UIM 04|2017

UIM 04|2017 Themenheft Geriatrie

Herausgeber: Univ.-Prof. Dr. Günter J. Krejs, Österreichische Gesellschaft für Innere Medizin

Nachlese: 12. Gemeinsamer Österreichisch-Deutscher Geriatriekongress, April 2017, Wien

Geriatrie

  • Editorial
    Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen!
    Von 20. bis 22. April 2017 fand in Wien der 12. Gemeinsame Österreichisch-Deutsche Geriatriekongress statt, und als Organisationskomitee durften wir uns über zahlreiche Besucher aus dem In- und Ausland freuen.
    Um den vielfältigen Aspekten der ...Weiterlesen ...
  • Ernährung im multidimensionalen geriatrischen Betreuungskonzept

    Der Body-Mass-Index (BMI) als einer der Eckparameter der ernährungsmedizinischen Dokumentation hat für ältere und multimorbide PatientInnen nur eine beschränkte Aussagekraft, da sich mit zunehmendem Lebensalter die individuelle Anthropometrie verändert. Muskelmasse nimmt zu Gunsten der Körperfettmasse ab (Sarkopenie).

    Unter „sarkopener Adipositas‟ versteht man die relative Abnahme an Muskelmasse bei übergewichtigen Menschen. Die Ernährung im Zusammenspiel mit einem veränderten Energiestoffwechsel im Muskelgewebe, mangelnde Bewegung und ein veränderter Hormonstoffwechsel bilden die Grundlage für die Entwicklung.

    In einer paneuropäischen Initiative wurde das Konzept zur Ernährung älterer PatientInnen auf einen lebenslangen Präventionsansatz ausgedehnt.

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  • Adipositas – ein Problem auch im Alter?

    Entsprechend epidemiologischen Untersuchungen nimmt das Mortalitätsrisiko bei älteren Menschen erst ab einem BMI > 30 kg/m2 zu.

    Die Therapie der Adipositas mit Begleitkomplikationen (Komorbiditäten, funktionelle Einschränkungen) muss individuell angepasst werden und eine Malnutrition/Sarkopenie vermeiden.

    Im Hinblick auf das Osteoporoserisiko ist auf eine Vitamin-D- und Kalzium-Supplementierung zu achten.

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  • Stoffwechseltherapie im Alter

    Typ-2-Diabetes ist mit einem signifikanten Verlust an Lebenszeit assoziiert, der etwa zur Hälfte auf vaskuläre Todesfälle zurückzuführen ist.

    Die zur Verfügung stehenden Antidiabetika sind hinsichtlich ihres kardiovaskulären Risikos großteils neutral, einige Substanzen wirken protektiv. Für Empagliflozin konnte als bisher einzige antidiabetisch wirkende Substanz in einer entsprechend angelegten Studie eine signifikante Reduktion mehrerer kardiovaskulärer Endpunkte belegt werden.

    Der Nutzen einer lipidsenkenden Therapie bei geriatrischen Patienten ist sorgfältig abzuwägen und das Therapieziel entsprechend dem Risiko laut ESC-Guidelines festzulegen.

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  • Gibt es aussagekräftige serologische „Knochenparameter“?

    Von den „Knochenparametern‟ Serum-Vitamin-D-Spiegel (25-OH-Vitamin D), Parathormon (PTH), Osteocalcin und carboxyterminale Kollagen-Crosslinks (CTX) erlaubt lediglich ein tieferer Serum-Osteocalcin-Spiegel eine mögliche Aussage bezüglich eines erhöhten Frakturrisikos.

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  • Aortenstenose – unterdiagnostiziert und untertherapiert

    Unterdiagnostiziert und untertherapiert – ohne Operation 5-Jahres-Überlebensrate schlechter als bei metastasierenden Tumorerkrankungen.

    Der niedergelassene Allgemeinmediziner mit geriatrischer Zusatzausbildung spielt im Screening der Aortenklappenstenose eine wichtige Rolle.

    Der klinisch tätige Geriater sollte bei der Auswahl der geeigneten Patienten für interventionellen Aortenklappenersatz (TAVI) vermehrt in die Entscheidungsprozesse eingebunden werden.

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  • Neurologische Erkrankungen im Alter

    Klare Altersabhängigkeit neurologischer Erkrankungen führt demografisch bedingt zu einer Zunahme von Inzidenz und Prävalenz.

    Aufgrund des altersbedingt erhöhten Risikos für unerwünschte Arzneimittelwirkungen ist bei Therapieentscheidungen zu neurologischen Erkrankungen eine integrative geriatrische Sichtweise erforderlich.

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  • Delirogene Medikamente erkennen

    Ein Delir – akute Verschlechterung und Fluktuation von Aufmerksamkeit und Bewusstsein – ist ein häufiges und schwerwiegendes Syndrom.

    Medikamente können ein Delir verschlimmern oder sogar (mit)auslösen.

    Multidisziplinäres DEL-FINE-Projekt: systematische Kategorisierung von Substanzen sowie von Substanzentzug in Bezug auf ihr delirogenes Potenzial, um die Medikation vulnerabler Patienten zu optimieren.

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  • Praxisforschung: innovative Landespflegeheime Niederösterreichs

    Niederösterreichisches Projekt zur Entwicklung eines übergeordneten Konzeptes zur Pflege und Betreuung (Rahmenkonzept) für alle 48 Landespflegeheime.

    Um Wissenschaft und Anwendungsbereich in dialogischer Form miteinander zu verweben, braucht es andere methodische Vorgehensweisen als in traditioneller Forschung: Modelle bzw. Guidelines zur Entwicklung und Evaluierung komplexer Interventionen und zur Entwicklung von Programmtheorien sowie partizipative, aktionsorientierte Ansätze sind hier ein guter Weg.

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  • Schmerzdiagnostik und -therapie bei PflegeheimpatientInnen

    Schmerzen bei geriatrischen Patienten sind sehr häufig.

    Chronische Schmerzen sind vielschichtig und werden von bio-psycho-sozialen Faktoren stark beeinflusst.

    Aufgrund der bestehenden hohen Schmerzprävalenz im Alter muss eine standardisierte Schmerzerfassung und -therapie integraler Bestandteil bei Behandlungen von Menschen in Pflegeheimen sein.

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  • „Shared decision-making“ beim septischen geriatrischen Patienten

    Für den septischen Patienten und besonders geriatrische Patienten in der Akutsituation ist Partizipation in ihren herkömmlichen vier Stufen oft nicht umsetzbar.

    Öffentlichkeitsarbeit und frühe Aufklärung von Risikopatienten, um im „Ernstfall‟ die Behandlungsoptionen und -folgen besprechen zu können.

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  • Mehr Selbstbestimmung mit dem neuen Erwachsenenschutzgesetz

    Das neue Erwachsenenschutzgesetz (ErwSchG) wird als gesetzliche Vertretung von kognitiv beeinträchtigten Personen ab 1. 7. 2018 die Sachwalterschaft ablösen.

    Ausgangsimpuls dafür waren die UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) und ihre zentrale Forderung, Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen als Subjekt von Selbstbestimmung und nicht mehr als Objekt von Rechtsfürsorge zu sehen.

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  • Menschliche Demenzdiagnostik

    Eine für die PatientInnen als angenehm empfundene Demenzdiagnostik ist möglich.

    Grundvoraussetzungen für eine gelungene Untersuchung: angenehme räumliche Gestaltung, richtige Testauswahl und -dauer, Einfühlungsvermögen beim Untersuchungsablauf.

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