Mitralklappenerkrankungen – neue MitraClip-Daten

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Grundsätzlich ist die Intervention bei Mitralklappenerkrankung angezeigt, wenn eine höhergradige Erkrankung mit Beschwerden besteht, die Ventrikelfunktion eingeschränkt ist, Vorhofflimmern oder eine pulmonale Hypertonie auftritt. Unterschieden wird zwischen Erkrankungen, die primär die Mitralklappe betreffen und solchen, die primär vom Ventrikel ausgehen.

Ist primär die Mitralklappe betroffen, so wird bis zu einem Alter von 75 Jahren und bei nicht schwerer Erkrankung ein chirurgisches Vorgehen empfohlen. Ab einem Alter von 75 Jahren bzw. bei Erkrankungen, die einen chirurgischen Eingriff erschweren, ist ein interventionelles Vorgehen zu bevorzugen. Geht die Erkrankung allerdings primär vom Ventrikel aus, so wird – unabhängig von Alter und klinischem Zustand – ein interventionelles Vorgehen empfohlen, da der chirurgische Eingriff nachgewiesenermaßen keinen Nutzen bringt.

Zur Intervention mittels MitraClip liegen neue Daten zweier Studien vor. Die US-amerikanische COAPT-Studie zeigte für Patienten auch 3 Jahre nach Intervention klinische Vorteile, insbesondere im Sinne einer Reduktion sowohl der Hospitalisierung aufgrund der Herzinsuffizienz als auch der Mortalität. Analog dazu zeigen die Ergebnisse der MITRA-FR-Studie einen Vorteil für den MitraClip; allerdings aufgrund der geringen Patientenzahl ohne statistische Signifikanz.