UIM 08|2016 Themenheft ESC 2016

Herausgeber: o. Univ.-Prof. Dr. Günter J. Krejs

Editorial

Kardiologie

  • Highlights aus der Hypertensiologie

    Bis zu 90 % aller kardiovaskulären Ereignisse könnten durch Blutdruck- und Lipidkontrolle vermeidbar sein.

    Die Debatte um niedrigere Blutdruckzielwerte aufgrund der SPRINT-Studie war kontroversiell.

    Interventionelle Verfahren zur Blutdrucksenkung setzen auf zahlreiche verschiedene Mechanismen. Zur Bestätigung erster positiver Resultate sind randomisierte Studien mit Scheineingriffen erforderlich.

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  • Aktuelle Leitlinien, Daten zu NOAK und neue Devices: Arrhythmien – neue Entwicklungen im Überblick

    DANISH-Studie: Die Implantation eines ICD reduzierte die Gesamtmortalität von Patienten mit nichtischämischer Kardiomyopathie nur unter 68 Jahre.

    Neue Leitlinien: Analog zu den sogenannten „Heart Teams‟ wird ein Vorhofflimmer-Team empfohlen, um komplexe Fragestellungen multidisziplinär zu besprechen.

    Wichtige Änderungen der Vorhofflimmer-Guidelines betreffen die Antikoagulation und den Stellenwert der Ablation.

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  • Neues bei Herzinsuffizienz

    DANISH und REM-HF: Nutzen von primärprophylaktischem ICD bei nichtischämischer Herzinsuffizienz mit reduzierter Auswurffraktion (HFrEF) und intensives Telemonitoring bei Device-Trägern fraglich.

    Neuerungen in den Herzinsuffizienz-Guidelines: Sacubitril/Valsartan für chronische HFrEF, neuer Algorithmus für akute Herzinsuffizienz, neue Empfehlungen bei Komorbiditäten.

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  • Ergebnisse der DANISH-Studie: Nichtischämische Herzinsuffizienz und Implantation von Defibrillatoren

    Die DANISH-Studie untersuchte den Nutzen einer prophylaktischen ICD-Implantation bei Patienten mit nichtischämisch bedingter Herzinsuffizienz.

    Das Ergebnis: Eine ICD-Therapie brachte keine signifikante Reduktion der Gesamtmortalität, nur in der Subgruppe der jüngeren Patienten (< 59 Jahre) zeigte sich ein Überlebensvorteil.

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  • Zentrales Thema: Sicherheit der DOAK-Therapie

    Registerdaten zeigen, dass Blutungen unter DOAK durchaus auftreten, speziell gastrointestinale.u Verschreibungspraxis in Österreich: Zahl der über 90-Jährigen unter DOAK stark gestiegen.

    Klare Empfehlungen zum Vorgehen bei Blutungen sind sinnvoll und existieren; Diskussion um Notwendigkeit eines Antidots unter Experten.

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  • Beschichtete oder unbeschichtete Stents bei akutem Koronarsyndrom?

    NORSTENT-Studie: Beschichtete Stents haben gegenüber reinen Metallstents auf lange Sicht zwar keinen Einfluss auf die Sterblichkeit der Patienten – die Mortalitätsrate ist zwischen den beiden Stenttypen vergleichbar –, Patienten mit beschichteten Stents müssen aber weniger oft einer Angiografie mit Revaskularisation unterzogen werden.

    ANTARCTIC-Studie: Nach GRAVITAS, TRIGGER PCI, ASCET und ARCTIC liegt mit ANTARCTIC die 5. negative Studie zur Plättchenfunktionsmessung vor, diesmal bei einem ACS-Kollektiv mit Blutungsrisiko, bei dem man sich bessere Ergebnisse einer Individualisierung der Antiplättchentherapie erwartet hätte.

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  • „ESC YOUNG COMMUNITY“ — Welche Möglichkeiten bieten sich für junge Kardiologen?

    Die „ESC Young Community‟ bietet Vernetzung, Interessenvertretung und vor allem Aus- und Fortbildung.

    Förderungen für klinische und wissenschaftliche Auslandsaufenthalte sowie ESC-Zertifizierungen bieten neue Möglichkeiten in einer vernetzten Welt.

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  • Neue ESC-Leitlinien: Prävention kardiovaskulärer Erkrankungen

    Prävention sowohl bei individuellen Risikopersonen als auch in der Gesamtbevölkerung.u Strikte Beachtung empfohlener Risiko-Grenzwerte, konsequente Intervention bei deren Überschreitung.

    Miteinbeziehung der Primärversorgung in das Gesamtkonzept der Prävention.

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  • Neue ESC-Leitlinien: Vorhofflimmern

    Fünf essenzielle Schritte im Management von Vorhofflimmern.u Neu: Screening nach „stummem‟ Vorhofflimmern und Gender-Aspekt.u Auslösende Faktoren und kardiale Erkrankungen (Echo) diagnostizieren.

    Einheitliche Klassifikation der Symptomatik durch EHRA-Score.

    Antikoagulation – primär mit NOAK, ASS hat keinen Stellenwert. Blutungsrisiken minimieren.

    Frequenzkontrolle – Medikamentenwahl je nach LV-EF (über oder unter 40 %).

    Rhythmuskontrolle – Antiarrhythmika (safety first), Katheterablation (patient choice).

    Bei komplexen Fällen Diskussion der Optionen im „AF-Heart-Team‟.

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  • Neue ESC-Leitlinien: Kardio-Onkologie

    Das Ziel der Zusammenarbeit von Kardiologen und Onkologen ist stets darin zu sehen, die lebensrettende Krebstherapie bei Tumoren zu ermöglichen.

    Der Einsatz von Echokardiografie während und nach Chemotherapien sowie der frühzeitige Beginn der Herzinsuffizienzmedikation kann dauerhafte Kardiotoxizität vermeiden und die Ventrikelfunktion im Verlauf verbessern.

    Überlebende von Krebserkrankungen müssen regelmäßig kardial nach-kontrolliert werden.

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