UIM 10|2016 Themenheft Onkologie

Herausgeber: o. Univ.-Prof. Dr. Günter J. Krejs

Editorial

Onkologie

  • Medizinischer Fortschritt in der Onkologie – von der Vergangenheit in die Zukunft
    Die internistische und medizinisch-onkologische Szene befindet sich in einer außerordentlichen Entwicklungsdynamik, wie sie wohl in keiner anderen klinischen Wissenschaft der Welt vorhanden ist. Wir erleben heute eine Explosion von verschiedenen neuen Medikamenten und diagnostischen Möglichkeiten, die kaum jemand für möglich ...Weiterlesen ...
  • Aktueller Stand des österreichischen Krebsrahmenprogramms

    Im Jahr 2014 wurde das vom Bundesministerium für Gesundheit und Frauen beauftragte nationale Krebsrahmenprogramm beschlossen und veröffentlicht.

    Seit Beschluss des Krebsrahmenprogramms wurden folgende Maßnahmen gesetzt: Rahmengeschäftsordnung für Tumorboards, nationale Auskunftsstelle für klinische Studien in der Onkologie und „Survivorship-Passport‟.

    Die nächsten Umsetzungsschritte werden dem Kapitel „Psychoonkologie‟ gelten.

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  • Rezente Entwicklungen, dargestellt anhand von Fallbeispielen – Therapieselektion bei Bronchialkarzinom

    Praxisverändernde Impulse kamen in diesem Jahr vor allem durch die Immuntherapie mit Checkpointinhibitoren.

    Was zielgerichtete Therapien betrifft, werden im aktuellen Register der Austrian Lung Cancer Group Patienten mit EGFR-Mutation, ALK- und ROS1-Translokation systematisch erfasst.

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  • Paradigmenwechsel in der medikamentösen Behandlung – Aufbruch in die Moderne

    In den letzten 10 Jahren war die Therapie des Bronchialkarzinoms großen Veränderungen unterworfen: Bei der klassischen Chemotherapie wurde der Weg der Dosismaximierung verlassen; neue zielgerichtete Substanzen (u. a. Anti-EGFR, antiangiogene Substanzen) und Immuntherapien verbesserten Überleben und Lebensqualität der Patienten.

    Prävention von Nikotinkonsum und Lungenscreening bei Risikogruppen sollen dazu beitragen, die immer noch hohe Mortalitätsrate des Bronchialkarzinoms zu reduzieren.

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  • Wegweisende Entwicklungen in der Therapie des Mammakarzinoms

    Neue Therapieverfahren beziehen sich immer stärker auf molekulare Strukturen und werden dabei immer komplexer, weil sie auf immer kleinere Patientengruppen abzielen, bei denen bestimmte Merkmale ausgeprägt sind, und führen die damit ultimativ zur personalisierten Medizin.

    Aufgrund dieser Entwicklungen erfolgt eine Abkehr von der organspezifischen hin zur Pathway-orientierten Onkologie, wie es am Beispiel von HER2 mit Indikationen beim Mammakarzinom und Magenkarzinom schon nachvollziehbar ist.

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  • Therapie des metastasierten Nierenzellkarzinoms

    Das klarzellige Nierenzellkarzinom ist eine VEGF-getriebene Erkrankung, die Inhibition dieses Pathways hat die Therapie revolutioniert.

    Bei Auftreten von Resistenz stehen neue hochwirksame Therapien zur Verfügung.

    Der individualisierte Einsatz dieser Medikamente sowie lokaltherapeutische Maßnahmen sind für ein Langzeitüberleben wichtig.

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  • Therapie des fortgeschrittenen Prostatakarzinoms

    Für das fortgeschrittene Prostatakarzinom steht 2016 im Vergleich zu 2006 eine Reihe wirksamer therapeutischer Optionen zur Verfügung: z. B. Abirateron, Enzalutamid, Cabazitaxel, Alpharadin.

    Die vielversprechende Klasse der Immun-Checkpoint-Inhibitoren wird die Therapie des Urothelkarzinoms auf eine ganz neue Basis stellen. Zu erwähnen sind die PD-1-Inhibitoren Pembrolizumab und Nivolumab, die PD-L1-Inhibitoren Atezolizumab, Durvalumab und Avelumab sowie die Anti-CTLA-4-Antikörper Ipilimumab und Tremelimumab.

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  • Melanom: die 10 wichtigsten Publikationen aus 10 Jahren

    Meilensteine in der Therapie des malignen Melanoms der letzten Jahre:

    Immuntherapie – der erste Erfolg eines Überlebensvorteils mit einem Checkpoint-Inhibitor im Jahr 2010.

    BRAF-Inhibitor – die erste Möglichkeit, mit zielgerichteter Therapie hohe Ansprechraten bei BRAF-Mutation zu erreichen.

    Das Erkennen von Resistenzmechanismen und deren Überwindung durch Entwicklung neuer zielgerichteter Therapien.

    Der erste klinische Nachweis zur Bedeutung von Neoantigenen für die Tumorimmunität

    Die Etablierung von PD-1-Antikörpern als neuer Therapiestandard.

    Die Erforschung von Biomarkern für neue Therapien und die Erstbeschreibung eines Resistenzmechanismus unter Immuntherapie.In SO SA 10 Jahre erschienen

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  • Zielgerichtete Therapie und neue Konzepte der Immuntherapie

    Der entscheidende Schritt der letzten Jahre war die Etablierung zielgerichteter Therapien in patientenorientierten und tumorspezifischen Leitlinien wie jenen der ESMO: Damit lässt sich die heutige Gesamtüberlebensdauer von 30 Monaten im metastasierten Setting nicht nur bei vorselektionierten Studienpatienten erreichen, sondern ist klinische Realität geworden.

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  • Neuroendokrine Tumoren und Schilddrüsenkarzinome 2016 – are we there yet?

    Mit Octreotid und Lanreotid konnten gleich zwei Somatostatin-Analoga bei den NET des GI-Trakts als antiproliferative Therapien etabliert werden.

    Der mTOR-Inhibitor Everolimus kann zukünftig breit bei progredienten NET pankrea­tischen, intestinalen sowie pulmonalen Ursprungs eingesetzt werden.

    Die Effektivität der PRRT wurde erstmals in einer randomisierten Studie belegt.

    Beim fortgeschrittenen jodrefraktären Schilddrüsenkarzinom stehen derzeit die TKI Sorafenib und Lenvatinib zur Verfügung.

    Beim fortgeschrittenen medullären Schilddrüsenkarzinom konnte die Wirksamkeit von Cabozantinib und Vandetanib belegt werden.

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  • Chronisch lymphatische Leukämie: Die aufregendsten Jahre

    Der klinische Verlauf der CLL wird vom Konkurrenzkampf einzelner genetisch heterogener Klone und Subklone bestimmt; die Therapiewahl beeinflusst die Selektion.

    del17p/TP53-Mutation ist der wichtigste prädiktive Marker für Resistenz auf (Immuno-)Chemotherapie.

    Mrd-Negativität zeigt als prognostischer Marker unabhängig vom Therapieschema tiefe Remissionen mit langem progressionsfreien Gesamtüberleben an.

    Inhibitoren des B-Zell-Rezeptor-Signalwegs (BTK-, PI3K-delta-Inhibitoren) beeindrucken mit hohen Ansprechraten auch in Hochrisiko-Patienten.

    Erste klinische Erfahrungen mit dem BCL-2-Inhibitor Venetoclax (ABT-199/GDC-0199) kündigen eine neuerliche Revolution in der Behandlung der CLL an. In SO SA 10 Jahre erschienen

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  • Therapieoptionen bei malignen Lymphomen

    Die Immun-Chemotherapie bildet die Standardbehandlung bei B-Zell-Non-Hodgkin-Lymphomen, weist aber auch relevante Limitationen auf.

    In der Behandlung des Mantelzell-Lymphoms haben neue Substanzen wie Ibrutinib und Lenalidomid die Therapieoptionen signifikant erweitert.

    Zielgerichtete Therapieansätze wie Brentuximab Vedotin sowie PD-1-Inhibitoren (Nivolumab, Pembrolizumab) zeigen vielversprechende Ergebnisse beim rezidivierten und refraktären Hodgkin-Lymphom.

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  • Ergebnisse der Myelomforschung der letzten Jahre

    Die letzten 10 Jahre waren von entscheidenden Fortschritten in vielen Bereichen geprägt, die für die Betreuung von Patienten mit multiplem Myelom relevant sind.

    In diesem Mini-Review sind die wichtigsten Meilensteine komprimiert dargestellt, unter Berücksichtigung neuer diagnostischer und prognostischer Kriterien sowie neuer Therapiekonzepte.

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  • Entwicklung der onkologischen Rehabilitation in Österreich

    Onkologische Rehabilitation ist effektiv, sie ermöglicht eine Verbes-serung des funktionellen Status, der Lebensqualität und Partizipation.

    Die stationäre Rehabilitation ist etabliert, die ambulante Rehabilitation im Aufbau.

    Wesentliche Zukunftsthemen sind Adherence sowie Arbeitsfähigkeit und „return to work‟.

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