UIM 04|2017

Herausgeber: Univ.-Prof. Dr. Günter J. Krejs, Österreichische Gesellschaft für Innere Medizin

UIM 04|2017 Themenheft Geriatrie

Herausgeber: Univ.-Prof. Dr. Günter J. Krejs, Österreichische Gesellschaft für Innere Medizin

Brief des Herausgebers

  • Brief des Herausgebers 4/17
    Liebe Leserinnen und Leser! Liebe Kolleginnen und Kollegen!
    Jede Woche fahre ich auf dem Weg von Graz nach Krems an der Donau an der Cholerakapelle im Helenental vorbei. Gott sei Dank stellt Cholera in Österreich seit 150 Jahren kein Problem ...Weiterlesen ...

Editorial

  • Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen
    Ich möchte Sie herzlich einladen, den nephrologischen Schwerpunkt dieser Ausgabe zu genießen. Glomerulonephritis war und ist für viele Kollegen ein Feld mit verwirrender Klassifikation und Pathogenese. Ich kann Ihnen versichern, das hat sich in der letzten Zeit doch sehr verändert. ...Weiterlesen ...

Aktuell

  • Highlights vom Heart Failure Congress 2017

    Beim Heart Failure Congress 2017 wurde das Neueste zur akuten und chronischen Herz­insuffizienz (HI) präsentiert.

    Akute HI:
    – negative Studienergebnisse der Vasodilatatoren Serelaxin und Ularitid
    – Die Wirksamkeit von Bromocriptin bei der Peripartum-Kardiomyopathie wurde neuerlich unter Beweis gestellt.

    Chronische HI:
    – Reine Herzfrequenzsenkung durch Ivabradin bei HFpEF blieb ohne Effekt auf klinische Endpunkte.
    – Eine Metaanalyse zur i. v. Eisentherapie bei HI und Eisenmangel resultierte in ein signifikanten Reduktion von HI-bedingten und kardiovaskulären Hospitalisierungen.
    – Patienten mit der Diagnose HFmrEF zeigen ähnliche Charakteristika wie HFrEF-Patienten.
    – SGLT-2-Hemmer reduzieren HI-bedingte Hospitalisierungen.

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Seite der Gesellschaft

  • ÖGIM-Jahrestagung, 21.–23. September 2017: Das große Ganze im Blick

    Die Modernisierung der ÖGIM-Jahrestagung in den letzten Jahren zeigt bereits Erfolg, wie steigende Teilnehmerzahlen belegen. UNIVERSUM INNERE MEDIZIN sprach mit dem Tagungspräsidenten Prim. Univ.-Doz. Dr. Otto Traindl und dem Tagungssekretär Univ.-Prof. Dr. Florian Thalhammer überaktuelle Trends der Inneren Medizin und die Bedeutung der gemeinsamen Jahrestagung für ihr Fach.

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Alles was Recht ist!

  • Aktueller Fall aus der Rechtsprechung zur Arzthaftung

    Der gegenständliche Fall beschäftigt sich mit der Frage, ob es dem Bereitschaftsdienst habenden Arzt vorwerfbar ist, wenn der Transport eines Kleinkindes in die Ordination dieses Arztes trotz Aufforderung, in die Ordination zu kommen, erst eineinhalb Stunden später erfolgt.

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Focus

  • Welches Therapieregime ist nach der Remission optimal?

    Ziel der Erhaltungstherapie ist die Verhinderung von Rezidiven unter Berücksichtigung des individuellen Risikos.

    Sie sollte mindestens 24 Monate nach erreichter Remission weitergeführt werden.

    Als Substanzen stehen niedrig dosierte orale Glukokortikoide in Kombination mit AZA oder MMF oder Rituximab zur Verfügung.

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  • Idiopathische membranöse Nephropathie

    Differenzialdiagnose essenziell zwischen sekundär bedingter MN und idiopathischer MN (IMN).

    Risikoeinschätzung des Patienten nach Albuminurie und Nierenfunktion.

    Immunsuppressive Therapie mit Cyclophosphamid/Kortison, Calcineurin-inhibitoren oder Rituximab als gleichwertig anzusehen.

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  • Therapiestrategien bei IgA-Nephropathie

    Supportive Therapie bei IgA-Nephropathie mittels RAAS-Blockade zur Blutdruckoptimierung und Reduktion der Proteinurie.

    Kein unkritischer Einsatz einer immunsuppressiven Add-on-Therapie bei Patienten mit IgA-Nephropathie.

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Kardiologie

  • Das österreichische Ablationsregister

    Die Katheterablation von tachykarden Herzrhythmusstörungen ist eine wichtige kurative Therapieform für Patienten mit diesen Erkrankungen.

    Die Daten des österreichischen Ablationsregisters spiegeln letztlich die zunehmende Prävalenz dieser Erkrankungen (v. a. des Vorhofflimmerns), die zunehmende Bedeutung der Ablation als Therapieform, aber auch die spezifischen Probleme in Österreich (geringe Katheterplatzkapazitäten mit konsekutiv verlängerten Wartezeiten für Patienten sowie geringe Zahl an Elektrophysiologen) wider.

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  • Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie 2017

    Take-Home-Messages von der heurigen Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie:

    Europaweit werden in Deutschland die meisten Vorhofflimmerablationen durchgeführt. Diese tragen nicht zur Schlaganfallverhütung bei, weshalb die orale Antikoagulation nach Ablation beibehalten werden sollte.

    Der interventionelle Herzohrverschluss ist eine Option für Vorhofflimmer-Patienten, bei denen eine orale Antikoagulation kontraindiziert ist. In Zusammenhang mit dieser Technologie gibt es noch viele offene Fragen.

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  • Highlights vom Heart Failure Congress 2017

    Beim Heart Failure Congress 2017 wurde das Neueste zur akuten und chronischen Herz­insuffizienz (HI) präsentiert.

    Akute HI:
    – negative Studienergebnisse der Vasodilatatoren Serelaxin und Ularitid
    – Die Wirksamkeit von Bromocriptin bei der Peripartum-Kardiomyopathie wurde neuerlich unter Beweis gestellt.

    Chronische HI:
    – Reine Herzfrequenzsenkung durch Ivabradin bei HFpEF blieb ohne Effekt auf klinische Endpunkte.
    – Eine Metaanalyse zur i. v. Eisentherapie bei HI und Eisenmangel resultierte in ein signifikanten Reduktion von HI-bedingten und kardiovaskulären Hospitalisierungen.
    – Patienten mit der Diagnose HFmrEF zeigen ähnliche Charakteristika wie HFrEF-Patienten.
    – SGLT-2-Hemmer reduzieren HI-bedingte Hospitalisierungen.

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Angiologie

  • Gendermedizin in der Angiologie

    Hormonelle, anatomische und epidemiologische Unterschiede bedingen eine unterschied­liche Manifestation von Gefäßerkrankungen bei Männern und Frauen. Die Diagnose ist bei Frauen häufig schwieriger, die Prognose schlechter.

    Das Eingehen auf geschlechtsspezifische Unterschiede kann den Behandlungs-erfolg in der Gefäßmedizin deutlich beeinflussen.

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  • Screening der asymptomatischen Karotisstenose

    Ein allgemeines Screening der asymptomatischen Karotisstenose wird derzeit nicht empfohlen.

    Für Hochrisikopatienten wäre ein Screening durchaus sinnvoll, allerdings fehlt ein brauchbares Instrument zur Risikostratifizierung der asymptomatischen Karotisstenose.

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  • Diabetes und PAVK: „Call for Action“ – Amputationszahlen senken

    Noch immer werden bei Patienten mit diabetischem Fußsyndrom zu viele Beine amputiert. Der Grund: unzureichende gefäßmedizinische Versorgung.

    Experten wenden sich deshalb mit einem Call for Action an die Gesundheits-politik und empfehlen ABC-Sofortmaßnahmen für Patienten und Ärzte.

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Rheumatologie

Hämatologie und Onkologie

  • 43. Jahrestagung der EBMT, März 2017: Inside AML

    Auf der Jahrestagung der EBMT wurden aktuelle Empfehlungen und neue Entwicklungen auf dem Gebiet der Stammzelltransplantation präsentiert. Neben Indikationskriterien für eine Transplantation war insbesondere die Spender­auswahl ein wichtiges Thema der Präsentationen.

    Akute myeloische Leukämie (AML): Patienten mit hohem Risikoprofil wie z. B. komplexem Karyotyp oder fehlendem komplettem Ansprechen nach erster Chemotherapie sollten an einem Transplantationszentrum vorgestellt werden.

    Durch Einsatz von Nabelschnurblut oder haploidenten Familienspendern können für die meisten Patienten Spender zur Verfügung gestellt werden.

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Onkologie

  • Myelomtherapie durch Homecare

    Univ.-Prof. Dr. Günther Gastl, Direktor der Universitätsklinik für Innere Medizin V, Medizinische Universität Innsbruck, präsentierte anlässlich der 10. Amgen Press Academy „Value-based Healthcare – wie kann Patientenversorgung in der Zukunft aussehen?‟ das Pilotprojekt „Multiple Myeloma Companion‟.

    Myelompatienten erhalten den Proteaseinhibitor Carfilzomib i. v. durch eine diplomierte und speziell geschulte mobile Pflegeperson.

    Ein Ziel: Reduktion von Krankenhausaufenthalten.

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  • Von der Mutation zur Vakzine

    Cancer Immunotherapy – The Individualized Cancer Vaccine: Vortrag von Univ.-Prof. Dr. Christoph Huber im Rahmen einer CCC-Grand-Round-Veranstaltung im Anna-Spiegel-Forschungsgebäude der MedUni Wien.

    Die Themen: Mutationen als Grundlage der Tumorevolution, Komplexität undIndividualität entschlüsselt durch Next-Generation Sequencing, die Immunogenität mutierter Proteine, das IVAC-Konzept, Kooperation mit „big pharma‟, Kombinationstherapien und ein Paradigmenwechsel in der Medizin.

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  • Günther Steger übernimmt Stiftungsprofessur für internistisch-onkologische Brustkrebsforschung

    Durch die die Errichtung und Etablierung der Stiftungsprofessur für „internistisch-onkologische Brustkrebsforschung“ als erste derartige akademische Einrichtung im deutschen Sprachraum ist nun auch in Österreich sichergestellt, dass für dieses wichtige Forschungsgebiet der medizinischen Onkologie optimale akademische und klinische Voraussetzungen bestehen.

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Endokrinologie & Stoffwechsel

  • Neue Leitlinie für Diagnose und Management der Hyperthyreose

    Mögliche Ursachen für das Auftreten einer Hyperthyreose sind Morbus Basedow, autonome Struma, Thyreoiditis und jodhältige Medikamente.

    Beinahe 700 Publikationen bildeten die Basis für die vorliegende Leitlinie.

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  • Gemeinsame Jahrestagung der ÖGES und OSDG 2017

    Schilddrüsenhormone: Neben den bekannten genomisch über nukleäre Rezeptoren vermittelten Wirkungen sind neu auch nichtgenomische, an der Zellmembran mediierte Effekte bekannt. Diese Erkenntnisse könnten unter anderem erklären, warum Patienten trotz laborchemisch adäquater Thyroxin-Substitution teilweise an Symptomen einer Hypothyreose leiden.

    Chronischer Hypoparathyreoidismus: Als neue Therapiemöglichkeit für Patienten, die unter der Standardtherapie mit Kalzium und Vitamin D nicht ausreichend kontrolliert werden können, wurde rekombinantes Parathormon vorgestellt.

    Karzinoidsyndrom: Eine künftige pharmakologische Therapieoption zur Symptomkontrolle bei mangelnder Wirksamkeit von Somatostatinanaloga könnte Telotristat (Hemmung der Tryptophan-Hydroxylase) darstellen. Phase-III-Studien zeigten eine Verbesserung der Lebensqualität bei Patienten mit Karzinoidsyndrom-Diarrhö.

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Gastroenterologie & Hepatologie

  • Highlights EASL-ILC 2017 − Fokus Virushepatitiden

    Hepatitis C:
    – Real-World-Kohorten bestätigen die Ergebnisse der klinischen Studien.
    – Mit Glecaprevir/Pibrentasvir wird bald auch eine pangenotypisch wirksame Kombination für Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion verfügbar sein.
    – IFN-freie Therapie ist auch bei Kinder wirksam und sicher.
    – Daten zu HCC-Risiko nach erfolgreicher IFN-freier Therapie.
    – Therapie von Relapser auf DAA-Therapie.

    Hepatitis B: Tenofoviralafenamid (TAF) wurde neu in die EASL-Guidelines aufgenommen.

    Hepatitis D: therapeutische Herausforderung; potenzielle Therapieoptionen werden untersucht, wie z. B. Lonafarnib.

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Nephrologie

  • Erstlinientherapie bei ANCA-assoziierter Vaskulitis

    Mit der Zulassung von Rituximab gibt es eine echte Alternative zu Cyclophosphamid mit Vorteilen in gewissen Indikationen.

    Eine ausgewogene Aufklärung über den zu erwartenden Nutzen und mögliche Risiken ist bei der Wahl der Erstlinientherapie essenziell.

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  • Neues zur Pathogenese der membranösen Glomerulonephritis

    Bei 80–85 % der Patienten mit primärer membranöser Glomerulonephritis lassen sich Autoantikörper gegen die Podozytenantigene M-Typ-Phospholipase-A2-Rezeptor (PLA2R) oder Thrombospondin type-1 domain-containing 7A (THSD7A) nachweisen.

    Autoantikörpernachweis ermöglicht Diagnose, Prognoseabschätzung, Krankheitsaktivitätsbeurteilung, Abschätzen des Therapieansprechens, Remissionskontrolle und Differenzialdiagnose nach Transplantation.

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Infektiologie

  • Akanthamöben-Keratitis bei Linsenträgern

    Akanthamöben sind neben Pseudomonaden und Staphylokokken die häufigsten Erreger von kontaktlinsenassoziierter Keratitis.

    Entscheidend für die Prognose sind eine rasche Diagnose und eine möglichst sofort einsetzende Therapie.

    Die Akanthamöben-Keratitis kann durch strikte Kontaktlinsenhygiene weitgehend vermieden werden.

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Schmerzmedizin

  • Auswirkung der Umgebung auf Schmerz

    Chronischer Schmerz ist ein psychosomatisches Gesamtphänomen, an dessen Entstehung und Aufrechterhaltung biologische und psychosoziale Faktoren beteiligt sind.

    Psychosoziale Folgen der Schmerzentwicklung (z. B. Angst, Depressivität) führen zu neuroplastischen Veränderungen im Schmerzverarbeitungssystem, welche die Schmerzchronifizierung fördern können.

    Geeignete therapeutische Interventionen wie Schmerzpsychotherapie/ sensomotorisches Training können diesen neuroplastischen Veränderungen entgegenwirken.

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  • Erfahrungen mit Ionsys in der Schmerztherapie

    Ionsys ist eine nadelfreie transdermale, vorgefüllte und vorprogrammierte iontophoretische Fentanyl-PCA-Pumpe.

    Zugelassen zur Behandlung akuter mäßiger bis starker postoperativer Schmerzen bei erwachsenen Patienten im Krankenhaus.

    Das System ermöglicht eine selbstbestimmte 24-stündige Schmerztherapie und uneingeschränkte Mobilität.

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Palliativmedizin

  • Kontroversen in Palliative Care

    Ausgewählte Take-Home-Messages vom 6. Interdisziplinären Österreichischen Palliativkongress:
    – Die palliative Sedierungstherapie ist eine ethisch akzeptable Behandlungsform am Lebensende.
    – Frühzeitige palliativmedizinische Unterstützung ist auch wichtig für COPD-Patienten.
    – Pleura- und Aszitespunktionen können zu Hause durchgeführt werden und ersparen schwer kranken Patienten belastende Spitalsaufenthalte.
    – Durch vorausschauende Planung lassen sich die Probleme von Übertherapie am Lebensende mildern.

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  • Therapeutisches Potenzial der Cannabinoide

    Anlässlich des 6. ÖPG-Kongresses wurden die medizinischen Anwendungsmöglichkeiten von Cannabinoiden erläutert.

    Der Fokus der Sitzung „Cannabinoide beim onkologischen Patienten‟ lag auf der Behandlung der Tumorkachexie und Schmerztherapie.

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Pneumologie

  • Fallbericht: Alpha-1-Antitrypsin-Mangel und Asthma

    Die vorliegende Kasuistik beschreibt die komplexe Diagnose der seltenen Erbkrankheit Alpha-1-Antitrypsin-(A1AT-)Mangel.

    Der Patient leidet weiters an Asthma bronchiale vom gemischtförmigen Typ, Rhinoconjunctivitis allergica, chronischer Pansinusitis und Hashimoto-Thyreoiditis.

    Entsprechend umfasst die Behandlung u. a. eine A1AT-Substitution, Antiasthmatika, Antiallergika und eine Sauerstoff-Langzeittherapie.

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Themenheft: Nachlese: 12. Gemeinsamer Österreichisch-Deutscher Geriatriekongress, April 2017, Wien

  • Editorial

    Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Von 20. bis 22. April 2017 fand in Wien der 12. Gemeinsame Österreichisch-Deutsche Geriatriekongress statt, und als Organisationskomitee durften wir uns über zahlreiche Besucher aus dem In- und Ausland freuen. Um den vielfältigen Aspekten der…

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  • Ernährung im multidimensionalen geriatrischen Betreuungskonzept

    Der Body-Mass-Index (BMI) als einer der Eckparameter der ernährungsmedizinischen Dokumentation hat für ältere und multimorbide PatientInnen nur eine beschränkte Aussagekraft, da sich mit zunehmendem Lebensalter die individuelle Anthropometrie verändert. Muskelmasse nimmt zu Gunsten der Körperfettmasse ab (Sarkopenie).

    Unter „sarkopener Adipositas‟ versteht man die relative Abnahme an Muskelmasse bei übergewichtigen Menschen. Die Ernährung im Zusammenspiel mit einem veränderten Energiestoffwechsel im Muskelgewebe, mangelnde Bewegung und ein veränderter Hormonstoffwechsel bilden die Grundlage für die Entwicklung.

    In einer paneuropäischen Initiative wurde das Konzept zur Ernährung älterer PatientInnen auf einen lebenslangen Präventionsansatz ausgedehnt.

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  • Adipositas – ein Problem auch im Alter?

    Entsprechend epidemiologischen Untersuchungen nimmt das Mortalitätsrisiko bei älteren Menschen erst ab einem BMI > 30 kg/m2 zu.

    Die Therapie der Adipositas mit Begleitkomplikationen (Komorbiditäten, funktionelle Einschränkungen) muss individuell angepasst werden und eine Malnutrition/Sarkopenie vermeiden.

    Im Hinblick auf das Osteoporoserisiko ist auf eine Vitamin-D- und Kalzium-Supplementierung zu achten.

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  • Stoffwechseltherapie im Alter

    Typ-2-Diabetes ist mit einem signifikanten Verlust an Lebenszeit assoziiert, der etwa zur Hälfte auf vaskuläre Todesfälle zurückzuführen ist.

    Die zur Verfügung stehenden Antidiabetika sind hinsichtlich ihres kardiovaskulären Risikos großteils neutral, einige Substanzen wirken protektiv. Für Empagliflozin konnte als bisher einzige antidiabetisch wirkende Substanz in einer entsprechend angelegten Studie eine signifikante Reduktion mehrerer kardiovaskulärer Endpunkte belegt werden.

    Der Nutzen einer lipidsenkenden Therapie bei geriatrischen Patienten ist sorgfältig abzuwägen und das Therapieziel entsprechend dem Risiko laut ESC-Guidelines festzulegen.

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  • Gibt es aussagekräftige serologische „Knochenparameter“?

    Von den „Knochenparametern‟ Serum-Vitamin-D-Spiegel (25-OH-Vitamin D), Parathormon (PTH), Osteocalcin und carboxyterminale Kollagen-Crosslinks (CTX) erlaubt lediglich ein tieferer Serum-Osteocalcin-Spiegel eine mögliche Aussage bezüglich eines erhöhten Frakturrisikos.

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  • Aortenstenose – unterdiagnostiziert und untertherapiert

    Unterdiagnostiziert und untertherapiert – ohne Operation 5-Jahres-Überlebensrate schlechter als bei metastasierenden Tumorerkrankungen.

    Der niedergelassene Allgemeinmediziner mit geriatrischer Zusatzausbildung spielt im Screening der Aortenklappenstenose eine wichtige Rolle.

    Der klinisch tätige Geriater sollte bei der Auswahl der geeigneten Patienten für interventionellen Aortenklappenersatz (TAVI) vermehrt in die Entscheidungsprozesse eingebunden werden.

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  • Neurologische Erkrankungen im Alter

    Klare Altersabhängigkeit neurologischer Erkrankungen führt demografisch bedingt zu einer Zunahme von Inzidenz und Prävalenz.

    Aufgrund des altersbedingt erhöhten Risikos für unerwünschte Arzneimittelwirkungen ist bei Therapieentscheidungen zu neurologischen Erkrankungen eine integrative geriatrische Sichtweise erforderlich.

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  • Menschliche Demenzdiagnostik

    Eine für die PatientInnen als angenehm empfundene Demenzdiagnostik ist möglich.

    Grundvoraussetzungen für eine gelungene Untersuchung: angenehme räumliche Gestaltung, richtige Testauswahl und -dauer, Einfühlungsvermögen beim Untersuchungsablauf.

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  • Delirogene Medikamente erkennen

    Ein Delir – akute Verschlechterung und Fluktuation von Aufmerksamkeit und Bewusstsein – ist ein häufiges und schwerwiegendes Syndrom.

    Medikamente können ein Delir verschlimmern oder sogar (mit)auslösen.

    Multidisziplinäres DEL-FINE-Projekt: systematische Kategorisierung von Substanzen sowie von Substanzentzug in Bezug auf ihr delirogenes Potenzial, um die Medikation vulnerabler Patienten zu optimieren.

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  • Praxisforschung: innovative Landespflegeheime Niederösterreichs

    Niederösterreichisches Projekt zur Entwicklung eines übergeordneten Konzeptes zur Pflege und Betreuung (Rahmenkonzept) für alle 48 Landespflegeheime.

    Um Wissenschaft und Anwendungsbereich in dialogischer Form miteinander zu verweben, braucht es andere methodische Vorgehensweisen als in traditioneller Forschung: Modelle bzw. Guidelines zur Entwicklung und Evaluierung komplexer Interventionen und zur Entwicklung von Programmtheorien sowie partizipative, aktionsorientierte Ansätze sind hier ein guter Weg.

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  • Schmerzdiagnostik und -therapie bei PflegeheimpatientInnen

    Schmerzen bei geriatrischen Patienten sind sehr häufig.

    Chronische Schmerzen sind vielschichtig und werden von bio-psycho-sozialen Faktoren stark beeinflusst.

    Aufgrund der bestehenden hohen Schmerzprävalenz im Alter muss eine standardisierte Schmerzerfassung und -therapie integraler Bestandteil bei Behandlungen von Menschen in Pflegeheimen sein.

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  • „Shared decision-making“ beim septischen geriatrischen Patienten

    Für den septischen Patienten und besonders geriatrische Patienten in der Akutsituation ist Partizipation in ihren herkömmlichen vier Stufen oft nicht umsetzbar.

    Öffentlichkeitsarbeit und frühe Aufklärung von Risikopatienten, um im „Ernstfall‟ die Behandlungsoptionen und -folgen besprechen zu können.

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  • Mehr Selbstbestimmung mit dem neuen Erwachsenenschutzgesetz

    Das neue Erwachsenenschutzgesetz (ErwSchG) wird als gesetzliche Vertretung von kognitiv beeinträchtigten Personen ab 1. 7. 2018 die Sachwalterschaft ablösen.

    Ausgangsimpuls dafür waren die UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) und ihre zentrale Forderung, Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen als Subjekt von Selbstbestimmung und nicht mehr als Objekt von Rechtsfürsorge zu sehen.

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