DFP - Fortbildung

Esketamine

Neuartiger Wirkungsansatz bei therapieresistenter Depression

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Erscheinungsdatum:
17.4.2015

Herausgeber:
Univ.-Prof. Dr. Michael Musalek


Editorial

Sind wir alle gleich?

Michael Musalek 17.4.2015

Sind wir alle gleich? Beim ersten Hinsehen ist das eine unheimlich banale Frage – oder richtiger: Die Antwort liegt so sehr auf der Hand, dass es sich eigentlich gar nicht lohnt, diese Frage zu stellen. Natürlich sind wir nicht alle gleich – der eine ist größer, der andere kleiner; der eine ist stärker, der andere schwächer; der eine erfolgreicher, der andere weniger erfolgreich; der eine gefühlvoller, der...

Focus: Psychiatrie / Psychotherapie und Film

Eros, Liebe, Sexualität – erotische Ressourcen in der Cinematherapie

Martin Poltrum 17.4.2015

Im Anton-Proksch-Institut gibt es seit 2009 ein eigens für Suchtkranke entwickeltes Kinotherapieprogramm, in dem Filme als „Mood Stabilizer“ und zur Hoffnungsinduktion eingesetzt werden. Weil Liebesbeziehungen neben den Eltern-Kind-Beziehungen, der Freundesliebe, der Geschwisterbeziehung und der agapeischen Liebe wahrscheinlich die intensivsten, wenn nicht die intensivsten Beziehungen überhaupt sind und es...

Focus: Psychiatrie / Psychotherapie und Film

Psychose im Film

Thomas Stompe 17.4.2015

Das Thema Psychose wurde von Filmemachern vor allem seit den 1990er-Jahren verstärkt aufgegriffen. Aus filmwissenschaftlicher Perspektive ist das Interesse relativ klar nachvollziehbar: es ist das Fremdartige, Ungewisse, Unberechenbare, das Unverbrauchte, Neuartige, der Zugang zu einer fremden, faszinierenden, manchmal bedrohlichen, manchmal poetischen Welt. Im Film werden 6 Stereotype thematisiert, die meist in...

Focus: Psychiatrie / Psychotherapie und Film

Sucht im Film: Zwischen Realitätsverzerrung und Gefahr

Dirk Arenz 17.4.2015

Drogenkonsum zwischen „bewusstseinserweiternden“ Aspekten und (gesundheitlichem) Risiko: In vielen Filmen findet sich das Dilemma der moralischen Bewertung des Drogenkonsums. Viele filmische Darstellungen der Schicksale der Protagonisten dienen der moralisierenden-aufklärerischen Botschaft der Gefahr des Drogenkonsums, andere zeigen den Drogenrausch in seiner realitätsverzerrenden Seite und weitgehend ohne...

Focus: Psychiatrie / Psychotherapie und Film

Demenz im Spielfilm

Axel Karenberg 17.4.2015

Spielfilme mit dem Thema Demenz sind ein Phänomen der letzten 30 Jahre und zählen mehrheitlich zum Genre des melodramatischen Rührstücks. Obwohl die typischen Symptome oft angemessen dargestellt werden, fehlt meist die Schilderung fortgeschrittener Stadien und der alltagspraktischen Probleme der Betroffenen. Ein spezielles dramaturgisches Problem ist die „Auflösung des Subjekts“, die Desintegration des...

Focus: Psychiatrie / Psychotherapie und Film

Suizid im Film – Zwischen Einsamkeit und Krebsdiagnosen

Tobias Eichinger 17.4.2015

Die Fähigkeit des Menschen, die Beendigung des eigenen Lebens planen, reflektieren und umsetzen zu können, dient im filmisch-narrativen Kontext oft als dramaturgisches Mittel, um davon zu erzählen, wofür es sich zu leben lohnt. Ein gängiges Motiv dieser Erzählstrategie ist die Botschaft von der Macht der Liebe, die Lebenszweifel überwinden und neuen Lebenswillen anzufachen vermag. „Veronika beschließt zu...

Focus: Psychiatrie / Psychotherapie und Film

Der Psychotherapeut im Film

Rainer Gross 17.4.2015

Schon seit über 100 Jahren praktizieren die Therapeuten auf der Leinwand – und prägen so auch die Vorstellungen unserer realen Patienten von erfolgreicher Psychotherapie. In ihrem Standardwerk zählen Glen und Kris Gabbard bereits 1999 über 1.000 Filme mit Psychotherapeuten in Hauptrollen oder zumindest Nebenrollen. Erfolgreiche Therapie im Film ist fast immer kurz – und kathartisch. In einer Stunde gelingt...

Kongress

Orpheusprogramm – erste Evaluationsergebnisse

Oliver Scheibenbogen et al. 17.4.2015

Evaluationsstudien des Orpheusprogramms zeigen, dass der Wunsch nach Autonomie im Fokus der Genesebemühungen suchterkrankter Patienten steht. Von zentraler prognostischer Validität für den Therapieerfolg hat sich dabei der Faktor der Selbstwirksamkeit erwiesen. Die Förderung der Zuversicht des Betroffenen in die eigenen Fähigkeiten erhöht die Wahrscheinlichkeit, selbstgesteckte Zielsetzungen auch tatsächlich...

Kongress

Psychomotorische Unruhe – Definition und Behandlung

Martin Aigner 17.4.2015

Das Begriffsfeld psychomotorische Unruhe kann mit dem aktuellen Begriff in den Research Domain Criteria „Arousal“ gut zusammengebracht werden. Eine Vereinheitlichung der Definitionen wäre wünschenswert, um die Begriffe zu schärfen. Die gängigen pathophysiologischen Überlegungen zu Agitation v. a. beim Delir umfassen die monoaminerge Imbalance bzw. die GABA-Glutamat-Imbalance; neue Überlegungen gibt es zum...

Für die Praxis

Psychotrauma im Alter – eine Analyse des psychosozialen Modells ESRA

Klaus Mihacek et al. 17.4.2015

Die psychosoziale Traumaarbeit mit älteren NS-Überlebenden muss individuell, ganzheitlich und multiprofessionell sein. Ist der Betroffene in einer entsprechenden Einrichtung „angekommen“, ist die (rasche) Verfügbarkeit psychosozialer Unterstützung wesentlich für die Aufrechterhaltung des weiteren Betreuungsverlaufs. Ebenso wichtig ist die Kontinuität im Betreuungsgeschehen. Ältere Personen aus der...