SO 02|2019

Herausgeber: Univ.-Prof. Dr. Matthias Preusser, Univ.-Prof. Dr. Markus Raderer

Editorial

  • Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Hilbe – Neuer OeGHO-Präsident

    Im Zuge der Frühjahrstagung der Österreichischen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (OeGHO)wurde Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Hilbe am 11. 4. 2019 zum neuen OeGHO-Präsidenten gewählt. Seit 2014 leitet er als Vorstand der 1. Medizinischen Abteilung des Wilhelminenspitals in Wien das Zentrum für Onkologie und Hämatologie mit Ambulanz und Palliativstation.

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AKTUELL für Sie!

  • „Wer Arzt ist, sollte eine Vision haben“

    Klinische Abteilung für Onkologie der Universitätsklinik für Innere Medizin I am Allgemeinen Krankenhaus Wien: Vision 2025

    Internationales Referenzzentrum für PatientInnen-Versorgung

    Kaderschmiede für exzellente Onkologie

    Schrittmacher der translationalen Forschung

    Europäisches Top-6-Zentrum für Phase-I/II-Studien

    Konstruktives und harmonisches Arbeitsklima

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  • Pick it or kick it – Update in GI Oncology

    Am 1. 3. 2019 fand erstmals das Symposium „Pick it or kick it“, dessen Format neue Wege beschreitet, in Wien statt. Im Rahmen des Symposiums wurden die Highlights der GI-Onkologie der letzten Monate von international hochrenommierten Experten präsentiert und via Fallpräsentationen und anschließender Diskussion auf eine klinische Anwendbarkeit geprüft. Dieses von den österreichischen Experten auf dem Gebiet der Gastrointestinalen Onkologie veranstaltete Symposium war das erste dieser Art in ­Österreich mit Schwerpunkt auf gastrointestinalen Tumoren und mit knapp 100 Teilnehmern bereits bei seiner Premiere ein großer Erfolg.

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Focus: Nebenwirkungsmanagement bei Immunonkologischen Therapien

  • Chirurgische Therapie des differenzierten Schilddrüsenkarzinoms

    Schilddrüsenkarzinome werden nach dem TNM-System klassifiziert: Chirurgie von „low-risk“- und „high-risk“-Tumoren

    Multifokal papilläres Mikrokarzinom, Hürthle-Zell-Tumoren

    Chirurgische Therapie bei Kindern: totale Thyreoidektomie mit zentraler Halsdissektion und eventueller lateraler Halsdissektion

    Lymphknotenmetastasen: zentrale Halsdissektion bei positiven Lymphknoten; mögliche ­Komplikationen: Hypoparathyreoidismus, Recurrensparese, Halshämatome

    Adjuvante Therapie: Die Radiojodtherapie ist nach der Chirurgie die wichtigste Säule für ­differenzierte Schilddrüsenkarzinome.

    Anaplastisches Schilddrüsenkarzinom: Das Therapiekonzept ist multidisziplinär und unterscheidet sich je nach Ausbreitungsstadium.

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  • Vorwort: Seltene Nebenwirkungen von Immun-Checkpoint-Inhibitoren
    Immun-Checkpoint-Inhibitoren revolutionieren die Immuntherapie von onkologischen Erkrankungen. Es zeigen sich bei einer Reihe von Tumorerkrankungen bei einigen Patienten Remissionen, die teilweise auch anhaltend sind. Dabei sind diese Effekte nicht nur in fortgeschrittenen Tumorstadien dokumentiert, sondern wurden auch schon in kurativen ...Weiterlesen ...
  • Immun-Checkpoint-Inhibitor-assoziierte Hämatotoxizität

    Die hämatologischen Toxizitäten bei Immun-Checkpoint-Inhibitoren sind in der Regel immunologischer Natur.

    Die immunologischen Nebenwirkungen nach Immun-Checkpoint-Inhibitoren sind selten, aber klinisch relevant.

    Die Therapie dieser Nebenwirkungen erfolgt wie die Therapie anderer immunologisch bedingter hämatologischer Erkrankungen.

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  • Immun-Checkpoint-Inhibitor-assoziierte Neurotoxizität

    Neurologische Nebenwirkungen bei Immun-Checkpoint-Inhibitoren sind selten, können mit variabler Latenz auftreten, aber auch lebensbedrohlich sein.

    Neurotoxische Nebenwirkungen können das zentrale (u. a. Enzephalitis, Hypophysitis oder aseptische Meningitis) oder das periphere Nervensystem (u. a. Myasthenia gravis, Neuropathien oder Myositis) betreffen.

    Ein sofortiges Absetzen der auslösenden Substanz und die Einleitung einer Kortisontherapie (alternativ intravenöse Immunglobuline oder Plasmapheresen) werden bei schweren neurologischen Nebenwirkungen empfohlen.

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  • Immun-Checkpoint-Inhibitor-assoziierte Kardiotoxizität

    Immun-Checkpoint-Inhibitor-assoziierte Kardiotoxizität ist selten, kann jedoch schwerwiegende, potenziell lebensbedrohliche Ausprägungen haben.

    Die Durchführung von EKG und Echokardiographie (bzw. die Bestimmung von Brain natriuretic peptide und Troponin) zu Beginn einer Immun-Checkpoint-Inhibitor-Therapie ist zu empfehlen.

    Die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Onkologie und Kardiologie ist für die weitere Therapieplanung im Rahmen einer Immun-Checkpoint-Inhibitor-assoziierten Kardiotoxizität essentiell.

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  • Immuncheckpoint-Inhibitor-assoziierte renale Toxizität

    Die häufigste Form eines renalen immune-related adverse events (irAE) ist eine akute interstitielle Nephritis.

    Häufig gehen nicht-renale irAEs der Nierenschädigung voraus.

    Das zeitnahe Erkennen durch konsequentes klinisches Monitoring ist entscheidend für ein erfolgreiches Management.

    Die Therapie mit Immuncheckpoint-Inhibitoren bei Organtransplantierten ist mit einem deutlich erhöhten Abstoßungsrisiko assoziiert.

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  • Immun-Checkpoint-Inhibitor-assoziierte okuläre Toxizität

    Okuläre Nebenwirkungen von Immun-Checkpoint-Inhibitoren sind selten.

    Uveitis und Trockenes Auge werden am häufigsten beobachtet, sehr selten sind schwere okulare und orbitale Entzündungen.

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Kongress

  • OeGHO-Frühjahrestagung 2019 | YHOGA – Young Hemato-Oncologists Group Austria: Was gibt es Neues?

    YHOGA soll die bestmögliche Entwicklung der nächsten Generation von FachärztInnen für Hämatologie und internistische Onkologie innerhalb der OeGHO unterstützen.

    Eine Mitgliedschaft bei der OeGHO ist für ÄrztInnen in Ausbildung kostenlos, alle Mitglieder ­< 40 Jahre werden in einem separaten YHOGA-E-Mail-Verteiler erfasst.

    Die beiden neuen Vorsitzenden, DDr. Barbara Kiesewetter von der Abteilung für Onkologie am AKH Wien und PD Dr. Andreas Pircher von der Universitätsklinik in Innsbruck, werden die YHOGA zukünftig leiten.

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  • ASCO-GI 2019 | Highlights

    Karzinome des Magens, Ösophagus oder gastroösophagealen Übergangs: Pembrolizumab stellt bei Patienten mit lokal-fortgeschrittenen oder metastasierten Ösophaguskarzinomen und PD-L1-Expression (CPS ≥ 10 %) eine überlegene Zweitlinienoption dar.

    Metastasiertes Cholangiokarzinom: Auf Basis der ROAR-Kohortenanalyse sollte die BRAF­Mutationsanalyse standardgemäß durchgeführt werden, da mit Dabrafenib und Trametinib eine Zweitlinienoption bei BRAF V600-mutierten Patienten besteht.

    Kolonkarzinom: Die Studie CCTG-C0.26 zeigt, dass auch Patienten mit ­Mismatch-Repair-Profizienz von einer dualen Immuntherapie mit Durvalumab und Tremelimumab profitieren könnten.

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  • ASCO-GU 2019 | Studienhighlights in der Uroonkologie

    Nierenzellkarzinom: Stellenwert in der Erstlinientherapie und neue Kombinationen bestehend aus Tyrosinkinase- und Immun-Checkpoint-Inhibitoren. Studien: KEYNOTE-426, JAVELIN Renal 101, CheckMate-214, TIVO-3, NIVOREN GETUG AFU 26

    Urothelkarzinom: Erste Ergebnisse aus klinischen Studien mit neuen zielgerichteten Therapien als Monotherapie oder in Kombination. Bereits zugelassene Substanzen wie Immun-Checkpoint-Inhibitoren werden im Frühstadium auf ihre Wirksamkeit und ein potentiell langfristiges An-sprechen hin untersucht. Studien: KEYNOTE-057, PIVOT-02, FIERCE-21

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Panorama

  • Neue Therapieoptionen beim nicht-metastasierten, kastrationsresistenten Prostatakarzinom

    Neben Enzalutamid (2018) ist nun auch Apalutamid (2019) für die Behandlung des nicht-metastasierten, kastrationsresistenten Prostatakarzinoms zugelassen.

    Anfang März 2019 wurde für Darolutamid der Zulassungsantrag bei der Europäischen Arzneimittelbehörde eingereicht.

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  • Arterielle Thromboembolien bei Tumorpatienten

    Das Risiko für arterielle Thrombosen bei Patienten mit maligner Erkrankung liegt deutlich unter dem für venöse Thrombosen (2,6 % vs. 8,4 %).

    Innerhalb unterschiedlicher Tumorentitäten variiert das Risiko für eine arterielle Thrombose sehr stark. Das höchste Risiko haben Patienten mit Lungen- oder Nierenzellkarzinomen.

    Eine arterielle Thrombose bei Patienten mit maligner Erkrankung ist mit einer 3-fach erhöhten Mortalität assoziiert.

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Molekulares Tumorboard

  • Sigmakarzinom mit BRAF-Mutation

    Sigmakarzinom mit BRAF-Mutation Vorgestellt wird ein Patient, 53 Jahre, mit linksseitigem Kolonkarzinom (Primum: Sigma) im Stadium IV. Der Patient weist fünf isolierte Lebermetastasen auf; die molekularpathologische Analyse ergab eine BRAF-V600E-Mutation; die Tumorerkrankung wird vom multidisziplinären Team als primär nicht resektabel eingestuft.
    Der Patient ist als Konditor tätig, Vater zweier Kinder und geschieden. Er ist fit (ECOG 0), leidet an einer leichten Adipositas (BMI = 31) und an einem nicht-insulinpflichtigen Typ-2-Diabetes; Medikation: Metformin.

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Immunonkologie

  • Immuntherapie beim triple-negativen Mammakarzinom

    Der PD-L1-Antikörper Atezolizumab erzielt einen klinisch relevanten Überlebensvorteil beim triple-negativen Mammakarzinom (TNBC) um zehn Monate (IMpassion130-Studie).

    Wie immer wirft eine Studie mehr Fragen auf, als sie beantworten kann.

    Ist das PD-L1-Staining in der Routine des TNBC angekommen? Gibt es bessere Biomarker für das Ansprechen auf die Therapie? Gibt es aus Sicht der Immunogenität bessere Chemotherapie-Kombinationspartner? Letztlich stellt sich auch die Frage nach Unterschieden zwischen Checkpointinhibitoren.

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