UIM 03|2013

UIM 03|2013 Themenheft Angiologie

Herausgeber: o. Univ.-Prof. Dr. Günter J. Krejs

Von jung bis alt, von medikamentös bis interventionell – Gefäßeinsichten

Editorial

  • Editorial zum Themenheft “Gefäßeinsichten”
    Liebe Kolleginnen und Kollegen,
    mit der aktuellen Angiologiebeilage möchten wir Ihre Aufmerksamkeit auf die venöse Thromboembolie lenken, und zwar auf relevante, aber manchmal am Rande der Beachtung stehende Themen aus diesem Krankheitsbild.
    Die venöse Thromboembolie bei Kindern und Jugendlichen ist ...Weiterlesen ...

Angiologie

  • Venöse Thromboembolien bei Kindern und Jugendlichen – Therapie und Prophylaxe

    Weltweit werden pädiatrische Patienten nach adaptierten Therapieempfehlungen für Erwachsene behandelt.

    Standardtherapie: unfraktionierte Heparine, niedermolekulare Heparine und orale Vitamin-K-Antagonisten.

    Dauer und Dosierung der an die Akuttherapie anzuschließenden Sekundärprophylaxe sowie die in speziellen Risikosituationen indizierte Primärprophylaxe sollten mit pädiatrischen Hämostaseologen besprochen werden.

    Maßgeblich in der Zukunft: oral verabreichte FXa-Inhibitoren, perorale und parenterale Thrombininhibitoren.

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  • Venöse Thromboembolien bei geriatrischen Patienten – Diagnostik, Prophylaxe und Therapie

    Die venöse Thromboembolie ist beim geriatrischen Patienten häufig.

    Der Kompressionsultraschall ist oft mangels Durchführbarkeit einer CT-Untersuchung auch für die Diagnose einer Pulmonalarterienembolie (PAE) beim stabilen Patienten wegweisend.

    Die Therapie mittels Antikoagulation ist beim älteren Patienten mit einem hohen Blutungsrisiko vergesellschaftet.

    Von den neuen oralen Antikoagulanzien ist für die VTE-Therapie nur Rivaroxaban zugelassen.

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  • NOAK und VTE – Welcher Patient soll sie erhalten?

    Die Therapie der venösen Thromboembolie (VTE) mit neuen oralen Antikoagulanzien (NOAK) kann nach der vorliegenden, umfangreichen Datenlage als gleich wirksam und mindestens ebenso sicher im Vergleich zur Standardtherapie angesehen werden.

    Ihr Einsatz kann durch eine fixe Dosierung und das Fehlen von Gerinnungskontrollen die Therapie für die Mehrzahl der VTE-Patienten deutlich vereinfachen.

    Vor einer Verschreibung sind neben dem aktuellen Zulassungstext auch eventuelle Gegenanzeigen zu prüfen.

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  • Das postthrombotische Syndrom: Diagnose, Risikofaktoren, Vorbeugung, Therapie

    Ein postthrombotisches Syndrom (PTS) droht 20–50 % aller Patienten mit tiefer Beinvenenthrombose (TBVT) innerhalb der ersten 1–2 Jahre.

    Risikofaktoren für das Auftreten eines PTS sind v. a. ausgedehnte Thrombosen inkl. Becken- bzw. Leistenvene, rezidivierende TBVT am selben Bein, Fortbestehen der Beschwerden nach 1 Monat Therapie, Adipositas und Alter > 70 Jahre.

    Therapeutisch stehen Kompressionsstrümpfe (typischerweise Klasse 2, knielang), Antikoagulanzien und Lokaltherapeutika (bei Entzündungen bzw. Ulkus) im Mittelpunkt.

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  • ACCP-Guidelines – Neue Standpunkte zur Unterschenkelvenenthrombose

    Übermäßige Diagnose isolierter Unterschenkelvenenthrombosen, die jedoch ohne klinische Relevanz sind, birgt Gefahr der Überbehandlung ” spezifischen Diagnose-Algorithmus beachten.

    Therapie: unmittelbare Antikoagulanzientherapie, niedermolekulares Heparin überlappend gefolgt von einem Vitamin-K-Antagonisten, alternativ Rivaroxaban (keine Initialtherapie mit Heparin).

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  • Indikationen für Cava-Filter – Indikationsstellung ist individuell

    Individuelle Indikationsstellung für Cava-Filter ist essenziell:
    – Berechtigung bei bestimmten Patienten mit ausgeprägten venösen Thrombosen und Kontraindikation für eine therapeutische Antikoagulation. Platzierung infrarenal, optionalen Filter wählen

    Routinemäßiger Einsatz zum Pulmonalarterienembolie(PAE)-Schutz bei TVT-Patienten, die therapeutisch antikoagulierbar sind, wird nach derzeitiger Datenlage nicht empfohlen.

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  • Interventionelle Therapie der VTE (tiefe Venenthrombose, Pulmonalarterienembolie) – Für bessere Erfolgsaussichten erfahrenen Zentren vorbehalten

    Katheterbasierte interventionelle Techniken für die Behandlung der tiefen Beinvenenthrombose bieten die Möglichkeit
    – Akutbeschwerden rasch zu lindern,
    – effektiv einer Rezidivthrombose vorzubeugen,
    – die Entstehung eines postthrombotischen Syndroms zu verhindern
    – und im Falle einer (sub-)massiven Pulmonalarterienembolie die Rechtsherzdruckwerte akut zu senken.

    Die beschriebenen Techniken sollten nur in erfahrenen Zentren durchgeführt werden, wobei ein genereller Einsatz noch nicht postuliert werden kann.

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  • Thrombosen im viszeralen Stromgebiet – Was tun bei Thrombose der Vena portae?

    Häufig kann bei Patienten mit einer Pfortaderthrombose eine lokale Ursache (z. B. Tumorerkrankung) oder eine thrombophile auslösende Erkrankung diagnostiziert werden (z. B. myeloproliferative Erkrankung).

    Die Diagnose sollte umgehend mit Ultraschall und CT bzw. MRI gestellt werden, ergänzend eine Gastroskopie zur Beurteilung evtl. vorliegender Ösophagusvarizen.

    Die Behandlung von Thrombosen im viszeralen Stromgebiet sollte mit Vitamin-K-Antagonisten für mindestens 3 Monate erfolgen. Regelmäßiges Evaluieren von Nutzen und Blutungsrisiko ist bei diesen Erkrankungen von besonderer Bedeutung.

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