SP 04|2017

Herausgeber: Univ.-Prof. Dr. Michael Musalek

Editorial

  • Immerwährender Neuanfang
    Es ist kein Zufall, dass unser Weihnachtsfest und unser Neujahrsfest in so zeitlicher Nähe zueinander begangen werden, stehen sie doch beide in enger zeitlicher und inhaltlicher Beziehung zu den archaischen Feiern der Wintersonnenwende. Den ersten Januar als Neujahrstag zu feiern, ...Weiterlesen ...

Focus: Essstörungen

  • Essstörungen, Schwangerschaft und Mutterschaft

    Nur durch die Aufhebung des Tabus und Stigmas Essstörung, d. h. über das klare Erfragen bestehender oder vergangener Essstörungssymptome, kann die werdende Mutter über die gesundheitlichen Komplikationen vor allem für das Kind informiert und aufgeklärt werden.

    Ziel muss im Rahmen einer deklarierten Risikoschwangerschaft im Kontext von Essstörungen eine medizinische bzw. therapeutische Unterstützung während und nach der Geburt sein.

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  • Essstörungen im Alter

    Essstörungen im Alter müssen angesichts der hohen Morbidität und Mortalität in der ambulanten und stationären Versorgung entsprechende Beachtung finden und im Verdachtsfall genau exploriert werden.

    Im Alter treten vor allem die Binge-Eating-Störung, Eating Disorders Not Otherwise Specified (nach DSM-IV)/Other Specified Feeding and Eating Disorders (nach DSM-5) und subklinische Essstörungen auf.

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  • sowhat – Ambulanz für Essstörungen

    u sowhat bietet für Patienten mit Essstörungen eine ambulante Behandlung in einem individua­lisierten multiprofessionellen Therapieprogramm an.

    Nach psychologischer und medizinischer Diagnostik sowie psychiatrischer Erstuntersuchung wird ein individueller Behandlungsplan mit einem Therapieangebot, das den Bedürfnissen und dem Störungsprofil des Patienten am besten gerecht wird, erstellt und umgesetzt.

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  • Essstörungen – psychodynamisch betrachtet: Von der Behandlung psychosomatischer Strukturen

    Essstörungen zeigen in der Behandlung eine komplexe Psychodynamik.

    Es gibt Hinweise, dass psychodynamische Psychotherapien wirksam sind und auch über alle Therapierichtungen hinweg die Nutzung psychodynamischer Konzepte wie Beziehungsarbeit und Konfliktbewältigung sinnvoll ist.

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  • Die Sozialästhetik des Essens

    Der Genuss bzw. die Genussfähigkeit stellt den Anknüpfungspunkt zwischen dem Thema Essen und der psychiatrischen Medizin/Psychologie im Sinne von gesundheitsförderlichen Interventionen als Forschungs- und Handlungsgebiet der Sozialästhetik dar.

    Therapeutisches Genusserleben kann störungsspezifische Ansätze in der Behandlung psychisch Kranker erweitern, wobei das Essen und Sich-Ernähren nur eine Teilkomponente des Genusses darstellt, die aber sehr wichtig, weil alltäglich ist.

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Für die Praxis

  • Dissoziative Identitätsstörungen und schizophrene Wahnidentitäten

    Dissoziative Identitätsstörungen (DIS) und schizophrene Wahnidentitäten haben mehrere Eigenschaften gemeinsam, unterscheiden sich jedoch deutlich.

    Die DIS entwickelt sich aufgrund traumatischer Erfahrungen in der frühen Kindheit. Selbstanteile werden abgespalten und mit einer je eigenen Biografie ausgestattet.

    Schizophrene Wahnidentitäten sind Konkretisierungen der erlebten Veränderung der eigenen Person in der Psychose. Sie sind das Resultat einer Wahnarbeit, bei der sich Wahneinfälle, Wahnwahrnehmungen, Wahnbewusstheiten mit biografischen Erinnerungen und kulturellen Symbolbeständen verbinden.

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Panorama

  • Assoziationen zu Christine Lavant „Aufzeichnungen aus einem Irrenhaus“

    Die Schriftstellerin und Dichterin Christine Lavant war in der Zwischenkriegszeit Patientin in der Landesirrenanstalt Klagenfurt.

    Ihre Texte zeigen sie als scharfe Beobachterin der damaligen Zustände.

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  • Flucht und Trauma

    Die erhöhte Prävalenz psychischer Erkrankungen bei den oft schwer traumatisierten Flüchtlingen fordert das psychiatrische Versorgungssystem.

    Um eine Chronifizierung hintanzuhalten und eine Integration zu ermöglichen, sollte der Bedarf an psychischer Unterstützung von Asylsuchenden möglichst früh erkannt und abgedeckt werden.

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