SP 03|2014

Herausgeber: Univ.-Prof. Dr. Michael Musalek

Editorial

  • Der Mensch, das unfertige Wesen
    Der Mensch erblickt das Licht der Welt fernab seiner Fertigstellung. Er ist bei seiner Geburt, aber auch noch in seinen ersten Lebensjahren im höchsten Maße unvollständig. Es fehlen dem Kleinstkind, das wir mit einem Anglizismus Baby nennen, dem Kleinkind, aber ...Weiterlesen ...

Focus: ADHS

  • ADHS – stigmatisieren wir unsere Kinder?
    Was bisher geschah
    Die Diagnose „ADHS des Erwachsenenalters“ hat sich in den Lehrbüchern der Psychiatrie erst langsam durchgesetzt. In den großen Standardwerken der Erwachsenenpsychiatrie vermisst man bis zum Ende des 20. Jahrhunderts meist zur Gänze die Erwähnung der Diagnose der ...Weiterlesen ...
  • ADHS und Asperger-Syndrom

    Zwischen ADHS und Autismus-Spektrum-Störungen besteht eine häufige Komorbidität. Die schwerer wiegende Störung ist die autistische Störung. Das Wissen um die Besonderheiten autistischer Störungen stellt eine vordringliche Anforderung an alle Berufsgruppen aus dem weiten Arbeitsfeld der Kinder- und Jugendpsychiatrie dar. Adäquate Beratungen der Angehörigen sowie Kindergarten- und Schulpädagogen stellen die wesentlichen Weichenstellungen zur Prävention sozialer Fehlentwicklungen dar.

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  • ADHS-Diagnostik im Kindes- und Jugendalter

    ADHS ist eine klinische Diagnose, die symptomdeskriptiv gestellt wird. Die häufig verwendeten Fremdbeobachtungsbögen tragen zur Klassifikation bei, liefern aber keine relevanten Informationen für den individuellen Behandlungsplan. Die auf den Einzelfall individuell abzustimmende multimodale Behandlung erfordert eine interdisziplinäre Diagnostik, die Bedingtheiten der Störung in ihrer neuropsychologischen und psychodynamischen Dimension aufschlüsselt.

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  • ADHS im Kindes- und Jugendalter – Therapie

    ADHS ist eine häufige und schwere psychische Erkrankung mit einer hohen Persistenz bis ins Erwachsenenalter. Unbehandelt ist die Prognose schlecht, es drohen deviante Entwicklung mit mangelndem Schul- und Ausbildungserfolg, psychische Folgeerkrankungen, Delinquenz und eingeschränkte Lebenserwartung.

    Mehr als 80 % der Betroffenen haben zusätzlich eine oder mehrere Beeinträchtigungen wie affektive und dissoziale Störungen, umschriebene Entwicklungsstörungen etc.

    Die Behandlung umfasst immer nichtmedikamentöse und medikamentöse Maßnahmen. Stimulanzien und „Nichtstimulanzien“ sind zugelassen, gut wirksam, verträglich und sicher.

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  • Diagnostik der ADHS im Erwachsenenalter

    Ein wichtiger Punkt der Diagnose ADHS im Erwachsenenalter ist der dimensionale Charakter. Entscheidend sind die Ausprägung und das gemeinsame Auftreten der Aufmerksamkeitsstörung, Hyperaktivität und Impulsivität. Eine weitere Besonderheit ist der frühe Beginn der Störung während der Kindheit.

    Der diagnostische Prozess kann durch Einsatz von Selbstbeurteilungsverfahren und/oder von Fremdratinginstrumenten unterstützt werden (z. B. HASE, ADHS-E, IDA, KATE, CAARS).

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  • Die Behandlung von ADHS im Erwachsenenalter

    Wie bei Kindern ist bei Erwachsenen eine ADHS-spezifische multimodale Behandlung, die neben der medikamentösen Therapie auch strukturierte psychoedukative Programme, Coaching, Psychotherapie und nötigenfalls Sozialarbeit und Ergotherapie umfasst, indiziert. In Österreich werden die nichtmedikamentösen Komponenten aber noch kaum angeboten.

    Für die medikamentöse Neueinstellung ist derzeit bei Erwachsenen nur Atomoxetin zugelassen, bei zwei retardierten Methylphenidaten besteht die Möglichkeit der Weiter-verordnung nach dem 18. Lebensjahr, andere Optionen sind nur off-label anwendbar.

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  • Symptomatik des Delirs und psychopharmakologische Therapie

    Das Delir ist eine Diagnose an der Schnittstelle von Psychiatrie und somatischer Medizin. Die Therapie des Delirs beinhaltet primär die Behandlung der Grundkrankheit. Wesentlich sind auch nichtpharmakologische Interventionen.

    Beim nicht substanzinduzierten Delir sind Antipsychotika indiziert, wobei die antipsychotischen Dosierungen niedriger sind als bei schizophrenen Störungen. Benzodiazepine sind bei starker Agitation und Gefährdung gebräuchlich, eine antidelirogene Potenz haben sie aber nur beim Alkohol- oder Benzodiazepinentzugsdelir.

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Kongress

  • DSM-5 – wie hat es sich bewährt? – XX. Update in Psychiatrie und Psychotherapie 2014, 22.–23. 5. 2014, Wien

    Begleitet von einer heftigen Kontroverse, brachte die im Mai 2013 publizierte Neufassung des amerikanischen Diagnosesystems DSM-5 eine Zunahme an Diagnosen und weitere Veränderungen gegenüber dem DSM-IV. Obwohl zu früh für eine endgültige Bewertung, wurde es keine „geniale“ Klassifikation, aber ein Schritt in Richtung besseres Verständnis von psychischen Störungen.

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  • Psychische und somatische Erkrankungen im Alter

    Psychische Störungen sind mit einer erhöhten somatischen Morbidität assoziiert, und umgekehrt werden somatische Erkrankungen im Alter häufig von psychischen Störungen begleitet. Daher ist zusätzlich zur somatischen auch auf eine sorgfältige psychiatrische Abklärung sowie auf eine adäquate Behandlung zu achten.

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Für die Praxis

  • Symptomatik des Delirs und psychopharmakologische Therapie

    Das Delir ist eine Diagnose an der Schnittstelle von Psychiatrie und somatischer Medizin. Die Therapie des Delirs beinhaltet primär die Behandlung der Grundkrankheit. Wesentlich sind auch nichtpharmakologische Interventionen.

    Beim nicht substanzinduzierten Delir sind Antipsychotika indiziert, wobei die antipsychotischen Dosierungen niedriger sind als bei schizophrenen Störungen. Benzodiazepine sind bei starker Agitation und Gefährdung gebräuchlich, eine antidelirogene Potenz haben sie aber nur beim Alkohol- oder Benzodiazepinentzugsdelir.

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  • Essstörungen bei Erwachsenen

    Bei Erwachsen ist vor allem mit atypischen Essstörungen und chronifizierten und schweren Verläufen der Anorexia nervosa und der Bulimia nervosa zu rechnen. Sowohl Folgeerscheinungen der Essstörungen als auch komorbide psychische Erkrankungen, wie Depression, Angststörungen und Suchterkrankungen, und die ambivalente Therapiemotivation stellen dabei eine weitere therapeutische Herausforderung dar.

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