UIM 09|2017

UIM 09|2017 Themenheft Diabetes

Herausgeber: o. Univ.-Prof. Dr. Günter J. Krejs

Editorial

  • Editorial Themenheft Diabetes
    Liebe Kolleginnen! Liebe Kollegen!
    Im vorliegenden Sonderheft zum Thema „Diabetes mellitus“ haben wir uns bemüht, am Jahresende 2017 einen – aus dem Blickwinkel des klinisch tätigen Arztes – Überblick über die relevanten rezenten kardiovaskulären Endpunktstudien auf dem Gebiet des Diabetes ...Weiterlesen ...

Endokrinologie & Stoffwechsel

  • Neue Daten zu bewährten antidiabetischen Therapien

    Das Konzept der SGLT-2-Hemmung wird durch die Ergebnisse von CANVAS und auch durch die Beobachtungen aus CVD-REAL unterstützt.

    Die Erkenntnis aus einer früheren Sekundäranalyse einer klinischen Studie, dass Acarbose bei Patienten mit gestörter Glukosetoleranz kardiovaskuläre Ereignisse verhindern kann, wurde in der ACE-Studie nicht bestätigt.

    In der Niedrigrisikopopulation von TOSCA.IT konnte Pioglitazon keinen kardiovaskulären Vorteil gegenüber Sulfonylharnstoffen zeigen; aufgrund der methodischen Limitationen scheint eine Übersetzung dieser Studienergebnisse in die klinische Praxis nicht sinnvoll.

    In EXSCEL wurde die kardiovaskuläre Sicherheit von Exenatid bewiesen, es gab einen Trend zur kardiovaskulären Risikoreduktion, dieser war jedoch nicht signifikant.

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  • Was können wir aus Outcome-Studien lernen – und was nicht?

    Outcome-Studien in der Diabetologie untersuchen unter anderem das Potenzial neuer blutzucker­senkender Substanzen, kardiovaskuläre Ereignisse zu reduzieren.

    Eine Limitierung dieser Outcome-Studien: Es wird immer eine selektionierte Patientengruppe in einem gut und regelmäßig kontrollierten Setting untersucht, sodass eine Generalisierbarkeit auf die gesamte Patientenkohorte nur bedingt möglich ist.

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  • Führen die neuen Daten zu neuen Leitlinien?

    Rezente Studien zur kardiovaskulären und renalen Sicherheit von Antidiabetika haben erstmals deutliche Vorteile für einzelne Substanzen bzw. Substanzklassen gezeigt, die in den aktuellen Therapieleitlinien zum Typ-2-Diabetes nach wie vor neben anderen Optionen in der Zweitlinientherapie aufscheinen.

    Es ist daher an der Zeit, die Leitlinien 2016 zu überarbeiten, um Arznei-mittelklassen oder Substanzen mit kardiovaskulärem und/oder renalem Vorteil eine Präferenz in der individuellen Therapieentscheidung einzuräumen.

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  • Aus ärztlicher Sicht | Zulassungserweiterungen: Kann oder muss verschrieben werden?

    Positive kardiovaskuläre Endpunktdaten neuer Diabetesmedikamente (z. B. Empagliflozin, Liraglutid) führen in den USA und Europa zu Veränderungen der Zulassungstexte.

    Für die Arzneimittelbehörden ist die kardiovaskuläre Protektion ein integraler Bestandteil der Therapie des Typ-2-Diabetes und verdient in der Entscheidungsfindung der Behandlung besondere Aufmerksamkeit.

    Aus den Zulassungstexten in Europa lässt sich kein therapeutischer Imperativ ableiten, die Wahl der Therapie obliegt dem Arzt und ist für jeden Patienten unter Einbeziehung des Patientenwunsches individuell zu treffen.

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  • Aus juristischer Sicht | Zulassungserweiterungen: Kann oder muss verschrieben werden?

    Ärzte haben nach dem Stand der medizinischen Wissenschaft und Erfahrung zu handeln und dürfen im Rahmen der Therapiefreiheit Arzneimittel auch „off-label‟ anwenden.

    Eine Verpflichtung kann bestehen, wenn es die einzige Methode der Wahl für einen Patienten ist.

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  • Ultraschnellwirksame Insuline

    Ultraschnellwirksame Insuline habe einen schnelleren Wirkeintritt und ein schnelleres Wirkmaximum.

    Postprandiale Glukosewerte können besser gesenkt werden.

    Diese Eigenschaften ermöglichen dadurch für den Patienten eine flexiblere Anwendung als normale schnellwirksame Insulinanaloga.

    Ultraschnellwirksame Insuline können dem Diabetiker den Umgang mit der chronischen Erkrankung erleichtern und so zu einer Verbesserung der Lebensqualität beitragen.

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  • Fixkombination SGLT-2-Hemmer + DPP-4-Hemmer

    Fixkombinationspräparate aus SGLT-2- und DPP-4-Hemmern stellen eine wichtige Erweiterung der Therapieoptionen bei Typ-2-Diabetes dar.

    Neben ihrer dokumentierten Effektivität leisten fixe Kombinationspräparate einen relevanten Beitrag zur Aufrechterhaltung der Therapieadhärenz (→; mit steigender Anzahl täglich einzunehmender Tabletten sinkt die Adhärenz).

    Die effektive Senkung des HbA1c ist die wichtigste Maßnahme, um Folgeschäden zu vermeiden, weshalb ein früher Kombinationseinsatz sinnvoll ist.

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  • Aktuelles Wissen zur Lipidtherapie

    LDL-Cholesterin (LDL-C) verursacht Atherosklerose; eine LDL-C-Senkung reduziert das kardiovaskuläre Risiko, im Besonderen auch bei Patienten mit Diabetes.

    Die aktuellen Leitlinien empfehlen ein LDL-C-Ziel von zumindest < 70 md/dl für die meisten Patienten mit Typ-2-Diabetes bzw. eine Reduktion des LDL-C um die Hälfte, wenn das unbehandelte Ausgangs-LDL-C zwischen 70 und 135 mg/dl liegt.

    Für Patienten, die trotz potenter Statine und Ezetimib ihr LDL-C-Ziel nicht erreichen, steht mit den PCSK9-Hemmern eine potente zusätzliche Option zur Lipidsenkung zur Verfügung.

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