UIM 03|2014

UIM 03|2014 Themenheft Onkologie

Herausgeber: o. Univ.-Prof. Dr. Günter J. Krejs

Weitere Artikel

  • Editorial
    Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,
    die Inzidenz, vor allem jedoch die Prävalenz maligner Bluterkrankungen steigt in Europa signifikant an. Dies gilt insbesondere für lymphoproliferative Neoplasien, aber auch für maligne myeloische Erkrankungen. Ursachen dafür sind in erster Linie die demografische Entwicklung ...Weiterlesen ...
  • Akute myeloische Leukämie

    Die akute myeloische Leukämie (AML) ist eine klonale Neoplasie, bei der es zur Proliferation und Akkumulation von myeloischen Vorläuferzellen (Myeloblasten) im Knochenmark kommt.

    Mehr als die Hälfte der Patienten mit AML ist bei Diagnosestellung bereits älter als 60 Jahre.

    Die Einteilung der AML nach der neuen WHO-Klassifikation basiert auf einer genauen genetischen Diagnostik, nach der die Indikation für eine intensivierte Therapie wie die allogene Stammzelltransplantation (HSCT) gestellt und potenzielle therapeutische Targets identifiziert werden.

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  • Fortschritte in der Behandlung der akuten lymphoblastischen Leukämie

    Die Messung auf minimale Resterkrankung mittels semiquantitativer PCR und Durchflusszytometrie erlaubt eine Risikostratifizierung und Modifikation der Therapieintensität.

    Die Philadelphia-Chromosom-positive ALL macht im Kindes- und Jugendalter 2–3 %, im Erwachsenenalter ca. 30 % aller ALL-Erkrankungen aus.

    Tyrosinkinaseinhibitoren werden bei Philadelphia-Chromosom-positiver ALL in der Induktion, Konsolidierung und Erhaltung eingesetzt und haben die Prognose deutlich verbessert.

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  • Chronische myeloische Leukämie

    Für die Wahl der Erstlinientherapie der CML sollten mehrere Parameter berücksichtigt werden: Risikoprofil bei Erkrankungsbeginn (Sokal-, Euro-, EUTOS-Score), Komorbiditäten und das Therapieziel (chronische dauerhafte Behandlung vs. eventuell erzielbare behandlungsfreie Remission).

    Entscheidend für den weiteren Verlauf sind ein engmaschiges Monitoring gemäß den aktuellen Guidelines und ein spezieller Fokus auf ein frühes molekulares Ansprechen. Das molekulare Monitoring sollte unbedingt in einem Labor durchgeführt werden, welches nach dem „IS-Standard‟ misst (cave: hat nichts mit ISO-Zertifikat zu tun!).

    Das Nichterreichen eines frühen molekularen Ansprechens nach 3–6 Monaten (BCR-ABL IS > 10 %) gilt als Therapieversagen und eine Therapieänderung muss durchgeführt werden! Nach derzeitigem Wissensstand wird es für einen Teil der CML-Patienten zukünftig auch längere therapiefreie Zeiten geben.

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  • Chronisch-lymphatische Leukämie

    Bei Leistungsminderung mit indolenter Lymphknotenschwellung oder B-Symptomen (Fieber, Nachtschweiß, Gewichtsverlust) ist ein Blutbild inkl. Differenzialblutbild erforderlich.

    Liegt eine absolute Lymphozytose ≥ 5 G/l vor, ist an das Vorliegen einer chronischen lymphatischen Leukämie (CLL) zu denken und eine Durchflusszytometrie (FACS) dringend zu empfehlen.

    Die weitere Diagnostik und Risikoevaluierung sollte an einem hämatologischen Zentrum erfolgen.

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  • Lymphome

    R-Benda als neue, wenig toxische Therapie für indolente Lymphome.

    Rituximab-Erhaltungstherapie bei indolenten Lymphomen noch immer nicht endgültig etabliert.

    NCCN-IPI als neuer Risikoscore für DLBCL-Patienten, die mit Rituximab und Chemotherapie behandelt werden.

    R-CHOP14 und R-CHOP21 als gleichwertige Therapiealternativen für über 60-Jährige mit DLBCL.

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  • Rezente Entwicklungen: Therapie des multiplen Myeloms

    Der Proteasominhibitor Bortezomib ist als First-Line-Therapie etabliert und könnte zukünftig auch eine Rolle in der Erhaltungstherapie spielen.

    FIRST ist die bislang größte Studie bei älteren Myelompatienten und belegt den Vorteil einer Lenalidomid+Dexamethason-Langzeittherapie mit einer Verlängerung des progressionsfreien und Gesamtüberlebens.

    Pomalidomid + Dexamethason empfiehlt sich für die Behandlung mehrfach vorbehandelter, Bortezomib- und/oder Lenalidomid-resistenter Patienten.

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