Essstörungen im Alter

Essstörungen (Anorexia nervosa [AN], Bulimia nervosa [BN], Binge-Eating-Störung [BES], Eating Disorders Not Otherwise Specified [EDNOS nach DSM-IV]/Other Specified Eating and Feeding Disorders [OSFED nach DSM-5]) im Alter wurden in der internationalen Literatur bisher relativ wenig thematisiert. Da vor allem Jugendliche und junge Frauen als Hochrisikogruppe für Essstörungen gelten, fokussierte die Forschung auf Frauen in diesem Altersbereich. Nichtsdestotrotz gibt es Evidenz dafür, dass Essstörungen auch noch im hohen Alter – und auch bei Männern im hohen Alter – auftreten. Lapid et al.1 identifizierten im Rahmen einer Literatursuche 38 Fälle von publizierten Essstörungen bei Frauen und Männern zwischen 60 und 94 Jahren (5 Männer, 13,2 %). Der Großteil der beschriebenen Fälle (86,8 %) betraf AN. Reas und Stedal2 fanden 3 weitere Fallstudien von Essstörungen bei Männern zwischen 60 und 81 Jahren, insgesamt waren es 8 (AN: 62,5 %; BN: 25 %; EDNOS: 12,5 %).
Bei Essstörungen im Alter muss unterschieden werden zwischen Erkrankungen, die erst im Alter begonnen haben, chronifizierten Erkrankungen mit langer Dauer, Rückfällen und Wechsel zwischen verschiedenen Essstörungsdiagnosen. Obwohl es Neuerkrankungen mit 70 Jahren oder älter gibt3, handelt es sich nur bei dem kleineren Teil der publizierten Fallbeispiele über 60 Jahre um Neuerkrankungen1, 2. In vielen Fällen mit sehr spätem Erkrankungsbeginn wurde von einem kritischen Lebensereignis kurz vor Krankheitsbeginn berichtet (Tod oder Erkrankung des Partners oder der Partnerin, eigene Erkrankung, Probleme in der Partnerschaft, Wechsel in ein Pflegeheim). Als häufigste komorbide psychische Störungen wurden Depressionen, bei Männern auch Alkoholabhängigkeit, beobachtet. Die Mortalitätsrate war bei den beschriebenen Fallbeispielen hoch1.
Zu unterscheiden von AN ist der im hohen Alter häufig vorkommende Appetitverlust, der auch als Altersanorexie bekannt ist, aber nicht zu den Essstörungen zählt. Hierbei handelt es sich um Appetitlosigkeit und Mangelernährung im Zusammenhang mit körperlichen Begleiterscheinungen des Alters (Kau- und Schluckstörungen, Geruchs- und Geschmacksveränderungen, Änderungen der Magendehnung und -entleerung), Nebenwirkungen von Medikamenten, finanzielle Deprivation, Depressionen und daraus resultierende Kachexie. Es liegen typische Symptome einer AN nicht vor, wie stark ausgeprägte Angst zu dick zu werden, intensive Beschäftigung mit Gewicht und Figur und gezielte Gewichtsabnahme durch Vermeiden bestimmter hochkalorischer Speisen.
Der vorliegende Beitrag gibt einen Überblick über den aktuellen Kenntnisstand zu Essstörungen im Alter. Die Lebensphase „Alter“ wird dabei mit dem Eintritt in den Ruhestand definiert, der in den westlichen Ländern zumeist in einem Alter von etwa 60 Jahren erfolgt.

Epidemiologie

Inzidenz: Es gibt meines Wissens nur eine Studie, in der die Inzidenz von AN zumindest für Frauen ab 60 Jahre dargestellt wird4, wobei sich keine Neuerkrankungen zeigten. Bei Frauen zwischen 50 und 59 Jahren lag die Inzidenzrate bei 1,8 pro 100.000 Personenjahre. Für BN, BES, EDNOS/OSFED ist mir ebenfalls keine Studie bekannt, welche die Inzidenz für die Altersgruppe ab 60 Jahre darstellt. Für BN berichten Currin et al.5 für Frauen und Männer ab 40 Jahre in Großbritannien eine Inzidenzrate bei praktischen Ärztinnen und Ärzten von 0,6 pro 100.000.

Prävalenz: Aus dem „National Comorbidity Survey Replication“ (NCS-R) in den USA6 stehen Interviewdaten von 317 Frauen und 190 Männern ab 60 Jahren zur Verfügung. Ermittelt wurden die 12-Monats-Prävalenz und die Lebenszeitprävalenz von AN, BN und BES (nach DSM-IV) sowie subklinische BES und „Any Binge Eating“. Subklinische BES war gegeben, wenn die Kriterien B und/oder C des DSM-IV für BES nicht erfüllt waren. Die Kategorie „Any Binge Eating“ wurde bei mindestens zwei Essanfällen pro Woche für mindestens drei Monate vergeben, unabhängig davon, ob die Essanfälle in Zusammenhang mit einer der 4 anderen Kategorien auftraten oder nicht. Die Lebenszeitprävalenzen betrugen für die Gesamtstichprobe der Frauen und Männer 0,6 % für AN (s*: 0,5), 0,1 % für BN (s: 0,1), 1,7 % für BES (s: 0,7), 0,8 % für subklinische BES (s: 0,4) und 2,7 % für „Any Binge Eating“ (s: 0,7). Abbildung 1 zeigt die Lebenszeitprävalenzen für Frauen und Männer getrennt.
Die 12-Monats-Prävalenzen betrugen für die Gesamtstichprobe der Frauen und Männer für BN 0,1 % (s: 0,1), für BES 0,8 % (s: 0,4), für subklinische BES 0,5 % (s: 0,4) und für „Any Binge Eating“ 1,5 % (s: 0,5). Die Lebenszeitprävalenzen für Frauen und Männer sind in Abbildung 2 getrennt dargestellt.
Preti et al.7 untersuchten ebenfalls mittels Interviews die Lebenszeitprävalenz von AN, BN, BES, subklinische BES und „Any Binge Eating“ in einer Stichprobe von 4.139 Erwachsenen ab 18 Jahre aus Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien, den Niederlanden und Spanien. Die Definitionen von subklinischer BES und „Any Binge Eating“ waren analog zu Hudson et al.6 Rund 20 % der Befrag­ten waren älter als 65 Jahre. Die Analyse der kumulativen Lebenszeitprävalenzen zeigt, dass die meisten Essstörungen im Alter von 10 bis 20 Jahren begannen. Für AN gab es keine Neuerkrankungen nach dem Alter von 20 Jahren, für BN nur wenige Neuerkrankungen nach einem Alter von 25 Jahren. Für BES und „Any Binge Eating“ zeigten sich kontinuierlich Neuerkrankungen bis zum Alter von 40–45 Jahren sowie eine weitere stärkere Zunahme von Neuerkrankungen bei etwa 55–60 Jahren7.
In einer Stichprobe von 475 Frauen zwischen 60 und 70 Jahren aus Innsbruck erfüllten laut Selbstangaben in einem Fragebogen 3,8 % der Frauen (KI**: 2,3–5,9) die Kriterien für eine Essstörung laut DSM-IV8. Dabei handelte es sich in einem Fall um AN (0,2 %) mit Krankheitsbeginn nach dem Alter von 50 Jahren, in zwei Fällen um BN (0,4 %) und in 15 Fällen um EDNOS (3,2 %), davon 5 Frauen mit BES. Weitere 4,4 % der Frauen (KI: 2,7–6,5) wiesen subklinische Essstörungen (einzelne Symptome einer Essstörung) auf, in den meisten Fällen Essanfälle (33 %), Verwendung von Laxanzien oder Diuretika (62 %) und Erbrechen (5 %).
In der in den USA durchgeführten Gender-and-Body-Image-(GABI-)Studie wurden 1.849 Frauen ab 50 Jahren mit einem Online-Fragebogen befragt, davon 342 zwischen 65 und 84 Jahren9. Das häufigste Essstörungssymptom zum Zeitpunkt der Befragung waren Essanfälle mindestens einmal pro Woche (65–74 Jahre: 0,8 %; 75–84 Jahre: 2,3 %). Essanfälle mit Kompensationsmaßnahmen gab eine Frau im Altersbereich 65–74 Jahre an (0,4 %). Für den Zeitraum von 5 Jahren vor der Befragung gaben 7,3 % der Frauen ab 65 Jahre Purging-Verhalten ohne Essanfälle an.
In einer rezenten Studie in Portugal10, die einem zweistufigen Design mit Screening und anschließendem Interview folgte, wurden 342 Frauen zwischen 65 und 94 Jahren befragt. Die Punktprävalenz für irgendeine Essstörung nach DSM-5 war 3,25 % (KI: 1,8–5,7). Die geschätzte Prävalenz für BES lag bei 1,68 % (KI: 0,8–3,8), für OSFED bei 1,48 % (KI: 0,6–3,4) und für BN bei 0,3 % (KI: 0,05–1,7). Es wurde kein Fall von AN identifiziert. Essanfälle wurden von 5,6 % der Frauen berichtet.
Hay et al.11 untersuchten in zwei Querschnittstudien in den Jahren 1995 und 2005 die Häufigkeit von Essstörungssymptomen in Australien mittels Interviews. Der Anteil von Frauen und Männern über 65 Jahre an den Personen, die mindestens einen Essanfall pro Woche angaben, stieg in den 10 Jahren von 2,3 % auf 6,2 %, der Anteil von über 65-Jährigen bei den Personen mit Purging-Verhalten stieg von 5,2 % auf 20,1 %.

 

 

 

 

 

 

 

 

Risikofaktoren und Ätiologie: Unzufriedenheit mit Gewicht und Figur sowie Diäten sind auch bei Frauen im Alter sehr häufig und scheinen eine ähnliche Bedeutung als Risikofaktor für Essstörungen zu haben wie in jüngeren Jahren. Ein Vergleich zwischen 60–78-jährigen und 18–31-jährigen Frauen ergab keinen signifikanten Unterschied für Häufigkeit von Diäten und den Wunsch, abzunehmen12.
Allaz et al.13 interviewten eine aus dem Melderegister von Genf gezogene Zufallsstichprobe von 1.053 Frauen zwischen 30 und 74 Jahren. Der durchschnittliche Body-Mass-Index (BMI) lag bei 23,7 (s: 4,1). 71 % der Frauen wollten ein niedrigeres Gewicht, wobei bei allen Altersgruppen der durchschnittlich gewünschte BMI im Mittel um 1,65 kg/m2 (min: 1,5; max: 1,8) unter dem durchschnittlichen tatsächlichen BMI lag. Diät aus Figurgründen hielten 30,5 % der 65–74-jährigen Frauen in den letzten 5 Jahren vor der Befragung, davon hatten 62 % Normalgewicht. Obwohl Unzufriedenheit mit dem Gewicht auch diese Altersgruppe betraf, war das Ausmaß an Unzufriedenheit etwas geringer als in den jüngeren Altersgruppen13.
Ähnliche Ergebnisse fanden Mangweth-Matzek et al.8 in ihrer Studie bei Frauen zwischen 60 und 70 Jahren aus Innsbruck. Der durchschnittlich gewünschte BMI lag mit 23,3 um fast 2 kg/m2 unterhalb des tatsächlichen durchschnittlichen BMI von 25,1. Einen BMI über 25 hatten rund 44 % der Frauen. Rund 40 % der normalgewichtigen Frauen waren mit ihrem Gewicht und/oder ihrer Figur nicht oder nur mäßig zufrieden. Der überwiegende Teil aller Frauen (86 %) versuchte, das Gewicht zu kontrollieren durch regelmäßiges Wiegen (71 %), regelmäßige Bewegung (69 %), strenge Diät (10 %), Laxanzien oder Diuretika (6 %), Erbrechen und Ausspucken von Nahrung (1 %). Mehr als die Hälfte (56 %) gab an, restriktiv zu essen, um eine Gewichtszunahme zu vermeiden.
Auch in der GABI-Studie9 bejahten mehr als die Hälfte der Frauen ab 65 Jahre (52 %), dass Sorgen um Gewicht und Figur ihr Leben negativ beeinflussen würden (nach Altersgruppen: 65–75: 53,4 %; 75–84: 45,8 %). Diät, um Gewicht zu verlieren, hielten zum Zeitpunkt der Befragung 67 % der Frauen ab 65 Jahren (65–74: 71,2 %; 75–84: 53,1 %). Als extreme Gewichtskontrollmaßnahmen in den letzten 5 Jahren gaben 0,8 % der Frauen ab 65 Jahren Erbrechen, 0,5 % Laxanzien, 1,8 % Diuretika, 4,4 % Diätpillen und 5,0 % exzessives Training an.
Eine besondere Rolle spielen bei älteren Frauen die Angst vor dem Altern und der Umgang damit14. Einige Studien legen nahe, dass der Zusammenhang zwischen Körperunzufriedenheit und Selbstkonzept zum einen mit dem Alter geringer wird und zum anderen mit dem Ausmaß, in dem Frauen in der Lage sind, ihren sich verändernden Körper neu zu bewerten („cognitive reappraisal“) bzw. die mit zunehmendem Alter auftretenden Veränderungen des Körpers zu akzeptieren15.
Laut Bueno et al.16 scheint bei Frauen mit späterem Krankheitsbeginn prämorbide Adipositas eine größere Rolle zu spielen, und als unmittelbare Auslöser werden häufiger Probleme in der aktuellen Wahl-Familie als in der Ursprungsfamilie berichtet1, 17. Außerdem wird diskutiert, dass Essstörungen im Alter mit den vermehrt auftretenden Verlusten, gefühltem Kontrollverlust und dem Wunsch, wieder mehr Kontrolle über das eigene Leben zu gewinnen, zusammenhängen18.

Klinische Präsentation und Krankheitsverlauf

Bezüglich Essstörungssymptomatik und psychiatrischer Komorbidität sind die Ergebnisse nicht ganz einheitlich. Während bei Cumella und Kally17 ältere Patientinnen mit AN schwerere Erkrankungen und mehr psychiatrische Komorbiditäten als jüngere aufwiesen, fanden andere Studien keine wesentlichen Unterschiede19. Die Prognose ist jedoch für Betroffene ab 40 Jahren ungünstiger20. Grund könnte sein, dass es sich bei einem großen Teil um bereits lang andauernde Erkrankungen handelt19. Bei schwerer und langdauernder AN (Erkrankungsdauer ≥ 7 Jahre) erwiesen sich Alter, Krankheitsdauer und soziale Integration als Prädiktoren für Outcome21. Keinen Einfluss des Alters fanden Gaudiani et al.19 bei hospitalisierten schweren Fällen von AN auf die Gewichtsstabilisierung.
Für BES gibt es kaum Studien zu Unterschieden zwischen Patienten verschiedener Altersgruppen. Guerdjikova et al.22 fanden im Hinblick auf Essstörungspathologie, psychiatrische Komorbidität und Adipositas keine Unterschiede von Frauen und Männern ab 65 Jahre mit BES im Vergleich zu jüngeren Erwachsenen mit BES.

Zusammenfassung

Aus Mangel an epidemiologischen Studien mit ausreichend großen und repräsentativen Stichproben gibt es keine genauen Prävalenz- und Inzidenzraten zu Essstörungen bei Frauen und insbesondere bei Männern über 60 Jahren. Eine Zusammenfassung oder Vergleiche der wenigen vorhandenen Studien sind schwierig aufgrund der unterschiedlichen Altersgruppen, Studiendesigns und Befragungsmethoden sowie der Veränderungen der Diagnosekriterien im Laufe der Zeit. Die Schätzungen für die Punktprävalenz für irgendeine Essstörung im Alter ab 60 Jahre streuen zwischen rund 1 % und 4 %. Am häufigsten sind BES bzw. EDNOS/OSFED. Die Schätzungen für subklinische Störungen und einzelne Essstörungssymptome liegen zwischen 0,4 % und 5,6 %. AN und BN sind hingegen selten, was im Gegensatz dazu steht, dass sich der größere Teil der bisherigen Literatur zu Essstörungen im Alter auf AN bezieht. Es gibt erste Hinweise, dass Essstörungen im Alter häufiger geworden sind, aus Mangel an geeigneten Studien ist dies jedoch nicht ausreichend belegbar. Unklar ist auch, wie groß die Anteile an sehr späten Neuerkrankungen, chronifizierten Erkrankungen, Rückfällen oder Wechsel zwischen verschiedenen Essstörungsdiagnosen sind. Im größeren Teil der Fälle scheint es sich jedoch nicht um Neuerkrankungen im Alter zu handeln bzw. hatten Gewicht und Figur auch in jüngeren Jahren einen sehr hohen Stellenwert für die Betroffenen.
Obwohl Unzufriedenheit mit Figur und Gewicht auch die Altersgruppe ab 60 Jahre betrifft, scheint das Ausmaß an Unzufriedenheit etwas geringer zu sein als in den jüngeren Altersgruppen13, 14. Der Grund könnte einerseits darin liegen, dass ein etwas höheres Gewicht bei Frauen über 60 Jahren gesellschaftlich akzeptierter ist. Andererseits waren die befragten Frauen dieser Altersgruppe in ihrer Jugend einem geringeren gesellschaftlichen Druck ausgesetzt, einem extrem dünnen Schönheitsideal zu entsprechen, da die „Twiggy-Generation“ zum Zeitpunkt der Studien noch jünger als 60 Jahre war. Ein protektiver Faktor für Essstörungen im Alter scheint die Fähigkeit zur kognitiven Neubewertung und Akzeptanz des sich mit zunehmendem Alter verändernden Körpers zu sein.

Resümee

Auch wenn Essstörungen im Alter seltener auftreten als in jungen Jahren, muss ihnen angesichts der hohen Morbidität und Mortalität zukünftig mehr Beachtung geschenkt werden. Diäten und daraus resultierende Mangelernährung und Untergewicht stehen unter anderem in Zusammenhang mit eingeschränkten kognitiven Fähigkeiten und Osteoporose und können Frailty und Pflegebedürftigkeit begünstigen. Auf der anderen Seite hat eine BES zumeist Übergewicht und damit zusammenhängende Komorbiditäten zur Folge. In Anbetracht einer im Alter ohnehin zunehmenden Vulnerabilität sind Essstörungen in diesem Lebensabschnitt von besonderer klinischer Relevanz. Ein besseres Verständnis von Ätiologie und Charakteristika von Essstörungen im Alter (z. B. des Einflusses von Angst vor dem Altern und von kognitiven Strategien zur Neubewertung des Körpers) ist notwendig, um an diese Altersgruppe angepasste Präventions- und Behandlungsstrategien entwickeln zu können. Insbesondere zu Binge Eating im Alter und zu Essstörungen bei Männern im Alter bedarf es mehr Forschung. Sowohl in der intra- als auch extramuralen Versorgung ist es wichtig, achtsam zu sein, um Essstörungen im Alter nicht zu übersehen.

* s = Standardabweichung
** KI: 95%-Konfidenzintervall

 

1 Lapid M et al., Eating disorders in the elderly. International Psychogeriatrics 2010; 22(4):523–536
2 Reas DL, Stedal K, Eating disorders in men aged midlife and beyond. Maturitas 2015; 81:248–255
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