cisplatin eine Verlängerung des Gesamtüberlebens bei therapienaiven Patienten mit EGFR-Proteinexpression und steht als Erstlinientherapie zur Verfügung.

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Immunonkologie: SO 03|2016

  • Tumorboard Immunonkologie

    Das optimale klinische Management von immunonkologisch behandelten KrebspatientInnen bedarf aufgrund des neuartigen Wirkmechanismus, sich entwickelnder Kriterien für die PatientInnenselektion, neuer Kriterien für die radiologische Verlaufsbeobachtung und distinkter Nebenwirkungsprofile einer sehr engen interdisziplinären Zusammenarbeit. Am Comprehensive Cancer Center Vienna wurde daher ein auf Immunonkologie spezialisiertes Tumorboard etabliert.

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  • Chemotherapie und Immuntherapie gegen Krebs in Interaktion

    Checkpoint-Inhibitoren führen zur Reaktivierung der Immunverteidigung gegen Krebs.

    Da viele Tumoren zu wenige als „fremd“ erkennbare Antigene exprimieren, spricht nur ein Teil der PatientInnen an.

    Eine Kombination mit anderen Therapieoptionen wie Chemotherapie sollte Tumoren für das Immunsystem erkennbarer machen.

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  • Anti-CTLA-4-Antikörper und Anti-PD-1-Antikörper – Management der Nebenwirkungen von Checkpoint-Inhibitoren

    Das Nebenwirkungsspektrum von Checkpoint-Inhibitoren ist anders als das vieler Chemotherapien.

    Immunassoziierte Nebenwirkungen können zu jedem Zeitpunkt und auch Monate nach Therapieende bzw. nach Therapieumstellung auftreten.

    Jedes neue Symptom sollte als mögliche Nebenwirkung hinterfragt werden.

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  • Immuntherapie des metastasierten Melanoms

    Innerhalb von weniger als einem Jahrzehnt haben sich die Optionen für Patienten mit metastasiertem Melanom von nahezu wirkungslosen Chemotherapien zu mehreren Optionen mit nachgewiesenem Einfluss auf das Gesamtüberleben gewandelt.

    Einen wesentlichen Anteil daran tragen die modernen Immuntherapien, die sich besonders durch das bei einem Teil der Patienten beobachtete Langzeitüberleben auszeichnen.

    Insbesondere mit den PD-1-Antikörpern liegen derzeit effektive, aber auch gut verträgliche Substanzen vor, welche auch in den kommenden Jahren als Einzeltherapie, aber auch als Rückgrat von Kombinationstherapien die therapeutische Landschaft beim metastasierten Melanom prägen werden.

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  • Klinisch wichtige Aspekte und Fallbeispiele – Immuntherapie des Bronchialkarzinoms

    Immun-Checkpoint-Inhibitoren

    • PD-1-Inhibitor Nivolumab (CheckMate-Studien)
    • PD-1-Inhibitor Pembrolizumab (KEYNOTE-Studie)
    • PD-L1-Inhibitor Atezolizumab (POPLAR-Studie)

    Die derzeit klinisch wichtigsten immuntherapeutischen Studien bei NSCLC

    • CheckMate 017: Nivolumab vs. Docetaxel beim NSCLC-Plattenepithelkarzinom
    • CheckMate 057: Nivolumab vs. Docetaxel beim Nichtplattenepithelkarzinom (Adenokarzinom und seltenere Formen)
    • KEYNOTE-10: Pembrolizumab beim PDL1-positiven NSCLC
    • POPLAR: Atezolizumab vs. Docetaxel bei NSCL
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  • Fortgeschrittenes/metastasiertes Harnblasenkarzinom: Mit Checkpoint-Inhibitoren raus aus der Therapie-Sackgasse

    Bisher haben Patienten mit einem rezidivierten Blasenkarzinom eine sehr schlechte Prognose. Neue Behandlungsoptionen werden dringend benötigt.

    Zu den beim fortgeschrittenen Blasenkarzinom untersuchten Immuntherapien zählen u. a. die PD-1-Inhibitoren Pembrolizumab und Nivolumab, die PD-L1-Inhibitoren Atezolizumab, Durvalumab und Avelumab sowie die Anti-CTLA-4-Antikörper Ipilimumab und Tremelimumab.

    Ausführliche (frühe) Studiendaten zur Immuntherapie beim Blasenkarzinom gibt es überwiegend zur Patientengruppe nach platinhaltiger Behandlung als Zweit- und Drittlinientherapie.

    Die dynamische Natur des Immunsystems stellt für die Entwicklung prädiktiver Biomarker für PD-1-/PD-L1-Inhibitoren eine Herausforderung dar; PD-L1 ist nicht ideal.

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  • Update – Immuntherapie des Nierenzellkarzinoms

    Bislang kein Durchbruch für die Vakzinierung (Phase-III-Studie IMPRINT mit IMA901 negativ).

    Checkpoint-Inhibitoren:

    • Der positive Ausgang der Phase-III-Studie (CheckMate 025) mit dem PD-1-Antikörper Nivolumab ergänzt die bereits etablierten Therapiesäulen der mTOR-Inhibitoren und TKI in der Zweitlinienbehandlung: Veränderung der Therapielandschaft.
    • Derzeit sind mehrere Erstlinienstudien mit der Kombination von PD-1- und PD-L1-Antikörpern in der klinischen Untersuchung. Die ersten Ergebnisse dürften aus der CheckMate-214-Studie erwartet werden: Nivolumab in Kombination mit Ipilimumab.
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  • Immuntherapie bei Tumoren des Kopf-Hals-Bereichs

    Die ersten klinischen Hinweise auf die Wirksamkeit von Checkpoint-Inhibitoren bei Kopf-Hals-Tumoren stammen aus der Studie KEYNOTE-012 mit Pembrolizumab.

    Die randomisierte Phase-III-Studie CheckMate 141 mit Nivolumab wurde aufgrund des früh im Therapieverlauf evidenten Überlebensvorteils durch Nivolumab vorzeitig abgebrochen.

    Heute läuft eine Reihe von Studien mit Checkpoint-Inhibitoren und immunologisch aktiven Substanzen wie Pembrolizumab, Nivolumab, Ipilimumab MEDI4736, Talimogene Laherparepvec oder einem Anti-LAG-3-Antikörper.

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  • Immuntherapie in der Hämatologie

    Chimäre Antigenrezeptoren werden nach viraler Transfektion auf T-Zellen (CAR-T) exprimiert.

    CAR-T-Zellen stellen eine neue Therapieoption bei akuter lymphatischer Leukämie (ALL) und diffus großzelligem B-Zell-Lymphom (DLBCL) mit sehr ermutigenden Response-Daten dar.

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Gynäkologische Onkologie: SO 02|2016

  • Benchmarks der qualitätsorientierten Versorgung – Zentralisierung in der gynäkologischen Onkologie

    Das Konzept evidenzbasierter Leitlinien, multidisziplinärer und zertifizierter Organzentren (Brustzentren, gynäkologische Krebszentren) basiert entscheidend auf Initiativen der Frauenheilkunde und hat die Entwicklung in der Onkologie insgesamt nachhaltig geprägt.

    Spezialisierung, Fallzahl und die Durchführung klinischer Studien verbessern die Prognose.

    Eine sich ständig in Weiterentwicklung befindliche medizinische Spezialisierung kann nicht zum Einwand gegen ein Zentrum genommen werden, sondern sie erfordert es.

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  • Antiangiogenese, PARP-Inhibitoren, Immuntherapie – Zielgerichtete Therapie des Ovarialkarzinoms: Wohin führt der Weg?

    In der Therapie des epithelialen Ovarialkarzinoms wird die Entwicklung von prädiktiven Biomarkern oder Gensignaturen immer wichtiger, um zielgerichtete Therapien möglichst effizient einsetzen zu können.

    Jede Frau mit epithelialem Ovarialkarzinom sollte genetisch beraten werden und eine genetische Testung angeboten bekommen, da der BRCA-Mutationsstatus eine therapeutische Implikation für die Patientin hat.

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  • Operative Therapie des Zervixkarzinoms – Angepasste Radikalität bedeutet geringere Morbidität

    Behandlungsmodalitäten mit angepasster operativer Radikalität:

    einfache Hysterektomie bei Patientinnen mit geringem Rezidivrisiko (SHAPE-Studie)

    Sentinel-Lymphknoten-Konzept (SENTICOL-2-Studie)

    fertilitätserhaltende Therapieoptionen bei prämenopausalen Frauen mit Kinderwunsch

    minimalinvasive, z. B. laparoskopische Operationstechniken

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  • Neues Paradigma nach Pionierarbeiten aus Wien Image-guided Brachytherapie des Zervixkarzinoms

    Image-guided Brachytherapie

    verbessert die lokale und pelvine Tumorkontrolle im Vergleich zur herkömmlichen Brachytherapie

    verbessert das Gesamtüberleben im Vergleich zur herkömmlichen Brachytherapie

    führt zu einer signifikanten Reduktion therapieassoziierter Nebenwirkungen

    erfordert besondere medizinisch-klinische und technisch-physikalische Expertise

    erfordert eine spezielle Infrastruktur für Bilderstellung (MRT) sowie für Planung und Durchführung der Brachytherapie

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  • Die Therapie des primär metastasierten bzw. rezidivierten Zervixkarzinoms

    Die Therapie des rezidivierten Zervixkarzinoms ist komplex und sollte individualisiert und ­interdisziplinär an einem spezialisierten gynäkologischen Krebszentrum erfolgen.

    Beim lokalisierten resektablen Rezidiv können operative Therapiemaßnahmen eingeleitet ­werden.

    Eine Kombination aus systemischer paclitaxelhaltiger Chemotherapie mit ­antiangiogenetischen Substanzen ist derzeit der Therapiestandard für nicht resektable Zervixkarzinomrezidive.

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  • HPV-Impfung aktuell – Die Zukunft ist der 9-fach-Impfstoff

    Durch die Entwicklung der HPV-Impfstoffe steht eine Prophylaxe gegen verschiedene Krebserkrankungen zur Verfügung.

    Der neue Impfstoff Gardasil 9® schützt langfristig vor 90 % der Zervixkarzinome, 30 % der Vulva- und Peniskarzinome und vor wahrscheinlich 20 % der oropharyngealen Karzinome.

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  • Neue ESMO-ESGO-ESTRO-Leitlinie – Endometriumkarzinom, adjuvante Therapie

    Die adjuvante Brachytherapie bei Stadium-I-Endometriumkarzinom ist die Therapie der Wahl bei Hoch-intermediär-Risiko-Patientinnen, um so die lokale Kontrolle zu verbessern.

    In weiter fortgeschrittenen Stadien wie Stadium II, Adeno-Ca G3 und Stadium III wird eine ­Kombination aus Teletherapie und Chemotherapie empfohlen, um die lokoregionäre Kontrolle sowie das Gesamtüberleben zu verbessern.

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  • Medikamentös, Ernährung und Lifestyle, physische Aktivität – Supportivmaßnahmen in der Therapie von gynäkoonkologischen Malignomen

    Palliative Therapiepfeiler eines Ileus sind Protonenpumpeninhibitoren, 5-HT3-Serotonin-­Rezeptor-Antagonisten, Metamizol, Spasmolytika bei krampfartigen Schmerzen und Octreotid zur Reduktion der Darmsekretion. In der Terminalphase werden Morphine, Midazolam und Metamizol angewendet.

    Risikofaktoren für die Entstehung eines Lymphödems sind Infektion/Verletzung der betroffenen oberen Extremität sowie die Gewichtszunahme seit der Operation des Mammakarzinoms.

    Körperliche Aktivität kann das Überleben von Personen nach Krebs und insbesondere auch nach Brustkrebs positiv beeinflussen. Eine körperliche Aktivität von 3–9 MET (Metabolic Equivalent Task) pro Woche kann die brustkrebsspezifische Mortalität um 50 % verringern.

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  • WAAGO – Wissenschaftlicher Ausschuss der Arbeitsgemeinschaft für gynäkologische Onkologie

    Wissenschaft braucht Rahmenbedingungen, eine Plattform und Personen, die über den Tellerrand blicken können, sowie Strukturen, in denen sie sich bewegen kann. Der WAAGO bietet solche Strukturen.

    Studien sind wissenschaftliche Beobachtungen, deren Rückschlüsse wichtige Erkenntnisse in der Behandlung unserer Patientinnen bringen.

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Precision Medicine in der Onkologie: SO 01|2016

  • Vorwort: Tage der personalisierten Medizin – Precision Medicine in der Onkologie

    Ende letzten Jahres hat die Veranstaltung „Tage der personalisierten Medizin – Precision Medicine in der Onkologie“ stattgefunden, in deren Rahmen auf Initiative der Medizinischen Universität Wien, des Comprehensive Cancer Centers, namhafte Sprecher darlegen konnten, wo wir stehen und wo die…

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  • Cancer Grand Round: Check-out Checkpoint Inhibitors – Wo stehen wir, und wohin geht die Reise?

    Zu den Besonderheiten der Immuntherapie mit Checkpoint-Inhibitoren zählt die lange Ansprechdauer. Es finden sich hohe Einjahresüberlebensraten und die Beobachtung, dass einige Überlebenskurven nicht auf null sinken. Es gibt Langzeitüberlebende.

    In diesem Beitrag von besonderem Interesse ist die Verbindung zwischen den immunologischen und molekularbiologischen Ansätzen.

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  • Vielversprechende Signaltransduktionswege – die Sicht des Klinikers

    „Personalisierte Medizin“ weckt vor allem bei Patienten die Hoffnung auf eine möglichst effektive und nebenwirkungsarme Therapie. Die Neuorientierung pathologischer Klassifikationen, die molekularpathologische Verfeinerung von Subgruppen als Basis der Stratifizierung sowie das Erkennen und Verstehen von Resistenzen sind wichtige Schritte auf diesem Weg.

    Dafür wurden neue Studienkonzepte initiiert. Einschlusskriterien dieser Studien ergeben sich vor allem aus der „molekularen Geografie“ eines Tumors, die sich nicht zwingend an anatomische Grenzen hält.

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  • Erste Ergebnisse der EXACT-Studie: Proof of principle eines neuen Therapiekonzepts

    Die Liste somatischer Genveränderungen mit Relevanz für die Klinik wird von Jahr zu Jahr länger.

    Eine offene Frage für den Kliniker ist, wie man seltene Mutationen in noch selteneren Tumoren adressiert, für die keine Standardtherapien existieren, und wie man Patienten damit nachweislich helfen kann.

    Eine Antwort bietet die EXACT-Studie an der MedUni Wien, in der Patienten in einem molekularen Tumorboard besprochen werden und auf ungewöhnliche Therapiemaßnahmen unüblich lange ansprechen können.

    Die Studie vereint verschiedene neue Konzepte der personalisierten Medizin.

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  • Herausforderungen des PI3K/Akt/mTOR-Pathways beim Nierenzellkarzinom

    mTOR-Inhibitoren beim Nierenzellkarzinom: Bestandteil der Guidelines, aber bescheidene Aktivität.

    Neue Tyrosinkinaseinhibitoren und Immuntherapie lösen Everolimus-Monotherapie in der Zweitlinientherapie des Nierenzellkarzinoms ab.

    Eine Renaissance für Everolimus in Kombination mit Lenvatinib.

    Neuere mTOR-Inhibitoren: klinisch weniger interessant als auf Basis des Wirkmechanismus erhofft.

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  • Immuntherapie und zielgerichtete Therapie: Zusammenwirken zweier Konzepte − neue Perspektiven zum EGF-Rezeptor

    Der Beitrag geht der Hypothese nach, ob das primäre Target zielgerichteter Therapien immer die Tumorzelle ist oder ob zielgerichtete Therapien auch über das Immunsystem zur Wirkung kommen.

    Am Beispiel des EGF-Rezeptors wird dargestellt, dass der Therapieerfolg weniger von der Expression auf Tumorzellen als vielmehr von der Expression auf tumorinfiltrierenden Makrophagen abhängig sein könnte.

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  • Somatische EGFR-Mutationen: Druggable Targets beim Bronchialkarzinom

    EGFR-TKI-Inhibitoren der 1. und 2. Generation zählen bei Patienten mit nichtkleinzelligem Bronchialkarzinom und aktivierender EGFR-Mutation zur Standardtherapie.

    Zu den letzten Fortschritten zählt die Entwicklung von EGFR-TKI-Inhibitoren der 3. Generation, die bei Nachweis der EGFR-Resistenzmutation T790M zum Einsatz kommen können.

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  • „Next-generation sequencing“: Bestimmung somatischer Mutationen

    Für die Detektion von somatischen Mutationen werden vorwiegend die DNA-Sequenzierung und auf der Polymerase-Kettenreaktion (PCR) basierende Methoden verwendet.

    Neue Sequenziertechnologien, welche häufig als „next-generation sequencing“ bezeichnet werden, ermöglichen eine massiv gesteigerte Sequenzierleistung und führten zu einer umfassenden genetischen Charakterisierung von Tumoren.

    Tumorerkrankungen werden durch Mutation von Treibergenen, welche zur Entwicklung des neoplastischen Phänotyps beitragen, ausgelöst. Derzeit sind circa 200 Treibergene bekannt, wobei in einem Tumor meist nur 1 bis 8 Treibergenmutationen vorliegen.

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  • Liquid Biopsy: Nachweis somatischer Mutationen in zirkulierender zellfreier Tumor-DNA

    Im Plasma zirkuliert zellfreie DNA, die von normalen Körperzellen, Tumorzellen oder bei Schwangeren vom Fötus stammt.

    Zellfreie Plasma-DNA ist bei Tumorpatienten häufig in Abhängigkeit von der Tumorlast vermehrt.

    Die Analyse zellfreier Plasma-DNA ermöglicht eine nichtinvasive pränatale Diagnostik und bei Tumorpatienten die Identifikation molekularer Targets für die Therapie, ein Monitoring der Tumorlast und die Aufdeckung von Resistenzmechanismen.

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  • CAR-T-Zellen – Präzisionsimmuntherapie

    Die CAR-T-Zell-Technologie beruht auf dem Prinzip der allogenen Stammzelltransplantation: T-Lymphozyten eines Spenders erkennen und eradizieren maligne Zellen im Empfänger.

    Durch genetische Modifikation des T-Zell-Rezeptors kann die Antigenspezifität der T-Zellen gesteigert werden. Ihre Wirkung richtet sich dann hochselektiv gegen ein bestimmtes Antigen, z. B. gegen CD19 auf Lymphomzellen.

    Die Übertragung des spezifischen Rezeptors auf andere T-Zellen, Ex-vivo-Expansion dieser T-Zellen und In-vivo-Aktivierung und Proliferation erzeugen eine fokussierte, hochpotente Immunantwort.

    Praktisch hat die Methode das Potenzial zur Heilung von Patienten in aussichtslosen Situationen.

    Die erste europäische Studie mit CAR-T-Zellen bei Lymphompatienten läuft derzeit in Wien an.

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Kommunikation im interdisziplinären-interprofessionellen Spannungsfeld: SO 06|2015

  • Vorwort: Man muss nicht alles sagen, was wahr ist, aber alles was man sagt, muss wahr sein …

    Es ist zweifellos wichtig, dass die Kommunikation zwischen Patienten und Angehörigen sowie mit all jenen, die in die Betreuung involviert sind, bestmöglich abläuft; die Qualität der Kommunikation ist entscheidend – so schreibt etwa Helga Thurnher als Präsidentin der „Selbsthilfe Darmkrebs“…

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  • Spannungsfeld der Kommunikation zwischen den Professionen

    Interdisziplinär-interprofessionell bedeutet:

    Respekt und Wertschätzung, eigene und die anderen Sichtweisen/Expertisen berücksichtigen, miteinander verknüpfen, um gemeinsam das Problem zu lösen.

    Vielfalt von Kompetenzen, Fertigkeiten und Beobachtungsperspektiven.

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  • Basics und Spezifika, Ärztliche Kommunikation mit Krebspatienten

    Die onkologische Arzt-Patienten-Kommunikation muss die besondere existenzielle Belastungs­situation berücksichtigen: Angst, Unsicherheit und das Gefühl verminderter Handlungs­kom­petenz führen zu einer Reduktion der Konzentrations-, Aufnahme- sowie Merkfähigkeit.

    Der Großteil der Leitlinien für kommunikative Aus- und Fortbildungen basiert auf dem Konzept der Patientenzentrierung, das den Patienten sowie seine Erkrankung (emotionale, körperliche Verfassung, Präferenzen und Bedürfnisse sowie persönliche Werte) in den Mittelpunkt stellt.

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  • „Selbsthilfe Darmkrebs“, Kommunikation hilft heilen

    Gute Arzt-Patienten-Kommunikation ist die Basis für ein tragfähiges Vertrauensverhältnis und erleichtert als wichtiger Bestandteil der Krebstherapie den weiteren gemeinsamen Weg für alle Beteiligten.

    Art und Weise der Übermittlung einer Krebsdiagnose bleibt den Patienten in stärkster Erinnerung.

    Empathisches Gesprächsverhalten hat auch günstige Auswirkungen auf den Therapieerfolg.

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  • Aufklärungspflicht und Recht auf Nichtwissen – ein Spannungsfeld

    Auch das Recht auf Nichtwissen ist Teil des Behandlungsvertrages und wird daher vom Arzt geschuldet.

    Die Ausübung des Rechts stellt den Arzt vor gewisse Herausforderungen, die aber auch aus haftungstechnischer Sicht gut bewältigbar sind (v. a. durch Dokumentation der Entscheidung, warum dem Recht auf Nichtwissen der Vorzug gegeben wurde).

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  • Nicht wiederbeleben – heimliche Order oder Informed Consent?

    Therapiezieländerungen (z. B. do not resuscitate, DNR) müssen diskutiert, begründet, kommuniziert, dokumentiert und regelmäßig überprüft werden.

    Indikation und Patientenwille sind die 2 grundsätzlichen Voraussetzungen jeder medizinischen Behandlung.

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Junge Onkologen: Chancen und Herausforderungen: SO 05|2015

  • Vorwort „Becoming an Oncologist“

    Im Rahmen der neuen Ausbildungsordnung und der bereits bestehenden Anforderungen an Ärzte in Ausbildung und junge Fachärzte wird es immer wichtiger und hilfreicher werden, ein Netzwerk unter Kollegen zu haben, die sich in ähnlichen Phasen ihrer Karriereentwicklung befinden wie man…

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  • Chancen und Herausforderungen für junge Onkologen

    Die aktuelle Schwerpunktausgabe von SPECTRUM ONKOLOGIE ist jungen Onkologen gewidmet. Wir haben uns im Rahmen eines Vorworts für nachstehende Themen entschlossen, die auch bei der Vorbereitung des Heftes eine Rolle spielten und zum Teil in dieser Ausgabe von jungen Kollegen…

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  • Why become an oncologist? Die Perspektive eines Youngsters

    Das Fach Onkologie ermöglicht die Integration von Forschung und translationeller Medizin in den klinischen Alltag; die Interdisziplinarität ist durch Tumorboards besonders ausgeprägt.

    Die Betreuung von Patienten reicht von der kurativen Therapie bis zur palliativen Begleitung; die Zusammenarbeit von Patient und Arzt ist in der Onkologie besonders intensiv.

    Die Onkologie bietet eine Vielfalt von Berufsmöglichkeiten, sowohl im universitären Umfeld, in Krankenhäusern und niedergelassenen Ordinationen wie auch in Forschung und Industrie.

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  • Die neue Ausbildungsordnung für Hämatologen und Internistische Onkologen

    Das im Zuge der Reform der Ärzteausbildung vom 1. 6. 2015 neu geschaffene Sonderfach „Innere Medizin und Hämatologie und Internistische Onkologie“ umfasst neben der gesamten Inneren Medizin die Prävention, Diagnostik, Rehabilitation, Nachsorge und Palliativbetreuung von Patienten mit malignen Erkrankungen.

    Die insgesamt sechs Jahre umfassende Ausbildung beinhaltet eine neunmonatige Basisausbildung und eine Facharztausbildung; diese ist in zwei Abschnitte, die fachspezifische Grundausbildung und Schwerpunktausbildung, gegliedert.

    Die Prüfung umfasst eine gemeinsame, auf „multiple choice“ basierende Grundprüfung für alle internistischen Fächer sowie Schwerpunktprüfungen in den einzelnen internistischen Sonderfächern.

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  • Tipps für einen erfolgreichen wissenschaftlichen Auslandsaufenthalt

    Ein wissenschaftlicher Auslandsaufenthalt ist eine gute Möglichkeit für die persönliche und berufliche Weiterentwicklung.

    Die sorgfältige Planung des Aufenthaltes sollte rechtzeitig erfolgen und neben Finanzierung, Auswahl der Forschungsstätte auch die Rückkehrphase berücksichtigen.

    Die Rückkehrphase sollte mit dem inländischen Dienstgeber geklärt und möglichst in schriftlicher Form festgehalten werden.

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  • Congress watch. Junge Onkologen am ECC 2015 – Ausblick auf 2016

    Auf onkologischen Großkongressen wie ECC und ESMO wird jungen Onkologen ein umfassendes Programm zur Weiterbildung und Karriereentwicklung geboten.

    Das Angebot reicht von wissenschaftlichen Symposien und Workshops über Mentorship-Sessions bis zu Networking-Events.

    Neben dem Ausbau des Fachwissens liegt ein Hauptaugenmerk auf der Netzwerkbildung, bei der jungen Onkologen der direkte Austausch mit international anerkannten Experten ermöglicht wird.

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Tumorregister in Österreich: SO 04|2015

  • Vorwort: Register in der Hämatoonkologie – ein unverzichtbares Abbild der Realität?!

    Unter „Register“ versteht man die systematische Sammlung von Informationen mit gemeinsamen Merkmalen, das Wort leitet sich von lateinisch registrum („Verzeichnis“) her.

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  • Retrospektive Registeranalysen: Totgeglaubte leben länger?

    Register ermöglichen die Sammlung ausreichender Daten zur Charakterisierung seltener Erkrankungen.

    Registeranalysen ermöglichen die Evaluierung von Wirksamkeit und Toxizität von Therapien bei einem unselektierten Patientengut.

    Sie erlauben die Entwicklung von Risikoscores, um den klinischen Verlauf bereits bei der Diagnose besser abschätzen zu können.

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  • Internationale Einbettung und Vergleichbarkeit von epidemiologischen Krebsregistern

    Die internationale Vernetzung hat wesentlich zur hohen Qualität von Krebsregisterdaten beigetragen.

    Die International Agency of Research on Cancer in Lyon ist Herausgeber der umfassendsten Sammlung von Krebsregisterdaten weltweit, nämlich des Cancer Incidence in Five Continents.

    Es werden nur Daten akzeptiert, die gewisse Qualitätserfordernisse erfüllen. Von den österreichischen Registern wurde das Tumorregister Tirol ab dem Diagnosejahr 1988 aufgenommen, das Krebsregister Vorarlberg ab 1993 und das österreichische Krebsregister ab 1998.

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  • Datenextraktion aus elektronischen Krankenhausarchiven

    Elektronisch verfügbare medizinische Information kann extrahiert und für verschiedene Anwendungsmöglichkeiten (z. B. Register) nutzbar gemacht werden.

    Eine gute Datenextraktion erfordert hochentwickelte und angepasste Softwaresysteme und das Bewusstsein für die Wichtigkeit genauer und standardisierter Dokumentation beim medizinischen Personal.

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  • Ein hospitalbasiertes Krebsregister: fortlaufende Erhebung und Auswertung

    Folgende Aspekte der Behandlung können in Saratiba® aufgrund der automatisch erhobenen Daten in „Realtime“ abgefragt werden:

    Ergebnisqualität/Qualitätssicherung: „overall response rate“, „overall survival“, „progression-free survival“, Lebensqualität;

    Prozessqualität/Leitlinienkonformität: z. B. Einhaltung von Therapiestandards, Einhaltung von interdisziplinär beschlossenen Maßnahmen;u Strukturqualität/Versorgungsforschung: z. B. Therapieerfahrung (wie etwa Häufigkeit bestimmter Operationen, Chemotherapien, Strahlentherapien);

    Das Dokumentations- und Expertensystem wird im Herbst 2015 als Medizinprodukt zertifiziert.

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  • 20 Jahre Lungenkrebserfassung: TYROL-Studie

    Registeranalysen ermöglichen einen umfassenden Überblick über das Patientenkollektiv der klinischen Praxis.

    Große Patientenzahlen erlauben auch die Beantwortung spezieller Fragestellungen, die in klinischen Studien meist nicht adressiert werden.

    Nicht zuletzt dient die TYROL-Studie als Qualitätskontrolle des eigenen Handelns.

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  • Register der „Arbeitsgemeinschaft medikamentöse Tumortherapie“

    Medizinische Register sind eine wichtige und notwendige Ergänzung der aus klinischen Studien gewonnenen Daten.

    Sie erlauben die Erfassung der Behandlungsrealität und zeigen die Geschwindigkeit der Implementierung wissenschaftlicher Erkenntnisse auf.

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  • Rituximab im Klinikalltag

    Dies ist die erste pharmakoepidemiologische Studie zur Anwendung von Rituximab beim adulten Patienten.

    Das Indikationsspektrum des monoklonalen Antikörpers konnte mit Hilfe von evidenzbasierten Daten im Laufe der 15 Jahre drastisch erweitert werden.

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  • Register für adulte Patienten mit akuter lymphatischer Leukämie

    Ziel des österreichweiten Registers für adulte Patienten mit akuter lymphatischer Leukämie bzw. mit hochaggressiven Lymphomen ist die Erarbeitung prognoserelevanter Parameter in Hinblick auf Diagnose, Risikostratifizierung, Therapie und Krankheitsverlauf.

    Ein wichtiger Aspekt zur Therapieoptimierung der ALL ist die österreichweite Etablierung der Diagnose der minimalen Resterkrankung.

    Das Register beinhaltet derzeit 140 Patienten aus 11 Zentren in 5 Bundesländern.

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  • Das österreichische Myelom-Register

    Das Österreichische Myelom-Register (Austrian Myeloma Registry, AMR) ist eine Initiative im Rahmen der Versorgungsforschung und Qualitätskontrolle unter Schirmherrschaft der Österreichischen Gesellschaft für Hämatologie & Medizinische Onkologie (OeGHO).

    Die Etablierung erfolgte im Jahr 2008 im Rahmen der COMET-Programme Oncotyrol I und II mit additiver Förderung durch Spenden der pharmazeutischen Industrie und des gemeinnützigen Tiroler Vereins zur Förderung der Krebsforschung e. V.

    National wird das Austrian Myeloma Registry derzeit von 12 Zentren unterstützt. Durch Einschluss zweier weiterer internationaler Zentren bietet es Wissenschaftlern und behandelnden Ärzten Zugriff auf über 530 Myelompatienten-Datensätze.

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  • Gestern – Heute – Morgen: Neuroendokrine Tumoren, Register

    Zu den Zielen des Registers für neuroendokrine Tumoren (NET) zählen eine österreichweit ein­heitliche Patientendokumentation, eine Verbesserung der Betreuung von NET-Patienten durch interdisziplinäre Zusammenarbeit und die Teilnahme an internationalen klinischen Studien.

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  • Alemtuzumab bei chronischer lymphatischer Leukämie, CLL: Kritische „Real life“-Betrachtung

    Alemtuzumab wurde im Jahr 2001 von der FDA zugelassen und im Jahr 2012 seitens des Herstellers abrupt vom Markt genommen, was nicht zuletzt ethische Fragen aufwirft. Die finale Auswertung des österreichweiten Registers erfolgte im Jahr 2014.

    Aus dem Alemtuzumab-Register wurden Daten gewonnen, die grundsätzlich auch in anderen Registern wertvolle Hilfe leisten und in Studien nicht immer erfasst werden, u. a. Fragen zur Dosisreduktion und zum Retreatment.

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Lymphome und Leukämien: SO 03|2015

  • Vorwort: Perspektiven hämatoonkologischer Erkrankungen

    ASCO, EHA, ICML in Lugano – es gab in diesem Jahr schon einige Initiativen auf dem Gebiet der Hämatoonkologie, insbesondere mit dem Jahrestreffen der European Hematology Association als einem der wichtigsten Kongresse, der in Wien stattgefunden hat. So gilt vorab…

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  • Multiples Myelom und Smoldering Myelom: Neues in Krankheitsdefinition und Therapiestrategien

    Enorme globale Forschungsaktivitäten haben zu einem vertieften Verständnis der Biologie der Erkrankung, zu einer Neudefinition von Patienten mit „frühem Myelom“ und zu verbesserten Therapiestrategien geführt.

    Zu den wirksamsten neuen Substanzen zählen Carfilzomib, Ixazomib, Elotuzumab und Daratumumab; bemerkenswert auch der Histon-Deacetylase-Inhibitor Panobinostat und viele andere erfolgversprechende, allerdings noch nicht zugelassene oder zulassungsreife Substanzen.

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  • Chronische lymphatische Leukämie (CLL): Besonderheiten neuer Therapieprinzipien und Patientenselektion

    FCR ist weiterhin der Therapiestandard bei fitten Patienten mit CLL; Ibrutinib, Idelalisib und Venetoclax zeigen hingegen auch bei Hochrisikopatienten mit 17p-/P53mut, die unter Standardtherapie einen schlechten klinischen Verlauf haben, gute Wirksamkeit.

    Das Nebenwirkungsspektrum der neu verfügbaren Therapien verdient große Aufmerksamkeit, da Blutungen, Vorhofflimmern, Leberschäden oder Kolitis auftreten können.

    Patienten sollten nach Möglichkeit innerhalb klinischer Studien behandelt werden, die neue Wirkstoffkombination (z. B. Ibrutinib und Idelalisib) auf höhere Wirksamkeit evaluieren.

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  • Rezente Entwicklungen bei indolenten Lymphomen – ein kurzer, subjektiver Überblick

    Entwicklungen in der Therapie der indolenten Lymphome sind derzeit von der Evaluierung chemotherapiefreier Therapiestrategien geprägt; die Rituximab-Monotherapie, Rituximab plus Lenalidomid sowie Idelalisib erwiesen sich als aussichtsreiche Kandidaten.

    Clarithromycin dürfte eine weit über den antibiotischen Effekt (Helicobacter-pylori-Eradikation als Erstlinienbehandlung) hinausgehende Rolle in der Therapie von MALT-Lymphomen spielen; präklinische Studien zeigten auch eine direkte antineoplastische Wirkung des Makro­lidantibiotikums.

    In der systemischen Therapie der MALT-Lymphome wurden die Kombinationen Chlorambucil + Rituximab, Rituximab + Lenalidomid und Rituximab + Bendamustin evaluiert, wobei vor allem letztere Kombination ein eindrucksvolles Gesamtansprechen erzielen konnte.

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  • Aggressive Lymphome: neue Entwicklungen

    Für diffuse großzellige B-Zell-Lymphome wurde ein neuer, besser diskriminierender Prognoseindex (NCCN-IPI) entwickelt.

    CT-Nachsorgeuntersuchungen bei asymptomatischen Patienten in kompletter Remission ohne klinischen Verdacht auf ein Rezidiv haben keinen Einfluss auf die Prognose und sollten vermieden werden.

    Die optimale Therapie von Patienten mit frühen Stadien eines DLBCL bleibt weiter unklar. Ob eine an die R-CHOP-Therapie anschließende konsolidierende Bestrahlung bei einer kompletten (PET-negativen) Remission notwendig ist, kann noch nicht beantwortet werden; ebenso bleibt ungeklärt, wie die Langzeitergebnisse der frühen Stadien verbessert werden könnten.

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  • Akute myeloische Leukämie (AML) – neue Therapieprinzipien

    Ein Großteil der AML-Patienten ist aufgrund ihres höheren Lebensalters und Komorbiditäten nicht für die intensive Standardtherapie geeignet.

    In der Gruppe der älteren, komorbiden AML-Patienten konnte mit der Entwicklung hypomethylierender Substanzen eine Überlebensverbesserung gegenüber dosisreduzierten Therapien erreicht werden.

    Durch die rasante Entwicklung der genetischen Diagnostik ist eine weitere Verbesserung der personalisierten Therapie der AML zu erwarten.

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  • Sozioökonomische Aspekte der CML

    Die Kosten einer CML-Therapie setzen sich aus den Therapiekosten selbst, den Kosten für die Behandlung von Nebenwirkungen, Monitoring und mangelnder Adhärenz zusammen.

    Der Einfluss der Kosten auf die Therapie ist vielfältig und kann z. B. durch limitierte Leistungen der jeweiligen Gesundheitssysteme zu eingeschränkter Patientenadhärenz und geringerem Gesamtüberleben führen.

    Cost-Effectiveness-Analysen zeigen heterogene Ergebnisse; ihre methodischen Limitationen sind innerhalb der Ärzteschaft wenig bekannt.

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  • Immuntherapie in hämatoonkologischen Indikationen – Prinzipien und erste Erfahrungen

    Tumoren können sich dem effektiven Zugriff des Immunsystems entziehen; diese „Escape-Mechanismen“ sind vielfältig und können therapeutisch genutzt werden. Als wichtigstes Beispiel für dieses neue Therapieprinzip gelten die Checkpoint-Antikörper.

    Die Checkpoint-Therapien, z. B. mit PD-1- und CTLA-4-blockierenden Antikörpern, entwickelnsich derzeit zu einer zentralen Therapiesäule in der Behandlung solider Tumoren.

    In der Hämatologie haben Checkpoint-Antikörper bisher noch keinen großen Stellenwert, hier sind derzeit die Entwicklungen im Bereich bispezifischer Antikörper und CAR-transgener T-Zellen deutlich bedeutsamer. Erste Daten aus dem Bereich des M. Hodgkin zeigen jedoch auch in späten Behandlungsphasen hohe Ansprechraten des PD-1 blockierenden Antikörpers Nivolumab.

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Mammakarzinom: SO 02|2015

  • St. Gallen Konsensus Meeting 2015 in Wien: Keine Paradigmenwechsel, aber viele Feineinstellungen …

    St. Gallen in Wien war ein Kongress mit hochrangigem Meinungsaustausch, der keine unmittelbar bahnbrechenden Veränderungen zur Folge hat, aber doch nuancierte Verbesserungen nach sich zieht, die in extenso diskutiert wurden.

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  • Mammakarzinom, adjuvantes Setting – Chirurgie

    St.-Gallen-Symposium 2015

    Definition einer R0-Resektion: „No tumor on ink“, egal ob für die invasive oder die nicht- invasive Komponente.

    Nach neoadjuvanter Therapie soll in den neuen Grenzen operiert werden, eine Sentinel-Biopsie ist bei klinisch nodal negativen Tumoren nach der Therapie unabhängig vom prätherapeutischen Stadium möglich

    Der Trend Strahlentherapie ersetzt Chirurgie wird sowohl von den operativen als auch von strahlentherapeutischen Experten aus Österreich sehr skeptisch bewertet.

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  • Stellenwert der Radioonkologie im adjuvanten Setting des Mammakarzinoms

    Die Ganzbrustbestrahlung ist als fixer Bestandteil der Behandlung des Mammakarzinoms im adjuvanten Setting zu werten.

    Behandlung des lokoregionären Lymphabflusses: Hier spricht die Datenlage nun auch bei Patientinnen mit nur 1–3 befallenen axillären Lymphknoten für einen positiven Effekt der Bestrahlung. Eine Therapieentscheidung sollte jedoch aufgrund potenziell erhöhter Nebenwirkung individuell mit der Patientin besprochen werden.

    Die zusätzliche lokale Dosisaufsättigung entsprechend einer Boosttherapie verbessert in allen Altersgruppen die lokale Kontrolle signifikant und sollte im Zuge eines brusterhaltenden Behandlungskonzepts bei entsprechender Indikation angeboten werden.

    Die Teilbrustbestrahlung ist bis dato noch als experimentell zu werten, kann aber bei entsprechender Expertise Niedrigrisikopatientinnen und Rezidivpatientinnen angeboten werden.

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  • St. Gallen 2015 – Neue Standards in der systemischen Therapie des Mammakarzinoms

    Zwei große Themenkomplexe charakterisieren die Systemtherapie in St. Gallen 2015:

    Basierend auf den Daten von SOFT und TEXT gelang es, die Rolle der „ovarian function suppression“ in der endokrinen Therapie prämenopausaler Frauen klarer zu definieren.

    Basierend auf den Daten der EBCTCG wurde erstmals der Einsatz von Bisphosphonaten als Bestandteil der adjuvanten Therapie postmenopausaler Frauen auch außerhalb der klassischen antiresorptiven Indikation akzeptiert.

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  • Hormonrezeptorpositives Mammakarzinom – Endokrine Therapie und Resistenzen

    Aktuelle Konzepte zur Umgehung endokriner Resistenzmechanismen basieren auf der Hemmung des HER2/EGF-Rezeptors und des PI3K-Akt-mTOR-Pathways in Form von Kombinations­therapien endokrin wirksamer Substanzen mit Trastuzumab, Lapatinib oder Everolimus.

    Neu am Horizont sind Kombinationstherapien mit PI3K-Inhibitoren wie Buparlisib und Alpelisib (ABCSG-40-Studie) oder mit CDK4/6-Inhibitoren wie Palbociclib (PALLAS-Studie).

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  • Brustkrebsrisiko, erblicher Brustkrebs, Epigenetik

    Unterschiede in Inzidenz und Outcome von Brustkrebspatientinnen in verschiedenen Weltregionen sind nicht nur auf „wirtschaftliche“ Faktoren, sondern auch auf spezifische Risikofaktoren im Zusammenhang mit Lifestyle und ethnischer Zugehörigkeit zurückzuführen.

    Lifestyle-Modifikation (Gewichtsreduktion, physikalische Aktivität, Stillen) sind wichtige „Targets“ der Prävention und Therapie des Mammakarzinoms.

    Carboplatin bietet eine gute therapeutische Option für BRCA-positive Brustkrebspatientinnen im metastasierten oder lokal fortgeschrittenen Setting.

    Eine Möglichkeit für zukünftige pharmakologische Intervention könnten PTEN-, DDR1- und JAK2-Gene sein, deren Mutation mit schlechter Prognose assoziiert ist, sowie neue epigenetische Therapien.

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  • Molekularbiologische und prädiktive Faktoren beim Mammakarzinom

    Voraussetzung für eine Individualisierung der Brustkrebstherapie ist die präzise Klassifikation der Erkrankungen hinsichtlich „Driver“-Mechanismen.

    Handelt es sich dabei um „therapierbare“ (also pharmakologisch manipulierbare) Prozesse, besteht die Möglichkeit, im Sinne einer Präzisionsmedizin, Patientinnen gezielter und evidenzbasiert zu behandeln. Dafür sind leicht bestimmbare, standardisierbare und verlässliche Biomarker eine Voraussetzung.

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  • Post St. Gallen 2015 – Multigensignaturen

    Was die verfügbaren Gentests beim Mammakarzinom betrifft, waren Themen der diesjährigen St.-Gallen-Konsensus-Konferenz

    die prognostische Wertigkeit im Sinne der Vorhersage des Kurz- und Langzeitrezidivrisikos (beyond 5 Jahre) sowie

    die prädiktive Wertigkeit im Sinne der Entscheidung für/gegen Chemotherapie, aber auch die Wertigkeit zur Selektion der endokrinen Therapie in der Prämenopause.

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The Cancer Genome Atlas: SO 01|2015

  • Vorwort

    Als translationeller Krebsforscher hat man manchmal den Eindruck der Stagnation: keine substantiellen Fortschritte, keine aufregenden Neuigkeiten. Dennoch sind diese auf den ersten Blick unscheinbaren Phasen genau jene Zeiten, in denen die kommenden Innovationen zum Blühen und Reifen gebracht werden. Erst…

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  • Genetische Tumorklassifikation und Pathologie

    Mittels next generation sequencing (NGS) ist es möglich, Untersuchungen zahlreicher bzw. großer Teile von DNA und RNA in einem Untersuchungsgang durchzuführen.

    Die erzielten Ergebnisse führen zu einer Erweiterung des Wissens um Tumorgenese und Tumorwachstum und bilden sowohl die Grundlage neuartiger Therapieformen (individualisierte Tumortherapie) als auch die Basis für molekularbiologische Tumorklassifikationen.

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  • The Cancer Genome Atlas – Organisation und Basis

    Die Technologien des „next generation sequencing“ sowie nationale und internationale Großprojekte wie das amerikanische „The Cancer Genome Atlas“ und das „International Cancer Genome Consortium“ ermöglichen eine umfassende genetische Charakterisierung der häufigsten Tumorentitäten.

    Tumorerkrankungen werden durch Mutation von Treibergenen verursacht. Derzeit sind circa 140 Treibergene bekannt, wobei in einem Tumor meist nur 1 bis 8 Treibergenmutationen vorliegen.

    Der Großteil der Mutationen in Tumoren, welche zur Änderung von Proteinsequenzen führen, sind irrelevant für den neoplastischen Phänotyp und werden als „Passenger“-Mutationen bezeichnet.

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  • „The Cancer Genome Atlas“ – von der onkologischen Grundlagenforschung zur klinischen Anwendung

    Krebs stellt eine Erkrankung der Gene dar. Das bedingt, dass eine präzise Entschlüsselung der genomischen Veränderungen und deren Rolle im malignen Phänotyp das Verständnis der Krebserkrankung revolutionieren und neue Therapieansätze ermöglichen kann.

    Klassifikation und Therapieauswahl werden in Zukunft in vielen Fällen primär auf den genomischen Veränderungen und nicht mehr auf Krebsart und Histologie beruhen.

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  • Vorhersage von Chemosensitivitäten und -resistenzen: Drug Sensitivity Testing bei soliden Tumoren

    Drug Sensitivity Testing hilft Chemosensitivitäten und -resistenzen bei Patienten mit soliden Tumoren besser vorherzusagen.

    Pro Biopsie können über 100 klinisch hoch relevante Medikamente in 4 verschiedenen Konzentrationen innerhalb von 3–4 Tagen getestet werden.

    Ziel ist eine möglichst rasche Abwägung einzelner Behandlungsschritte.

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  • Konzept und erste Erfahrungen: EXACT-Studie zur Erfassung der Effektivität der personalisierten Medizin

    Erkenntnisse der Tumorbiologie in ihre pharmakologische Anwendung zu übersetzen ist schlichtweg die Herausforderung der Gegenwart.

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  • Wie nennen wir ihn (den Tumor) denn? Von der entitätsspezifischen zur genspezifischen Tumortherapie

    International Cancer Genome Consortium (ICGC) und The Cancer Genome Atlas (TCGA): Mit den derzeit laufenden genetischen Krebsforschungsprojekten sollen die 50 wichtigsten Tumorentitäten besser verstanden werden.

    Mit Pan-Cancer-Analysen soll herausgefunden werden, welche tumorrelevanten Pathways übergreifend von Relevanz sind.

    ICGC wird 2015 abgeschlossen sein. ICGC 2 ist bereits geplant: Insgesamt sollen rund 1 Million Tumoren sequenziert werden.

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Evidenzbasierte Tumornachsorge: SO 05|2014

  • Vorwort: Evidenzbasierte Tumornachsorge

    Oberer Gastrointestinaltrakt: Tumoren des oberen Gastrointestinaltraktes haben die Gemeinsamkeit, dass sie meist nicht in einem frühen Stadium diagnostiziert werden und nach initialem Ansprechen auf eine Systemtherapie ein hohes Rezidivrisiko aufweisen. Trotz dieser Tatsache existieren keine allgemeingültigen Richtlinien, wie die Nachsorgeuntersuchungen…

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  • Evidenzbasierte Nachsorge beim Mammakarzinom

    Ziele der Nachsorge: Früherkennung lokoregionärer Rezidive, Management therapieinduzierter Nebenwirkungen, Überprüfung der Compliance bei adjuvanter endokriner Therapie, genetische Beratung entsprechend den österreichischen Leitlinien, psychosoziale Rehabilitation und symptomorientierte Suche nach Fernmetastasen, Motivation zu körperlicher Aktivität.

    Dauer der Nachsorge: zumindest 15 Jahre.

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  • Evidenzbasierte Nachsorge beim Lungenkarzinom

    Die Nachsorge sollte vom Team/Zentrum, welches die Primärbehandlung durchgeführt hat, basierend auf einem – für jeden Patienten individuellen – Nachsorgeschema durchgeführt werden.

    Besonders wichtig ist, die Patienten anhaltend zur Nikotinkarenz zu motivieren.

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  • Evidenzbasierte Nachsorge bei oberen gastrointestinalen Tumoren

    Evidenzbasierte Nachsorgerichtlinien fehlen.

    Empfehlungen der verschiedenen Fachgesellschaften zeigen jedoch wenig Unterschiede.

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  • Evidenzbasierte Nachsorge beim Kolorektalkarzinom

    Nachsorgeprogramme internationaler Fachgesellschaften entsprechen dem Konzept der intensiven Nachsorge mit vier obligaten Untersuchungen: klinische Untersuchung, CEA-Bestimmung, Computertomografie und Koloskopie.

    Randomisierte Studien und Metaanalysen zeigen signifikante Überlebensvorteilefür Patienten mit intensiver Nachsorge.

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  • Nachsorge bei Weichteilsarkomen

    Die Datenlage bezüglich Intervall, Dauer und Art der Nachsorge ist äußerst spärlich. Umso wichtiger ist es, die Behandlungsexpertise zu erwähnen.

    Behandlungsexpertise erlaubt Rückschlüsse auf Krankheitsverläufe und demzufolge auch auf „Rezidivmuster“.

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Prostatakarzinom: SO 04|2014

  • Vorwort: Forschung beim Prostatakarzinom: Der „Movember“ -Bart ist ab, das Engagement bleibt …

    Der Bart ist im Dezember ab – aber damit ist es mit unserem Engagement für die Prostatakarzinomforschung noch lange nicht vorbei (http://www.details.com/blogs/daily-details/2014/10/mustache-statistics.html). Durch intensive Forschungsarbeit haben sich in den letzten Jahren enorme neue Möglichkeiten in der Therapie des Prostatakarzinoms ergeben….

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  • Adapt or become irrelevant? Roboterassistierte radikale Prostatektomie

    In den USA wird der überwiegende Teil der radikalen Prostatektomien roboterassistiert durchgeführt. In Europa nimm die Eingriffszahl kontinuierlich zu.

    Vorteile sind die minimale Invasivität mit höheren Raten an Potenz- und Kontinenzerhaltung. Gegenüber der radikalen Prostatektomie sind die onkologischen Ergebnisse (biochemisches rezidivfreies Überleben) gleichwertig.

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  • Strahlentherapie als Primärtherapie, adjuvant und als Palliation

    Die Strahlentherapie nimmt eine zentrale Rolle in der Behandlung des Prostatakarzinoms ein: beginnend bei der Primärtherapie als exzellente Alternative zur radikalen Prostatektomie über die postoperative Behandlung bis hin zur Palliativtherapie.

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  • Androgendeprivationstherapie beim Prostatakarzinom

    Der Zusammenhang zwischen Androgenen (im Besonderen Testosteron), Wachstum und der Funktion der Prostata führte zu zahlreichen Bemühungen, die diagnostische und prognostische Genauigkeit sowohl für das Prostatakarzinom als auch für dessen zielgerichtete Therapie zu verbessern.

    Der Zusammenhang zwischen Prostatakarzinom und Testosteron ist gut dokumentiert und geht auf die bahnbrechende Arbeit von Huggins und Hodges aus dem Jahr 1941 zurück, welche die theoretische Grundlage für die Androgenentzugstherapie (ADT) darstellt.

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  • Prostatakarzinom – klinische Trends

    Mit dem Wissen, dass das Wachstum von Prostatakarzinomen auch nach chemischer Kastration von androgenen Signalen abhängig ist, gilt der Androgenrezeptor als Hallmark der Erkrankung. Das molekulare Verständnis von Resistenzmechanismen im Androgenrezeptorsignalweg hat zahlreiche Studien mit neuen „small molecules“ nach sich gezogen.

    Vorderhand großes Potenzial hat die Tumorimmunologie mit Vakzinen und neuen Anti­-körper­therapien. Mit den zuletzt weiterentwickelten Zytostatika ergibt sich insgesamt ein breites Spektrum therapeutischer Möglichkeiten mit neuen Herausforderungen an die optimale Therapiesequenz.

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  • Expertenstatements: Was werden die vielversprechendsten Entwicklungen beim Prostatakarzinom in den nächsten fünf Jahren sein?

    Wir haben Experten beim Prostatakarzinom um ein Kurzstatement zu den aktuell vielversprechendsten Entwicklungen gebeten.

    Manche Entwicklungen sind vorgezeichnet und resultieren aus dem Fortschritt der letzten Jahre. Personalisierte Präventions- und Therapiestrategien sowie die optimale Abfolge der verfügbaren Therapieoptionen stehen an vorderster Stelle.

    Immuntherapie hatte die häufigsten Nennungen. Große Erwartungen werden in die genetische Charakterisierung des Prostatakarzinoms gesetzt.

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  • Zukünftige Trends – Stammzelle

    Ein interdisziplinäres Team von Forschern der Universitätskliniken für Urologie und Innere Medizin I der MedUni Wien ist auf der Suche nach Unterschieden zwischen Krebsstammzellen und „normalen“ Krebszellen. Spezifische Charakteristika könnten sich als Target für neue Therapien erweisen, nachdem Krebsstammzellen gegenüber konventionellen Maßnahmen oft resistent sind.

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  • Zukünftige Trends beim Prostatakarzinom: Immuntherapie

    Das heutige Verständnis von Immune-Escape-Mechanismen, mit dem sich maligne Zellen dem Zugriff des Immunsystems aktiv entziehen und weder durch T-Helferzellen, zytotoxische T-Lymphozyten noch durch Zellen der angeborenen Immunität (z. B. NK-Zellen) aktiv eliminiert werden können, führte zur erfolgreichen Entwicklung immuntherapeutischer Ansätze, etwa der Entwicklung immunaktivierender Checkpoint-Antikörper gegen CTLA-4 und PD-1.

    Mit Sipuleucel-T wurde beim metastasierten Prostatakarzinom die erste dendritische Zelltherapie überhaupt zugelassen.

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  • Zirkulierende Tumorzellen als Prognosefaktor – „Liquid biopsy“ beim Prostatakarzinom

    Aufgrund der verschiedenen therapeutischen Möglichkeiten für das metastasierte kastrations­resistente Prostatakarzinom besteht ein dringender Bedarf an zuverlässigen Verlaufsparametern und Prognosemarkern.

    Einen vielversprechenden Ansatz bietet „liquid biopsy“, d. h. die Bestimmung und Gewinnung von zirkulierenden Tumorzellen (CTC) direkt aus dem Blut.

    CellSearch™-System ist derzeit das einzige von der FDA zugelassene Verfahren zur CTC-Messung beim Prostatakarzinom.

    Aktuell ist ein klinisch einsetzbarer Test zum Nachweis von Splice-Varianten des Androgenrezeptors auf CTC in der Entwicklung.

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  • Biomarker für die Prädiktion des Therapieerfolges bei der Behandlung des Prostatakarzinoms

    Neben dem prostataspezifischen Antigen (PSA) bieten sich weitere Marker zur Diagnose, Prognose oder Therapie an: u. a. das Prostata-Stammzell-Antigen, N-Cadherin oder zirkulierende Tumorzellen. u Oft ist ein einzelner Marker nicht sehr aussagefähig. Die Kombination relevanter Marker oder Markersysteme wird zur Ergebnisoptimierung beitragen.

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  • Zukünftige Trends – Resistenzentwicklung revisited

    Ursachen der Therapieresistenz von Androgenrezeptorinhibitoren sind Mutationen und strukturelle Änderungen im Androgenrezeptorgen sowie eine Steigerung der Menge und der Aktivität von hormonsynthetisierenden Enzymen im Tumor selbst.

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Seltene Tumoren: SO 03|2014

  • Vorwort: Wesen der Rare Diseases und Konzepte für die zukünftige Organisation ihrer Versorgung in Österreich und in der EU

    Angelehnt an Vorgaben des Europäischen Rates und des Europäischen Parlaments wurde in Österreich Mitte 2009 mit der Ausarbeitung eines nationalen Aktionsplans für seltene Erkrankungen (NAP.se) begonnen, der nach letzten Feinabstimmungen demnächst an die Bundesministerien übergeben und offiziell publiziert wird.

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  • Therapeutische Zielsetzungen und histologiespezifische Therapieaspekte: Weichteilsarkome

    Zwar ist die Prognose von Patienten mit metastasiertem Weichteilsarkom immer noch begrenzt, jedoch wird das Spektrum an diagnostischen, operativen und medikamentösen Optionen stetig erweitert. In den letzten Jahren erhalten nicht nur konventionelle Chemotherapeutika, sondern auch „targeted therapies“ einen zunehmenden Stellenwert in der Behandlung dieser komplexen Tumorentität.

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  • Knochensarkome

    Patienten mit Knochensarkomen sollen immer interdisziplinär (Radiologie und Nuklearmedizin, Orthopädie, Pathologie, Innere Medizin, Pädiatrie, Radiotherapie, Physikalische Medizin, Psychologie) in einem Knochensarkomzentrum im Rahmen von internationalen Therapieoptimierungsstudien behandelt werden.

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  • Gastrointestinale Stromatumoren

    GIST sind durch eine molekulargenetisch veränderte und permanent aktivierte Tyrosinkinase charakterisiert.

    Für Hochrisikopatienten mit GIST ist eine adjuvante Therapie mit Imatinib für 3 Jahre aktueller Standard.

    Das Spektrum der medikamentösen Therapie bei GIST umfasst nach Imatinib-Versagen mittlerweile 2 weitere Substanzen: Sunitinib für die Zweitlinientherapie und Regorafenib für die Drittlinie.

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  • Neuroendokrine Tumoren der Lunge

    Die histologische Aufarbeitung neuroendokriner Tumoren bedarf einer großen Expertise und sollte an Referenzpathologien durchgeführt werden.

    Molekulare Marker, wie beispielsweise microRNA, sollen in Zukunft helfen, die Subentitäten besser voneinander unterscheiden zu können.

    Aufgrund der Seltenheit der Tumoren sollte bei persistierender, unspezifischer Symptomatik die Differenzialdiagnose Karzinoid nicht vergessen werden.

    Im lokalisierten Stadium ist die Resektion mit Lymphknotendissektion in kurativer Intention Therapie der Wahl.

    Bei fortgeschrittener oder metastasierter Erkrankung steht mit der konventionellen Chemotherapie, der Radionuklidtherapie oder verschiedenen zielgerichteten Therapien mittlerweile ein breites therapeutisches Armamentarium zur Verfügung.

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  • Schilddrüsenkarzinome

    Weltweit zeigt sich eine dramatische Zunahme von Krebserkrankungen der Schilddrüse, die Mortalität an Schilddrüsenkarzinomen ist gering.

    Therapiestandard beim differenzierten Schilddrüsenkarzinom ist die Thyreoidektomie und Radiojodtherapie.

    Progrediente Patienten mit Radiojodrefraktärität kommen nach Ausschluss lokaltherapeutischer Optionen für eine Systemtherapie in Frage: Zu den neuen zielgerichteten Substanzen zählen Selumetinib, Vandetanib, Cabozantinib sowie zuletzt Sorafenib oder Lenvatinib.

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  • Primäre ZNS-Lymphome

    Das primäre ZNS-Lymphom (PZNSL) ist eine seltene und maligne Tumorerkrankung des zentralen Nervensystems.

    Vor diagnostischer Biopsie sollte nach Möglichkeit die Verabreichung von Kortikosteroiden vermieden werden.

    Die Prognose ist im Mittel schlecht, aber bei ca. 20 % der PatientInnen können durch adäquate Therapie lange andauernde Komplettremissionen erzielt werden.

    Die wesentlichsten Therapieoptionen umfassen hochdosierte MTX-basierte Chemotherapie, Strahlentherapie und autologe Stammzelltransplantation.

    Klinische Studien bei dieser raren Tumorentität setzen multizentrische und multinationale Kooperationen voraus.

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Gastrointestinale Tumoren: SO 02|2014

  • Vorwort: Focus gastrointestinale Tumoren

    Gastrointestinale Tumoren stellen wie kaum eine andere Entität eine Herausforderung an die interdisziplinäre Zusammenarbeit dar. Sowohl in Diagnostik, Therapie als auch Nachsorge ist die optimale Zusammenarbeit unterschiedlicher Berufsgruppen gefordert. Darüber hinaus haben diese Tumorentitäten den optimalen Einsatz molekularer Therapiestrategien sowie…

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  • Therapieoptionen beim Ösophaguskarzinom – Neoadjuvante und palliative Therapiekonzepte

    Traditionell galt die Chirurgie beim Ösophaguskarzinom als die einzige Behandlungsmethode mit kurativem Potenzial. Die Ergebnisse für die alleinige Resektion waren aber in Bezug auf das 5-Jahres-Überleben (30–40 % im Stadium uT2-3N0 bzw. 10–30 % im Stadium uT1-3N+) enttäuschend.

    Rezente randomisierte Studien als auch Metaanalysen haben gezeigt, dass die zusätzliche Gabe einer Chemotherapie oder Radiochemotherapie die Prognose von Patienten mit einem lokalisierten Ösophaguskarzinom signifikant verbessern kann.

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  • Aktuelle medikamentöse Therapie des Magenkarzinoms

    Es gibt klare Evidenz für den Einsatz einer neoadjuvanten oder perioperativen Chemotherapie.

    Die palliative Chemotherapie sollte bei Patienten in gutem Allgemeinzustand und mit ­vertretbaren Komorbiditäten möglichst frühzeitig eingesetzt werden.

    Die Zugabe von Trastuzumab zur Chemotherapie verlängert Ansprechraten und Gesamt­überleben bei Patienten mit HER2-Überexpression und stellt einen Standard dar.

    Ramucirumab verbessert das progressionsfreie Überleben und das Gesamtüberleben ­in der Zweitlinientherapie.

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  • Therapiekaskade beim metastasierten Kolorektalkarzinom

    Durch die Verfügbarkeit effektiver Zytostatika (Oxaliplatin, Irinotecan), oraler 5-FU-Pro-Drugs (Capecitabin, Uracil/Tegafur) und verschiedener Biologika (Bevacizumab, Cetuximab, Panitumumab, Aflibercept und Regorafenib) konnten beim metastasierten Kolorektalkarzinom mediane Überlebenszeiten von über 30 Monaten effektuiert werden – im Gegensatz zu nur 12 Monaten in der 5-FU-Ära.

    Wertvolle Erkenntnisse zur optimalen Abfolge und idealen Kombination haben letztlich auch die Heilungsraten dieser bis vor wenigen Jahren inkurablen Erkrankung verbessert.

    Unabdingbare Voraussetzung und mittlerweile selbstverständlich sind das interdisziplinäre Therapiemanagement und die Evaluierung von Patienten- und Tumorcharakteristika (molekularbiologisch und klinisch).

    In den ESMO-Guidelines werden 4 Therapieszenarien (primär R0-resektabel, sekundär resektabel, nicht resektabel mit aggressivem Tumorwachstum oder indolentem Verlauf) mit entsprechenden Therapiezielen definiert.

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  • Hepatozelluläre und cholangiozelluläre Karzinome: etabliertes und zukünftiges Potenzial

    Beim hepatozellulären und cholangiozellulären Karzinom ist jede therapeutische Intervention im Gesamtkonzept zu sehen und kann nicht auf eine rein tumorzentrierte Therapie reduziert werden.

    Die Früherkennung des hepatozellulären wie auch des cholangiozellulären Karzinoms ist aus prognostischer Sicht von essenzieller Bedeutung, um den Patienten potenziell kurative (chirurgische und lokalablative) Therapieansätze anbieten zu können.

    Weitere Erkenntnisse in der Pathogenese beider Karzinome lassen Patienten mit fortge­schrittenen Tumorerkrankungen auf verbesserte, „individualisierte“ systemische Therapien mit zielgerichteten molekularen Substanzen hoffen.

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  • Pankreaskarzinom: Erfolge und Herausforderungen

    Wesentliche Fortschritte wurden in der palliativen Systemtherapie mit FOLFIRINOX und Nab-Paclitaxel erreicht.

    Das Pankreaskarzinom entwickelt sich über viele Jahre hinweg. Die Suche nach effektiven Vorsorge- oder Früherkennungsstrategien ist somit zielführend, birgt allerdings einige Schwierigkeiten.

    Es gibt zahlreiche Biomarker auf molekulargenetischer und proteinbiochemischer Ebene, wie z. B. SPARC, CXCR4 oder mir211. Diese sollten in Hinblick auf ihre prognostische und prädiktive Wertigkeit untersucht werden.

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  • Neuroendokrine Neoplasien des Gastrointestinaltraktes: Rezente Entwicklungen in der systemischen Therapie

    Neuroendokrine Neoplasien des GI-Traktes sind heterogene Tumoren, deren klinisches Verhalten und die entsprechende Therapie vom Differenzierungsgrad abhängen.

    Undifferenzierte neuroendokrine Karzinome (NEC) sollten unmittelbar einer Chemotherapie zugeführt werden, solange es der Zustand des Patienten zulässt; bei Patienten, die keine Chemotherapie bekommen konnten, lag das mediane Überleben in einer rezenten Analysebei 1 Monat.

    Hochdifferenzierte neuroendokrine Tumoren (NET) sollten je nach Primum behandelt werden: Während bei pankreatischen NET bei Progression sowohl Sunitinib, Everolimus als auch Chemotherapie valide Therapieoptionen darstellen, wird dies bei den häufigeren NET des Dünndarms in den europäischen und amerikanischen Guidelines explizit nicht empfohlen.

    Resultate aus zwei randomisierten Studien (PROMID und jüngst CLARINET) legen eine antineoplastische Wirkung von SST-Analoga mit Verlängerung des PFS nahe.

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  • Malignes Melanom – exemplarisch für den Fortschritt durch zielgerichtete Therapien

    Fortschritt der molekularen Pathologie → Entstehung zielgerichteter Therapie.

    zielgerichtete Therapie → Ende von 30 Jahren DTIC.

    Ergebnisse → signifikant verlängerte Überlebensdauer.

    Limitationen → Resistenzentwicklung, lückenhafte Kenntnis der molekularen Targets und der Transduktionspotenziale.

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  • Das Mammakarzinom: Ein Paradebeispiel für die individualisierte Therapie

    Die endokrine Therapie gilt als Prototyp der zielgerichteten und individualisierten Behandlung.

    Heute liegt bei hormonrezeptorpositiven Tumoren der Forschungsschwerpunkt auf dem Gebiet der Durchbrechung einer Resistenz gegenüber endokriner Therapie.

    Bei HER2-positiven Tumoren haben neue Antikörper wie Pertuzumab und Trastuzumab-Emtansin das therapeutische Spektrum deutlich erweitert. Darüber hinaus konnte mittels der dualen Blockade die Wirksamkeit der Anti-HER2-Therapie deutlich gesteigert werden.

    Bei triplenegativem Brustkrebs stellt die Chemotherapie auch weiterhin das Rückgrat der Behandlung dar. Hier gilt es, durch Identifikation neuer Zielstrukturen auch diesen Patientinnen eine zielgerichtete Therapie zu ermöglichen.

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  • Kolorektalkarzinom – Paradebeispiel der Therapiestratifizierung

    Personalisierte Medizin: Die „richtige“ Therapie für den „richtigen“ Patienten zur richtigen Zeit.

    • klinische Kriterien: Tumor- und Patientenfaktoren.
    • individuelle Behandlungsziele.
    • Patientenwünsche: Benefit vs. Toxizität.
    • Biomarker: wt- oder mt-RAS.

    Zukunft: Gensignaturen und molekulare Subtypisierung könnten die Wahrscheinlichkeit einer Therapiewirkung unter Vermeidung unnötiger Toxizitäten herbeiführen.

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  • Das Bronchialkarzinom: Individualisierte Marker und Therapieansätze

    Die genomische Charakterisierung von nichtkleinzelligen Bronchialkarzinomen hat zu einem besseren Verständnis potenzieller neuer therapeutischer Ziele und Behandlungsstrategien geführt.

    Mehr als die Hälfte der Patienten mit einem Plattenepithelkarzinom der Lunge sind Kandidaten für eine molekular zielgerichtete Therapie.

    Wachstumsfaktor-Rezeptoren (z. B. EGFR, FGFR, MET) und Immun-Checkpoint-Rezeptoren (z. B. CTLA-4 und PD-1) zählen zu den interessantesten Therapiezielen beim nichtkleinzelligen Bronchialkarzinom.

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  • Personalisierte Medizin in der Hämatologie

    Eine wesentliche Unterscheidung betrifft

    die zielgerichtete Therapie durch spezifische Medikamente,

    die personalisierte Medizin, bei der die Therapie an bestimmte Patientengruppen adaptiert wird,

    sowie die individualisierte Therapie, also die richtige multidisziplinäre Behandlung zur richtigen Zeit für jeden einzelnen Patienten (alle Therapien umfassend).

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  • Oncotyrol setzt Schwerpunkt auf multiples Myelom: translationale Forschung für personalisierte Krebsmedizin

    Das translationale Forschungszentrum für personalisierte Krebsmedizin Oncotyrol in Innsbruck überbrückt die Kluft zwischen Wissenschaft und praktischer Anwendung und bringt neue Therapien schneller als bisher auf den Markt und zum Patienten.

    Firmen- und Klinikpartner entwickeln von Anfang an gemeinsam und sorgen für marktfähige und kliniktaugliche Produkte, die sich nicht nur im Labor, sondern auch am realen Patienten bewähren.

    Oncotyrol entwickelt sich zum Zentrum für die translationale Erforschung des multiplen Myeloms, wobei die komplette Bandbreite von Präklinik (u. a. Drug-Screening an klinikrelevanten Ko-Kultur-Assays) über Klinik bis hin zu HTA und E-Health abgedeckt wird.

    Oncotyrol entwickelt IT-Support für die personalisierte Krebsmedizin, darunter ein Expertensystem zur Unterstützung der Therapieentscheidung mit integrierter Erfassung von „patient-reported outcomes“.

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  • Die Sicht des Pathologen: technische Aspekte molekularer Tumorcharakterisierung

    Personalisierte Medizin bedingt eine erweiterte Tumorcharakterisierung, die klinische Pathologie muss auf diese Anforderungen reagieren:

    • Erweiterung des methodischen Spektrums: Ausbildung, Zeit, Räumlichkeiten, Geräte, finanzielle Ressourcen.
    • Unterstützung der Klinik‚ Kommunikation mit Klinik und Industrie.

    Personalisierte Medizin bedingt einen Paradigmenwechsel nicht nur in der Therapie, sondern auch in der Tumorklassifikation.

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  • Zirkulierende Tumor-DNA als „Liquid Biopsy“

    Ohne die Limitationen invasiver Biopsietechniken könnte die „Liquid Biopsy“, die Abnahme einer Blutprobe zur Untersuchung frei zirkulierender Tumor-DNA, zum stärksten prädiktiven und prognostischen Werkzeug der personalisierten Medizin in der Onkologie werden.

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  • Biobanking auf europäischer Ebene

    Biobanken lagern standardisiert Probenmaterial und Daten.

    Der Fragmentierung der europäischen Biobankenlandschaft soll durch die Förderung großer Konsortien entgegengewirkt werden, welche die Aktivitäten harmonisieren sollen.

    Die größten österreichischen Biobanken sind an den (veterinär-)medizinischen Universitäten angesiedelt und bilden das österreichische Konsortium BBMRI.at.

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Nuklearmedizin: SO 01|2014

  • Nuklearmedizin im Zeitalter der personalisierten Medizin

    Die Nuklearmedizin hat sich im letzten Jahrzehnt einen hohen Stellenwert im Management onkologischer Patienten erarbeitet. Bildgebungstechniken wie die Single-Photon-Emissions-Computertomografie (SPECT) oder die Posi­tronen-Emissions-Tomografie (PET) ermöglichen die Visualisierung molekularer Prozesse zur Therapieselektion, zum Therapiemonitoring oder auch zur Risikostratifizierung von Patienten. Insbesondere…

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  • Nuklearmedizin im Kontext der radiologischen Bildgebung

    Es finden derzeit dynamische Entwicklungen in jenen Bereichen statt, in denen Radiologie und Nuklearmedizin zusammenarbeiten. Wenn beide Disziplinen früher aufgrund einer nur geringen methodischen Überschneidungsmenge getrennt voneinander betrachtet wurden, dann hat sich die Situation mit der Entwicklung von Hybridgeräten, PET-CT,…

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  • Entwicklung neuer Biomarker zur nuklearmedizinischen Bildgebung

    Nuklearmedizinische Imaging-Biomarker setzen sich konzeptionell aus einem Radionuklid, einem chemischen Linker und einem Vehikel-Molekül zusammen. Das Radionuklid ist Signal­geber, chemische Linker schlagen eine Brücke zum Molekül der Wahl, das geeignet ist, selektiv und spezifisch an die intendierte Zielstruktur zu binden, z. B. an Wachstumsfaktorrezeptoren.

    Imaging-Biomarker können zur Diagnose und Therapie verwendet werden (Theranostik).

    Ein Trend besteht darin, konventionelle verfügbare Substanzen in ihre radioaktiv markierten Analoga umzuwandeln, um das direkte Ansprechverhalten zu beobachten.

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  • Translationale Techniken der experimentellen Nuklearmedizin

    Schwerpunkte der experimentellen Nuklearmedizinu Präklinische Erforschung neu entwickelter Imaging-Biomarker.

    Erforschung der Mechanismen, welche onkologischen Erkrankungen zugrunde liegen, und das zumeist unter In-vivo-Bedingungen.

    Heranführung neuer Methoden, Imaging-Biomarker oder Behandlungskonzepte von der Konzeption bis ans Krankenbett.

    Erarbeitung neuer Stratifizierungskonzepte: Welche Patienten können von welcher Therapie profitieren?

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  • Technische Entwicklungen in der Nuklearmedizin: Hybridbildgebung

    Hybride Bildgebungsmethoden wurden durch die Nuklearmedizin initiiert bzw. maßgeblich begleitet.

    SPECT/CT, PET/CT und PET/MR sind weltweit klinisch verfügbar und werden stetig weiterentwickelt.

    Die Evidenz der höheren diagnostischen Wertigkeit von hybriden Bildgebungs-methoden gegenüber Einzeluntersuchungen nimmt zu.

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  • Nuklearmedizinische Bildgebung zur Visualisierung spezifischer Zielstrukturen

    Tumorheterogenität bedingt, dass Therapieentscheidungen nur für Teilbereiche der gesamten Tumorlast effektiv sind.

    Eine Methode, die es erlaubt, alle Tumormanifestationen in ihrer Gänze nichtinvasiv zu charakterisieren, wäre die Basis für maßgeschneiderte Therapien.

    Die In-vivo-Darstellung der Biodistribution eines Medikaments kann einen wichtigen Beitrag bei der Entwicklung neuer Medikamente und bei der Therapieplanung leisten.

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  • Theranostik – nuklearmedizinische Methoden in der individualisierten Tumortherapie

    Theranostik ist durch die prätherapeutische und/oder frühe intratherapeutische Selektion von Respondern und Non-Respondern die Voraussetzung für die personalisierte Tumortherapie.

    Das nuklearmedizinische Target-Prinzip der Verknüpfung einer Wirksubstanz mit einem diagnostischen und therapeutischen Radioisotop stellt ein perfektes theranostisches Konzept dar.

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  • Metabolismus und Proliferation: Nuklearmedizinische Bildgebung zur Tumorcharakterisierung in vivo

    Nuklearmedizinische Verfahren können gezielt Stoffwechselvorgänge von Zellen darstellen.

    Ein gesteigerter Zuckerstoff- und Aminosäurestoffwechsel kann als Ausdruck einer Tumor­zellaktivität gewertet und mit Hilfe von etablierten Radiopharmaka wie 18F-FDG, 11C-Methionin oder 18F-FET bildgebend erfasst werden.

    Proliferation der Tumorzelle kann mittels nuklearmedizinischer Verfahren wie 18F-FLT abgebildet werden. Die Aufnahme dieses Tracers in die Zelle korreliert stark mit dem immunhistochemischen Proliferationsmarker Ki-67.

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  • Tumorhypoxie und Neoangiogenese

    Seit Jahrzehnten ist bekannt, dass die Hypoxie eine der Ursachen für Strahlenresistenz und Progression solider Tumoren ist.

    Ein für die Bildgebung der Hypoxie entscheidender Rezeptorsubtyp ist Integrin αvβ3, das hauptsächlich auf aktivierten Endothelzellen zu finden ist und eine wichtige Rolle im Rahmen der Angiogenese und Tumorzellmetastasierung spielt.

    Die Entwicklung von Radiopharmaka in der Nuklearmedizin ist ein wesentlicher Eckpfeiler in Richtung individualisierter Medizin.

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Die Zukunft der Onkologie: SO 05|2013

  • Die Zukunft der Onkologie

    Die Einteilung von Tumoren driftet in Richtung Molekularbiologie.

    Signalwege werden in Zukunft ausschlaggebender sein als das Gewebe, in dem sich der Tumor manifestiert.

    Die genetische Sequenzierung spielt eine größere Rolle als die Tumorhistologie.

    Die Tumorevolution wird mit frei zirkulierender Tumor-DNA überwacht werden können.

    Neue Medikamente werden in frühen Studienphasen entsprechend den tumortreibenden Pathways zugelassen.

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  • Future demands − Tumorheterogenität und personalisierte Medizin

    Es gibt sinnvolle Sichtweisen, zu sagen: Der Tumor ist ein zusammenhängendes eigenständiges Organ, das mit dem Körper in Wechselwirkung steht und in seiner Evolution darwinistischen Prinzipien folgt.

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  • Was sind die Zukunftstrends beim Bronchialkarzinom?

    Die molekularen Veränderungen werden hinsichtlich ihrer Eignung als therapeutische Targets untersucht.

    Routinemäßig erfolgt eine Bestimmung der EGFR-Mutationen und des ALK-Status bei Patienten mit fortgeschrittenem NSCLC. EGFR-Tyrosinkinaseinhibitoren und Crizotinib sind im klinischen Einsatz.

    Ipilimumab, Anti-PD-1- und Anti-PD-L1-Antikörper geben neue Hoffnung für eine Immuntherapie.

    multimodale Therapiekonzepte in den Stadien I–III.

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  • Zukünftige Perspektiven bei gastrointestinalen Tumoren

    Mit dem Aufkommen zielgerichteter Therapien vollzog sich ein Wandel von der Blockbuster-Medizin zur stratifizierten Onkologie mit der Erwartung einer auf die Einzelperson zugeschnittenen Therapie, einer so genannten „personalisierten Medizin“.

    Zu den größten Herausforderungen zählt die Tatsache, dass Tumorerkrankungen auch molekularbiologisch einen dynamischen Prozess darstellen und sich ständig ändern können.

    Einen komplett neuen Wandel in der molekularen Diagnostik stellt die Analyse zirkulierender Tumor-DNA dar. Ohne die Limitationen invasiver Biopsietechniken könnte die „liquid biopsy“ zum stärksten prädiktiven und prognostische Werkzeug einer zugeschnittenen personalisierten Medizin werden.

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  • Personalisierte Therapie bei HNO-Tumoren: schon Realität?

    Die nennenswertesten Fortschritte der vergangenen Jahre waren:

    1. die Erkenntnis, dass HPV-Infektionen Kopf-Hals-Tumoren verursachen können und diese Patienten eine wesentlich bessere Prognose haben;
    2. die Definition einer effektiveren Induktionschemotherapie und
    3. die Verfügbarkeit des ersten zielgerichteten Medikaments (Cetuximab) für die Behandlung von lokal-inoperablen und rezidivierten/metastasierten Tumoren.

    Enttäuschend verliefen bisher die Bemühungen, prädiktive Marker für eine optimale Therapie zu definieren.

    Die Behandlung von Patienten mit Kopf-Hals-Tumoren sollte daher auch weiterhin in Abhängigkeit von klassischen Kriterien (Operabilität des Tumors, Wunsch nach Organerhalt, Allgemeinzustand des Patienten) und v. a. nach Empfehlung eines interdisziplinären Tumorboards erfolgen.

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  • Was sind die Zukunftstrends bei Brustkrebs?

    Die antihormonelle Therapie gilt als Prototyp der zielgerichteten Behandlung.

    Bei hormonrezeptorpositiven Brustkrebspatientinnen liegt der Fokus des wissenschaftlichen Interesses auf der Durchbrechung einer Resistenz gegenüber endokriner Therapie durch die Kombination mit biologisch zielgerichteten Medikamenten.

    Neue Antikörper haben das Therapiespektrum der HER2-positiven Mammakarzinome deutlich erweitert und scheinen zu einer deutlichen Verbesserung der Prognose beizutragen.

    Bei triplenegativem Brustkrebs stehen die Identifikation potenzieller neuer Zielstrukturen, die Entwicklung entsprechender zielgerichteter Medikamente und die rasche Validierung in neoadjuvanten Studien im Vordergrund.

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Langzeittoxizität Chemo- und Radiotherapie: SO 04|2013

  • Vorwort: Langzeittoxizität antitumoraler Therapien – Relativierung des Therapieerfolges?

    Konfrontiert mit einer vital bedrohlichen Tumorerkrankung ist es das therapeutische Ziel, eine bestmögliche Remission oder gar Heilung zu erzielen und dafür das gesamte zur Verfügung stehende therapeutische Armamentarium auf rationaler Basis einzusetzen. Vieles wurde in den letzten Jahrzehnten erreicht –…

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  • Review: Entwicklung von Kindern nach Chemotherapie in der Schwangerschaft

    Nicht jede klinische Situation erlaubt einen Aufschub der Tumortherapie zu einem Zeitpunkt nach der Geburt. Eine Chemotherapie im ersten Trimenon der Schwangerschaft kann zu schwerwiegenden Missbildungen und zum Tod des Fötus führen. Dagegen scheint eine spätere antineoplastische Therapie nur geringe Auswirkungen auf die Kindesentwicklung zu nehmen.

    Bislang am besten untersucht sind Spätfolgen für Herz und Gehirn.

    Interessanterweise zeigt eine Studie, dass das ungeborene Gehirn möglicherweise in der Lage ist, sich selbst zu schützen.

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  • Langzeittoxizität in der pädiatrischen Onkologie

    Zu den bedeutsamsten Spätfolgen einer onkologischen Therapie zählen die anthrazyklinindu­zierte Kardiomyopathie, Hörverluste nach Cisplatin, Einschränkungen der Nieren- oder Lungenfunktion, Störungen des endokrinen Systems sowie neuropsychologische und kognitive Funktionsstörungen.

    Eine der schwerwiegendsten Spätfolgen ist das Auftreten von Zweittumoren (z. B. Hirntumoren, AML).

    Nach dem Einsatz von Steroiden bei akuter lymphatischer Leukämie können im Jugendalter Osteonekrosen auftreten.

    Die Krebserkrankung hat eine lebenslange Auswirkung auf das soziale Verhalten und die Möglichkeit der Gründung einer Familie.

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  • Langzeittoxizität nach Therapie des Morbus Hodgkin

    Bei hoher Heilungsquote kommt der Erkennung und Behandlung von Therapiefolgeproblemen und Erkrankungen nach M. Hodgkin eine überragende Bedeutung zu. Dies gilt insbesondere für Zweitmalignome, kardiovaskuläre und endokrinologische Erkrankungen, Neuropathien und muskuläre Störungen sowie psychosoziale Reintegrationsprobleme.

    Da Langzeitfolgen und Erkrankungen viele Organsysteme und Fachdisziplinen betreffen können, ist eine systematische Koordination des Monitorings der Patienten im Sinne eines risikoadaptierten Screenings im Rahmen der Lymphomnachsorge nachdrücklich zu empfehlen.

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  • Chemo- und immuntherapieinduzierte Kardiotoxizität bei Tumorpatienten

    Zur Evaluierung kardialer Langzeitschäden wurde auf Initiative der ÖGHO eine multizentrische, prospektive, nichtinterventionelle Studie initiiert.

    In dieser Studie werden Patienten im adjuvanten Therapiesetting über 5 Jahre bezüglich ihres kardiovaskulären Status, Risikofaktoren, körperlicher Leistungsfähigkeit und Lebensqualität untersucht.

    Im Gegensatz zu vorangegangenen Studien sind in dieser Beobachtung Patienten mit vorbestehender Herzerkrankungen nicht exkludiert, um das tatsächliche Patientenkollektiv, wie es im klinischen Alltag auftritt, besser abbilden zu können.

    Nähere Informationen unter CACOCA-office(at)i-med.ac.at

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  • Pulmonale Langzeittoxizität nach Chemotherapie und biologischer Systemtherapie

    Pulmonale Nebenwirkungen sind für zahlreiche Krebstherapeutika bekannt und mitunter fatal. Das Wissen um mögliche Reaktionsmuster und Risikofaktoren ist essenziell, um Frühtoxizität (nach Wochen bis Monaten) zu erkennen und Langzeitschäden (nach Monaten bis Jahren) zu minimieren.

    In der frei zugänglichen Datenbank „Pneumotox“ (The Drug-Induced Respiratory Disease Website) ist das potenzielle pulmonale Reaktionsmuster onkologischer Therapien gelistet.

    Von zielgerichteten neuen Therapien wurden zunächst kaum pulmonale Nebenwirkungen erwartet, bis beispielsweise erkannt wurde, dass die EGFR-Inhibition auch die physiologische Funktion des EGF-Rezeptors in der Lunge (Epithel-Repair) beeinträchtigen kann.

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  • Chemotherapieinduzierte neurologische Langzeittoxizitäten

    Die Kenntnis des Nebenwirkungsprofils der bei onkologischen Erkrankungen eingesetzten ­Chemotherapeutika ist wichtig. Ein mögliches Auftreten neurologischer Toxizitäten soll bereits bei der Therapieentscheidung berücksichtigt werden.

    Zeigen sich im Verlauf therapieinduzierte Komplikationen, muss darauf geachtet werden, ob ein zeitlicher Zusammenhang zwischen Behandlung und Auftreten der neurologischen Symptomatik besteht.

    Um das Risiko neurologischer Nebenwirkungen unter Chemotherapie zu minimieren, sind eine prophylaktische Begleittherapie und ein kontinuierliches klinisches Monitoring essenziell.

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  • Langzeittoxizität nach Behandlung mit monoklonalen Antikörpern und Biologicals

    Auch wenn der Einsatz von monoklonalen Antikörpern und Biologicals mittlerweile unumstrittener Standard bei einer ganzen Reihe unterschiedlichster Neoplasien ist, gibt es erst relativ wenige Daten zur Langzeittoxizität dieser meist noch recht jungen Substanzklassen.

    Bei Substanzen wie Thalidomid, Lenalidomid, Imatinib wie auch bei den meisten antiangiogenen Substanzen sind die Langzeitnebenwirkungen mittlerweile klarer.

    Aufgrund der potenziell mehrere Organsysteme umfassenden Nebenwirkungen müssen behandelnde Onkologen ein sorgfältiges klinisches und laborchemisches Monitoring durchführen, um rechtzeitig die jeweiligen Toxizitäten erkennen und therapeutisch lindern zu können.

    Die damit erreichbare bessere Verträglichkeit führt zu einer besseren Akzeptanz und Adhärenz beim Patienten, was die unabdingbare Grundlage für das Erreichen des bestmöglichen Therapieerfolges ist.

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  • Toxizität der Strahlentherapie

    In Österreich erkranken ca. 38.000 Menschen pro Jahr an Krebs, 75 % davon werden im Laufe ihrer Erkrankung bestrahlt. Die Radiotherapie ist somit eine der Säulen der Onkologie. Die rasante technische Entwicklung der letzten Jahre erlaubt eine bedeutend genauere und…

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  • Fertilität nach Chemotherapie und Strahlentherapie

    Möglichkeiten für die Fertilitätsprotektion bei jungen Patientinnen vor einer Chemo- oder Strahlentherapie:

    • Etablierte Methoden: Transposition der Ovarien, GnRH-Analoga-Therapie, Kryokonservierung von Embryonen oder Oozyten.
    • Experimentelle Methoden: Kryokonservierung von Ovarialgewebe, In-vitro-Maturation von Oozyten, In-vitro-Kultur von Ovarialgewebe.
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  • Patienten unter Chemotherapie: Longitudinale Entwicklung der Lebensqualität

    Bei Tumorerkrankungen mit mehreren Behandlungsabfolgen kommt der longitudinalen Erhebung von Toxizitäten und Lebensqualität besondere Bedeutung bei der Erfassung von Langzeittoxizitäten zu; weiters bei der Einschätzung darüber, wie sich die Lebensqualität zwischen Therapielinien unterscheidet oder während einzelner Therapielinien entwickelt.

    Das in Österreich entwickelte Programm CHES, Computer-based Health Evaluation System, ist an mehreren onkologischen Abteilungen im Einsatz, am BKH Kufstein bereits seit dem Jahr 2005.

    Das System ermöglicht u. a. Einschätzungen darüber, ob eine palliative Chemotherapie erst symptomorientiert oder möglichst rasch bei dokumentierter Progression erfolgen sollte.

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Pädiatrische Onkologie: SO 03|2013

  • Vorwort 3/13: Krebserkrankungen im Kindes- und Jugendalter

    Die Heilbarkeit eines überwiegenden Anteils der Krebserkrankungen im Kindes- und Jugendalter gehört zu den größten medizinischen Erfolgen der letzten Jahrzehnte. Eine der wesentlichen Voraussetzungen für diese Errungenschaft war der Aufbau extensiver intra- und interdisziplinärer Kooperationen, die sehr rasch in international…

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  • Pädiatrische Lymphome

    Die Herausforderungen liegen bei generell guter Heilungsrate pädiatrischer Lymphome mit konventioneller Chemotherapie in der Gestaltung verträglicherer Therapieformen:

    • gezielte und kontrollierte Rücknahme toxischer Therapie bei prognostisch sehr guten Subgruppen
    • medikamentöses Anvisieren spezifischer genetischer Tumormutationen und deren Folgen z. B. durch „small molecules“ oder Immuntherapeutika als Ersatz für toxische zytostatische Therapien

    Mit neueren und z. T. in klinischer Prüfung befindlichen Methoden besteht die Chance, eine schlechte Prognose bei definierten Subgruppen oder bei Rezidiven, v. a. von LBL-T NHL und Burkitt-Lymphomen, zu verbessern.

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  • Diagnostische und therapeutische Ausblicke vor dem Hintergrund einer hohen Heilungsrate der ALL im Kindes- und Jugendalter

    Die akute lymphoblastische Leukämie (ALL) ist die häufigste pädiatrische Neoplasie und hatte vor Einführung des in Deutschland entwickelten BFM-Schemas eine sehr schlechte Prognose. Seit den späten 1970er-Jahren sind die Heilungsraten kontinuierlich gestiegen, das Gesamtüberleben liegt heute bei etwa 90 %. Mit dem besseren Verständnis der Tumorbiologie und der zunehmenden Zahl neuer Substanzen zeichnen sich weitere individualisierte Therapiekonzepte ab.

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  • Allogene Stammzelltransplantation bei Kindern

    In Österreich werden pro Jahr ca. 40 Kinder transplantiert. Als Stammzellquellen dienen neben dem Knochenmark die peripheren Blutstammzellen oder Nabelschnurblut.

    Die Wahrscheinlichkeit eines HLA-identen Geschwisterspenders liegt bei etwa 20 %. Für weitere 60 % der Kinder werden über internationale Register HLA-kompatible Fremdspender gefunden.

    Onkologische Indikationen zur Stammzelltransplantation sind Leukämien, myelodysplastische Syndrome oder Non-Hodgkin-Lymphome: Hier bewirkt der „Graft versus Leukämie“-Effekt durch Erkennung und Zerstörung von malignen Zellpopulationen eine andauernde Leukämiekontrolle.

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  • Behandlung von ZNS-Tumoren bei Kindern und Jugendlichen – Neue Forschungsergebnisse und Zukunftsperspektiven

    Das Medulloblastom ist im Kindes- und Kleinkindesalter der häufigste maligne Tumor.

    Risikostratifizierung und Therapie beruhen auf klinischen Parametern und dem histopathologischen Subtyp.

    Um Langzeitmorbiditäten bei Überlebenden eines Medulloblastoms zu verringern, ist es wesentlich, die Risikoklassifizierung durch molekulare Biomarker zu ergänzen und die Behandlung durch zielgerichtete Therapien zu verbessern.

    Bereits heute werden Medulloblastome nicht mehr als einheitliche Erkrankung angesehen, sondern in molekularbiologisch distinkte Subgruppen mit unterschiedlicher Prognose differenziert.

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  • Wilms-Tumor: State of the Art

    Wilms-Tumoren (Nephroblastome) sind die häufigsten primär bösartigen Neubildungen der Niere im Kindesalter.

    Mit multimodalen Therapien – das aktuelle Behandlungskonzept ist die SIOP-2001/GPOH-Studie – können in Österreich mehr als 90 % aller Kinder dauerhaft geheilt werden.

    Bei Kindern mit Tumoren der histologischen Hochrisikogruppe und mit höheren Tumorstadien ist die Prognose zum Teil weiterhin unbefriedigend. Ein besseres pathogenetisches Verständnis, neue Prognosefaktoren (genetisches Profil) und neue Therapieansätze (Differenzierungstherapie, zielgerichtete Therapie) sind hier wesentliche Ziele.

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  • Osteosarkome

    Osteosarkome sind die häufigsten primären bösartigen Knochentumoren. Die nachfolgende Übersicht fokussiert auf die häufigsten Subtypen, auf hochmaligne, konventionelle und teleangiektatische Osteosarkome. Durch ein multimodales Behandlungskonzept, welches die komplette Resektion und eine systemische Chemotherapie umfasst, können etwa 60–70 % aller Patienten mit hochmalignen Osteosarkomen dauerhaft geheilt werden.

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  • Die Langerhans-Zell-Histiozytose: Erkrankung des Immunsystems oder Neoplasie?

    Die Langerhans-Zell-Histiozytose (LCH) ist eine Erkrankung mit unklarer Ätiologie. Das klinische Bild reicht von einzelnen Osteolysen, die spontan ausheilen können (eosinophiles Granulom), bis zum schweren multisystemischen Organbefall mit schlechter Prognose (Letterer-Siwe-Erkrankung).

    Das gemeinsame histopathologische Merkmal ist die Langerhans-Zelle (CD1a- und CD207-positive Zellen), deren Herkunft unklar ist.

    Das aktuelle Therapiestudienprotokoll ist die internationale LCH-IV-Studie, in dem Patienten je nach Klinik und Therapieansprechen unterschiedlich behandelt werden: abwartende Haltung, systemische Therapie mit Prednisolon und Vinblastin, Erhaltungstherapie oder intensive Therapie bis hin zur Stammzelltransplantation.

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  • Die psychosoziale Rehabiliation krebskranker Kinder und deren Angehörigen beginnt mit der Diagnosestellung

    Das psychosoziale Team ermöglicht eine kontinuierliche Begleitung der Kinder und ihrer Angehörigen sowohl in der kurativen Situation, bereits ab Beginn der Diagnose, als auch in der palliativen Situation.

    Zahlreiche Dolmetscher garantieren die Wahrnehmung der multikulturellen Interessen der Familien.

    Lehrer unterrichten krebskranke Kinder und Jugendliche während der intensiven Phase der Chemotherapie.

    Die interdisziplinäre Zusammenarbeit der verschiedenen Berufsgruppen wird durch zwei Strukurelemente koordiniert: Gruppengespräche mit der Familie und psychosoziale Fallkonferenzen.

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  • Das Neuroblastom

    Der größte Fortschritt in der modernen Neuroblastomforschung liegt in der weiteren Definition und Abgrenzung von Risikogruppen sowie in der erfolgreichen Therapiereduktion für Kinder mit niedrigem oder mittlerem Risiko. Somit kann vielen Kindern der Einsatz der Chemotherapie oder einer Lokalbestrahlung erspart werden, ohne ihre Prognose zu gefährden.

    Im Bereich der Hochrisikopopulation ist es gelungen, das Überleben durch intensivierte Chemotherapieprotokolle, den Einsatz der Hochdosistherapie (Busulfan-Melphalan) und autologer Stammzellreinfusion, gefolgt von der Gabe von 13-cis-Retinolsäure zu verbessern. Eine weitere Verbesserung der Überlebenswahrscheinlichkeit in dieser Gruppe ist von neueren Therapieansätzen (Immuntherapie, Vakzinestrategien), der Weiterentwicklung differenzierungsinduzierender Agenzien sowie von neuen Medikamentenklassen zu erwarten, die spezifisch auf Ebene der Signaltransduktion in der Zelle angreifen.

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  • Aspekte der onkologischen Nachsorge nach Krebserkrankungen im Kindes- und Jugendalter: „To care and not to scare“

    Der Überblick über mögliche Spätfolgen nach onkologischer Behandlung im Kinder- und Jugendalter macht deutlich, dass ein Teil davon erst im Erwachsenenalter zu erwarten ist.

    Die Nachsorge hat daher kein Ende, sondern benötigt eine kontinuierliche Fortsetzung. Das gilt speziell für solche Spätfolgen, die von einer Früherkennung profitieren (wie z. B. Zweittumoren), als auch für Spätfolgen, deren Auftreten sich durch gesunde Lebensführung mildern oder verhindern lässt (wie das metabolische Syndrom).

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Tumor und Thrombose: SO 02|2013

  • Epidemiologie und Risiko-Scores

    Venöse Thromboembolien und Krebs stehen in wechselseitiger Beziehung.

    • Bei etwa 10 % der Fälle mit erstmals aufgetretener VTE wird innerhalb von 12 Monaten ein Malignom diagnostiziert.
    • Umgekehrt beträgt die kumulative Wahrscheinlichkeit für das Auftreten einer klinisch manifesten VTE bei Krebspatienten innerhalb eines Jahres 7–8 % (Vienna Cancer and Thrombosis Study, CATS).

    Unabhängig von der Tumorentität beeinflusst das Auftreten einer VTE den Krankheitsverlauf negativ (etwa 3-fach erhöhtes Mortalitätsrisiko).

    Das Khorana-Vorhersagemodell für das Auftreten einer VTE wurde in CATS validiert und durch D-Dimer und P-Selektin optimiert.

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  • Risikofaktoren für das Auftreten venöser Thromboembolien bei Krebspatienten

    Die Art des Tumors gilt als wichtigster einzelner VTE-Risikofaktor bei Krebspatienten: Pankreas- und Magenkarzinome sowie maligne Hirntumoren haben ein besonders hohes Thromboserisiko.

    Patienten mit metastasierten Tumoren haben ein 2–3-fach höheres VTE-Risiko als Patienten mit lokal begrenzten Tumoren.

    In CATS erwies sich der Differenzierungsgrad als Risikofaktor; niedrig differenzierte Tumoren haben ein höheres VTE-Risiko.

    Chemotherapie, vor allem in Kombination mit endokriner Therapie (Mammakarzinom) oder mit immunmodulierenden Substanzen (multiples Myelom), sowie Angiogeneseinhibitoren erhöhen das VTE-Risiko.

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  • Klinische Relevanz tumorassoziierter Risikofaktoren

    Prädiktoren für das Auftreten venöser Thromboembolien (VTE):

    Tumorentität: bei soliden Tumoren – allen voran Pankreas-, Magen- und Gehirntumoren; bei Leukämien – vor allem ALL und AML; unter Lymphomen das DLBCL

    Tumorstadium: In CATS war das VTE-Risiko bei regional fortgeschrittenen Tumoren (Lymphknotenmetastasen) vergleichbar hoch wie jenes bei fernmetastasierten Tumoren – und in beiden Fällen höher als bei lokalisierten Tumoren.

    Tumorgrad: Möglicherweise spiegelt der Tumorgrad die Gerinnungsaktivierung: G1- und G2-Tumoren hatten in CATS ein geringeres VTE-Risiko als G3- und G4-Tumoren.

    Zeitpunkt der Diagnose: In CATS traten etwa zwei Drittel aller diagnostizierten Thrombosen innerhalb der ersten 6 Monate auf.

    histologischer Subtyp: Lungenkrebspatienten mit Adenokarzinomen (Sekretion prothrombotischer Muzine) haben u. U. ein höheres VTE-Risiko als Lungenkrebspatienten mit Plattenepithelkarzinomen.

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  • Thrombose und Glioblastom

    Maligne Gliome zählen zu jenen soliden Tumoren, bei denen Venenthrombosen und dadurch ausgelöste Lungenembolien am häufigsten vorkommen.

    Das Thromboserisiko ist zum Zeitpunkt der Diagnosestellung und der primären Tumorresektion jeweils am höchsten, nimmt dann ab und steigt bei Rezidiv oder Tumor­metastasierung wieder an.

    Der größte Vorbehalt gegen den generellen prophylaktischen Einsatz der Antikoagulation ist das Risiko einer intrakraniellen Blutung.

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  • Thromboembolien bei myeloproliferativen und lymphoproliferativen Erkrankungen

    Hämatologische Neoplasien sind mit einem hohen Risiko für venöse Thrombembolien assoziiert, insbesondere zum Zeitpunkt der Diagnose und abhängig von der Dauer der antitumoralen Behandlung.

    Trotz der hohen Bedeutung von thromboembolischen Ereignissen für die Morbidität und ­Mortalität von Patienten mit hämatologischen Neoplasien gibt es kaum Empfehlungen betreffend die Prophylaxe (Ausnahme: multiples Myelom unter Behandlung mit Thalidomid/Lenalidomid)

    Alter über 60 Jahre und/oder ein bereits abgelaufenes thromboembolisches Ereignis definieren eine Hochrisikogruppe von Patienten mit Polyzythämie und essenzieller Thrombozythämie

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  • Therapie und Prophylaxe venöser Thromboembolien bei Krebspatienten

    Mit einem internationalen Konsensus-Papier unter Mitwirkung von Univ.-Prof. Dr. Ingrid Pabinger-­Fasching wurden Empfehlungen zur Therapie und Prophylaxe venöser Thrombo­embolien bei Krebspatienten erarbeitet.

    Therapie der manifesten VTE: Initialtherapie, frühe Erhaltungs- und Langzeittherapie sowie Therapie eines VTE-Rezidivs unter Antikoagulation

    VTE-Prophylaxe: postoperativ nach chirurgischer Intervention sowie bei ­hospitalisierten Krebspatienten

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St. Gallen 2013: SO St. Gallen|2013

  • Brustkrebs-Konsensuskonferenz St. Gallen: Daten – Fakten: Konsequenzen?

    Das Interesse an der Brustkrebs-Konsensuskonferenz St. Gallen ist außerordentlich groß, wie man auch an der Fortbildungsreihe „Daten – Fakten: Konsequenzen?“ ermessen kann. Die Post-Kongressveranstaltung hat sich zum Jour fixe für brustkrebsinteressierte Kollegen entwickelt – vor allem auch deswegen, weil wir…

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  • Work in progress: Ki67 und multigenomische Assays

    Die absolute Notwendigkeit von Genexpressionsanalysen zur Bestimmung der intrinsischen Subtypen wurde vom Panel abgelehnt (allgemeine Verfügbarkeit, Kostendeckung).

    Zur Differenzierung zwischen Luminal-A- und Luminal-B-Tumoren wurde ein Ki67-Cut-off-Wert von 20 % vorgeschlagen, aber nicht definitiv festgelegt. Der IHC4-Algorithmus könnte eine bessere Vergleichbarkeit von immunhistochemischen Analysen mit multigenomischen Assays gewährleisten.

    Ein niedriger histologischer Differenzierungsgrad (G3) wurde nicht als Surrogatmarker für einen hohen Ki67-Proliferationsindex akzeptiert.

    Für den routinemäßigen Einsatz von Multigenplattformen ist es noch zu früh. Ergebnisse der derzeit laufenden klinischen Studien zur Frage der Prädiktion (MINDACT®, TAILORx®, RxPONDER) sollten abgewartet werden.

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  • „Multigene signatures“ beim Mammakarzinom

    Mit dem klinischen Einsatz von Gensignaturen ändert sich der Einsatz der Chemotherapie in Abhängigkeit vom untersuchten Patientenkollektiv.

    Das St.-Gallen-Panel sieht derzeit eine Option beim hormonrezeptorpositiven, HER2/neu-negativen Mammakarzinom.

    Gensignaturen haben zurzeit einen primär prognostischen Wert. Nur mit EndoPredict gelingt eine Aussage über das späte Rezidivrisiko beim hormonrezeptorpositiven Mammakarzinom.

    Klare Antworten auf den prädiktiven Stellenwert werden die Studien RESPONDER, TailorX und Mindact liefern.

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  • Fragen und Antworten im chirurgischen Setting

    Das St.-Gallen-Panel hat sich für keine absoluten, jedoch für relative Kontraindikationen (R1-Resektion, Multizentrizität, extensiver Mikrokalk) gegen eine brusterhaltende Therapie ausgesprochen.

    Als R1 wird die Tumorzelle am Tuscherand definiert. Millimeterangaben sind obsolet.

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  • Neues aus der Strahlentherapie

    Die regionale Lymphknotenbestrahlung ist keine Alternative zur Axilladissektion.

    Große Akzeptanz für die hypofraktionierte Ganzbrustbestrahlung: Die Behandlungszeit verkürzt sich für die meisten Patientinnen von 6 auf 4 Wochen.

    Akzelerierte Teilbrustbestrahlung wird nur bei streng selektionierten Patientinnen empfohlen.

    Das Patientinnenkollektiv, bei dem auf eine Bestrahlung nach brusterhaltender Therapie verzichtet werden kann, sollte in nationalen und internationalen Leitlinien definiert werden.

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  • Neue Standards in der medikamentösen Therapie?

    Endokrine Therapie in der Prämenopause

    Ovarielle Ablation vor allem bei sehr jungen Frauen < 40 Jahren; Aromatasehemmer nur bei Tamoxifen-Kontraindikation; Tamoxifen über zehn Jahre als Option bei hohem Rückfallrisiko

    Endokrine Therapie in der Postmenopause

    Aromatasehemmer upfront vor allem bei Hochrisikopatientinnen; optional Tamoxifen (Switch); Indikation für verlängerte endokrine Therapie nur bei nodal-positiven Frauen (nach Switch oder nach 5 Jahren Tamoxifen)?

    Adjuvante Chemotherapie

    Befall von 1–3 axillären Lymphknoten oder Alter < 35 Jahre per se keine Indikation zur Chemotherapie; Proliferationsrate > 20 % als Grenze zwischen Luminal-A- und Luminal-B-Tumoren strittig, Platz für multigenomische Assays; keine Empfehlung für Platinderivate bei triple-negativen Tumoren (auch nicht bei nachgewiesener BRCA-1-Mutation); HER2-positives Mammakarzinom: Chemotherapie und Trastuzumab bereits ab Tumorgröße von 5 mm

    Neoadjuvante Therapie

    pCR nach vollständiger neoadjuvanter Chemotherapie → postoperative Chemotherapie nicht erforderlich; HER2-positives Mammakarzinom: Trastuzumab-basierte Therapie bereits im neoadjuvanten Setting; neoadjuvante endokrine Therapie (Protokoll ABCSG-34) bei hochgradig hormonrezeptorpositiven Tumoren eine valide Behandlungsoption

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Onkologische Rehabilitation: SO 01|2013

  • Vorwort 1/13: Vom Überleben zum Leben – onkologische Rehabilitation in Österreich

    Jedes Jahr erkranken in Österreich mehr als 36.000 Menschen neu an Krebs. Die Fokussierung der medizinischen Forschung in der Onkologie auf das Überleben führt durch verbesserte Früherkennung und wirksamere Behandlungen zu einer kontinuierlichen Zunahme der Lebenserwartung. Der immer größer werdenden…

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  • Entwicklung der onkologischen Rehabilitation aus Sicht der Pensionsversicherungsanstalt

    Erste Rehabilitationsmaßnahmen wurden von der Pensionsversicherungsanstalt (PVA) im Jahr 1999 für Patientinnen mit Mammakarzinom initiiert.

    Positive Erfahrungen und die generelle Entwicklung – rund 35.000 Neuerkrankungen jährlich, dritthäufigste Ursache für Pensionierungen aus gesundheitlichen Gründen – haben zur Entwicklung eines multimodalen Settings geführt. Das Leistungsprofil der PVA wird seit Oktober 2010 vom Rehabilitationszentrum Treibach-Althofen (als Pilotprojekt) umgesetzt.

    Bis heute hat die Pensionsversicherungsanstalt das Angebot für onkologische PatientInnen auf 301 Betten bundesweit erhöht.

    Ab 2013 wird das Angebot auch auf ambulante onkologische Rehabilitation ausgeweitet.

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  • Pilotprojekt im Humanomed Zentrum Althofen

    Einerseits wird die Verweildauer nach Krebsbehandlungen in öffentlichen Spitälern aufgrund des Kostendrucks immer kürzer, andererseits müssen sich primär behandelnde Spitäler auf die Durchführung der Therapie konzentrieren. Damit steigt der Bedarf an Rehabilitations­einrichtungen im Bereich der Onkologie.

    Im Pilotprojekt konnten gezeigt werden, dass mit den multidisziplinären Rehabilitationsmaß­nahmen bereits nach 3 Wochen eine deutliche Verbesserung der psychischen und somatischen Beschwerden erzielt werden kann.

    Die Fähigkeit, für sich selbst zu sorgen, mit belastenden Ereignissen umzugehen, die körperliche Leistungsfähigkeit, die Schmerzen und damit der allgemeine Gesundheitszustand konnten dauerhaft verbessert werden.

    Die Patientenzufriedenheit mit dem Rehabilitations­programm war sehr gut, was vor allem auf den hohen persönlichen Einsatz des multidisziplinären Teams und eine Berücksichtigung der individuellen Bedürfnisse zurückzuführen ist.

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  • Stationäre onkologische Rehabilitation bei geriatrischen Patienten

    Bis zum Jahr 2011 bot die Sonderkrankenanstalt Rosalienhof als einziges Zentrum in Österreich stationäre onkologische Rehabilitation an.

    Rehabilitationsziele werden gemeinsam mit dem Patienten formuliert und alle relevanten Parameter im Entlassungsbericht ausführlich dargestellt.

    Bei jedem Patienten, der eine medizinische Trainingstherapie erhalten soll, wird eine Echokardiografie und eine Leistungsdiagnostik im Rahmen der Ergometrie durchgeführt.

    Strukturierte, psychologisch-psychotherapeutische Interventionen kommen sowohl im Gruppen- als auch im Einzelsetting zum Einsatz und sollen z. B. mit Copingstrategien zur Reduktion von Disstress zum positiveren Krankheitsverlauf beitragen.

    Zur großen Herausforderung in der stationären onkologischen Rehabilitation zählt die Tatsache, dass für Patienten über 65 Jahren nur wenige evidenzbasierte Daten zur Verfügung stehen.

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  • Lebensstilberatung in der onkologischen Rehabilitation

    Im Rahmen der medizinischen Betreuung fühlen sich die wenigsten Patienten ausreichend über Lebensstilmaßnahmen aufgeklärt.

    Empfehlungen bei fortgeschrittener Tumorerkrankung reichen von „Es ist ohnehin schon alles egal“ bis „Es ist nie zu spät, sein Leben zu ändern“. Unterschiedliche oder auch konträre Meinungen können zur Verunsicherung beitragen.

    Sinnvoll scheint es, wenn sich Patienten nicht zu strengen Vorgaben oder Plänen verpflichtet fühlen, sondern sich an Richtlinien orientieren können: Was sollte man mehr und was weniger machen? Wobei das Übertreiben einer Maßnahme nicht ein Ausgleich für das Unterlassen einer anderen Maßnahme sein kann.

    Das in Österreich relativ neue Gebiet der onkologischen Rehabilitation bietet eine gute Möglichkeit, in Zukunft mehr Evidenz für fundierte Aussagen zu schaffen.

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  • Möglichkeiten der physikalischen Medizin in der onkologischen Rehabilitation

    Bei allen rehabilitativen Maßnahmen stehen die Funktionsverbesserung und die nachhaltige Erhöhung der Selbständigkeit im Vordergrund. Das kann nicht nur zu einer wesentlichen Verbesserung der (Über-)Lebensqualität für die Patienten, sondern über eine Umwegrentabilität auch zur langfristigen Einsparung von Kosten für Pflegeaufwand und – bei jüngeren Patienten – für Pensionen führen.

    Ziel jeder Rehabilitation ist die weitgehende Wiedereingliederung in die Gesellschaft.

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  • Die Ziele der Ernährungstherapie in der onkologischen Rehabilitation

    Praktisch alle hämatoonkologischen Erkrankungen und die damit erforderlichen Therapien führen zu Veränderungen der Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme.

    Obwohl Patienten mit Gewichtsverlust primär geringere Zytostatikadosen erhalten, bekommen sie mehr und schwerere Komplikationen.

    Einerseits leiden Betroffene häufig an Symptomen, die das Ernährungsverhalten beeinflussen, anderseits werden häufig Stoffwechselveränderungen bis hin zum metabolischen Syndrom entwickelt.

    Die Ziele der Ernährungstherapie, ernährungstherapeutisch relevante Symptome und Interventionsmöglichkeiten werden im Beitrag erörtert.

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  • Was ist Psychoonkologie?

    In der Psychoonkologie wird heute mit Patientenunterstützung, Forschung und Lehre ein Dreisäulenmodell praktiziert.

    In der Forschung wird die Wechselwirkung körperlicher, sozialer und psychischer Faktoren und deren Einfluss auf den Verlauf der Krebserkrankung untersucht.

    • Untersuchungen zeigen: Es gibt definitiv keine Krebspersönlichkeit, Krebs ist keine Erkrankung der Seele.

    Eine schlechte Nachricht kann man nicht gut überbringen, sondern nur sofort. In der Lehre sollen Kompetenzen der Betreuer zur qualifizierten Unterstützung der Betroffenen gestärkt werden.

    • Wesentlich ist der systemische Aspekt, dass die Krebserkrankung nicht nur Patienten, sondern auch Betreuer und Angehörige betrifft: Diese sind qualifiziert in den Behandlungsplan einzubeziehen.

    Die Unterstützung und Begleitung der Betroffenen umfasst drei Bereiche:

    • psychoedukative Schulungsprogramme: an Vorwissen und Sozialverhalten angepasste „Onko-Schulung“ in Kleingruppen
    • psychoonkologische Beratung: Mobilisierung von Ressourcen, Reduktion von Leidensdruck
    • und Therapie: Ein wesentlicher therapeutischer Bestandteil ist die Unterstützung bei der Bewältigung der mit Krebs einhergehenden existenziellen Bedrohung.
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  • Kommunikation mit Krebsbetroffenen

    Es steht außer Zweifel, dass dem Erkrankten mit Offenheit und Wahrheit begegnet werden muss. Es wäre überheblich, zu glauben, dass es in einem so diffizilen Bereich, wie es der Kontakt mit Kranken ist, möglich wäre, „gnädig zu lügen“. Da nicht nur das Wort, sondern der ganze Mensch kommuniziert, stellt das Abweichen von der Wahrheit ein fundamentales Ungleichgewicht dar und ist als Kommunikationsmittel mit Schwerkranken ungeeignet.

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  • Stellenwert der Psychoedukation in der onkologischen Rehabilitation

    Die Ziele der Psychoedukation für Patienten und Angehörige sind neben einem intensiven Informationsaustausch die Stärkung des Selbsthilfe­potenzials, die Ressourcenorientierung, die Stressreduktion und die Stärkung des ­Selbstvertrauens.

    Die Gruppenintervention fördert die Kommunikation und das Lernen voneinander und reduziert die ökonomische Belastung des Gesundheitssystems.

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  • Mediation als wichtiger Teilaspekt der onkologischen Rehabilitation

    Mediation ist ein Mittelweg zwischen Therapie und Rechtsberatung. Wechselseitiger Respekt sowie Wertschätzung werden wiederhergestellt, die Problemlösungskompetenz der Parteien wird gefördert.

    Gesundheitsmediation gilt als spezielle Form der Familienmediation, bei der ein Familienmitglied schwer erkrankt ist. Damit Genesung und/oder Pflege im privaten Bereich bestmöglich gewährleistet sind, sollen in erster Linie Familienkonflikte aus dem Weg geräumt werden.

    Das Ziel der Gesundheitsmediation besteht darin, Patienten und Angehörigen zu helfen, mit den durch die verschiedenen Phasen der Erkrankung bedingten Herausforderungen besser umgehen zu können.

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  • Schützt körperliche Aktivität vor Krebs und Nebenwirkungen einer Krebsbehandlung?

    In Europa sind ca. 15 % aller Krebsfälle auf körperliche Inaktivität zurückzuführen. Jedes Jahr wären bis zu 300.000 Karzinome allein durch körperliche Aktivität vermeidbar.

    Ein körperlich aktiver Lebensstil

    • reduziert in der Primärprävention das Erkrankungsrisiko z. B. für Dickdarm- oder‚ Brustkrebs um etwa ein Drittel.
    • reduziert die Inzidenz von Präkanzerosen, wie z. B. die Entwicklung von Dickdarmpolypen.
    • mindert in der Sekundärprävention das Rezidivrisiko und verbessert das Überleben nach Krebs (z. B. nach Brustkrebs, Dickdarmkrebs und Prostatakarzinom).
    • ist in der Lage, Nebenwirkungen von Chemo- und Radiotherapie zu mindern.

    Im Unterschied dazu erhöht die Trias Hyperinsulinismus plus Übergewicht plus körperliche Inaktivität z. B. das Pankreaskarzinomrisiko um 100 %.

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  • Das soziale Gewicht der Krebserkrankung

    Muskelmasse und körperliche Leistungsfähigkeit lassen sich leicht vermessen, schwieriger wird es beim sozialen Gewicht der Krebserkrankung, den Gedanken und Gefühlen der Betroffenen.

    Beeinträchtigungen ergeben sich aus den Besonderheiten der Krebserkrankung, die zur Stigmatisierung und zu den Mythen, Stichwort „Krebspersönlichkeit“, beitragen.

    Die gesellschaftliche Tabuisierung der Krankheit und ihrer Therapie (Stigma Chemotherapie) zeigt sich auch in der Sprache: z. B. „bösartige Erkrankung“.

    Zahlreiche Faktoren führen zu einer Beeinträchtigung der Integrität des Körperbildes.

    Die Stärke körperorientierter Therapien liegt in der „doppelten“ Wirkung der körperlichen Aktivierung und im Erleben körperlichen Wohlbefindens.

    Die Herausforderung liegt in den sozialen Aspekten von Krankheit und Gesundheit: Wenn psychosoziale Einflussfaktoren in den medizinischen Entscheidungsabläufen nicht berücksichtigt werden, werden soziale Unterschiede weiter verstärkt.

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  • Von Krankheit getroffen: Was ist für den Betroffenen von Bedeutung?

    Vielleicht das zentrale Thema in der Onkologie: Grenzen ziehen. Sowohl von therapeutischer Seite mit Eingrenzung der Diagnose, Abgrenzung von Differenzialdiagnosen und Grenzen der therapeutischen Optionen als auch von Seiten des Patienten, der Möglichkeiten, aber auch Grenzen der Therapie rational erkennen und emotional verkraften soll.

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  • Infektionen und febrile Neutropenie, Übelkeit und Erbrechen, Fatigue: Supportive Therapie

    Das sorgfältige Management der therapieassoziierten Nebenwirkungen ist für die Lebens­qualität der PatientInnen unerlässlich und zugleich auch Voraussetzung für die Machbarkeit onkologischer Therapien.

    Bei häufigen adjuvanten Therapien des Mammakarzinoms liegt die Wahrscheinlichkeit für neutropenisches Fieber bei bis zu 20 %, erreicht aber bei sehr intensiven Therapien fast 100 %.

    Übelkeit und Erbrechen sind zwei der relevantesten Nebenwirkungen von Chemotherapien. Die Ansprechraten prophylaktisch eingesetzter Antiemetika gegen akutes und verzögertes Erbrechen unter hoch emetogenen Therapien liegen bei 75 %.

    Von Fatigue sind unter strengen Kriterien etwa 15 % der PatientInnen betroffen, allerdings haben bis zu 90 % eines oder mehrere Symptome des Vollbilds Fatigue.

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  • Nichtmedikamentöse Therapien als Ergänzung zur medikamentösen Schmerzbehandlung in der Onkologie

    Die Chronifizierung des Schmerzes geht mit ängstlichen Erwartungshaltungen und ausge­prägtem Vermeidungsverhalten einher.

    In einer Pilotstudie der Medizinischen Universität Wien war das Ausmaß der subjektiven Angst bei Frauen größer als bei Männern.

    Um Ängsten zu begegnen, sind Hypnose als Tranceerfahrung und Hypnotherapie wertvolle begleitende schmerztherapeutische Ansätze.

    Trance erhöht die Vorstellungs- und Assoziationskraft und bewirkt eine Veränderung des alltäglichen Bezugsrahmens. Probleme wie Schmerzen oder Sorgen können leichter an eine andere Instanz (Unterbewusstes) „abgegeben“ werden, die Lösungsmöglichkeiten bietet.

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  • Krebs und Sucht – Alkohol und Tabak

    Bei Tumoren im Rachenraum und im Gastrointestinaltrakt scheint ein Konsum von 50–80 g Alkohol täglich bereits eine Risikomenge darzustellen.

    PatientInnen mit Karzinomen im Mund-Rachen-Raum weisen als zusätzliche Diagnose häufig eine Alkohol- und Tabakabhängigkeit auf.

    Wirkung und Nebenwirkungen der meisten Medikamente, auch von Zytostatika, werden durch Alkoholeinfluss verändert.

    Die adäquate Betreuung von alkoholabhängigen Karzinompatienten prä- und postoperativ reduziert die Komplikationsraten und halbiert die Zeit der stationären Aufnahmen.

    Zur Behandlung unterschiedlicher Formen der Alkoholabhängigkeit eignet sich die Typologie nach Lesch.

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  • Herausforderungen in der Rehabilitation: Sexualität und Karzinomerkrankung der Frau

    Die Diagnose Krebs mit den Primärtherapien Operation, Radiotherapie und Chemotherapie lässt zumeist jegliche sexuelle Aktivität sistieren.

    In der Rehabilitationsphase wird Sexualität wieder zum Thema. Menschen können am ehesten dort anknüpfen, wo sie vor der Erkrankung in ihrem sexuellen Leben gestanden sind.

    Die Rehabilitation hat die Aufgabe der Salutogenese, dazu gehört, Sexualität auch unter veränderten Bedingungen wieder leben zu lernen.

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  • Grenzen der onkologischen Rehabilitation – Palliative Care

    Während im Jahr 2010 die Indikation zur Rehabilitation noch auf Neoplasien ohne Metastasierung (nach kurativer Behandlung) beschränkt war, erweitert ein aktueller Entwurf die Indikation auf Patienten mit noch vorhandener Tumoraktivität (palliatives Setting).

    Für diese Patienten stellen sich neue Fragen zur Rehabilitationsfähigkeit oder darüber, welche Therapieziele die onkologische Rehabilitation verfolgen kann, und wie weit sie sich von Palliative Care unterscheidet (oder wie nahe sie dieser ist).

    Beim Erarbeiten von Therapiezielen sind die Ressourcen des Patienten genauso wie jene der behandelnden Institution zu berücksichtigen, ein Überschätzen der Ressourcen sollte vermieden werden.

    Die Frage, wann eine stationäre onkologische Rehabilitation für Patienten mit palliativen Therapiezielen erfolgen soll, ist derzeit nicht wirklich zu beantworten. Angelehnt an Erfahrungen der Palliative Care gilt aber möglicherweise auch hier: je früher die Betreuung, desto besser der Effekt.

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  • Zu wenige Rehabilitationsplätze für onkologische Patienten

    Onkologische Rehabilitation aus der Sicht einer Betroffenen:

    Patienten sollten vom behandelnden Arzt besser über die Möglichkeit der Rehabilitation informiert werden.

    Onkologische Rehabilitation sollte auf das Leben zu Hause vorbereiten.

    Das Angebot muss in einem Tempo stattfinden, das auf die Kräfte des Patienten Rücksicht nimmt.

    Wichtig ist, Krankenhausgeruch und Spitalsbilder durch angenehme Sinneswahrnehmungen zu ersetzen.

    Vorträge bringen weniger als „Sprechstunden“ zu bestimmten Themenbereichen und der Erfahrungsaustausch in kleinen Gruppen.

    Rehabilitationszentren sollten keine Therapiezentren sein, die an den Krankenhausaufenthalt erinnern.

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Hämatologisch-Onkologische Intensivmedizin: SO 05|2012

  • Vorwort 5/12

    Sehr geehrte Kolleginnen, sehr geehrte Kollegen! Während die Lebenserwartung onkologischer Patienten stetig steigt, dürfte Prognosen zufolge die Prävalenz maligner Erkrankungen zunehmen1. Die logischen Folgen sind eine wachsende Anzahl kritisch kranker Krebspatienten und ein damit zunehmender Bedarf an intensivmedizinischer Versorgung. Noch…

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  • Prognose und ICU-Aufnahmekriterien kritisch kranker Krebspatienten

    Bei Auftreten von Organdysfunktionen sollte möglichst frühzeitig eine ICU-Aufnahme evaluiert werden.

    Die ICU-Prognose scheint im Wesentlichen von der malignen Erkrankung unabhängig zu sein.

    Bei akutem respiratorischem Versagen, schwerer Sepsis, akutem Nierenversagen, neurologischen Komplikationen und sepsisunabhängiger Katecholaminpflichtigkeit bringt ein verbessertes intensivmedizinisches Management eine zum Teil wesentlich reduzierte Mortalität.

    Eine generelle Zurückhaltung bei der intensivmedizinischen Behandlung von Krebspatienten ist nicht gerechtfertigt.

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  • Onkologische Notfälle

    Häufige Notfälle bei Krebspatienten sind das Vena-cava-superior-Syndrom, das maligne spinale Kompressionssyndrom, zerebrale hämatoonkologische Raumforderungen, malignitätsassoziierte Elektrolystörungen und das Tumorlyse-Syndrom.

    Ein onkologischer Notfall schließt eine Heilung der malignen Grunderkrankung nicht aus.

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  • Das respiratorische Versagen des hämatoonkologischen Patienten

    Das akute respiratorische Versagen (ARV) ist das zentrale Organversagen von Krebspatienten und der wichtigste Risikofaktor für schwere Verläufe.

    Häufigste Ursachen sind Pulmonalembolie, Pleuraerguss, Pneumothorax, eine Obstruktion der Luftwege, das Hyperleukozytose-Syndrom, Lungenblutung, Perikarderguss, Pneumonie, Sepsis bzw. ARDS und Infektionen.

    Bei hämatologischen oder onkologischen Patienten mit ARV hat die nichtinvasive Beatmung einen besonderen Stellenwert.

    Vor 30 Jahren lag die Mortalität invasiv beatmeter Krebspatienten mit ARV bei bis zu 90%, heute unter 60%, in hochspezialisierten Zentren knapp über 30%.

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  • Infektionen beim onkologischen Patienten

    Intensivpflichtige Malignompatienten haben ein um 30% erhöhtes Risiko, an einer Sepsis zu versterben.

    Derzeit hält sich die Inzidenz grampositiver und gramnegativer Infektionen bei Tumorpatienten die Waage.

    Bei Neutrophilenzahlen < 500/μl ist die Infektionsgefhar dramatisch erhöht.

    Bei febrilen, granulozytopenischen Patienten bzw. bei Anzeichen von Infektionen ist eine sofortige empirische antimikrobielle Therapie indiziert.

    Die empirische Therapie muss die wichtigsten grampositiven und gramnegativen Erreger inklusive Pseudomonas aeruginosa abdecken.

    Die Kombinationstherapie ist der Monotherapie nicht überlegen.

     

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  • Blutung und Thrombose beim hämatoonkologischen Intensivpatienten

    Bei Tumorpatienten können Thromboseneigung und Blutungsneigung nebeneinander bestehen.

    Das Risiko für eine venöse Thromboembolie beträgt bis zu 35% innerhalb von 6 Monaten.

    Eine Thromboseprophylaxe ist bei kritisch kranken onkologischen Patienten unverzichtbar.

    Nach Thromboembolie ist eine therapeutische Antikoagulation und aufgrund des hohen Rezidivrisikos eine Langzeit-Antikoagolation notwendig.

    Blutungsprobleme können u.a. durch medizinische Interventionen, Gerinnungstörungen, Hyperfibrinolyse, Paraproteinurie, Knochenmarkskarzinose, Begleiteffekte der antitumorösen Therapie oder Immunphänomene bedingt sein.

    Therapieleitlinien zum Hämostsasemanagement bei onkologischen Intensivpatienten fehlen.

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  • Palliative Care onkologischer Intensivpatienten

    Bis zu 50% der Krebspatienten auf Intensivstationen versterben.

    Eine Diskussion über lebenserhaltende Maßnahmen muss zu Beginn der intensivmedizinischen Behandlung geführt werden und ist in der Akutsituation zu belastend.

    Schwerstkranke Patienten wünschen vielfach eine komfortorientierte Behandlung.

    Bis zu 75% der Krebspatienten auf einer Intensivstation mit integrierter Palliativversorgung leiden unter Schmerzen, Angst, Schlafstörung, Hunger und Durst, bis zu 40% über Depression und Atemnot.

    Diese Probleme sind in hohem Maße lösbar.

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  • Ist ein spezielles Ausbildungskonzept nötig?

    Tumorpatienten werden derzeit nur sehr zurückhaltend auf Intensivstationen aufgenommen, durch verbesserte onkologische Therapien steigt die Zahl dramatisch.

    Entscheidungen für eine Aufnahme können nur durch ein interdisziplinäres Team mit Expertise in der Behandlung kritisch kranker Tumorpatienten getroffen werden.

    Eine spezielle Ausbildung für Onkologen und Intensivmediziner ist unverzichtbar.

    Das Interesse an einer dualen Qualifikation steigt.

    Die Subspezialität „hämatoonkologische Intensivmedizin“ sollte von Intensivmedizin und Hämatoonkologie gemeinsam konzipiert werden.

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ESMO-Highlights 2012: SO ESMO 2012

  • Zum Geleit: Crossing Entity Borders – Personalisierte Medizin 


    Die richtige Therapie beim richtigen Patienten verbessert das klinische Ergebnis Man kann immer wieder nur festhalten, dass die Theorie der Klinik oft weit vo­raus ist, dennoch haben Kliniker einen wesentlichen Vorteil, indem das „proof ­ of concept“ grundlagenforschender Erkenntnisse nur…

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  • Chemoprävention von Krebserkrankungen


    Verfügbare Chemopräventiva

    • antihormonelle Substanzen wie Tamoxifen, Raloxifen, Exemestan, Finasterid und Dutasterid
    • antiinflammatorische Substanzen (NSAR, Coxibe)
    • Substanzen mit geringer oder fraglicher Wirkung: Selen, Curcumin, Statine, Faserstoffe, Metformin

    Bei voller Ausschöpfung der Chemoprävention ließen sich eine Million Tumorerkrankungen vermeiden.

    Beim Mammakarzinom ist die antihormonelle Chemoprävention eine valide Option. Tamoxifen und Raloxifen sind dafür in den USA zugelassen.

    Die tägliche Einnahme von Aspirin ist bei Personen ab dem 50. Lebensjahr ernsthaft zu erwägen: signifikante Risikoreduktion von Kolorektal-, Prostata-, Ösophagus- und wahrscheinlich auch Magenkarzinomen.

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  • Innovationen in der onkologischen Bildgebung


    Verbesserungen der „morphologischen“ Bildgebung betreffen die räumliche Auflösung (bessere Sichtbarmachung kleiner Strukturen), den Bildkontrast (bessere Unterscheidung zwischen neoplastischem und gesundem Gewebe), kürzere Untersuchungszeiten und eine Verringerung der Strahlendosis.

    Neue Möglichkeiten ergeben sich mit der funktionellen „tumorbiologischen“ bzw. molekularen Bildgebung.

    • PET mit Tumor-spezifischen Tracern: Darstellung von Rezeptoren und Stoffwechselabläufen

    Die multimodale Bildgebung verwendet Hybridtechniken wie PET-CT zur synergistischen Nutzung morphologischer und funktioneller Parameter.

    • Neu in der Klinik ist das PET-MR: besserer Weichteilkontrast auch ohne Kontrastmittel, Informationen zu Zellproliferation, Energiestoffwechsel, Hypoxie, Nekrose, Darstellung von Blutgefäßen und Analyse des Blutflusses

    Ziele: bessere klinische Diagnostik, frühere Tumordetektion, exaktere Therapieplanung: frühe Beurteilung des Therapieansprechens, besseres Therapiemonitoring (Imaging-Biomarker).

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  • Spezielle Fragen der Krebstherapie bei jungen Frauen


    Durch frühe Diagnosestellung und moderne Therapiestrategien sind die Heilungschancen bei einer Reihe von Krebserkrankungen, die typischerweise im jungen Alter auftreten, inzwischen ausgezeichnet. Damit steht für die betroffenen jungen Frauen nun nicht mehr ausschließlich das Überleben im Vordergrund, sondern auch die…

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  • Trastuzumab adjuvant – Ein Jahr ist optimal: Länger bringt keinen Zugewinn, kürzer könnte schaden

    Studien PHARE (6 Monate) und HERA (2 Jahre) bestätigen den Goldstandard der adjuvanten Therapie des HER2-positiven Mammakarzinoms.

    Der HER2-Antikörper Trastuzumab wird weiterhin für die Dauer eines Jahres verabreicht.

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  • Anti-HER2-Therapie interdisziplinär betrachtet


    Trastuzumab und Pertuzumab verlängern zusätzlich zu einer Chemotherapie das Überleben von Patientinnen mit HER2-positivem Mammakarzinom.

    Lapatinib bringt in Kombination mit Trastuzumab-Versagen einen Überlebensvorteil.

    Als alternative Therapieoptionen bei Versagen einer Anti-HER2-Therapie werden u. a. T-DM1, Everolimus, Neratinib und Afatinib evaluiert.

    Das Nebenwirkungsmanagement hat einen wesentlichen Einfluss auf die Lebensqualität der Patientinnen unter Anti-HER2-Therapie.

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  • Bronchialkarzinom


    Zunehmende Individualisierung der Therapie des NSCLC durch Charakterisierung von

    Driver-Mutationen.

    Erlotinib, Gefitinib und Afatinib bei NSCLC mit EGFR-aktivierenden Mutationen.

    Hohe EGFR-Expression als prädiktiver Biomarker für das Ansprechen auf Cetuximab.

    Phase-III-Studie PROFILE 1007 mit dem ALK-Inhibitor Crizotinib als Second-Line-Therapie: längeres progressionsfreies Überleben und höhere Ansprechraten gegenüber Chemotherapie.

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  • Highlights beim Nierenzellkarzinom


    Weiterhin 3 Therapieoptionen in der Erstlinie: Pazopanib wird wegen geringerer Inzidenz an Hand-Fuß-Syndromen und Fatigue besser toleriert als Sunitinib.

    Weiterhin kein Platz für Kombinationstherapien mit den gegenwärtig verfügbaren Optionen.

    Die Ergebnisse einer Phase-III-Studie in der Zweitlinie überraschen mit besserem Überleben für die Sequenz TKI (Sunitinib) → TKI (Sorafenib) gegenüber der Sequenz TKI (Sunitinib) → mTOR-Inhibitor.

    Interleukin-6, Interleukin-8 und Osteopontin sind stärkere Prognoseparameter als die etablierten klinischen Marker.

    Serum-Angiopoietin-2- und Metalloproteinase-2-Spiegel könnten in Zukunft eine prädiktive Rolle für den Verlauf unter Sunitinib (und möglicherweise auch anderen Anti-VEGF-TKI) spielen.

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  • Late-breaking Abstracts bei gastrointestinalen 
Tumoren und hepatozellulärem Karzinom 


    Negative Ergebnisse aus großen Phase-III-Studien (PETACC 8, EXPAND, SEARCH) mit zielgerichteten Substanzen bei nichtselektionierten Patienten verdeutlichen die Notwendigkeit neuer Studiendesigns und biomarkergetriebener Analysen.

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  • EoRTC-Studie 62012: Mono- oder Kombinationschemotherapie bei Weichteilsarkomen


    Weichteilsarkome

    • heterogene Gruppe an Tumoren mit zumindest 60 histologischen Subentitäten
    • weniger als 1 % aller malignen Tumoren des Erwachsenenalters, verantwortlich für 2 % aller Krebstodesfälle

    Phase-III-Studie EORTC 62012

    • Kombinationstherapie aus Doxorubicin + Ifosfamid vs. Doxorubicin-Monotherapie
    • verdoppelt die Ansprechraten, verbessert das progressionsfreie Überleben
    • erheblich mehr Nebenwirkungen
    • Option für jüngere fitte Patienten mit hoher Metastasenlast
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  • Neue Fragestellungen in der Therapie des kastrationsresistenten Prostatakarzinoms 


    Abirateronazetat

    • hemmt die Testosteronproduktion in Hoden, Nebennieren und Tumorzellen
    • seit September 2011 nach Vortherapie mit Docetaxel zugelassen (Zulassungsstudie COU-AA-301)
    • ASCO 2012, neue Daten der Zulassungsstudie: längeres Überleben auch bei chemotherapienaiven Patienten
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  • Melanom: Von therapeutischer Frustration zu Enthusiasmus

    Die doppelte Signalweghemmung durch B-raf-Inhibitoren in Kombination mit MEK-Inhibitoren verzögert die Resistenzentwicklung, reduziert das Risiko sekundärer Hauttumoren und verbessert den Therapieerfolg.

    • Phase-II-Studie mit Dabrafenib plus Trametinib
    • BRIM7: Phase-I-Studie zur Kombinationstherapie mit Vemurafenib plus MEK-Inhibitor GDC-0973

    PD1- und CTLA-4-Rezeptoren unterdrücken die Antitumorimmunität durch Hemmung der T-Zell-Aktivierung.

    • lang anhaltendes Ansprechen mit dem Anti-PD-1-Antikörper BMS-936558
    • hohe 5-Jahres-Überlebensraten mit Ipilimumab bei noch nicht vorbehandelten Patienten
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  • Blockierung des Hedgehog-Signalweges
: Neue Möglichkeit zur Behandlung des fortgeschrittenen Basalioms


    Der Hedgehog-Signalweg ist ein Schlüsselregulator für Zellwachstum und Differenzierung.

    Bei der Entstehung verschiedener Tumoren konnte die Reaktivierung des in adulten Zellen normalerweise nicht aktiven Hedgehog-Pathways als treibende Kraft erkannt werden: z. B. beim Basalzellnävus-Syndrom (Gorlin-Goltz-Syndrom) oder beim Basalzellkarzinom (Basaliom).

    2 Inhibitoren des Hedgehog-Signalwegs sind LDE225 (Novartis) und GDC-0449 (Vismodegib, Roche). Die Substanzen sind oral verfügbar, für LDE225 wird auch eine topische Anwendungsform untersucht.

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Akute und chronische Leukämien: SO 04|2012

  • Vorwort 4/12

    Sehr geehrte Kolleginnen, sehr geehrte Kollegen! Der Schwerpunkt dieser Ausgabe liegt beim Thema Leukämien. Bei der akuten myeloischen Leukämie hat die moderne zytogenetische und molekulargenetische Diagnostik zu einer immer größer werdenden Anzahl an biologischen Subgruppen geführt, auch neue Erkenntnisse in…

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  • Mutationen in epigenetischen Regulatorgenen 


    Mutationen in epigenetischen Regulatorgenen erweitern das klassische Konzept der AML-Pathogenese.

    Mutationen in IDH- oder TET2-Genen treten bei jeweils 30 % aller AML-Patienten mit normalem Karyotyp auf – mit mehrheitlich negativer Auswirkung auf Therapieansprechen und Prognose.

    Mutationen in der DNA-Methyltransferase 3A finden sich bei etwa 20 % aller Patienten mit De-novo-AML (noch häufiger bei Patienten mit sekundärer AML) mit mehrheitlich schlechterer Prognose von AML-Patienten. Im Mausmodell erster Hinweis auf Beteiligung am Transformationsprozess hämatopoetischer Stammzellen.

    Veränderungen in histonmodifizierenden Enzymen sind z. B. prognostisch ungünstige Translokationen im Bereich des MLL-Gens und Mutationen im EZH2-kodierenden Gen.

    Die epigenetische Therapie der AML hat bereits begonnen: 5-Azacytidin, Vorinostat, Panobinostat oder Valproinsäure.

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  • Genmutationen bei akuter myeloischer Leukämie 


    Somatische Genmutationen

    • dienen zur Risikostratifizierung
    • tragen u. U. zur Therapieentscheidung bei
    • können sich als Target für zielgerichtete Therapien anbieten
    • werden zunehmend in den Klassifikationsschemata berücksichtigt

    Erst das simultane Auftreten von Klasse-I-Mutationen (Signaltransduktion) und Klasse-II-Mutationen (myeloische Differenzierung) führt zur Entstehung einer AML.

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  • Chronische myeloische Leukämie


    CML vor 10–15 Jahren

    • Verlauf: fatal
    • Prognose: schlecht
    • 7-Jahres-Überleben: 40 %
    • First-Line-Therapie: allogene Stammzelltransplantation, IFN-alpha
    • Second-Line-Therapie: fraglich

    CML heute

    • Verlauf: indolent
    • Prognose: exzellent
    • IRIS-Studie mit Imatinib: Gesamtüberleben nach 8 Jahren: 85 %
    • ENESTnd-Studie mit Nilotinib, DASISION-Studie mit Dasatinib: besseres molekulares Ansprechen in kürzerer Zeit, geringere Progressionsrate
    • Neue Tyrosinkinasehemmer: Bosutinib auch bei TKI-Versagen, Ponatinib auch bei T315I-Mutation

    CML morgen

    • Funktionelle Heilung bis zur Stammzellebene mit zeitlich begrenzten Intervalltherapien
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  • Akute lymphoblastische Leukämie im Kindesalter


    Die ALL des Kindesalters ist eine disseminierte Systemerkrankung, eine Stadieneinteilung wie bei soliden Tumoren ist daher nicht möglich.

    Die Primärdiagnose erfolgt über Blut- und Knochenmarksausstrich

    Typisierung nach morphologischen Kriterien anhand der FAB-Klassifikation/Immunphäno­typisierung

    Therapiestratifizierende Kriterien: ALL-Subtyp, ZNS-Befall, molekulare Aberrationen der Blasten, Blastenzahl bei Diagnose, Kindesalter

    Evaluierung des Therapieansprechens: Anteil leukämischer Zellen im peripheren Blut, Bestimmung der minimalen Resterkrankung

    Therapie

    • Österreichisches KMK-Protokoll (1970er-Jahre): langdauernde Remissionen bei rund 35 %
    • Europäisches Protokoll der BFM-Studiengruppe: Therapiedauer 2 Jahre

    Wesentliche Voraussetzung für die Heilung: rasches und vollständiges Ansprechen (z. B. konsequente Induktionstherapie)

    Potenzielle zukünftige Optionen: BITE-Antikörper Blinatumomab, Bindung von Blasten an künstlich aktivierte T-Zellen

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  • Akute lymphatische Leukämie des Erwachsenenalters


    Häufigste Initialsymptome als Folge zunehmender Knochenmarksinsuffizienz: Blässe, Müdigkeit und Leistungsminderung (Anämie), Fieber und Infektneigung (Granulozytopenie) sowie Blutungsneigung

    Lymphadenopathie und/oder Splenomegalie bei zwei Drittel der Patienten zum Zeitpunkt der Diagnose

    Diagnostik: Knochenmarkspunktion inklusive Stanzbiopsie und/oder Biopsie eines befallenen Lymphknotens oder eines anderen befallenen Organs mandatorisch

    Wichtigste ungünstige Prognosefaktoren: Alter > 55 Jahre, hohe initiale Leukozytenzahl

    Behandlung

    • Ziel: Eradikation des malignen Klons und Erreichen einer Komplettremission
    • Induktionstherapie mit nachfolgender Konsolidierung entsprechend GMALL-Protokollen
    • Rituximab bei CD20+ ALL
    • Imatinib bei BCR-ABL-positiver ALL
    • Ein- bis zweijährige Erhaltungstherapie

    Allogene Stammzelltransplantation

    • beste Ergebnisse bei Hochrisikopatienten in 1. Komplettremission
    • indiziert bei Standardrisikopatienten mit minimaler Resterkrankung
    • dosisreduziert bei älteren „fitten“ Patienten

    Neue Substanzen: Blinatumomab, Epratuzumab, Alemtuzumab, Gemtuzumab-Ozogamicin, FLT3-Inhibitoren, mTOR-Inhibitoren, neuere Purinanaloga und γ-Sekretase-Inhibitoren

    ZNS-Prophylaxe hat entscheidenden Stellenwert

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  • Chronisch lymphatische Leukämie 


    Für jüngere und belastbare Patienten: Therapie der Wahl ist die Kombination von Fludarabin, Zyklophosphamid und Rituximab (FCR).

    Für weniger belastbare Patienten ist ein angepasstes Vorgehen mit weniger intensivem Chemotherapiepartner (z. B. Bendamustin) gerechtfertigt. Eine wichtige Rolle von Rituximab ergibt sich zuletzt auch für diese Gruppe aus indirekten Vergleichen.

    Patienten mit Deletion 17p: wenn möglich Kandidaten zur allogenen Stammzelltransplantation bereits im frühen Therapieverlauf und Kandidaten für klinische Studien

    Wichtiges Forschungs-Therapieziel für junge fitte CLL-Patienten: Erreichen einer MRD-Negativität

    Konzepte der Erhaltungstherapie sind in Testung: z. B. Vertiefung des Remissionsstatus nach variabler Intensität der Induktionstherapie: Mabtenance-Studie der AGMT

    CD-20-Antikörper Ofatumumab: wirksam auch bei mehrfach refraktären CLL-Patienten

    Neue Substanzen

    • Immunmodulierende Substanz Lenalidomid: interessant im Rahmen der Induktions- und Erhaltungstherapie
    • neue Kinase-Inhibitoren: Bemerkenswert hohe Ansprechraten und dauerhafter Therapieerfolg in frühen klinischen Studien
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Bronchialkarzinom: SO 03|2012

  • Vorwort 3/12

    Sehr geehrte Frau Doktor! Sehr geehrter Herr Doktor! Wir freuen uns, Ihnen hiermit die Ausgabe von SPEKTRUM ONKOLOGIE zum Thema Bronchialkarzinom präsentieren zu können. Das Bronchialkarzinom gehört weltweit zu den häufigsten malignen Erkrankungen. Sowohl die Diagnose als auch die Therapie…

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  • Vielversprechende neue Medikamente beim nichtkleinzelligen Bronchialkarzinom

    Kontext: Gerade beim nichtkleinzelligen Bronchialkarzinom (NSCLC) gelang es, basierend auf neuen Erkenntnissen der Karzinogenese, eine neue Generation von Medikamenten zu entwickeln. Einige dieser Substanzen haben bereits den Weg in die klinische Routine gefunden, andere befinden sich noch im Stadium der klinischen Prüfung. Im Mai 2011 waren im Register des NCI 646 Studien beim NSCLC registriert, bei denen neue Behandlungsstrategien untersucht werden. 207 Phase-I-, 360 Phase-II- und 98 Phase-III-Studien weisen auf die enorme Forschungsaktivität hin. Neben den Medikamenten, die den epithelialen Wachstumsfaktor (EGF) und dessen Rezeptor (EGFR) oder den vaskulär-endothelialen Wachstumsfaktor (VEGF) und dessen Rezeptor (VEGFR) beeinflussen, scheinen derzeit drei Strategien von besonderer Praxisrelevanz zu sein: die irreversible EGFR-Inhibition, die MET-Inhibition und die ALK-Inhibition. Hier dürfte eine Zu­lassung wahrscheinlich sein.

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  • Epidemiologie und Primärprävention des Bronchialkarzinoms in Österreich

    Das Bronchialkarzinom ist nach wie vor die häufigste tödliche Krebserkrankung in Österreich. Der enge Zusammenhang mit dem Zigarettenrauchen ermöglichte jedoch, die überwiegende Zahl dieser Erkrankungen und Todesfälle zu verhindern. Neben der Tabakrauchanamnese ist bei Erkrankten auch eine exakte Berufsanamnese zu erheben.

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  • Biologie von nichtkleinzelligen Bronchialkarzinomen

    Während der letzten Jahre wurden wesentliche Erkenntnisse über molekulare Veränderungen im Tumorgewebe von Patienten mit nichtkleinzelligen Lungenkarzinomen (NSCLC) gewonnen. DieseVeränderungen können für die Therapieentscheidung relevant sein.

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  • Pathologie des nichtkleinzelligen Bronchialkarzinoms

    Rezente Entwicklungen im Bereich der Lungenkarzinome haben Auswirkungen auf die pathologische Diagnostik und binden die Pathologie mehr denn je in die Behandlung von Lungenkrebspatienten ein. Mit einer differenzierten Klassifikation können darüber hinaus bessere Aussagen zur Prognose und zum biologischen Verhalten dieser Tumoren getroffen werden.

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  • Molekularpathologische Diagnose

    Die molekularpathologische Identifikation von Genmutationen bei Lungenkarzinomen, insbesondere von EGFR und ALK, ist Teil der klinischen Routinediagnostik geworden und bestimmt den Einsatz zielgerichteter Therapien. Die Entdeckung weiterer pathogenetisch wichtiger Genmutationen ermöglicht zukünftig eine noch umfassendere genetische Charakterisierung der Karzinome und eröffnet damit neue Therapiemöglichkeiten.

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  • Diagnose des Bronchialkarzinoms

    Symptome treten beim Bronchialkarzinom meistens im fortgeschrittenen Stadium auf, sind meistens unspezifisch und in der Regel auf das lokale Tumorwachstum und auf die direkte Ausbreitung im Thorax oder die Metastasierung zurückzuführen. Für die Diagnostik und die histologische Sicherung hat die Bronchoskopie mit der transbronchialen Zangenbiopsie bei geringer Komplikationsrate einen großen klinischen Stellenwert.

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  • Die Rolle der Bildgebung

    Das Lungenkarzinom ist der am häufigsten zum Tode führende Tumor in Österreich. Neben der Histologie bestimmt vor allem die Ausdehnung des Tumors zum Zeitpunkt der Diagnose die Therapie und Prognose. Dementsprechend kommt der Stadieneinteilung, dem so genannten Staging, eine ganz besondere Bedeutung im Management von Patienten mit Lungenkarzinomen zu.

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  • Screening und Früherkennung des Bronchialkarzinoms

    Kontext: Wir verstehen unter Screening die systematische, periodische Untersuchung einer großen, asymptomatischen Population (weitgehend) gesunder Personen. Die Früherkennung hat das Ziel, durch individuelle Untersuchung einer Person mit erhöhtem Erkrankungsrisiko die jeweilige Erkrankung – in diesem Fall das Bronchialkarzinom – in einem „frühen“, wenig fortgeschrittenen und wenn möglich kurativ therapierbaren, asymptomatischen Tumorstadium zu erfassen. Die Idee eines Computertomographie-Screenings (CT) für Bronchialkarzinome wurde erstmals mit dem National Lung Screening Trial (NLST, NEJM 2011) real, mit dem eine Senkung der Mortalität um 20 % gegenüber einer Kontrollgruppe (Thoraxröntgen-Screening) erzielt wurde und das auch viel Aufmerksamkeit in der Laienpresse hervorgerufen hat. Damit stellt sich die Frage, ob zum jetzigen Zeitpunkt ein systemisiertes, österreichweites CT-Screening für alle Raucherinnen und Raucher zu fordern ist?

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  • Invasives Staging

    Kontext: Das Staging des nichtkleinzelligen Bronchialkarzinoms (NSCLC) ist ein multidisziplinärer Prozess mit bildgebenden Verfahren, endoskopischen und chirurgischen Techniken. Ein Tumorbefall der mediastinalen Lymphknoten ist ein entscheidender Faktor für die Prognose und Therapie des Lungenkarzinoms. Der Verdacht auf einen Befall thorakaler oder extrathorakaler Lymphknotenstationen wird in der Regel durch bildgebende Maßnahmen geäußert. Einen zentralen Stellenwert stellt das Fusions-PET-CT dar, das einen sehr hohen negativen prädiktiven Wert besitzt. Über die Dignität der Lymphknoten kann jedoch oft keine ausreichend sichere Aussage getroffen werden (Silvestri GA, Chest 2007). In einer sehr rezenten Arbeit von Gómez-Caro A et al. wird der negative prädiktive Wert und somit die Genauigkeit des PET-CT im Staging des NSCLC relativiert (Gómez-Caro A, Eur J Cardiothorac Surg 2010 May; 37(5):1168–74).

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  • Präoperatives Risikomanagement

    Lungenkrebs ist die dritthäufigste Krebsform in Österreich (Statistik Austria) mit einer 5-Jahres-Über­lebensrate von 14 %. Die operative Lungenresektion ist oft die einzige kurative Therapie bei Patienten mit einem lokalisierten nichtkleinzelligen Lungenkarzinom. Patienten mit Lungenkrebs sind oft Raucher oder Ex-Raucher, die nicht nur an ihrem Neoplasma leiden, das operiert werden sollte, sondern auch an COPD oder ischämischer Herzerkrankung (KHK). Diese Erkrankungen führen zu einem erhöhten Risiko für postoperative Komplikationen und respiratorische Insuffizienz.

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  • Chirurgie im Stadium I und II

    Kontext: Grundsätzlich soll die Behandlung des nichtkleinzelligen Bronchialkarzinoms interdisziplinär und nach gemeinsamer Festlegung des optimalen Vorgehens in einem Tumorboard erfolgen. Nimmt in den späteren klinischen Stadien die systemische onkologische Behandlung einen höheren Stellenwert ein, so ist die Therapie in den frühen klinischen Stadien I und II eindeutig die Domäne der Chirurgie. Ziel der Operation ist die radikale Entfernung des Primärtumors innerhalb klar definierter anatomischer Grenzen und eine systematische mediastinale Lymphknotendissektion. Zu beiden Aspekten der Operation existieren verschiedene Auffassungen, und sowohl der Zugang als auch die technische Ausführung der anatomischen Resektion und Lymphadenektomie unterliegen einer relevanten Variationsbreite. Die Europäische Gesellschaft für Thoraxchirurgie (ESTS) und auch andere Fachgesellschaften haben daher zur Standardisierung der chirurgischen Behandlung des Lungenkrebses Leitlinien erarbeitet und publiziert.

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  • Parenchymsparende Resektionen

    Trotz der Entwicklungen in der Chemo- und Radiotherapie bietet die Resektion noch immer die beste Heilungschance für das nichtkleinzellige Bronchialkarzinom (NSCLC). Aufgrund des fehlenden Potenzials zur kompensatorischen Hyperplasie der Lunge, nicht zuletzt aber wegen der nach jahrelangem Nikotinkonsum oft herabgesetzten kardiopulmonalen Funktion, muss das Resektionsausmaß so gering wie möglich gehalten werden1. Vor allem in den Stadien I (T1,T2; N0) und II (T1,T2; N1) stehen hierfür verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung.

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  • Minimalinvasive Chirurgie des Bronchialkarzinoms

    20 Jahre nach der Erstbeschreibung der videoassistierten Lobektomie (VATS) zur Resektion des Bronchialkarzinoms setzt sich diese Operationsmethode in Österreich nur langsam als etablierte Alternative zur offenen Resektion durch.

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  • Chirurgie im Stadium III und Stadium IV des nichtkleinzelligen Bronchialkarzinoms

    Das nichtkleinzellige Bronchialkarzinom stellt heute eine der häufigsten Krebserkrankungen bei Männern und Frauen weltweit dar. Viele der betroffenen Patienten präsentieren sich bei Erstdiagnose bereits im Stadium III bzw. Stadium IV. Durch Fortschritte in der neoadjuvanten Chemo- und Strahlentherapie können an spezialisierten Zentren auch einige dieser Patienten einer potenziell kurativen Resektion zugeführt werden.

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  • Adjuvante Chemotherapie beim nichtkleinzelligen Bronchialkarzinom

    Kontext: Nach einer kurativen Operation ohne adjuvante Chemotherapie ist die 5-Jahres-Überlebensrate bei NSCLC im Stadium IA 67 %; im Stadium IIIA ist diese Rate bereits auf 23 % gesunken (Tab. 1). Die Langzeitprognose für das nichtkleinzellige Bronchialkarzinom NSCLC im Frühstadium (Stadium I–IIIA) ist auf Grund der hohen Zahl an systemischen Rezidiven trotz operativ komplett entfernten Tumoren (R0-Resektion) schlecht. Die adjuvante Chemotherapie hat das Ziel, die systemische Rezidivrate nach der operativen Sanierung zu reduzieren. Diese Therapie wird für Patienten im Stadium II–IIIA im guten Allgemeinzustand (ECOG PS 0–1), ohne schwerwiegenden Komorbiditäten und ohne postoperativen Komplikationen empfohlen.

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  • Radiotherapie des Bronchialkarzinoms

    Kontext: In der Behandlung des Bronchialkarzinoms stellt die Radiotherapie neben der Chirurgie und systemischen Therapie eine der drei Hauptsäulen dar. Für die Prognose und optimale Therapiekombination ist neben der histologischen Unterscheidung in kleinzellige (SCLC) und nichtkleinzellige (NSCLC) Karzinome vor allem die exakte Feststellung des Tumorstadiums wichtig. Die derzeit gültige Stadieneinteilung erfolgt nach der siebenten Edition der UICC (Union for International Cancer Control). Während in der Literatur die 5-Jahres-Überlebensraten im Stadium I fast 66 % betragen, sind diese trotz optimaler Therapie im Stadium IV nur 1–3 %1. Indikationen für eine Strahlentherapie finden sich in allen Stadien, so kann eine stereotaktische Hochpräzisionstherapie als Alternative zur Chirurgie bereits im Stadium I erfolgen und eine palliative Radiotherapie bei oberer Einflussstauung, ossären oder zerebralen Metastasen im Stadium IV.

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  • Palliative Erstlinienchemotherapie des nichtkleinzelligen Bronchialkarzinoms

    Kontext: Die palliative Erstlinienchemotherapie bei Patienten mit fortgeschrittenen nichtkleinzelligen Bronchialkarzinomen erfolgt mit einem Platin (Cisplatin, Carboplatin) in Kombination mit einem Zytostatikum der 3. Generation1, 2 (Tab. 1). Diese Zweierkombinationen lindern die tumorbedingten Symptome und verlängern das Überleben der Patienten, wobei die mediane Überlebenszeit um etwa 2 Monate verlängert und die 1-Jahres-Überlebensrate um 10 % gesteigert ­werden1. Die Auswahl des Therapieprotokolls berücksichtigt Allgemeinzustand, Alter, Organfunktion, Verträglichkeit und Patientenpräferenz (Tab. 2). Patienten mit gutem Allgemeinzustand und adäquater Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance > 60 ml/min) erhalten bevorzugt eine cisplatinhältige Zweierkombination. Die Cisplatindosis beträgt 80 mg/m2 alle 3 Wochen, und die Carboplatindosis liegt im Bereich von AUC 4–6 alle 3 Wochen. Bei nichtsquamöser Histologie ist Pemetrexed wirksamer als Gemcitabin und bei Plattenepithelkarzinomen ist Gemcitabin wirksamer als Pe­metrexed. Patienten älter als 70 Jahre erhalten eine Monotherapie oder eine gut verträgliche Zweierkombination (z. B. Carboplatin plus Paclitaxel), wobei die supportiven Therapien verstärkt werden müssen und die klinischen Kontrollen häufiger durchgeführt werden sollten. Standardmäßig werden 4–6 Chemotherapiezyklen verabreicht, wobei Patienten mit lediglich stabiler Erkrankung unter Chemotherapie nur 4 Zyklen erhalten. Die Überwachung bezüglich der Wirkung der Chemotherapie erfolgt sowohl klinisch als auch mittels regelmäßiger radiologischer Kontrollen.

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  • Second-Line-Therapie des NSCLC

    Eine SEER-Analyse über die Fortschritte in der Behandlung des fortgeschrittenen NSCLC in den vergangenen 15 Jahren ergab, dass die Überlebenszeit der betroffenen Patienten insgesamt verlängert werden konnte. Die Ergebnisse stehen mit einer effizienteren und vor allem besser verträglichen First-Line-Therapie in Zusammenhang und sind vor allem in jüngster Zeit auch durch die Kombination mit Bevacizumab oder durch eine Erhaltungstherapie zu erklären. Dadurch befinden sich die Patienten zum Zeitpunkt einer Progression oft in einem guten Allgemeinzustand, so dass in vielen Fällen eine weitere systemische Therapie im Sinne einer Second-Line-Therapie zur Diskussion steht.

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  • Prädiktive Faktoren beim Bronchialkarzinom

    Kontext: Das Bronchialkarzinom ist auf molekularer Ebene eine heterogene Erkrankung. Bis vor Kurzem waren die Behandlungsoptionen limitiert, und die Einteilung in kleinzellige (SCLC) und nichtkleinzellige (NSCLC) Karzinome für therapeutische Entscheidungen war ausreichend. Mit der Entwicklung neuer, molekular zielgerichteter Therapien kamen auch neue Herausforderungen an die Pathologie. Die Unterscheidung der histologischen Subtypen des NSCLC hat Konsequenzen für die Auswahl der Behandlung. Zusätzlich helfen molekulare prädiktive Biomarker den behandelnden Ärzten bei ihrer Entscheidung, den Patienten die optimale Therapie zukommen zu lassen. In diesem Übersichtsartikel werden die wichtigsten Entwicklungen auf dem Gebiet der prädiktiven Biomarker beim NSCLC vorgestellt.

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  • EGFR-Mutationsanalyse

    Eine Mutation im Gen des epidemalen Wachstumsfaktor-Rezeptors (EGFR) kommt bei circa 10 % der nichtkleinzelligen Lungenkarzinome in der kaukasischen Bevölkerung vor. Aufgrund des guten Ansprechens dieser Tumoren auf orale EGFR-gerichtete Tyrosinkinaseinhibitoren ist ihre Identifikation von großer klinischer Bedeutung.

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  • Symptom-Management

    In den letzten Jahren hat sich durch einige neue Behandlungsstrategien zweifelsohne das Überleben beim metastasierten Bronchialkarzinom verlängert. Die hämatologischen Nebenwirkungen konnten durch weniger hämatotoxische Therapeutika leicht vermindert werden. Durch die Verlängerung des Überlebens scheint jedoch ein bestmögliches Symptommanagement wichtiger als je zuvor, um den Gewinn an Überlebenszeit auch mit Lebensqualitätsverbesserung kombinieren zu können.

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  • Management von Hirnmetastasen

    Zerebrale Absiedelungen bei Bronchialkarzinomen treten besonders häufig bei Adenokarzinomen und kleinzelligen Lungenkarzinomen mit einer Inzidenz von bis zu 50 % auf.

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  • Interventionelle Bronchoskopie

    Häufige Symptome beim Bronchialkarzinom sind Dyspnoe und Hämoptysen. Beide lassen sich in ausgewählten Fällen durch eine endoluminale lokale Tumortherapie deutlich bessern.

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  • Kleinzelliges Bronchialkarzinom

    Das kleinzellige Bronchialkarzinom (SCLC) stellt – trotz rückläufiger Inzidenz in den letzten Jahren – nach wie vor eine Herausforderung in der Behandlung dar. Grund dafür ist die frühe Fernmetastasierung, die häufig bereits bei Diagnosestellung besteht. Im Zentrum der Behandlung steht damit die systemische Chemotherapie. Nur bei Patienten mit limitierter Erkrankung (LD-SCLC) kann durch eine zusätzliche Operation und/oder Strahlentherapie die Chance auf Langzeitüberleben erhöht werden.

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  • Chirurgie beim kleinzelligen Bronchialkarzinom

    Das kleinzellige Bronchialkarzinom (SCLC) ist durch ein sehr aggressives biologisches Verhalten, rasche Metastasierung und, unbehandelt, durch ein kurzes medianes Überleben charakterisiert. Nach Diagnosesicherung sollte unmittelbar mit der Therapie begonnen werden. In letzter Zeit mehren sich Daten, dass die chirurgische Resektion im Rahmen einer multimodalen Therapie bessere Ergebnisse erzielen könnte, als dies mit Radiochemotherapie alleine möglich ist.

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Personalisierte Medizin: SO 02|2012

Compliance: SO 01|2012

Stammzellenforschung in der Onkologie: SO 05|2011

  • Tumorstammzellforschung: Wenige sind mehr …

    „Stammzellen“ haben etwas Zwielichtiges an sich: Einerseits sind sie die Basis für die Entwicklung aller mehrzelligen Lebewesen und die Quelle der Regeneration unseres Organismus, andererseits werden Stammzellen auch für die Entstehung und Persistenz maligner Erkrankungen verantwortlich gemacht. Bei der Betrachtung…

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  • Paradigmenwechsel von der Klonalität zur Tumorstammzelle?

    KONTEXT: Die Identifizierung und Charakterisierung von Tumorstammzellen ermöglicht effizientere Therapien für eine zunehmende Zahl von Krebserkrankungen und Leukämien. Um dieses Ziel zu erreichen, ist es aber notwendig, festzustellen, welche Tumoren dem Stammzellmodell folgen und wo dieses Konzept insofern modifiziert werden muss, als zusätzliche Modelle wie jenes der klonalen Evolution einbezogen werden. Systembiologische Analysen integrieren die Ergebnisse verschiedener experimenteller Ansätze, auf denen diese Modelle beruhen. Die Erforschung der genetischen und epigenetischen Heterogenität von Tumor(stamm)zellen ist ein Meilenstein auf dem Weg zu individuell angepassten Therapiekonzepten in der Onkologie.

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  • Was unterscheidet die Tumorstammzelle von der normalen Stammzelle?

    Seit wenigen Jahren hat sich das Konzept der Tumorstammzellen etabliert. Über ihre Eigenschaften kann man viel von den normalen Stammzellen lernen. Zusätzlich ist es wichtig, Unterschiede zwischen beiden Arten von Stammzellen aufzuzeigen, um diese gegebenenfalls therapeutisch auszunutzen.

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  • Neue Konzepte in der Krebsforschung – Welche Alternativen gibt es zum Stammzellmodell?

    KONTEXT: Die Fortschritte der Krebsforschung erfolgen durch die Etablierung neuer Ideen und Konzepte, wie zum Beispiel der Entdeckung der Onkogene, Etablierung der Immuntherapie, Entdeckung der Multidrugresistenz, Tumortherapie durch Inhibition der Neoangiogenese, Induktion der Apoptose als Zelltodmechanismus der Tumorzellen und der zielgerichteten Therapie gegen Wachstumsrezeptoren und Kinasen. Die Stammzellhypothese im engeren Sinne versucht die Erkenntnisse in Bezug auf hämatopoetische pluripotente Stammzellen auf die soliden Krebserkrankungen zu übertragen. Nach ihr erfolgt das Tumorwachstum durch eine begrenzte Anzahl spezieller Zellen, die zur Selbsterneuerung fähig sind, im Gegensatz zu den rasch wachsenden Progenitorzellen und differenzierten Tumorzellen, die die Hauptmasse des Tumors bilden. Das große Interesse an diesem Konzept wird auch durch die Zahl der entsprechenden Publikationen belegt, die vom Jahre 2003 von unter 100 Studien auf dem hämatologischen Sektor auf annähernd 800 Veröffentlichungen im Jahre 2010 über solide Tumoren angestiegen sind. Das Stammzellmodell ist ein hierarchisches Modell, im Gegensatz zum stochastischen, klonalem Modell der malignen Erkrankungen, das auf einer zufälligen Akquisition von Mutationen und klonaler Selektion der am besten angepassten Krebszellen in Bezug auf das Mikroenvironment und die Therapie beruht (Abb.). Die Attraktivität der Stammzellhypothese liegt in der Möglichkeit, durch Elimination einer kleinen Subpopulation den Tumor radikal zu treffen und nicht wie im klonalen Modell ständig neu generierte (resistente) Zellvarianten bekämpfen zu müssen. Obwohl viele Stammzellmarker, Isolierungsmethoden, Xenograftmodelle, spezifische Genexpressionsmuster und selektive Wirkstoffe gefunden beziehungsweise entwickelt wurden, ist das Stammzellmodell für Karzinome nach wie vor eine nicht bewiesene Hypothese.

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  • „Unsterblichkeit“ von Tumorstammzellen?

    KONTEXT: Das Potenzial der langfristigen Selbsterneuerung (stem cell self renewal) gilt als eines der wichtigsten Charakteristika von Tumorstammzellen (cancer stem cells, CSC), aber auch von langfristig „in vitro“ kultivierten Tumorzellen, die keinen „klassischen“ Stammzell-Phänotyp (mehr) aufweisen. Eines der extremsten Beispiele für die „Unsterblichkeit“ beziehungsweise die scheinbar unbegrenzte Fähigkeit zur Regeneration derartiger neoplastischer Zellen bieten sicher die HeLa-Zellen, die dank dieser Fähigkeit bereits seit über 60 Jahren nach dem Tod der damals 31-jährigen Patientin kultiviert werden (Skloot, 2010). Seit den 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts dienten HeLa-Zellen als Modellsystem für über 65.000 wissenschaftliche Publikationen. In den letzten Jahren werden aber in zunehmendem Maße embryonale Stammzellen aus Modellorganismen (vorzugsweise der Maus) herangezogen, aus denen man mit einem Cocktail von Transkriptionsfaktoren Vorstufen für verschiedene Zelltypen erzeugen kann. Der Vorteil dieser Modelle ist, dass man in diesen Systemen die Mechanismen der CSC-Entstehung und Persistenz untersuchen kann (Hyman and Simons, 2011).
    Wenn das CSC-Konzept auch weitgehend anerkannt ist, so bleiben also nach wie vor doch noch viele Fragen offen, auch was die spezifischen Nachweisverfahren derartiger CSC sowie ihre biologischen Eigenschaften betrifft, die als gezielte Ansatzpunkte für Therapien dienen könnten. Auch die zum Teil recht ausgeprägte Heterogenität neoplastischer Stammzellen innerhalb eines Tumors und die Beobachtung, dass nicht alle CSCs-Tumoren induzieren können, war der Anlass für eine kritische Auseinandersetzung mit dieser Thematik im Rahmen der „Year 2011 Working Conference on CSCs“, die vom 2. bis 4. September dieses Jahres in Wien abgehalten wurde. In der Konferenz wurde auch mehrfach betont, dass die Möglichkeiten der aktuellen Nachweisverfahren begrenzt sind und dass es trotzdem das Ziel der Stammzellforschung bleiben muss, die Erkenntnisse in neuen Therapieverfahren zu nutzen, mit dem Endziel, über eine spezifische Vernichtung der CSC in den PatientInnen bessere kurative Therapieansätze zu entwickeln.

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  • Entstehung von Tumorstammzellen: Bedeutung von Umweltfaktoren, Ernährung, DNA-Reparatur-Enzymen und Epigenetik

    Zellen unseres Körpers sind ständig in Kontakt mit Einflüssen, die DNA-schädigend wirken. UV-Strahlung, ionisierende Strahlung, Entzündungsprozesse, Krankheitserreger, Umweltgifte und Stress im weitesten Sinne rufen DNA-Schäden hervor. Zellen haben hierfür ein enormes Register an Enzymen hervorgebracht, die diese Schäden beheben und somit einer dauerhaften Mutation entgegenwirken.

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  • Tumorpromotor oder Tumorsuppressor? – Bedeutung der Sirtuine in der Prävention und Pathogenese von Krebserkrankungen

    KONTEXT: Basierend auf der Tatsache, dass sowohl die Expression als auch die Aktivität von Sirtuinen bei manchen Krebserkrankungen hoch- und bei anderen herunterreguliert sein können, wird derzeit noch kontrovers diskutiert, ob Sirtuine die Entstehung und Progression von Krebserkrankungen supprimieren oder eher fördern. Deshalb ist momentan noch völlig unklar, in welchem Umfang und unter welchen besonderen Umständen Sirtuin-Aktivatoren bzw. -Inhibitoren bei der Behandlung von altersbedingten Erkrankungen und Krebs eingesetzt werden können. In diesem Übersichtsartikel stellen wir die Highlights der Sirtuin-Forschung zusammen, um die Mechanismen, mit deren Hilfe Sirtuine die Pathogenese der zellulären Malignität beeinflussen, besser zu verstehen.

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  • Knochen und Stammzelle

    Die beiden Gegenspieler im Knochen sind die knochenaufbauenden Zellen, die Osteoblasten,  und die knochenabbauenden Zellen, die Osteoklasten. Die Ersteren differenzieren aus mesenchymalen  Stammzellen (MSC), während die Osteoklasten aus hämatopoetischen Stammzellen (HSC) entstehen.  Beide Stammzelltypen werden in der Stammzellnische (SCN) gefunden und beeinflussen einander  bei der Differenzierung.

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  • Etablierte Konzepte und zukünftiges Potenzial – Die gesunde Stammzelle in der Therapie

    KONTEXT: 1959 erfolgte die erste erfolgreiche Stammzelltransplantation. Die hämatopoetische Stammzelltransplantation war die erste Stammzelltherapie überhaupt, sie war die erste Immuntherapie für bösartige Erkrankungen sowie ein erstes Beispiel für individualisierte Krebstherapie, also der Beginn einer immer aktueller werdenden „personalisierten Medizin“ (Jenq und van den Brink, 2010). Indikation war eine akute myeloische Leukämie (Thomas et al., 1959), Spenderin war die (genetisch idente) Zwillingsschwester der damals zweijährigen Patientin. Die prinzipielle Überlegung beruhte auf erfolgreichen Tierexperimenten, bei denen Knochenmark nach supraletaler Bestrahlung erfolgreich durch Spendermark ersetzt worden war. Seither wurde die Transplantation hämatopoetischer Stammzellen zu einem Routineverfahren weiterentwickelt und stellt für eine Reihe spezi – fischer Indikationen in der Hämatoonkologie die Therapie der Wahl dar.

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  • Dosisreduzierte Konditionierung, Nabelschnurblut, extrakorporale Photopherese bei GVHD – Neue Konzepte der Stammzelltransplantation

    KONTEXT: Die allogene Knochenmark- und Blutstammzelltransplantation stellt eine etablierte kurative Therapieoption für ausgewählte Patienten mit hämatologischen und onkologischen Erkrankungen dar. In den vergangenen Jahren wurde Knochenmark in hohem Ausmaß durch Blutstammzellen als Stammzellquelle ersetzt. Dosisreduzierte Konditionierungsregime erlauben die erfolgreiche Therapie älterer und multimorbider Patienten. Eine Separationsmöglichkeit der Graft-versus- Host-Erkrankung vom Graft-versus-Leukämie-Effekt wäre wünschenswert, um die transplantassoziierte Morbidität zu reduzieren und die wirksame Eradizierung maligner Erkrankung sicherzustellen.

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  • Möglichkeiten und Grenzen – Integrierte, biopsychosoziale Versorgung von KrebspatientInnen durch intensivierte hausärztliche Betreuung

    KONTEXT: Der von uns empfohlene Ansatz zur integrierten Versorgung von Krebspatienten strebt nach einer Balance zwischen erreichbarer Lebensqualität, optimaler onkologischer Therapie bzw. Palliation und Aufrechterhaltung der familiären und sozialen Integration. Diese Balance muss für und mit jedem Krebspatienten immer wieder aufs Neue gesucht werden. Voraussetzung ist ein kompetenter und über den Zustand des Patienten informierter ärztlicher Berater, ein Arzt des Vertrauens. In diesem Beitrag rekapitulieren wir die Rolle des Hausarztes in der integrierten Versorgung von Krebspatienten, wobei wir insbesondere der (behaupteten) patientenzentrierten Arbeitsweise und den Aufgaben in der Patientenschulung und -beratung nachgehen. Unter Heranziehung der wissenschaftlichen Literatur inklusive unserer eigenen Arbeiten versuchen wir zu beantworten, welche Evidenz für die dem Hausarzt unterstellte Bedeutung für die biopsychosoziale Betreuung von Krebspatienten vorliegt, welche Aufgaben dieser wahrnimmt und welche ihm von einer verbesserten integrierten Versorgung übertragen werden sollten. Sowohl die Versorgungsforschung in der Allgemeinmedizin als auch die translationale Onkologie suchen international nach Konzepten zur Verbesserung der Schnittstellen zwischen dem stationären und dem niedergelassenen Bereich. Eine zeitnahe Befundübermittlung seitens der onkologischen Abteilungen zur Ermöglichung einer verbesserten Patientenberatung durch Hausärzte, das Erkennen psychosozialer Aspekte des Krankseins und deren Bearbeitung sowie die vermehrte Einbeziehung des familiären und sozialen Kontexts wären Möglichkeiten, um die biopsychosoziale Versorgung von Krebspatienten zu optimieren.

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Multiples Myelom: SO 04|2011

  • Aktuelle Behandlungsstrategien bei Patienten mit multiplem Myelom

    KONTEXT: Beim multiplen Myelom wurden in den letzten Jahren zahlreiche neue Erkenntnisse gewonnen. So können wir heute davon ausgehen, dass praktisch alle Patienten mit dieser Erkrankung ein prämalignes Vorstadium, nämlich ein MGUS (monoklonale Gammopathie unbestimmter Signifikanz) durchlaufen, bevor es zur Manifestation des multiplen Myeloms kommt. Darüber hinaus haben Analysen des gesamten Genoms gezeigt, dass im Durchschnitt bei einem Patienten 35 aminosäurenmodifizierende Mutationen und mehr als 20 Translokationen zu finden sind. Weiters wurde Cereblon als wichtige Bindungsstelle für IMiD (immunmodulierende Substanzen) identifiziert und damit ein Schlüsselprotein für die Wirksamkeit von Lenalidomid und Thalidomid gefunden. Die neuen bildgebenden Verfahren wie PET oder PET/CT ermöglichen nicht nur den exakten Nachweis von extramedullären Plasmozytomen, sondern können auch für die Beurteilung des Ansprechens und der Prognose herangezogen werden. Durch die Einführung der neuen Substanzen Thalidomid, Bortezomib und Lenalidomid wurden neue Optionen für die Behandlung eröffnet, die im Folgenden kurz aufgezeigt werden sollen.

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  • Neue Applikationsform des Proteasomeninhibitors Bortezomib – Reduktion der therapiebedingten peripheren Neuropathien

    Interview mit Univ.-Prof. Dr. Johannes Drach, Universitätsklinik für Innere Medizin I, Klinische Abteilung für Onkologie, Programmdirektor Multiples Myelom und maligne Lymphome, über Hintergründe und persönliche Erfahrungen im Umgang mit Bortezomib als subkutane Applikationsform bei Myelompatienten.

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  • Die Sicht des Nephrologen – Behandlung von Myelompatienten mit Niereninsuffizienz

    Anhand eines Fallberichts mit anschließender Diskussion sollen spezielle Aspekte der Myelomniere aus nephrologischer Sicht beleuchtet werden.

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  • Chirurgische Behandlung von Knochenmanifestationen bei Patienten mit multiplem Myelom

    Patienten mit multiplem Myelom erleiden in über 50 % pathologische Knochenfrakturen im Verlauf ihrer Erkrankung. Während die Behandlung des multiplen Myeloms in erster Linie aus Chemotherapie, immunmodulatorischen Substanzen und Strahlentherapie besteht, sind operative Eingriffe zur Erhaltung der Mobilität und zur Behandlung therapieresistenter Schmerzen erforderlich.

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  • Multiples Myelom – Supportive Therapien und Nebenwirkungsmanagement

    KONTEXT: Das multiple Myelom ist im Wesentlichen eine Erkrankung des fortgeschrittenen Alters, median ist ein Patient bei Diagnosestellung 70 Jahre alt. Bedingt dadurch leiden die Patienten unter einer Reihe von Komorbiditäten; der Einsatz von neuen Substanzen wie Bortezomib oder immunmodulatorischen Substanzen wie Thalidomid und Lenalidomid haben die Lebenserwartung dieser Patienten in den letzten Jahren deutlich erhöht. Um die Lebensqualität der Myelompatienten nicht einzuschränken, gilt es ein effektives Nebenwirkungsmanagement dieser neuen Substanzen durchzuführen bzw. ausreichende supportive Maßnahmen einzuleiten. Im Folgenden bieten österreichische Experten auf dem Gebiet der Myelomtherapie zu diesen Fragestellungen ihres täglichen Einsatzgebietes einen Einblick.

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  • Proteomik – Was werden Proteomanalysen in Zukunft therapeutisch bringen?

    Proteomik ist die Erforschung der Proteinzusammensetzung von biologischen Proben und somit wichtiger Bestandteil moderner Grundlagenforschung. Eine für jeden Patienten maßgeschneiderte, individualisierte Therapie soll in Zukunft eine wesentlich verbesserte Behandlung von Tumorpatienten ermöglichen. Die Erfassung der individuellen Ausprägung von Dispositionen und pathophysiologischen Zuständen mittels Serumdiagnostik, entwickelt aus systematischen Proteomanalysen, kann eine solche individualisierte Therapie möglich machen.

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Hepatobiliäre Karzinome: SO 03|2011

  • Focus: Hepatobiliäre Karzinome – Vorwort

    Sehr geehrte KollegInnen! Der Focus dieser Ausgabe ist den primären hepatobiliären Karzinomen als in Österreich noch relativ seltenen Tumorentitäten gewidmet. Betrachtet man jedoch die PatientInnen mit chronischen Lebererkrankungen als die relevante Risikogruppe vor allem für das hepatozelluläre Karzinom, so stellt…

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  • Die Ambulanz für das hepatozelluläre Karzinom im AKH Wien: State of the Art -Therapie und Zentrum innovativer Therapieentwicklung

    Die Ambulanz für hepatozelluläre Karzinome (auch HCC-Ambulanz bzw. Hepatom-Ambulanz genannt) ist eine Spezialambulanz, die im Bereich der Abteilung für Gastroenterologie und Hepatologie bereits vor einigen Jahren errichtet wurde. Sie befindet sich im Ambulanzbereich der Abteilung auf der Leitstelle 7i. Sie steht für alle Anfragen im Zusammenhang mit der Diagnosestellung, der Befundinterpretation, der Therapieplanung und Therapiedurchführung für alle Patienten mit primären Lebertumoren zur Verfügung. In erster Linie handelt es sich dabei um Patienten mit hepatozellulären Karzinomen, darüber hinaus aber auch um Patienten mit cholangiozellulärem Karzinom sowie um die gesamte Palette der Differenzialdiagnosen von Raumforderungen der Leber.

     

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  • Überwachung der Risikogruppen und Diagnose des HCC

    Das hepatozelluläre Karzinom (HCC) ist eine der häufigsten Todesursachen bei Patienten mit Leberzirrhose. Die Zahl steigt in letzter Zeit deutlich an, v. a. durch die sich häufenden Fälle von Hepatitis-C-Zirrhose. Deshalb ist es wichtig, Risikopatienten herauszufiltern und laufend zu über – wachen. Dieser Beitrag soll Risikogruppen definieren und Maßnahmen zur Überwachung zeigen. Zudem soll die Diagnostik des HCC dargestellt werden.

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  • Was ist relevant für die klinische Praxis? – Histopathologische Klassifikation des hepatozellulären und cholangiozellulären Karzinoms

    Eine genaue Charakterisierung von Tumoren des hepatobiliären Systems unter Berücksichtigung prognostischer/prädiktiver morphologischer, phänotypischer und molekularer Marker könnte in klinischen Studien zu einer Verfeinerung der Stratifizierung und letztlich zur Individualisierung der Therapie beitragen. Histopathologische Charakteristika und ihre praktische Relevanz werden im Folgenden für das hepatozelluläre und cholangiozelluläre Karzinom dargestellt.

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  • Stadiengerechte Therapie des hepatozellulären Karzinoms

    Das hepatozelluläre Karzinom (HCC) ist weltweit eines der häufigsten Malignome, wobei geografische Unterschiede beobachtet werden. Bemerkenswerterweise nimmt das HCC vor allem in der westlichen Welt zu, obwohl es in unseren Breiten im Vergleich zu anderen malignen Erkrankungen selten ist. In Mitteleuropa liegt die Inzidenz bei etwa 2–8 pro 100.000 Einwohner und Jahr. Wie eine rezente Studie zeigte, ist hinsichtlich Mortalität gerade in Österreich eine deutliche Zunahme vor allem bei Männern zu beobachten.

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  • Hepatozelluläres Karzinom – Resektion und Transplantation

    KONTEXT: Die potenziell kurative Therapieoption des hepatozellulären Karzinoms (HCC) unterscheidet zwischen der Resektion des Tumors unter Belassen der zumeist zugrunde liegenden zirrhotischen Leber und der Transplantation, die den Tumor einschließlich der erkrankten Leber entfernt und durch eine Spenderleber ersetzt. Obwohl die Indikationen für die eine bzw. die andere Therapieoption oft miteinander vermischt werden, gibt es Richtlinien, die in diesem Artikel erläutert werden. Unter interdisziplinärer Observanz der Risikopatienten kommt der chirurgischen Therapieoption zunehmende Bedeutung zu, da ein größerer Prozentsatz an Patienten in einem frühen Tumorstadium diagnostiziert wird.

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  • Kurative und palliative interventionelle Therapien

    Die interventionell-radiologischen Therapiemöglichkeiten spielen eine entscheidende Rolle im multimodalen Behandlungskonzept des hepatozellulären Karzinoms (HCC). Im Folgenden wird näher auf die bereits etablierten Techniken und Indikationen sowie auf zukünftige Entwicklungen der verschiedenen interventionellen Therapien eingegangen.

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  • HCC-relevante Targets – Medikamentöse Therapie des hepatozellulären Karzinoms

    Die medikamentöse Therapie des hepatozellulären Karzinoms (HCC) hat in den letzten Jahren mit der Einführung des Multikinaseinhibitors Sorafenib (Nexavar®), basierend auf den positiven Ergebnissen zweier großer randomisierter klinischer Studien, einen großen Aufschwung genommen. Andere ziel gerichtete Therapien versprechen in Zukunft laufende Verbesserungen. Die in der Vergangenheit angewandten medikamentösen Therapien wie Chemotherapie oder hormonelle Therapie konnten keinen eindeutigen Überlebensvorteil zeigen.

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  • Abnahme extrahepatischer und Zunahme intrahepatischer CCC-Formen – Epidemiologie des cholangiozellulären Karzinoms in Österreich

    Das cholangiozelluläre Karzinom (CCC) ist nach dem hepatozellulären Karzinom (HCC) der zweithäufigste primäre Lebertumor weltweit. Zum cholangiozellulären Karzinom zählen Tumoren, die von den kleinen intrahepatischen Gallengängen (intrahepatisches CCC) bzw. von den großen extrahepatischen Gallengängen (extrahepatisches CCC) ausgehen (Abb. 1). Extrahepatische CCC, die im Hilus-Bereich an der Bifurkation des großen rechten und linken Gallengangs auftreten, werden international wie national oft Klatskin-Tumoren genannt.

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  • Patientenselektion, Einschätzung der Resektabilität, Operationsstrategie – Chirurgische Therapieoptionen beim cholangiozellulären Karzinom

    Kontext: Cholangiozelluläre Karzinome (CCC) entstehen aus dem Epithel der intra- bzw. extrahepatalen Gallengänge. Intrahepatische CCC präsentieren sich meist als solitäre oder multiple Raumforderungen, deren Abgrenzung zu anderen Lebertumoren, insbesondere Metastasen, bildgebend schwierig sein kann. Extrahepatische CCC werden in proximale/perihiläre (Klatskin-Tumor) und distale CCC unterteilt und werden meist durch schmerzlosen Ikterus symptomatisch. Die vollständige Tumorresektion ist die einzige kurative Therapieoption bei CCC jeder Lokalisation. Die Resektabilität reicht von 10–30% beim perihilären bis zu 90% beim distalen CCC. Nach R0-Resektion erreichen die 5-Jahres-Überlebensraten maximal 26–67%, während bei nichtresektabler Erkrankung lediglich ein medianes Überleben von 6–12 Monaten erreicht werden kann1. Eine Verbesserung wird durch die Anwendung multimodaler Therapiestrategien erhoff

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  • Interventionell-endoskopische Therapie des Gallengangskarzinoms

    Gallengangskarzinome sind seltene Tumoren (< 2% aller Malignome), zeigen jedoch eine steigende Inzidenz bei nach wie vor deutlich eingeschränkter Prognose. Neben der klassischen hepatobiliären onkologischen Chirurgie kann speziell die interventionelle Endoskopie in den letzten Jahren bedeutende Fortschritte in der Technik sowie neue Therapiemodalitäten vorweisen.

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  • Hepatobiliäre Karzinome: Medikamentöse Therapie des cholangiozellulären Karzinoms

    Kontext: Das cholangiozelluläre Karzinom (CCC) zählt mit 0,5–1% aller Neoplasien zu den seltenen malignen Erkrankungen. Die Karzinome der Gallengänge werden in intra- und extrahepatische Gallengangskarzinome unterteilt, wobei die Inzidenz der intrahepatischen cholangiozellulären Karzinome in Österreich in den letzten Jahren sowohl bei Männern als auch bei Frauen zugenommen, die der extrahepatischen hingegen abgenommen hat. Das Gallenblasenkarzinom nimmt eine Sonderstellung ein. Das extrahepatische cholangiozelluläre Karzinom kann man weiters in das perihiläre bzw. den Klatskin-Tumor (entsteht in der Bifurkation des Ductus hepaticus) und in das distale CCC unterteilen. Risikofaktoren für das Gallenblasenkarzinom stellen die Cholezystolithiasis, die Porzellangallenblase, Gallenblasenpolypen, Adipositas sowie chronischer Salmonellenbefall dar; für das CCC gelten die primär sklerosierende Cholangitis, Colitis ulcerosa, das Caroli-Syndrom sowie chronischer Befall der Gallengänge mit Parasiten als Risikofaktoren.

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Update Kolon- und Rektumkarzinom: SO 02|2011

  • Internistisch-onkologische Therapie des kolorektalen Karzinoms

    Dank 1.) der Verfügbarkeit neuer, wirksamerer Substanzen inklusive Oxaliplatin, Irinotecan, der oralen 5-FUProdrugs Capecitabin und Uracil/Tegafur sowie der monoklonalen Antikörper Bevacizumab, Cetuximab und Panitumumab sowie 2.) der nunmehrigen Kenntnis prognostisch und therapeutisch relevanter Biomarker und 3.) dank des heute etablierten…

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  • Standards in den Stadien II, III und künftige Entwicklungen – Adjuvante Therapie des Kolonkarzinoms

    Eine adjuvante Chemotherapie beim Kolorektalkarzinom verlängert das krankheitsfreie Überleben wie auch das Gesamtüberleben signifikant. In klinischen Studien wird derzeit die zusätzliche Gabe von monoklonalen Antikörpern zur Standardtherapie überprüft. Ein weiterer Forschungsschwerpunkt liegt in der Identifikation und Etablierung von prognostischen und prädiktiven Markern als Grundlage für die individualisierte Therapie. Nachfolgend werden die Therapieoptionen des Kolonkarzinoms im Stadium III und II, die Behandlungsmöglichkeiten älterer Patienten sowie künftige Entwicklungen im adjuvanten Setting zusammengefasst.

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  • Chemotherapie, VEGF- und EGFR-gerichtete Therapien – Therapie des metastasierten Kolorektalkarzinoms

    Kolorektale Karzinome (CRC) sind die zweithäufigsten soliden Tumoren bei Menschen beiden Geschlechts und sind für etwa 10 % der Todesfälle durch Krebserkrankungen in der westlichen Welt verantwortlich. In Österreich erkranken jährlich über 5.000 Patienten an einem kolorektalen Karzinom. 20–25 % der Patienten sind bei Diagnosestellung bereits in einem metastasierten Stadium. Der häufigste Metastasierungsort ist die Leber. Ein kleinerer Teil der Patienten (15 %) kann auch im metastasierten Stadium in kurativer Absicht behandelt werden. Für den überwiegenden Großteil der Patienten (85 %) bleibt der Therapieansatz palliativ mit dem Ziel der Lebenszeit- und Lebensqualitätsverbesserung.

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  • Neoadjuvante und operative Therapie bei Lebermetastasen

    Durch Screeningmaßnahmen und neue Therapiemöglichkeiten ist in den letzten beiden Jahrzehnten in Österreich die Mortalität beim kolorektalen Karzinom (CRC) von 1,9 % auf 1,2 % gesunken. Dennoch werden 4.500 bis 5.000 neue Patienten mit der Diagnose CRC entdeckt, das sind 13 % aller Krebsneuerkrankungen. Nach der Statistik Austria liegt das Kolonkarzinom bei Männern nach dem Prostata- und Lungenkarzinom an dritter Stelle, bei Frauen nach dem Mamakarzinom an zweiter Stelle.

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  • Nichtinvasives, gut akzeptiertes Therapieverfahren mit hoher Lokalkontrollrate – Stereotaktische Strahlentherapie in der Behandlung von kolorektalen Lebermetastasen

    KONTEXT: In den letzten zwei Jahrzehnten wurden für Patienten mit kolorektalen Lebermetastasen multimodale Therapiekonzepte entwickelt, so dass eine metastasierte Erkrankung des Kolonkarzinoms mittlerweile zu einer chronischen Erkrankung geworden ist. Entsprechend der Anzahl und Lokalisation der Lebermetastasen sowie des allgemeinen Tumorstatus des Patienten wird individuell im Rahmen von interdisziplinären Tumorboards entschieden, mit welchem therapeutischen Verfahren der Patient behandelt wird. Diese Therapieoptionen umfassen chirurgische Interventionen, systemische Behandlungen, interventionelle Verfahren wie Chemoembolisation, Thermoablation, SIRT (selektive interne Strahlentherapie) und strahlentherapeutische Maßnahmen wie Ganzleberbestrahlung, perkutane stereotaktischen Radiotherapien und „High Dose Rate“-Brachytherapien (HDR). Alle Verfahren stehen für sich allein, werden jedoch vielfach in Kombination eingesetzt.

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  • Perioperative Therapie des Rektumkarzinoms

    Das Ziel einer effizienten Tumorbehandlung ist es, das Risiko eines residuellen Tumors möglichst gering zu halten (dieses sollte bei kurativer Behandlungsintention unter 5 % liegen). Die Früh- und Spätmorbidität durch die gewählte Behandlungsstrategie sollte so gering wie möglich sein. Ein vor rangiges spezielles Ziel bei der Therapie des Rektumkarzinoms ist die Erhaltung einer guten Sphinkterfunktion bei einer möglichst großen Anzahl der behandelten Patienten.

     

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  • K-ras und Mikrosatelliteninstabilität: Ursache, Nachweis, Bedeutung und Konsequenz

    In den letzten Jahren konnte nachgewiesen werden, dass Mutationen des K-ras-Gens bzw. des Mismatch-Repair-Systems einerseits Einfluss auf die Wirksamkeit von bestimmten Therapeutika und andererseits prognostische Relevanz haben können. Daher sollte heutzutage ein pathohistologischer Tumorbefund neben den klassischen morphologischen Parametern auch das Ergebnis einer entsprechenden molekularpathologischen Untersuchung enthalten. Dies betrifft beim Kolorektalkarzinom sowohl den K-ras-Mutationsstatus als auch Untersuchungen auf eine mögliche Mikrosatelliteninstabilität (MSI).

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Nierenzellkarzinom: SO 01|2011

  • Pathologie und Stadien

    Das Nierenzellkarzinom ist ein vielfältiger Tumor, dessen Prognose vor allem vom klinischen Stadium, vom Tumorgrad und vom Tumortyp abhängt. Während die Stadienbestimmung vom Tumortyp unabhängig ist, muss der Tumorgrad des Nierenzellkarzinoms immer in Zusammenschau mit dem Tumortyp betrachtet werden.

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  • Chirurgie des Primärtumors

    Eine Säule der Behandlung des primär lokalisierten Nierenzelltumors unter kurativer Absicht ist die Entfernung des Tumors. Die Entfernung des Tumorgeschehens im metastasierten Stadium ist palliativ und verlängert das Langzeitüberleben in Kombination mit der Immuntherapie. Trends dahingehend gibt es auch in Zusammenhang mit neuen Therapien. Somit ist die chirurgische Therapie ein wesentlicher Bestandteil in allen Stadien des Nierenzellkarzinoms.

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  • Chirurgische Therapie von Nierenzellkarzinom-Metastasen

    Unbehandelt liegt das 5-Jahres-Überleben beim metastasierten Nierenzellkarzinoms (NZK) zwischen 0 und 18 Prozent1. Die chirurgische Entfernung der Metastasen, eingebettet in multimodale Therapiekonzepte, konnte die vormals infauste Prognose des metastasierten Nierenzellkarzinom deutlich verbessern. Berichtete Serien zeigen 5-Jahres-Überlebensraten von ca. 50%. Heute ist die chirurgische Entfernung von Metastasen zum wichtigen Teil des Therapiekonzeptes beim systemischen NZK geworden.

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  • Medikamentöse Therapie des metastasierten Nierenzellkarzinoms

    Kontext: Die Entwicklung antiangiogenetischer Therapien hat in den letzten Jahren zu einem Paradigmenwechsel in der Therapie des metastasierten Nierenzellkarzinoms geführt. Diese Substanzen inhibieren mehrere Kinasen (Multikinaseinhibitoren) oder einzelne Kinasen (wie z.B. mTOR-Inhibitoren), die maßgeblich in die Rekrutierung und Proliferation von Endothelzellen involviert sind. Andere binden im Serum den relevanten Wachstumsfaktor VEGF (vascular endothelial growth factor). Dadurch wird der Prozess der Angiogenese gehemmt – eine Grundvoraussetzung für wachsende und stark vaskularisierte Tumoren.

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