SP 02|2020

Herausgeber: Univ.-Prof. Dr. Michael Musalek

Editorial

  • Corona-Krise – was ist das?!
    Corona-Krise – was ist das?! – für viele eine völlig banale Frage, die nur eine banale Antwort kennt: Die Corona- Krise ist eine Krise, die durch das COVID- 19-Virus verursacht ist, die sich mehr oder weniger über die ganze Welt ...Weiterlesen ...

Focus: Neue Technologien und Psychiatrie/COVID

  • Künstliche Intelligenz im medizinischen Alltag

    In der praktischen Medizin werden heute vor allem KI-Systeme für ganz spezielle Aufgaben (schwache künstliche Intelligenz) eingesetzt.

    Der selbstständig arbeitende und kommunizierende medizinische Roboter (starke künstliche Intelligenz) ist derzeit kein Thema in der klinischen Medizin.

    AI kann in der Medizin überall dort eingesetzt werden, wo es um die Erkennung von Zeichen, Sprache und Bildern geht.

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  • Pathologischer Internet-Gebrauch als Komorbidität in der Kinder- und Jugendpsychiatrie

    Hinsichtlich der zugrundeliegenden Pathophysiologie weist suchtartiger Mediengebrauch einige Parallelen zu Störungen durch Substanzgebrauch auf. In der voraussichtlich 2021 erscheinenden ICD-11 wurden Kriterien für eine den Verhaltenssüchten zugeordnete „Gaming Disorder“ formuliert.

    Im Unterschied zu stoffgebundenen Süchten ist im Fall des Internet eine dauerhafte Abstinenz nicht möglich und auch nicht sinnvoll, somit ist zuallererst ein primärpräventiver Ansatz wichtig.

    Im Vergleich zu einer Stichprobe bei Tiroler Schülern war die Wahrscheinlichkeit für suchtartigen Internetgebrauch bei Jugendlichen in stationärer psychiatrischer Behandlung um das 7,8-Fache erhöht.

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  • Virtual-Reality-Therapie für Kinder und Jugendliche mit psychischen Störungen

    Studiendaten untermauern die Wirksamkeit des Einsatzes von Virtual Reality (VR) – ein Nutzer taucht über eine VR-Brille in eine simulierte Umgebung ein – zur Therapie psychischer Störungen, insbesondere bei spezifischen Phobien und sozialer Phobie.

    Besonders bei Kindern und Jugendlichen ist von einer großen Akzeptanz und Usability dieser Technik auszugehen.

    Wichtig dabei ist, dass der Behandelnde VR in der Therapie nicht als „Stand-alone“-Methode versteht – die tatsächliche Anwesenheit und konstante Aufmerksamkeit des Behandelnden ist erforderlich.

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  • Wie die COVID-Krise Mental Health beeinflusst

    Nach repräsentativen Umfragen ist in Österreich während des Lockdowns die depressive Symptomatik um das 4–5-Fache gestiegen, auch Angst und Insomnie haben zu- und die psychische Lebensqualität signifikant abgenommen.

    Forderungen für die zukünftige Versorgung im Bereich Mental Health aufgrund der Erfahrungen in der Pandemie: Ausbau der Plätze für Psychotherapie, weg von den beschränkten Kontingenten der Krankenkassen, Psychotherapie auf Krankenschein und Erstattung auch bei wiederholt notwendiger Psychotherapie.

    Besonders wichtig: rasche Verfügbarkeit von Psychotherapie, um durch frühe Interventionen das Chronifizierungsrisiko zu senken.

    Ebenfalls wünschenswert: Psychotherapie auf Distanz per Telefon oder internetbasiert als akzeptierter Teil des Versorgungskonzepts und Beforschung der Integration neuer Technologien zur Förderung von Mental Health.

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Panorama

  • Daten zu Suiziden in Österreich

    Jährlich sterben in Österreich fast 3-mal so viele Menschen durch Suizid (ca. 1.200) als durch Verkehrsunfälle. Suizid ist bei unter 50-Jährigen in Österreich eine der häufigsten Todesursachen, in der Altersgruppe 15–29 Jahre sogar die zweithäufigste. Gleichzeitig ist Suizid eine der wichtigsten vermeidbaren Todesursachen.

    Seit den 1980er-Jahren ist ein deutlicher Rückgang der Suizidhäufigkeit zu beobachten – bei den Frauen stärker ausgeprägt als bei den Männern.

    Das österreichische Suizidpräventionsprogramm SUPRA wurde 2017 von der EU als das Beispiel guter Praxis für Suizidprävention ausgewählt.

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